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Ist der Islam satirefähig?

Dieses Thema im Forum "Printmedien/Mediendiskussion" wurde erstellt von fiend, 1. Februar 2006.

  1. antimagnet

    antimagnet Forenlegende

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    10. April 2002
    abgesehen davon: ich glaube, du unterschätzt, wie schwierig es sein kann, einen religiösen menschen mit geld davon zu überzeugen, glaubensbrüder zu verraten.

    abgesehen davon aber: du glaubst doch nicht im ernst, dass das problem gelöst ist, wenn der mensch an der spitze weg ist?

    das übernimmt dann einfach ein anderer. z.b. der, der grade ein paar milliarden kopfgeld eingesackt hat. dann haben wir nicht nur weiter eine terrororganisation, wir haben dann eine mit ein paar milliarden mehr auf dem konto...
     
  2. Aphorismus

    Aphorismus Ehrenmitglied

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    Ort:
    im moment in den neuronen deines kopfes
    :offtopic:

    Ist jetzt wirklich offtopic, aber könntet ihr euch nicht vielleicht angewöhnen die Namen der zitierten Personen in die Zitate zu integrieren? Oder zumindest eine Anrede mir "@ XY" vor eure Posts zu setzen? Ich musste jetzt erstmal mühsam zurückblättern und rumrätseln um die Urheber der zusammengestückelten Zitate ausfindig machen zu können.

    Die Namen baut man in die Zitate wie folgt ein:

    Code:
    [quote="Aphorismus"]BLA BLA BLA[/quote]
    Und das sieht dann danach so aus:

    Und schon wissen alle wer was gesagt hat. :wink:
     
  3. Guest

    Guest Guest


    Ja, sehe ich auch so. Wenn Israel und Amerika so weiter machen muss der Rest der Welt so langsam konkrete Gegenmaßnahmen ergreifen.
     
  4. Mr. Anderson

    Mr. Anderson Ehrenmitglied

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  5. Shibboleth

    Shibboleth Lehrling

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    @ simple man

    Was mich (oder den Aussetzer des Kopfgeldes) von solchen Menschen dann noch unterscheiden würde?

    1.) Zunächst, dass der Aussetzer eines Kopfgeldes nicht agieren, sondern nur reagieren würde.

    2.) Mit seiner Reaktion gibt er ein klares Kontra gegen eine einzige Person und nicht gegen eine ganze Nation.

    3.) Das Gefasel über Menschenrechte interessierte den Akteur ob seiner Aktionen wie Verfolgung, Völkermord, Folter, unter denen hunderte oder tausende Menschen zu leiden haben, auch einen feuchten Kehricht. Wieso sollte man also einer solchen Person weiterhin die Möglichkeit geben (und zwar solange, bis man diese eines Tages ergreifen kann), sein Tun ungestraft fortzusetzen?

    Es heisst also nicht Auge um Auge oder Seele um Seele, sondern das Leben eines einzelnen zu beenden, um das Morden an Hunderttausenden zu unterbinden. Dies ist - aus meiner Sicht - legitim.
    Oder hätte man Hitler gefangensetzen sollen, um noch großartig über seine Menschenrechte zu philosophieren? Den unglückseligen, gescheiterten Attentätern billigte jedenfalls niemand die Menschenrechte zu. Ganz zu schweigen von den Millionen von Menschen, die in KZ´s ermordet und jenen Millionen, die durch die Militärmaschinerie zerrieben wurden.


    @ Antimagnet

    Es dürfte auch nicht allzu schwierig sein, einen religiösen Menschen mit Geld vom Verrat an Glaubensbrüdern zu überzeugen.

    Es wird immer wieder vergessen, dass es sich eigentlich nicht um einen Glaubenskonflikt handelt, sondern um einen sehr weltlich orientierten Konflikt. Die Menschen sehen vorrangig nur: sie haben nichts zu Essen, sie haben nichts zu Trinken, sie haben nur karges Land und leben in bitterer Armut. Dann kommt einer, der Sie dazu motiviert, einen Djihad zu führen, gegen die Ungläubigen, die an der Misere schuld sind. So haben sie wenigstens im Paradies die Aussicht auf ein besseres Leben, wenn schon nicht im Diesseits.

