Bundeswehr / Verweigerung

Ein_Liberaler

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Mal davon abgesehen, daß ich nicht verstehe, wie man die einzige Gelegenheit, eine fundierte Ausbildung an der Waffe zu bekommen, ausschlagen kann: Wir haben damals einen entlassen, weil er sich als homosexuell ausgegeben hat. Vielleicht klappt das immer noch.
 

Tourett

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Mal davon abgesehen, daß ich nicht verstehe, wie man die einzige Gelegenheit, eine fundierte Ausbildung an der Waffe zu bekommen, ausschlagen kann
naja ob das ein guter grund ist ?

was ich viel besser finde ist das mal einige von ihrer mama wegkommen
und lernen selbststaendig zu sein (sprich sich mal zb einen knopf selbst annähen können )

obwohl das muss jeder selbst wissen
heutzutage geht das ja sehr einfach zuverweigern
früher war das anders :lol:
 

Ein_Liberaler

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Ein freier Mann sollte auch wehrhaft sein. Das mit dem selber-Knöpfe-annähen kann man dank heimatnaher Verwendung und Dienst bis 17.00 Uhr heute vergessen.
 

SentByGod

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Trasher schrieb:
OTO schrieb:
... wurde er T3 und somit untauglich.
Zu meiner Zeit wurden T3 und T7 noch ohne Vorbehalt eingezogen.
Gerechtigkeit ist da schon seit einiger Zeit nicht mehr gegeben.
Das ist so nicht korrekt. Mit der Tauglichkeitsstufe 3 kann man beim Bund beantragen ausgemustert zu werden. Wenn man als T3 eingestuft wird heißt es nicht automatisch, das man ausgemustert ist.
 

trashy

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SentByGod schrieb:
Wenn man als T3 eingestuft wird heißt es nicht automatisch, das man ausgemustert ist.
du fällst halt nur durch das raster das die bundeswehr gesetzt hat, kommen janur noch U23, vermehrt Abiturinten, unverheiratete und eben T1 oder T2 zum genuss den wehrdienst durchzuziehen.

war übrignes SaZ
 

Paran

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@ adirondack

1. WV-Gebot:

Du sollst keine Beiträge verfassen wenn du auf Drogen bist!
 

Gurke

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Hmm, wir hatten einen, der hat bei der Einschleusung in die Kompanie noch verweigert. Soweit ich mitbekommen hatte, ging sein erster Antrag nicht durch, deswegen halt hier nochmal versucht. War noch anderhalb Monate da, meist im Innendienst beschäftig. Alles was mit Waffen zu tun hatte, hat er abgelehnt. Irgendwann war sein Anliegen halt durch und er konnte gehen.

Geistig nicht ganz so stabiele haben sie auch gezogen (nun gut, hatte alle eine Macke bzw. dach der Dienstzeit ganz bestimmt eine). Gab einen Schrank, der war als leicht reizbar angegben. Neben den üblichen Großmäulern, schien der wirklich nicht alle Latten am Zaun zu haben.
 

Telcontarion

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Ein_Liberaler schrieb:
Mal davon abgesehen, daß ich nicht verstehe, wie man die einzige Gelegenheit, eine fundierte Ausbildung an der Waffe zu bekommen, ausschlagen kann: Wir haben damals einen entlassen, weil er sich als homosexuell ausgegeben hat. Vielleicht klappt das immer noch.
Kenne jmd, der das vorgespielt hat. Jetzt rate mal in welche Kompanie der gekommen ist :lol:

Also: Homo-Trick scheint nicht mehr zu gehen
 

Ein_Liberaler

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Gradualmesser schrieb:
Ein freier Mann sollte auch wehrhaft sein? Gehörst du zur NRA?
Nein. Hältst Du Wehrlosigkeit für erstrebenswert?

@ Telcontarion: Keine Ahnung. Bei uns wäre er höchstens Sporthallenwart geworden, so als innere Verbannung. Also 1.
 

Zissel

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Ich weiss nicht, ob man durch die Bundeswehr besonders wehrhaft wird. Schliesslich hat man dort immer sein Gewehr, im Zivilleben (glücklicherweise) nicht.
 

Trasher

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Unkomplizierte Waffen wie das G3 kann im Notfall jeder bedienen.
Das Zerlegen und Zusammensetzen hat man nach einiger Zeit wieder verlernt.

Ich fühle mich jedenfalls nicht wehrhafter als jemand der nie beim Bund war.
 

