Bundeswehr / Verweigerung

Gurke

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MirEgal schrieb:
...
Das Exerzieren ist ein sehr wichtiger Bestandteil. Wer mal mit einer größeren Reisegruppe unterwegs war, weiß, wie schwer es ist, nur mit vierzig Leuten schnell von einem Ort zum anderen zu kommen. Jetzt stelle man sich vor, man müsste mehrere hundert Personen schnell zu einer gemeinsamen Aktion bringen.

...
So? Rein in KOM und ab dafür.
 

SentByGod

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Kommen wir zurück zum Thema. Kann ich nach der Musterung und vor der Einberufung noch Verweigern?

Und wie stehts mit dem Wechsel der geplanten Stationierung durch den Bund? Man hat mir durch den Einberufungsbescheid nämlich mitgeteilt nach Koblenz zu den Panzergrenatieren zu kommen. Und dies mißfällt mir aufs äußerste.. :oops:
 

Zottelfritz

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SentByGod schrieb:
Kommen wir zurück zum Thema. Kann ich nach der Musterung und vor der Einberufung noch Verweigern?
Du kannst theoretisch sogar noch nach der Einberufung verweigern, selbst wenn du während deinem Dienst an der Waffe feststellst, dass das durch-den-Dreck-robben doch nicht so toll ist wie du gedacht hattest, ist es immer noch möglich sich lieber dem Zivildienst zu widmen. Ist nur wahrschenlich alles etwas komplizierter, und wahrscheinlich heisst es dann auch nicht mehr "Verweigern" sondern irgendwie anders auf Beamtendeutsch.
Ich kenne jedenfalls einige Beispiele, die während dem Bund keinen Bock mehr hatten und den Rest der Zeit Ersatzdienst geleistet haben.
 

Ein_Liberaler

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Gurke schrieb:
MirEgal schrieb:
...
Das Exerzieren ist ein sehr wichtiger Bestandteil. Wer mal mit einer größeren Reisegruppe unterwegs war, weiß, wie schwer es ist, nur mit vierzig Leuten schnell von einem Ort zum anderen zu kommen. Jetzt stelle man sich vor, man müsste mehrere hundert Personen schnell zu einer gemeinsamen Aktion bringen.

...
So? Rein in KOM und ab dafür.
Das Auf- und Absitzen auf den/vom KOM klappt, so deprimierend sich das anhört, auch nicht ohne Übung.

(Der Formaldienst ist dagegen ein nutzloses Überbleibsel der Lineartaktik und verschwendete Lebenszeit.)
 

antimagnet

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Ein_Liberaler schrieb:
antimagnet schrieb:
Der Notwehrparagraph verpflichtet keineswegs zum Fluchtversuch.
ok, das ist wahr. außer bei kindern, betrunkenen und verrückten `zeihung erkennbar geisteskranken...
Wie kommst Du darauf?
hab nach notwehr und flucht gegoogelt. das kam dabei heraus:
http://www.sicherheits-tips.de/Recht/Notwehr/hauptteil_notwehr.html
Fall 6: Die mit ihren 125 kg sehr stattliche Frau B. geht die Fußgängerzone herunter. Ihr kommt der erheblich angetrunkene E. entgegen, der sich kaum auf den Beinen halten kann. Weinseelig, wie er ist, sieht er, obwohl doppelt (also 250kg), Frau B. als herrlichen Ersatz für seine Matratze an. Laut "Dich leg' ich flach!", schreiend, torkelt er mit weit geöffneten Armen auf sie zu. Frau B. erinnert sich an den SV-Kurs und legt los: Handballenstoß, Fußstoß, Kniestoß, Genickdrehhebel, pp.. Von F. bleibt nur noch ein Häufchen Elend, von dem Gaststättenbesuch nur noch ein Frikadellen/Biergemisch übrig.

Juristisch gesehen wurde hier die Notwehr überschritten. Ein Ausweichen oder die (nicht schimpfliche) Flucht hätten es auch getan.