    Mit einer Milliarde USD oder EUR können unzählige Menschen bestens leben. Noch besser lebt es sich alleine mit einer Milliarde.
    Wieso sollte sich noch jemand als Terrorist den Arsch wegballern lassen, wenn er das Leben in vollen Zügen genießen kann?

    Abgesehen davon: ein bisschen Risiko ist immer dabei. Aber riskanter, als
    ein Militäraufmarsch mit Hunderttausenden oder Millionen toter Zivilisten und Soldaten wohl kaum. Ausserdem ist es immer noch günstiger.

    Und wenn wir nur auf die Kopfgeldtaktik setzen würden, wäre der Effekt bald wieder verpufft. Der Westen muss sich schon um dauerhafte und aufrichtige Hilfe bemühen.

    Was steht derzeit auf den Kopf von Bin Laden? 10 Mio USD? Ist doch wohl ein schlechter Scherz, angesichts der Gefahr, in die man sich begeben müsste, um die Schmeissfliege ans Messer liefern zu können.
     
  6. Winston_Smith

    Winston_Smith Forenlegende

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    Paris - Im weißen FIAT UNO...
  7. antimagnet

    antimagnet Forenlegende

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    bist du ernsthaft der meinung, man hätte nur hitler umbringen müssen, um die nazis zu stoppen?


    d.h. man müsste heute nur george w. bush umbringen, um amerika von seiner imperialistischen außenpolitik abzubringen? [das ist kein bush-hitler-vergleich!]

    du glaubst doch nicht ernsthaft, dass der terror-islamismus aufhört, wenn bin laden tot ist. der nahost-konflikt hat doch auch schon einige führer überlebt.

    wieso machst du dich eigentlich nicht auf die socken, um bin laden zu fassen. sind dir 27 mio zu wenig?

    mein smilie kann gar nicht so viel mit den augen rollen, wie es hier nötig wäre... :roll:
     
  8. _Dark_

    _Dark_ Ehrenmitglied

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    weil das "leben in vollen zügen" von so jemanden nicht genossen werden kann.. diese leute haben eine vollkommen andere einstellung zu ihrem leben als wir das haben, von weltlichen genüssen mal ganz zu sprechen..

    denen gehts ja nicht um blackjack&nutten, sondern darum, israel und den ganzen dekadenten westen zum teufel zu jagen, um dann schon im diesseits einen vorgeschmack dessen zu haben, was sie im himmelreich angeblich erwartet..
     
  9. Shibboleth

    Shibboleth Lehrling

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    @ Dark

    Du scheinst Dich ja gut in jemanden hineinversetzen zu können, der islamisch-extremistisch und milliardenschwer ist.... ;)

    Ich glaube, so ein Terrorist sehnt sich insgeheim nach dem, was viele andere auch wollen:

    Fressen, F........, Fernsehen!

    Kaviar, Gänseleberpastete, ein ansehnlicher Harem, privates Multiplexkino und Autorennen vor der Haustür.


    @ Antimagnet

    Natürlich bin ich nicht der Meinung, die Beseitigung Hitlers hätte ausgereicht. Es war lediglich ein Beispiel, um simple_man die Menschenrechtsgefühlsduselei im Zusammenhang mit Dikatoren auszutreiben.

    Im übrigen spreche ich hier nicht von Bin Laden, sondern von Führungsriegen und high-dotation-reward-per-fucking-nose

    Grundsätzlich fände ich es nämlich nicht so prall, wenn Millionen von Menschen für diese Hetzer Ihr Leben lassen müssen.

    Abgesehen davon, dass so ein simples NATO-Bombardement - ohne Bodentruppenaufmarsch - mal eben locker 5 Milliarden DEM pro Woche kostet (Zahlen von 1999/2000). Die wären in sinnvollen Entwicklungshilfeprojekten wohl besser angelegt.

