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Geld, eine Theorie?

Dieses Thema im Forum "Philosophie und Grundsatzfragen" wurde erstellt von SentByGod, 21. Februar 2007.

  1. Sensoe

    Sensoe Großmeister

    Beiträge:
    672
    Registriert seit:
    8. Februar 2003
    Ort:
    Baden-Württemberg - BC AltA!
    Ich empfinde diesen Überfluß an "Ramsch" als nen Höchstmaß an Freiheit,bzw als ne Art Ausdruck wie sehr "die Industrie"/"Der Handel" an mir als Kunde interessiert ist.

    Er sagt eben nicht wie in der Planwirtschaft..."nimms oder lass es bleiben..." ("nein,hier gibts keine Bettwäsche,keine Lampen gibts in der 3. Etage..." :lol:)nein, er versucht ständig mir Dinge schmackhaft zu machen.Ist auf MICH angewiesen.
    Ich als Verbraucher habe doch alle Macht,wenn mir nen Produkt,aus welchen Gründen auch immer (zu teuer,zu kitschig,ökologisch zu bedenklich,nicht nachhaltig genug etc pp...),nicht zusagt,dann kauf ichs halt nicht.

    Und ehrlich gesagt find ichs ziemlich anmaßend wenn irgendwer vesucht irgendwelchen Leuten das Kitsch-Kaufen zu verbieten,madig zu machen...

    LASST sie doch..
    8)

    Ich hab nen 1300 Euro teuren Mac als Notebook....geb bis zu 50 Euro für 10 Jahre altes Vinyl aus,oder auch mal 80 Euro fürn SCHALLPLATTENTonabnehmer...ja mei bin ich bescheuert....sind doch so überflüssige Sachen... :lol:

    btw gibts sicher ne Menge Familienväter die ihre Familie auf Grund der ach so tumben Ramschkäufer durchfüttern können...
     
  2. Winston_Smith

    Winston_Smith Forenlegende

    Beiträge:
    5.238
    Registriert seit:
    15. März 2003
    Ort:
    Paris - Im weißen FIAT UNO...
    GENAU das denke ich auch. Mir ist es lieber, die Wahl zu haben ob ich etwas kaufe, statt durch einen kleinen Markt dazu gezwungen zu werden.

    Stimmt. Diese Leute wurden aber durch die Werbung lediglich auf das Angebot aufmerksam gemacht. Sie wurden, platt gesagt, informiert.

    Ich halte "Werbemanipulation" für ein Märchen. Werbung kann lediglich informieren.

    ws
     
  3. Ein_Liberaler

    Ein_Liberaler Forenlegende

    Beiträge:
    9.777
    Registriert seit:
    14. September 2003
    Ich handle nur nach einem dritten: Ich kaufe Produkte, von denen ich vermute, daß meine Kunden sie werden haben wollen.

    Wer das macht, ist schnell pleite. Wenn er zum Beispiel Hufeisen die Menge produziert.

    Würdest Du bitte freundlicherweise endlich erklären, wie ein Angebot zum Konsum zwingen soll? Von Hufeisen, zum Beispiel?

    Fast. Die erwartete Nachfrage ist für das Angebot wesentlich, neben anderen Faktoren.


    Noch nie eine Gehaltserhöhung bekommen, einen besseren Job angenommen, einen Nebenjob angenommen, Überstunden gekloppt, Akkord gearbeitet? Ich dachte, daß auch Nichtunternehmer gezwungen werden, sich nach der Decke zu strecke, sei ein wesenlichr Teil dieser Zinskritik.

    Ziemlich arrogante Einstellung.

    Eben. Danke. Volle Zustimmung auch an Senso.
     
  4. holo

    holo Ehrenmitglied

    Beiträge:
    3.877
    Registriert seit:
    27. August 2005
    Ich würde eher sagen:
    Die Nachfrage wird durch das Bedürfnis gesteuert. Dazu gehört einerseits ein Interesse am Produkt und andererseits ausreichend Tauschmittel. Das macht den Nachfrager aus.

    Das klingt irgendwie nach einer groß angelegten Produktion von Flugzeugträgern oder Seifenblasen für den Privatgebrauch. Das ist irgendwie eher Handlung aufgrund zu hoch gesteckter Erwartungen, was im Allgemeinen zur Insolvenz führen sollte.

    Schwer zu sagen. Ich könnte sagen, dass ich auf ein Auto angewiesen bin und daher zum Konsum gezwungen bin - wobei der Nächste sagen kann, dass ich nicht darauf angewiesen sein muss.
    Ich könnte aber auch sagen, dass ich mich einem Konsumzwang unterwerfe, um Trendy zu sein oder meinetwegen im Kauf eine Ersatzbefriedigung sehe.

    Irgendwo schon ... setzt allerdings Rohstoffe, Arbeitskraft und Produktionskapazitäten beliebiger Skalierbarkeit voraus. Ansonsten geht es wie beim Platin: Die Nachfrage bestimmt den Preis - das Angebot wird der Nachfrage wegen Knappheit nicht gerecht.

    Würde ich zum Beispiel nur im Bezug auf ein angestrebtes Wachstum des Gläubigers tun. Wobei nicht allein die Nachfrage nach Krediten den Zinssatz bestimmt. Mit Kreditzinsen lassen sich vielmehr bedingt Kauf- oder Investitionsanreize steuern.

    Sehe ich etwas anders. Ein Gewerbetreibender pflegt in diesem Fall doch eine Tätigkeit zum Zwecke der Gewinnerzielung?
    Also wird er sie normalerweise nur so günstig wie nötig oder aber so teuer wie möglich anbieten, um den maximalen Gewinn zu erzielen - er versucht also stets, den Gleichgewichtspreis - sein Optimum zwischen Angebot und Nachfrage - zu bilden.

    Er kann aber auch einen Artikel aus seinem Sortiment ungeachtet der variablen Stückkosten unter Preis verkaufen. Das wird er aber nur tun, wenn er den Verlust durch die übrige Produktpalette decken kann. ABC-Analyse nennt sich das, soweit ich mich erinnere.
    Das kann er zum Beispiel tun, wenn er eine hohe Marktdurchdringung erzielen will.

    Sehe ich auch so. AIDA schimpft sich das beim Marketing.
    Das erste A steht für attention - es soll Aufmerksamkeit erregt werden.
    Die Präsentation des Produktes soll das Interesse wecken.
    Produktinformation mit Kundennutzenargumentation soll das Bedürfnis wecken (desire) und zum Kauf anregen (action).
    Manipulation würde ich eher die Masche nennen, nach der es im Laden überall angenehm nach frisch geröstetem Kaffee riecht, obwohl alles vakuumverpackt ist - einfach nur durch Freisetzen entsprechender Aromen durch die Klimaanlage.

    Gruß
    Holo

    EDIT: Doch, ein Beispiel fällt mir zum Konsumzwang ein:
    Das brachte mich auf den Gedanken für eine erzwungene Dienstleistung: Schutzgelderpressung ;-)