OTO

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Und man muss nicht zwangsläufig beim Bund sein nur mit diesen Waffen zu schießen.

Wenn man desweitern daheim nicht gerade ein G3 oder G36 stehen hat kann man noch so wehrhaft sein.
Wenn man sich anschaut wer beim Bund war und wer nicht kann man nicht immer daraus schließen wer wehrhafter ist. Der Streibtischwehrdienstleistende oder der Kerl der Kampfsport macht und nie beim Bund war.
Und wenn man das nicht regelmäßig auseinandernimmt kommt man da auch raus.
Aber stimmt schon G36 ist ein Kinderspiel zu schießen. Wer da nichts trifft dem ist nicht mehr zu helfen. :wink:

Der einzige vorteil ist wirklich das man lernt selbständig zu sein und die Kameradschaft. Ist natürlich nicht immer gegeben.
Allem in allem ist die Bw doch eine recht gute erfahrung, aber heutzutage nicht mehr so wie noch vor ein paar jahren.
Ein Freund der SaZ ist meinte, Hinternisbahnen sind im Winter zu wegen Verletzungsgefahr.
Nunja im Winter wird halt nicht gekämpft, jedenfalls nicht bei der Bw. :lol:
Und das teilweise doch recht alte Gerät.
 

antimagnet

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paah, wehrhaft. das gewaltmonopol liegt beim staat. du darfst gar keine gewalt ausüben. ach so, außer bei notwehr, aber zuerst muss man wegrennen.

weiters: befehle auszuführen halte ich nun gerade für nicht selbstständig. millionen frauen schaffen den schritt in die selbstständigkeit ohne bund. wo liegt denn da der vorteil? ich für meinen teil habe es vorgezogen, jemand anderem zu mehr selbstständigkeit zu verhelfen - ich hab nem behinderten mädchen das laufen beigebracht. selbstständig bin ich dann ganz von alleine geworden, als ich von zu hause ausgezogen bin. ach ja, und kumpels hab ich auch... und dank japanischer falttechnik kann ich auch t-shirts schneller auf din a 4 falten als der herkömmliche zivildienstverweigerer...


den wollt ich schon immer mal verwenden...
 

Trasher

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Hehe, der ist wohl eher geeignet wenn ein Bundie anfängt zu erzählen: "Damals, im Krieg..." :)
 

Ein_Liberaler

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Wer es für wichtig hält, ein Gewehr zerlegen und zusammensetzen zu können, ist falsch ausgebildet. (Wahrscheinlich noch mit dem ominösen gebrochenen Schlagbolzen.) Wichtig ist, neben den taktischen Grundlagen, Lagebeurteilung und Entschlußfassung. Und bitte zu beachen, daß selbstverständlich nicht jeder Grundwehrdienstleistende eine kriegsmäßige Ausbildung bekommt. Der Kriegsdienstverweigerer bekommt aber hundertprozentig keine.

Das staatliche Gewaltmonopol bezieht sich auf unprovozierte Gewalt, nicht auf Notwehr.

Der Notwehrparagraph verpflichtet keineswegs zum Fluchtversuch.
 

antimagnet

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Der Notwehrparagraph verpflichtet keineswegs zum Fluchtversuch.
ok, das ist wahr. außer bei kindern, betrunkenen und verrückten `zeihung erkennbar geisteskranken... mich würde mein überlebenswille zum fluchtversuch verpflichten. als opfer zumindest. gibt ja auch noch nothilfe. haben wir doch was gefunden, wo ich private wehrhaftigkeit gutheißen kann. glaube aber nicht, dass (ex)soldaten hilfsbereiter sind als andere. selbstverständlich auch nicht weniger.

Wichtig ist, neben den taktischen Grundlagen, Lagebeurteilung und Entschlußfassung. Und bitte zu beachen, daß selbstverständlich nicht jeder Grundwehrdienstleistende eine kriegsmäßige Ausbildung bekommt. Der Kriegsdienstverweigerer bekommt aber hundertprozentig keine.
meinst du taktische grundlagen etc. für krieg? das ist doch für den normaluser höchstens für computerspiele wichtig. ach so, bei hochwasser kann man sie noch gebrauchen (und zwar gut!), aber im endeffekt haben die thw-aufgaben durchgeführt, für die das thw nicht gerüstet war. weißte was ich machen würd? ich würde die komplette bundeswehr aufteilen, die eine hälfte in thw und die andere ins internationale rote kreuz. bundeswehr ohne die ganze töterei. und zu deren schutz bei einsätzen in krisengebieten gibts eine kleine berufsarmee. die ausschließlich schützt. wär das nicht ne aufgabe, die uns deutsche unserer geschichte angemessen in internationale krisen intervenieren lässt (was unsere bündnispartner ja von uns erwarten)?
 

