Technik News

Zerch

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Meinesachtens ist es nur eine Frage der Zeit , wenn nicht sogar schon möglich.
Ich kann mir jetzt schon eine Roboterarmee mit gemischter Spezialisierung vorstellen , welche in ihrer Gesamtheit und Wirkungsweise die vorhandenen Defizite einzelner beteiligter Einheiten ergänzend neutralisiert.

Wie es in der regulären Kriegsführung ebenso wunderbar funktioniert , kombiniert und mit vereinten Kräften zu wirken , wäre dies ebenso mit autonomen Kampfmaschinen möglich.

Stolperdrähte können vorweg mit Räummaschinen niedergedroschen werden , während nebenbei mit Hilfe von allerlei Sensorik alles erfasst wird was einen Herzschlag hat , Schweiss ausdünstet , anhand Röntgenkamera hinter Verdeckung biometrisch analysiert wird , etc.
Der Phantasie sind selbst mit den bestehen Möglichkeiten keine Grenzen gesetzt. Zudem kennen wir vom Gemeinvolk nichtmal die wirkliche Speerspitze an bestehenden technischen Möglichkeiten.
 

Malakim

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An sich ja eine logische Entwicklung. Als die US-Amerikaner merkten das sie feige sind und schlechte Soldaten haben entwickelten sie Maschinen für diesen Zweck :)
 

Nali3

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Also ich glaube dass die Drohnen entwickelt worden sind, damit eben die Distanz zu den Szenen vor Ort herrschen. Dann fällt das töten nicht mehr so schwer. Glaube aber nicht das die Amis ihre Soldaten für feige halten. Das wäre ja unpatriotisch und das gibts natürlich einfach nicht *ironie-ende* :roll:
 

Zerch

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Es hat für den Beobachter tatsächlich etwas wie den Anschein von Feigheit , wenn mit quantitativer und/oder qualitativer Überlegenheit bei gleichzeitiger Rücksicht auf möglichst wenig Eigenverluste ein Krieg geführt wird.
 

Zerch

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So ist es. Ist Überlegenheit nun mit Feigheit gleichzusetzen?
Mal davon abgesehen ist es nur eine Frage von Zeit bis Kriegsmaschinen veraltet sind und somit keinen Vorteil mehr bieten.
Das ist dann der Punkt an dem alle Kriegsbeteiligten ebenso wieder eine Keule in die Hand nehmen könnten , und damit sogar erleichtert wären.
 
G

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Wäre es nicht sinnvoller in Zukunft Roboter gegeneinander kämpfen zu lassen?

Irgendwann wird das dann zu teuer und man verlegt das ganze in die virtuelle Welt. Staatsoberhäupter können dann ihre Kriege am Computer austragen und die Bevölkerung nicht weiter damit behelligen.

Jaja, ich weiß, not gonna happen.
 

haruc

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Zerch schrieb:
So ist es. Ist Überlegenheit nun mit Feigheit gleichzusetzen?
Mal davon abgesehen ist es nur eine Frage von Zeit bis Kriegsmaschinen veraltet sind und somit keinen Vorteil mehr bieten.
Das ist dann der Punkt an dem alle Kriegsbeteiligten ebenso wieder eine Keule in die Hand nehmen könnten , und damit sogar erleichtert wären.
Nee technischer Fortschritt funktioniert so nicht. Wodurch "veraltet" denn eine Technologie? Doch nur dadurch, dass es etwas Neueres gibt. Vereinfacht ausgedrückt ist Fortschritt auf der Ebene der Technologie immer der Versuch der einen Partei, die jeweils andere Partei zu überbieten. Deswegen gibt es auf absehbare Zeit hin auch keinen Punkt, an dem Technologie keinen Vorteil mehr bringen wird, denn das würde bedeuten, dass das Ende jeglicher Weiterentwicklung erreicht wäre. Die scheinbare Grenze des Machbaren existiert nur im Kopf, die tatsächliche Grenze des Machbaren wird durch die Naturgesetze bestimmt. Es ist immer nur eine Frage der angewandten Technik und des wirtschaftlichen Aufwandes, sich dieser Grenze zu nähern.

Abgesehen davon ist Technik/Technologie ein Multiplikator für den Gefechtswert. Niemand wäre so blöd und würde freiwillig darauf verzichten. Selbst eine verbogene Vorderladermuskete bietet gegenüber einem Krimmes einen erheblichen Vorteil.