Hier besteht zwischen drohendem Schaden und den Verteidigungsfolgen ein krasses Mißverhältnis. Denn allein die Tatsache, daß E. sich kaum auf den Beinen halten kann, zeigt uns, daß jeder Schlag zuviel ist. Sie sind verpflichtet, von den zur Verteidigung zur Verfügung stehenden Mitteln das den geringsten Schaden anrichtende zu wählen. Also: schuldlos Handelnden (Kindern, Geisteskranken, Betrunkenen, ihrem Zahnarzt..) sollten sie besser ausweichen.
http://www.stuecke.net/sd_recht.html
Wie heißt es doch so schön? 'Eine schimpfliche Flucht muß niemandem zugemutet werden'. Das ist ein eherner Grundsatz bei Angriffen gegen die eigene Person, der vor Gericht Stand hat. Jedoch wird er dahingehend eingeschränkt, daß er bei erkennbar Geisteskranken, Minderjährigen oder auch Volltrunkenen nicht gilt. Wenn man dort ausweichen kann, muß dies geschehen.



Weil wir uns erstens niemals ein THW mit einem derartigen Fuhrpark zu Lande und in der Luft leisten würden und zweitens nirgendwo sonst die (organisierte!) Manpower zur Verfügung steht. Die vernünfigste Lösung wäre es natürlich, die LKW und Hubschrauber, die man nur alle paar Jahre braucht, jeweils zu mieten. Aber wo kriegt man einige tausend Sandsackschlepper mit eingespielter Führung her?
du meinst, es wäre blödsinnig sich eine institution mit einem derart großen fuhrpark zu lande und in der luft zu leisten, wie die bundeswehr sie hat? deswegen sag ich ja, das ganze kriegsspielzeug wegschmeißen, den rest dunkelblau anmalen und thw draufschreiben. uniformen umfärben, gewehre einsacken, und noch das nummernschild mit dem y austauschen. wir hätten geld gespart und wahrscheinlich nen zuverlässigeren katastrophenschutz...

Ich würde ein Milizheer bilden, wie die Schweiz eins hat und mir Auslandsinterventionen schenken. Eine Dienstpflicht in THW und DRK wäre verfassungswidrig.
8O
jeder deutsche mit nem sturmgewehr zu hause? nee danke. außerdem mag ichs, wenn man zum dienst an der waffe noch eine alternative hat. und ich weiß nicht so recht, wias die internationale staatengemeinschaft von uns denkt, wenn wir uns vor auslandseinsätzen drücken. und was die dienstpflicht angeht, müsste sich die verfassung doch diesbezüglich ändern lassen. oder wie hast du dir deine einführung eines milizheeres vorgestellt? ich hoffe doch durch legale verfassungsänderung und nicht durch putsch...
 

SEAL

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Also mal kurz BTT:
Bei mir wars so das ich T2 gemustert wurde und eigentlich zum Bund wollte.
Aber dann im Laufe der Zeit haben sich meine Ansichten über den Staate Deutschland doch sehr geändert. Schliesslich kam kurz vorm Abi der Einberufungsbescheid.
Gegen diesen kann man binnen einer Frist von 14 Tagen Einspruch einlegen (aufgrund z.B. eines sich seit der Musterung geänderten Gesundheitszustandes). Gesagt getan. Daraufhin dauerte es einige Wochen bis Post vom KWEA kam. Darin wurde ich dann zu einer Nachmusterung geladen und wurde gebeten etwaige Atteste mitzubringen die meinen Gesundheitszustand bestätigen. Also bin ich Atteste sammeln gegangen und zwar hab ich mir eine Eiweissallergie und eine Bronchialspastik attestieren lassen (alles natürlich totales Schwachsinn). Eigentlich hab ich nur eine leichte Heuschnupfen allergie.

Diese habe ich dann alles bei der Nachmusterung vorgelegt.

