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Mwst. auf 19% und keiner geht auf die Barrikaden?!

Dieses Thema im Forum "Politik, Sozialkritik, Zeitgeschehen & Geschichte" wurde erstellt von saschay2k, 31. Oktober 2006.

  1. fiend

    fiend Lehrling

    Beiträge:
    33
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    2. November 2003
    Vielleicht weil grad kein grösseres Mitspracherecht des Volkes in Deutschland herrscht!?
     
  2. NoToM

    NoToM Erleuchteter

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    13. Januar 2003
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    Naja, bei uns geht es ja auch...


    ...weil eine Volksabstimmung bei weitem nicht so abstrakt ist wie eine Landtagswahl. Ausserdem werden die Abstimmungsresultate normalerweise erstaunlich gut Aktzeptiert, keine Diskussionen mehr im nachhinein.
     
  3. Winston_Smith

    Winston_Smith Forenlegende

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    Ort:
    Paris - Im weißen FIAT UNO...
    Nun. Für mache scheint es ja schon zu viel verlangt, dass sie an einem Sonntag mal den Hinter von der Couch heben und ein kreuzchen machen gehen.

    Die MwSt ist dagegen noch viel komplizierter und braucht einiges an eingeholter Information, um da entscheiden zu können. Also erstmal sich schlau machen, lesen und dann noch abstimmen?!

    Ich bin da skeptisch.

    ws
     
  4. holo

    holo Ehrenmitglied

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    27. August 2005
    Was soll sie dazu motivieren, ihren Hintern von der Couch zu heben?

    Gruß
    Holo
     
  5. Malakim

    Malakim Ehrenmitglied

    Beiträge:
    4.975
    Registriert seit:
    31. August 2004
    Ein an die Wand gefahrener Karren?

    Eine Vision?
     
  6. Winston_Smith

    Winston_Smith Forenlegende

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    15. März 2003
    Ort:
    Paris - Im weißen FIAT UNO...
    Sollte z.B. die Möglichkeit zur Teilnahme an der Demokratie, das Mitentscheiden nicht Motivation genug sein?

    ws
     
  7. holo

    holo Ehrenmitglied

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    27. August 2005
    Sorry, aber das ist für mich nur ein hohler Spruch vom Wahlpropagandaplakat.

    Was entscheidet denn der Bürger mit seiner Wahl?

    Gruß
    Holo
     
  8. NoToM

    NoToM Erleuchteter

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    Ja klar, das verstehe ich. Aber es funktioniert bei uns.
    Wenn mir ein Thema zu komplex ist oder ich keine Lust habe, mich schlau zu machen, stimme ich auch nicht ab. Ich motze aber danach auch nicht über das Ergebnis.
     
  9. holo

    holo Ehrenmitglied

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    27. August 2005
    Ich habe mich einmal mit C-Programmierung auseinander gesetzt. Da mir die Ziele (Malakim: "Visionen") fehlten, habe ich es nicht weiter vertieft.
    Ich gebe euch Brief und Siegel drauf: Wenn dem Bürger erheblich mehr Instrumente zur Steuerung zur Verfügung stehen, wird er sich auch deutlich mehr mit der Materie beschäftigen.
    Da sich nicht jeder fundiert mit allem auseinander setzen können wird, wird es Fälle, wie ihn NoToM beschrieben hat, immer mal geben - das geht den Ministern nicht anders. Mit der Steuerfrage könnte sich jedoch der Nachbar intensiv auseinandersetzen. Durchaus vorstellbar für mich.
    Das ist Politik von der jeweiligen Basis aus. Nicht vom grünen Tisch, sondern direkt aus den Herzen einer Nation.

    Gruß
    Holo
     
  10. saschay2k

    saschay2k Großmeister

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    Hamburg
    Hoffentlich habe ich es nicht überlesen.

    Ich gehe mal davon aus, dass bekannt ist, was aus dem Recht auf Mitbestimmung hier in Hamburg geworden ist :)


    http://www.abendblatt.de/daten/2005/11/12/502535.html

    Wenn hier in HH nochmal irgendein Politiker mit der Stammtischparole "Volksabstimmung" kommt, dann wird der gelyncht ;-)
     
  11. erik

    erik Erleuchteter

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    nur um nochmal auf das eingangspost von sascha zurück zu kommen...

    die angeprangerten 30 mrd sind ja nicht "verlplempert" durch vernichtung, sondern irgendjeamnd hat die ja auch verdient, teilweise halt durch unsinnige oder wenigstens fragwürdige bauvorhaben oder regelungen

    aber das geld ist dem wirtschaftskreislauf zugeführt worden.

    insofern ist die rechnung 30 mrd fehlausgaben = 24 mrd steuererhöhung natürlich eine milchmädchenrechnung

    wohin die tollen "68er" die immer mehr am eigenen geschichtsbild interessiert waren als an wirklicher politik das land gebracht haben sieht man ja (herr schröder und herr fischer zählen ja explizit zu dieser generation...)

    und so ist eben demokratie, wenn die mehrheit keinen wechsel will und mit fernsehen zufrieden ist und keinen bürgerentscheid oder ähnliches haben will, dann wird es das nicht geben.
    ansonsten steht es ja jedem frei seinen eigenen 68er hof/landkommune aufzumachen und ohne geld selbstversorger zu werden (wird zumindest bei der energieerzeugung sogar noch staatlich gefördert)
     
  12. SentByGod

    SentByGod Ehrenmitglied

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    Die Medien wollen nicht das wir konsumieren. Das ist die Wirtschaft die mittels der *belibiges Medium einsetzen* uns von ihren tollen neuen Produkten erzählen und somit verkaufen will.