Viel eher ist es so, dass wir kurz vor dem Punkt stehen, an dem Krieg in den meisten Situationen ohne direkte Beteiligung von Menschen (zumindest auf der einen Seite) geführt werden kann. Gut möglich, dass demnächst die Hauptlast des Kampfes von unbemannten Fluggeräten aus der Luft, vielleicht in mehr oder weniger engem Zusammenwirken mit unbemannten Kampffahrzeugen auf dem Boden getragen wird, während Soldaten erst in zweiter Linie kommen und das eroberte Gebiet sichern. Das heißt, dass es in einigen Jahren möglich sein wird, ganze Länder zu erobern, ohne dafür auch nur die gesunden Knochen eines einzigen pommerschen Grenadiers zu riskieren.

Die Konsequenzen sind kaum zuende zu denken. Einerseits nimmt diese Entwicklung dem besten Argument gegen Kriege, der menschlichen Tragödie, die bisher immer zwangsläufig war, die Schärfe (zumindest auf der eigenen Seite - "die Anderen" sind ja böse Terroristen/Unterdrücker/Aufständische, die es nicht besser verdient haben...), was die Hemmschwelle zum Waffengang senkt. Andererseits werden sich nur die wenigsten Länder solche hochtechnisierten unbemannten Waffen in nennenswerter Stückzahl leisten können. Das Resultat ist dann die vollständige Asymmetrie, da die eine Seite ohne eigenes Risiko nahezu unbegrenzt Töten kann und die Gegenseite dem nichts oder nicht viel entgegenzusetzen hat.
 

Mr. Anderson

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shechinah schrieb:
Irgendwann wird das dann zu teuer und man verlegt das ganze in die virtuelle Welt. Staatsoberhäupter können dann ihre Kriege am Computer austragen und die Bevölkerung nicht weiter damit behelligen.
Eigentlich fehlt es in der virtuellen Welt zwar am Element der echten Gewalt, die man bräuchte, um dem Gegner seinen Willen aufzuzwingen, so wie etwa bei der Variante, einfach eine Fußballauswahl beider „Kriegs“parteien gegeneinander antreten lassen – der Erkenntnisgewinn darüber, wer im „Recht“ ist, wäre natürlich der gleiche – wobei die stärkere Seite auch schwerlich davon zu überzeugen wäre, eine dritte, übergeordnete „Schiedsrichter“-Partei zu akzeptieren.

Nichtsdestoweniger: Auch in der virtuellen Welt kann man viel Schaden anrichten. Fiktives Beispiel: Börsencrash à la „James Bond - Goldeneye“. Ich denke, da wird es in Zukunft (bzw. jetzt schon) diverse Möglichkeiten geben, die gegnerische Partei zu etwas zu nötigen, auch ohne den Einsatz von unmittelbarer physischer Gewalt.
 

Zerch

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@haruc

Kein Zweifel an Deinem Geschriebenen , aber ich glaube wir reden aneinander vorbei.

Es wäre eine Erleichterung für den Soldaten , einen Knüppel zu haben und nur gegen Knüppelträger kämpfen zu müssen.
Das Wettrüsten lässt allen Beteiligten immer weniger Luft zum Atmen und erzwingt weiterhin Wettrüsten als einzige Option.
Es ist eine konsequente Steigerung an Zermürbung von Psyche und wertvollen Rohstoffen.
 
G

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Zerch schrieb:
Es wäre eine Erleichterung für den Soldaten , einen Knüppel zu haben und nur gegen Knüppelträger kämpfen zu müssen.
Das kann ich mir nicht vorstellen.

Die Jungs würden lieber in einem Geheimbunker in Utah, in einem Sessel mit Getränkehalter, einen Panzer in Afghanistan fernsteuern, als mit einem Knüppel vor Ort zu sein - und ihren Familien wäre das auch lieber.
 

Zerch

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Ich wäre mir dabei nicht so sicher ob diese Erfahrung lange erträglich ist.
Wer will sich schon vergraben müssen nur weil Killermaschinen auf der Oberfläche ihr Unwesen treiben ?

Wenn der Feind das Gleiche macht sind auf der Oberfläche auch keine Familien mehr sicher.
Ich denke es wird verkannt was durch moderne Kriege an Lebensqualität verloren gehen kann , für Soldaten sowie für Zivilisten.
 

haruc

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@ Zerch:
Es wäre eine Erleichterung für den Soldaten , einen Knüppel zu haben und nur gegen Knüppelträger kämpfen zu müssen.
Das Wettrüsten lässt allen Beteiligten immer weniger Luft zum Atmen und erzwingt weiterhin Wettrüsten als einzige Option.
Es ist eine konsequente Steigerung an Zermürbung von Psyche und wertvollen Rohstoffen.
Glaube ich kaum. Alleine der Stress, der damit kommt, zig Menschen aus weniger als einem Meter Entfernung mit einem derben Ast totzuschlagen, oder doch zumindest zu verletzen, ließe sich für moderne Menschen nicht lange durchhalten. Da ist das Töten auf 10-300 Meter wahrscheinlich "schonender" für die Psyche (wenngleich belastend genug).