Diese haben mich dann wiederum zu einem weiteren Termin (zu einer sog. Überprüfungsuntersuchung) in einem grossen Bundeswehrkrankenhaus geladen. (allein schon die Terminplanung war der Hammer: Einberufung sollte der 1.7. sein, Nachmusterung war irgendwann im August, die Überprüfungsuntersuchung war glaub ich im September. Also zur Zeitverzögerung sehr zu empfehlen)

Bei der Überprüfungsuntersuchung wurden mir dann alle möglichen Fragen bzgl. der Eiweissallergie von einer dämlichen Stabsärztin gestellt. (u.a. wollte die mir wieder an den Sack, was ich verweigert habe. Da war die richtig sauer drüber, könnt ihr euch gar nicht vorstellen. Wortlaut war: "Das kommt in Ihre Akte!!!"). Lasst euch von der der Ärztin nicht irre machen, die lässt euch erstmal ne Stunde im Untersuchungsraum warten bis sie endlich mal kommt. Ich hab die Zeit genutzt um das ganze Zimmer zu durchsuchen und meine Krankenakte genauestens zu studieren ;) genau in dem Moment kam sie dann rein, aber das is ne andere Geschichte :)
Naja jedenfalls hat die dann alle möglichen Allergietests auf meinen Armen gemacht. Mir wurde dann gesagt ich sollte mich eine Viertelstunde ins Wartezimmer setzen und NICHT kratzen. Ich hab mir natürlich mit nem Schlüssel fast die Haut vom Arm geschaabt :)
Jedenfalls hat die das dann abgelesen und gut wars.
Nächste Station war Lungenfunktionstest.
Trick hierbei ist es durch das Röhrchen möglichst viel einzuatmen und wenig auszuatmen bzw. es aussen vorbei zu blasen. Hierbei gilt wieder: nicht von der Ärztin/Arzt verrückt machen lassen. Die feuern einen an ... einfach die blöden Säcke ignorieren.

Das wars dann mit der Überprüfungsuntersuchung bei mir.

3 Wochen Später kam dann Post in der mir mitgeteilt wurde das ich nun T3 gemustert bin und nicht mehr eingezogen werde. Ergo kein Zivildienst, kein Wehrdienst.

Ich persönlich habe die Erkenntnis gewonnen, dass man vom Staat Deutschland nichts erwarten kann. Aufgrunddessen habe ich auch niemals vor Deutschland jemals eine persönliche Leistung von mir zugeben. Weder Steuern, noch meine kostbare Zeit werde ich dem Staat schenken. Weshalb auch? Ich lasse mir von niemanden vorschreiben was ich zu tun habe, erst recht nicht von Leuten denen ich nicht mal über den Weg traue.
 

Totoro

Geselle
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Also wir hatten bei uns auch einen, der KDV( Kriegsdienstverweigerer) beantragt hatte, nachdem er in der Kaserne war! Und da hatte es sich auch hingezogen! Das letzte mal habe ich ihn kurz vor Ende meiner Grundwehrdienstzeit gesehen, als er nämlich zur letzten Untersuchung in unsere Kaserne musste!

Aber ich kann den Grundwehrdienst nur empfehlen! Man macht teilweise Erfahrungen, die du im normalen Leben nie machen könntest! Und manchmal hat das auch Vorteile! (Zum beispiel in der Amikaserne die man bewacht Steuerfrei einkaufen gehen!)

Ich hatte allerdings Glück und war bei der Königin der Waffen! Der Artillerie! Kannst ja eine Versetzung beantragen, wenn du unbedingt von den Grenadieren wegwillst! (Kann ich voll verstehen!) :wink:
 

Gurke

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Grundwehrdienst tolle Erfahrung? In einem meiner Alpträume wurd ich nochmal gezogen und sollte den ganzen Mist noch ein mal durchziehen.
Auf vollkommen hirnrissige Aktionen, nur um zu schaun wann den einer von den armen Schweinen aufmuckt kann ich verzichten.
 