    Und ein Staat ohne Zahlungsmittel kann in der Größenordnung der BRD nicht bestehen.
     
  13. Simple Man

    Simple Man Forenlegende

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    Momentan scheinbar Schilda ...
    Wie soll das aussehen? Naturaltauschwirtschaft und Subsiztenzwirtschaft?
    Ich weiß nicht, ob da nicht die negativen Auswirkungen einen evtl. Nutzen (wo genau soll der eigentlich deiner Meinung nach liegen) überwiegen würden ...


    Was die Volksentscheide angeht: Die meisten politische Entscheidungen (vor allem auf Bundesebene) entziehen sich imo einer Zuspitzung auf eine einfache "Ja/Nein"-Entscheidungsauswahl und verlangen nicht selten Fachkenntnisse (die "die Politik" leider auch nicht unbedingt immer hat), die eine gewisse Vorarbeit und Informationsgewinnung voraussetzen.
     
  14. saschay2k

    saschay2k Großmeister

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  15. Simple Man

    Simple Man Forenlegende

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    Momentan scheinbar Schilda ...
    :gruebel:

    Ah ja ... nun gut, ich kenne Star Trek ... ist aber eine ziemlich utopistische Vision ... du bist also der Meinung, es bräuchte nur sowas wie einen Replikator und schon gehts ab, mit der Geldlosen Wirtschaft?

    Wie genau stellst du dir denn einen Alltag in einer geldlosen Wirtschaft vor? (Und zwar am besten ohne einen utopischen Replikator ... :wink: )

    Und nochmal: Wo genau liegt da für dich der Nutzen?
     
  16. holo

    holo Ehrenmitglied

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    Geld ist ein allgemein anerkanntes Tauschmittel. Wer das nicht mehr will, muss Biber jagen und Felle gegen Pfeffer eintauschen.
    So oder so: Ohne Tauschmittel gibt es nur noch Arbeitseinteilung und Güterzuteilung, oder?

    Aber bevor ich 2,5 Tonnen (25283 100g-Beutel) schwarzen Pfeffer (gemahlen) zum Händler schleppe um als Gegenwert eine Mercedes Benz E280 4Matic Limousine zu bekommen, ist mir das Giralgeld doch lieber. ;-)

    Gruß
    Holo
     
  17. saschay2k

    saschay2k Großmeister

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    Vielleicht sollte man Geld virtualisieren. D. h. jeder bekommt auf Basis der Leistung, die er der Allgemeinheit angedeien lässt einen entsprechenden Gegenwert in Form virtueller Werteinheiten. Diese Werteinheiten sind personalisiert und stehen niemanden anders als dem Individuum zur Verfügung, dass diese "Credits" erwirtschaftet hat. Diebstahl dieser Werteinheiten ist nicht möglich.

    Sollte jemand dieses Wirtschaftssystem verlassen, hat er die Möglichkeit, seine Kredits in anderen Zahlungssysteme zu transferieren - siehe Ferengi :)

    Sicherlich kann man diesen Ansatz ebenfalls bis auf die Grundmauern demontieren - aber interessant finde ich ihn trotzdem.
     
  18. Magna

    Magna Erleuchteter

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    Das Problem bei diesem System ist doch klassisch: Wenn ich Menschen nach ihrer Leistung für die Allgemeinheit entlohne, wer verdient dann besser: Der Müllmann, der Manager oder der Pfleger im Heim?
    Wessen Dienst an der Allgemeinheit ist größer? Und was ist mit Ehrenamtlichen? Gibts die dann nicht mehr? Oder ist das ein Zubrot, das sich jeder verdienen darf?
    Aber die Idee ist im Grunde schön, keine Frage.
    Liebe Grüße,
    Magna
     
  19. agentP

    agentP Forenlegende

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    Und wer bestimmt wie wieviel ich für die Allgemeinheit leiste?
     
  20. Simple Man

    Simple Man Forenlegende

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    Momentan scheinbar Schilda ...
    Dir ist schon klar, dass das auch nichts anderes ist als Geld ... oder?
    Da in der Ökonomie imo angenommen wird, dass Geld ist, was die Geldfunktion erfüllt und diese Credits ja im Grunde der Wertaufbewahrung dienen, als allgemeines Tauschmittel anerkannt sein müssten/würden und als Recheneinheit dienen, ist das im Grunde - Geld ...

    Und was macht das Individuum dann mit diesen Credits? Ich nehme an, dass es damit was kauft? Dadurch müsste die personalisierte Prägung dieses Geldes, wenn man es so nennen will, aber umgewandelt werden ...

    Naja, am Geldsystem änders das imo nicht so viel. Du "personalisierst" es meiner Meinung nach nur (etwas das in gewissem Rahmen ja heutzutage schon durch Kartensysteme und Chipsysteme passiert) und willst im Endeffekt, dass die Menschen nicht für Unternehmen produzieren, sondern für die Gesellschaft ... oder habe ich dich da missverstanden?