    Aber da wir unsere Rüstungsindustrie ja mal wieder richtig gesundstoßen müssen, werden Sie wohl auch zu guter Letzt unsere BW-Jungs in einem Big-Clash verheizen.
     
  10. _Dark_

    _Dark_ Ehrenmitglied

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    4. November 2003
    sicher, denn du scheinst dich ja auch gut in jemanden hineinversetzen zu können, der schon seit beginn seines lebens gehirnwäschenähnlich eingetrichtert bekommen hat, dass seine feinde im westen sind, seine waffen sein körper mit nem sprenggürtel dran und seine belohnung das ewige leben mit allem drum und dran..
    es gibt menschen, denen fressen, f.. und fernsehen eben nicht wichtig sind, sondern anderes
     
  11. Aphorismus

    Aphorismus Ehrenmitglied

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    im moment in den neuronen deines kopfes
    Ich zumindest bin durchaus der Meinung, dass ein erfolgreiches Attentat auf Hitler zwischen 1933 und 1936 den Nazis eine Menge Wind aus den Segeln genommen hätte. Das hat vor allen Dingen mit der Struktur des NS-Staates zu tun, in dem die verschiedenen Organisationen und Behörden zu dieser Zeit in einen ständigen Kompetenzstreit aller gegen alle standen. Zu Beginn der Regierungszeit Hitlers war die SA sehr viel wichtiger als die elitäre SS, all das hat sich erst nach und nach gedreht. Nehmen wir an, Hitler wäre schon sehr früh durch ein Attentat ums Leben gekommen, wer hätte denn die Macht übernommen? Röhm? Himmler? Göring? Wer? Sebastian Haffner hat aus eben diesen Gründen sehr detailliert dafür plädiert, dass ein erfolgreiches Attentat auf Hitler zu diesem frühen Zeitpunkt wohl das meiste Unheil hätte abwenden - oder zumindest zu einem bürgerkriegsartigen Kampf der verschiedenen NS-Instanzen hätte führen - können. Wer in Hitler-Deutschland welche Macht hatte hing einzig und alleine von einer Person ab - Adolf Hitler. Es gab keinen Notfallplan, der eindeutig von allen beteiligten Akteuren akzeptiert worden wäre. Tyrannenmord kann durchaus eine sehr honorige Angelegenheit sein, siehe Shakespeare. :wink: Ich weiß, offtopic, aber ich hab damit nicht angefangen... :oops:
     
  12. antimagnet

    antimagnet Forenlegende

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    dass das duselei ist, will ich mal bezweifeln. die legitimation des eigenen handelns gerät in gefahr, wenn man illegitimen mitteln vorgeht - auch (vielleicht auch erst recht), wenn's dieselben sind.

    ich doch auch. :wink:


    du hast den unterschied ja selbst bemerkt, zwischen "wir geben 5 mrd für krieg aus" und "wir geben 5 mrd kopfgeld aus". kopfgeld, das von der gegenseite nun in den krieg investiert werden kann.

    wenn ich so drüber nachdenk... mit deiner variante könnte man glatt terrorist werden. das lohnt sich ja richtig. einfach im fahrwasser eines großen fisches mitschwimmen, den verpfeifen und selber capo werden. mit ner mörder-kohle. die dem feind nun fehlt. let's roll...

    im übrigen würd ich davon ausgehen, dass mit einer initiativbewerbung sich doch jetzt schon einiges machen lässt. auch ohne konkretes angebot lässt sich aus dem verrat vom terror-kumpel bestimmt ne menge kapital schlagen.
     
  13. antimagnet

    antimagnet Forenlegende

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    ich bin in geschichte ne ziemliche null, will dir aber gerne da zustimmen. ich hatte eher die zeit im sinn, als das in vollem schwange war und die ideologie bürokratisiert war.

    ich muss aber sagen, auch da bleibts unpassend, den führerkult hab ich dabei zuwenig berücksichtigt. die nazi-zeit war schon sehr personengebunden. das gibts in der form im islamismus nicht.

    trotzdem hätte man auch mit einem toten führer noch massen in der ideologischen spur halten können. das wiederum... egal.

    hitler war mal wieder blöde, ich geb's zu.