Ein_Liberaler

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antimagnet schrieb:
hab nach notwehr und flucht gegoogelt.
Und einen plakativen Beispielfall gefunden. Ich bin natürlich von Betrunkenen, Kindern und Irren ausgegangen, die eine echte Gefahr darstellen. Und nicht davon, daß Du sie noch trittst und schlägst, nachdem der Angriff eigentlich schon abgewehrt ist.
du meinst, es wäre blödsinnig sich eine institution mit einem derart großen fuhrpark zu lande und in der luft zu leisten, wie die bundeswehr sie hat?
Ja, außer zur Verteidigung. :D
Ich würde ein Milizheer bilden, wie die Schweiz eins hat und mir Auslandsinterventionen schenken. Eine Dienstpflicht in THW und DRK wäre verfassungswidrig.
jeder deutsche mit nem sturmgewehr zu hause?
Nur die unbescholtetenen.
außerdem mag ichs, wenn man zum dienst an der waffe noch eine alternative hat.
Die würde ich Dir lassen. Schreibt ja die Verfassung vor.
und ich weiß nicht so recht, wias die internationale staatengemeinschaft von uns denkt, wenn wir uns vor auslandseinsätzen drücken.
Die internationale Staatengemeinschaft kann mir mal den Buckel runterrutschen. Für die erschieß ich keinen und laß ich mich nicht erschießen. Das einzige, was der Freiheit noch abträglicher ist als ein Staat, ist ein Kartell von Staaten.
und was die dienstpflicht angeht, müsste sich die verfassung doch diesbezüglich ändern lassen. oder wie hast du dir deine einführung eines milizheeres vorgestellt? ich hoffe doch durch legale verfassungsänderung und nicht durch putsch...
Es kommt darauf an, welche Verfassungsänderungen man hinnimmt. Zugegebenermaßen bin ich natürlich ziemlich wehrlos gegen den Staat.
 

antimagnet

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Ein_Liberaler schrieb:
antimagnet schrieb:
hab nach notwehr und flucht gegoogelt.
Und einen plakativen Beispielfall gefunden. Ich bin natürlich von Betrunkenen, Kindern und Irren ausgegangen, die eine echte Gefahr darstellen. Und nicht davon, daß Du sie noch trittst und schlägst, nachdem der Angriff eigentlich schon abgewehrt ist.
du wolltest wissen woher ich das hab. ich hab gar kein plakatives beispiel gebracht. weil ich das wie du für blödsinn halte, in diesem fall mit diesne ausnahmen zu argumentieren.


du meinst, es wäre blödsinnig sich eine institution mit einem derart großen fuhrpark zu lande und in der luft zu leisten, wie die bundeswehr sie hat?
Ja, außer zur Verteidigung. :D
verteidigung wogegen?

gegen normale militärische angriffe sind wir halbwegs gewappnet. nun, ich denke, dass wir nicht angegriffen werden hat nix mit der so schröcklichen macht unseres militärs zu tun, sondern vielmehr mit den zahlreichen internationalen beziehungen und einbettungen, die deutschland so pflegt. sorry, ich glaube die gefahr eines normalen kriegs ist vorbei. anders die gefahr eines guerilla-kriegs. doch wie gut uns das militär vor terroristischen anschlägen schützt zeigen die anschläge. soziale und wirtschaftliche einbettung schützt da schon besser. außerdem kann man schwer militärisch gegen selbstmordattentäter vorgehen. was will man denn machen? sie nochmal umbringen?

wieso greift eigentlich keiner den vatikan an? man hat die macht über die halbe welt, und ich glaube, so gut wie jedes militär eines größeren staates dürfte den päpstlichen kämpfern überlegen sein...

anyway, ich will nicht bis aufs äußerste die these vertreten, dass wir kein militär brauchen. mir ist klar, dass ich die terroranschläge, die das militär (wohlgemerkt, das militär und keine anderen dienste) verhindert hat, kaum zählen kann. außerdem sind auch manche staaten, aus denen terroristen kommen, sozial und wirtschaftlich eingebettet. trotzdem halte ich das langfristig für den richtigen weg, während ich eine militärische lösung für eine kurzsichtige lösung halte, die auf lange sicht nur radikalisiert und eskalieren lässt...

wenn dir die internationale staatengemeinschaft den buckel ruterrutschen kann, sag ich halt nato. die wollen auch manchmal, dass wir uns bei auslandseinsätzen beteiligen. rutscht dir das militärbündnis, ohne das die bundeswehr nun aber wirklich sehr armselig dastehen würde, auch den buckel runter? ich meine, unsere verteidigung, also die auch... buckel...?
 