Das Wettrüsten ist eben die Konsequenz daraus, dass man versucht, das Risiko für die eigenen Leute zu mindern und gleichzeitig die Zerstörungskraft zu erhöhen - im Grunde ein ökonomischer Prozess.

Wenn der Feind das Gleiche macht sind auf der Oberfläche auch keine Familien mehr sicher.
Ich denke es wird verkannt was durch moderne Kriege an Lebensqualität verloren gehen kann , für Soldaten sowie für Zivilisten.
Das ist nunmal eine Konstante der Menschheitsgeschichte: Man kann nie allen trauen, und es ist besser, wenn man nach Möglichkeit nicht wehrlos dem erstbesten eroberungssüchtigen Kriegstreiber ausgeliefert ist. Deswegen schließen sich Menschen in Schutzgemeinschaften - Staaten - zusammen, um durch das Zusammenlegen von Ressourcen die dazu nöthigen Mittel aufzubringen.

Aber in der guten alten Zeit, als sich noch Menschen aus Fleisch und Blut gegenseitig millionenfach mit Maschinengewehr und Artillerie niedergemetzelt, mit Senfgas und Tretminen verstümmelt und getötet hatten, wo Tag und Nacht tausende Bomber Millionen Tonnen von Spreng- und Brandbomben auf Städte abgeworfen hatten, da hatten Soldaten und Zivilisten noch Lebensqualität?

Es ist letztlich völlig irrelevant, dass ein Krieg mit primitiven Schlagwaffen "besser" für alle wäre, als ein moderner Krieg. Die technische Entwicklung wird sich nicht um 50.000 Jahre zurückdrehen lassen. Es wäre auch für alle Menschen besser, wenn sie nicht in Städten leben würden, sondern an einem klaren Gebirgsbach im Wald. Aber diese "Optionen" spielen sich nicht im Rahmen der Realität ab - genau so gut könnten wir darüber spekulieren, wie toll es wäre, wenn man unsterblich wäre, oder es kein Geld gäbe.
Und genau so wenig, wie wir das Rad zurückdrehen können, können wir verhindern, dass es sich weiter dreht. Das wäre nicht nur illusorisch, sondern Existenzbedrohend.
 

Zerch

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Was ist mit dem psychischen Stress , den Feind nicht zu sehen? Ich denke wir könnten die Keulen einfacher fallen lassen als moderne Waffensysteme.

Zudem redest Du von der festgefahrenen Realität und ich von einem Gleichnis dessen , somit reden wir immer noch aneinander vorbei.
 

haruc

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Was ist mit dem psychischen Stress , den Feind nicht zu sehen? Ich denke wir könnten die Keulen einfacher fallen lassen als moderne Waffensysteme.
Gut möglich, ja - bedingt aber vollkommen unrealistische Voraussetzungen. Tatsächlich ist das so fern jeglicher Realität, dass man auch gleich postulieren könnte, dass gar keine Waffen noch besser wären und man Krieg nicht braucht. Schön wäre das natürlich, aber so lange es Menschen gibt, die eine wie auch immer geartete Religion als Ersatz für den Verstand gebrauchen, so lange wird es Kriege und damit die Notwendigkeit zu Waffen und deren Weiterentwicklung geben.

Zudem redest Du von der festgefahrenen Realität und ich von einem Gleichnis dessen , somit reden wir immer noch aneinander vorbei.
Gut möglich - aber ich glaube wir werden ohnehin immer aneinander vorbei reden, weil ich anscheinend mit meinen Interpretationen Deiner Aussagen ständig daneben liege. Folglich leidet dieser "Diskurs" an einem grundlegenden Kommunikationsproblem, das man vielleicht dadurch beheben könnte, dass man möglichst unzweideutig ausformuliert, was man eigentlich sagen möchte.
 

Zerch

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Verzeihung , ich neige eher dazu mich kurz zu fassen , und versuche kontroverse Anreize zum Nachdenken geben anstatt die Welt so zu schildern wie sie jeder kennt , was jetzt aber absolut kein Kritikpunkt von meiner Seite darstellt. Alles ist wichtig , alle sind wichtig.
 
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