    :oops:
     
  14. Sir_Kawina

    Sir_Kawina Neuling

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    ich bin der meinung die karikarturen waren nur die auslöser für die gaze sache was jetzt los ist
    sie waren nur das tröpfchen welche das fass zum über laufen brachten
    deswegen solte man nicht die karikarturen als einzelnes sondern von einem stück des ganzen betrachten
    außerdem dem sollte man nicht aus den augen verlieren das die meisten wirklich gläubigen muslime gegen die gewaldproteste sind da sie wissen das diser konflikt immer mehr ausarten wird
    denn wenn sich die sache noch mehr zu spitzt werden sich wohl irgendwann die regierungen überlegen ob man länder unterstützen solle die als dank gewalt aus üben
     
  15. holo

    holo Ehrenmitglied

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    Willkommen an Board.

    Gruß
    Holo
     
  16. Guest

    Guest Guest

    So, und jetzt stelle Dir einmal diese szene bildlich so vor, das dieser Arzt kein Jude sondern sagen wir mal ein Franzose oder Brasilianer wäre.

    Verstehe nicht warum Juden immer eine Sonderregelung geniessen.

    Sobald irgendwie ein Jude oder sagen wir Israel nicht positiv dagestellt wird, dann gilt das gleich als gefährlich oder schlimm.

    Es gibt doch auch andere Völker die in der Geschichte viel leid erlitten haben.
     
  17. Booth

    Booth Erleuchteter

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    Ich habe ziemlich genau gelesen.
    Habe ich meiner Ansicht nach nicht getan.
    Aber Du sprichst eine Todesdrohung aus. Und Du hattest das Kriterium "Todesdrohung" grammatikalisch als hinreichend verwendet. Wenn es für Dich nur ein notwendiges Kriterium ist, hättest Du anders formulieren sollen.
    Also - diejenigen, die "nur" Todesdrohungen aussprechen, denen wird nun doch nicht das Menschenrecht entzogen?
    Also doch nicht falsch verstanden. Somit erlaubst Du Dir für den selben Tatbestand eine anderes Urteil als bei anderen Menschen. Es gibt nicht wenige, die das als "Willkür" bezeichnen würden.
    Ja klar - Du genehmigst Dir das selbe Recht, wie die Fanatiker, weil Du Dich selber auf der "guten" Seite definierst.

    Was unterscheidet Dich somit von den Fanatikern? Du behauptest, Du würdest nur reagieren... und siehst Du - genau dasselbe behauptet Osama Bin Laden von sich auch.

    Ich persönlich habe nichts dagegen, wenn jemand den Gewalttätigen Menschen mit Todesstrafe droht... aber er sollte dann bitte die Menschenrechte heraushalten. Die Menschenrechte sind universell für jeden Menschen gültig - wenn Du nur eine Person herausnimmst, bist Du nunmal kein Vertreter dieses Modells.

    gruß
    Booth
     
  18. Ein_Liberaler

    Ein_Liberaler Forenlegende

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    Der Unterschied besteht darin, daß es sehr wenig Antigallismus oder Antibrasilianismus in der Welt gibt, erst recht keinen, der mit dem Klischee des Ritualmordes und der Menschenfresserei (und deren Fortsetzung mit anderen Mitteln ist ja wohl der Organraub) arbeitet.
     
  19. Mr. Anderson

    Mr. Anderson Ehrenmitglied

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    Ich sehe keine Sonderbehandlung. Die FSK hat den Film ungekürzt als "ab 16" durchgehen lassen, s.o.
     
  20. Guest

    Guest Guest

    Soviel ich weiss ist der Organraub in Brasilien weit verbreitet. Gab es vor ein paar Jahren einige Beiträge zu.

    So wie ich es verstanden habe war es in dem Film 1 Jüdischer Arzt und nicht die Juden ansich.
    Wenn man dann von 1 Juden auf alle Juden schliesst ist es rassistisch. Und irgendwie tut das dann wohl der Herr Stoiber.