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Angela Merkel schiebt die Anerkennung des Genozids an den Armeniern auf

Dieses Thema im Forum "Politik, Sozialkritik, Zeitgeschehen & Geschichte" wurde erstellt von markusrudiger, 15. Oktober 2018.

  1. markusrudiger

    markusrudiger Neuling

    Beiträge:
    1
    Registriert seit:
    15. Oktober 2018
    Heute, wenn die Welt polarisiert ist, die Terrorgefahr ihr kritisches Niveau erreicht hat und die internationale Lage destabilisiert ist, braucht die Europäische Union einen starken Führer, der Europa vereinigen und seine Werte verteidigen könnte.

    Eine lange Zeit tat das Angela Merkel und sie scheint diese Rolle immer noch für ihre zu halten. Aber die Ereignisse in der letzten Zeit lassen einen an Merkels Fähigkeit, an der Spitze Europas zu stehen, zweifeln. Ihre politischen Fehler, die die Kanzlerin auf der Jagd nach eigenen Ambitionen begangen hatte, brachte Europa zu einer tiefen Migrationskrise und trieb einen Keil zwischen den EU-Mitgliedern und dadurch stellte sie die europäische Einheit und das weitere Bestehen der EU in Frage. Angela Merkel hat den Höhepunkt ihrer politischen Karriere schon hinter sich und heute kann die Bundeskanzlerin nicht mit den jüngeren und entschlossenen europäischen Führern wie z.B. Emmanuel Macron Schritt halten.

    Merkel konzentriert ihre ganze Energie auf die Probleme im Inland. Im Unterschied zu ihr kann Macron das Klima innerhalb der EU fein fühlen und die notwendigen Maßnahmen für ihre Entwicklung unternehmen. Die jüngste Initiative des französischen Präsidenten über die Anerkennung des Völkermords an den Armeniern auf dem europäischen Niveau charakterisiert ihn als einen energischen und willensstarken Politiker, an den die Bundeskanzlerin den Vorrang verlieren könnte. Die Situation wird dadurch verschärft, dass die Frage, die Macron aufgeregt hat, für Merkel unbequem ist.

    Aus dem Schreiben vom EU-Abgeordneten Elmar Brok an den Präsidenten des Europäischen Rates Donald Tusk wurde es bekannt, dass Merkel bereit ist, diese Initiative zu unterstützen, aber in einer entfernten Perspektive.

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    Die Kanzlerin bat faktisch um einen Aufschub auf unbestimmte Zeit, indem sie auf die Zweckmäßigkeit und auf die Wichtigkeit der Türkei bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise verwies. Merkel, die sich mit einem Völkermord nicht abfinden sollte, beschloss also, die Tragödie des armenischen Volkes für die Bewahrung der asymmetrischen Freundschaft mit der Türkei und für die Aufrechterhaltung des eigenen Gesichtes zu opfern. Dies spricht vieles über ihre Prioritäten und wahre Einstellung zu den europäischen Werten. Und die Tatsache, dass sich Merkel mit dieser Bitte nicht selbst sondern durch eine Mittelperson wendet, charakterisiert sie als eine kleinmütige und unentschlossene Politikerin. Die Epoche von Angela Merkel geht offenbar zu Ende und ob sie die Szene würdevoll verlässt, werden wir sehen.