Ein_Liberaler

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antimagnet schrieb:
Der Notwehrparagraph verpflichtet keineswegs zum Fluchtversuch.
ok, das ist wahr. außer bei kindern, betrunkenen und verrückten `zeihung erkennbar geisteskranken...
Wie kommst Du darauf?
mich würde mein überlebenswille zum fluchtversuch verpflichten. als opfer zumindest. gibt ja auch noch nothilfe.
Es gibt nur den einen Paragraphen:

§ 32 StGB:

(1) Wer eine Tat begeht, die durch Notwehr geboten ist, handelt nicht rechtswidrig.
(2) Notwehr ist die Verteidigung, die erforderlich ist, um einen gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff von sich oder einem andern abzuwenden.
haben wir doch was gefunden, wo ich private wehrhaftigkeit gutheißen kann. glaube aber nicht, dass (ex)soldaten hilfsbereiter sind als andere. selbstverständlich auch nicht weniger.
Sie könnten entschlossener sein und taktisch sinnvoller handeln. Natürlich nicht zwingend und nicht alle.
Wichtig ist, neben den taktischen Grundlagen, Lagebeurteilung und Entschlußfassung. Und bitte zu beachen, daß selbstverständlich nicht jeder Grundwehrdienstleistende eine kriegsmäßige Ausbildung bekommt. Der Kriegsdienstverweigerer bekommt aber hundertprozentig keine.
meinst du taktische grundlagen etc. für krieg? das ist doch für den normaluser höchstens für computerspiele wichtig.
Nein, in jeder gefährlichen Situation, aber insbesondere natürlich bei einer Bedrohung mit Gewalt.
ach so, bei hochwasser kann man sie noch gebrauchen (und zwar gut!), aber im endeffekt haben die thw-aufgaben durchgeführt, für die das thw nicht gerüstet war.
Weil wir uns erstens niemals ein THW mit einem derartigen Fuhrpark zu Lande und in der Luft leisten würden und zweitens nirgendwo sonst die (organisierte!) Manpower zur Verfügung steht. Die vernünfigste Lösung wäre es natürlich, die LKW und Hubschrauber, die man nur alle paar Jahre braucht, jeweils zu mieten. Aber wo kriegt man einige tausend Sandsackschlepper mit eingespielter Führung her?
weißte was ich machen würd? ich würde die komplette bundeswehr aufteilen, die eine hälfte in thw und die andere ins internationale rote kreuz. bundeswehr ohne die ganze töterei. und zu deren schutz bei einsätzen in krisengebieten gibts eine kleine berufsarmee. die ausschließlich schützt. wär das nicht ne aufgabe, die uns deutsche unserer geschichte angemessen in internationale krisen intervenieren lässt (was unsere bündnispartner ja von uns erwarten)?
Ich würde ein Milizheer bilden, wie die Schweiz eins hat und mir Auslandsinterventionen schenken. Eine Dienstpflicht in THW und DRK wäre verfassungswidrig.
 

MirEgal

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Ich habe einmal von einem recht netten Vergleich gelesen:

Würden wir die Feuerwehr auflösen, nur weil seit Jahren kein Brand mehr ausgebrochen ist?

Das Exerzieren ist ein sehr wichtiger Bestandteil. Wer mal mit einer größeren Reisegruppe unterwegs war, weiß, wie schwer es ist, nur mit vierzig Leuten schnell von einem Ort zum anderen zu kommen. Jetzt stelle man sich vor, man müsste mehrere hundert Personen schnell zu einer gemeinsamen Aktion bringen.

Meine Einstellung zur Bw (bzw. BH): Ich werde mein Jahr (EF) hinter mich bringen und mich freuen, wenn es vorbei ist.

Wichtig ist, neben den taktischen Grundlagen, Lagebeurteilung und Entschlußfassung.
Ich hoffe mal, dass die Ausbildung die Nachteile überwiegen. Hängt, was ich gehört habe, aber von der Kompanie und der Auffassung des BH generell ab.
 
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