Ein_Liberaler

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antimagnet schrieb:
du wolltest wissen woher ich das hab. ich hab gar kein plakatives beispiel gebracht. weil ich das wie du für blödsinn halte, in diesem fall mit diesne ausnahmen zu argumentieren.
Tut mir leid, ich wollte Dich nicht anpflaumen. Die Rechtslehrer müssen halt sehr weit gehen, wenn sie die Grenzen der Notwehr aufzeigen wollen, da wird sowas konstuiert.
verteidigung wogegen?

gegen normale militärische angriffe sind wir halbwegs gewappnet. nun, ich denke, dass wir nicht angegriffen werden hat nix mit der so schröcklichen macht unseres militärs zu tun, sondern vielmehr mit den zahlreichen internationalen beziehungen und einbettungen, die deutschland so pflegt. sorry, ich glaube die gefahr eines normalen kriegs ist vorbei.
Wenn Du Dich darauf verlassen willst... Ich lieber nicht. Wenn ich aber davon überzeugt wäre, wirklich restlos überzeugt, dann wäre ich für die sofortige Reduzierung der Verteidigungsausgaben auf Null. Dann wären die Uniformen sofort an ihre Träger und die Panzer an ihre Fahrer zu verschenken. (Ich glaube nicht an Staatseigentum.)
anders die gefahr eines guerilla-kriegs.
Der mit der terroristischen Gefahr nicht viel zu tun hat, oder? Partisanenkrieg ist doch was anderes als die Anschläge in New York oder Madrid.
doch wie gut uns das militär vor terroristischen anschlägen schützt zeigen die anschläge.
Vor terroristischen Anschlägen könnten wir uns nur schützen, wenn wir bereit wären, ethnisch und religiös zu dikriminieren. Willst Du das?
soziale und wirtschaftliche einbettung schützt da schon besser. außerdem kann man schwer militärisch gegen selbstmordattentäter vorgehen. was will man denn machen? sie nochmal umbringen?
Und dann gibt es immer noch kriminelle Narren wie diese Aum-Sekte. Nur permanente Wachsamkeit aller schützt uns, und nicht einmal absolut.
wieso greift eigentlich keiner den vatikan an? man hat die macht über die halbe welt, und ich glaube, so gut wie jedes militär eines größeren staates dürfte den päpstlichen kämpfern überlegen sein...
Weil die Menschen dem Papst freiwillig und nicht gezwungenermaßen folgen, und man ihnen ihren Glauben nicht nehmen kann, indem man ihr Idol gefangennimmt oder tötet. Die weltliche Macht, die die Päpste lange hatten, hat man ihnen gewaltsam genommen. Aber warum beantworte ich eigentlich rhethorische Fragen?quote]

anyway, ich will nicht bis aufs äußerste die these vertreten, dass wir kein militär brauchen. mir ist klar, dass ich die terroranschläge, die das militär (wohlgemerkt, das militär und keine anderen dienste) verhindert hat, kaum zählen kann.

[/quote]Hier in BRD? Belieben zu scherzen...
außerdem sind auch manche staaten, aus denen terroristen kommen, sozial und wirtschaftlich eingebettet. trotzdem halte ich das langfristig für den richtigen weg, während ich eine militärische lösung für eine kurzsichtige lösung halte, die auf lange sicht nur radikalisiert und eskalieren lässt...
Soziale und wirtschaftliche Einbettung ist ein Wert an sich. Hier und da würde die Sezession dem Terrorismus ein Ende machen, aber die Nationalstaaten sind ja heilige Kühe. Gegen Fanatiker vom Schlage Bin Ladens ist kein Kraut gewachsen. Wirtschaftlich war der besser eingebettet als Du und ich, aber sozial wollte er halt nicht. Ich wage aber die Vermutung, daß man umso sicherer ist, je weniger außenpolitische Abenteuer man unternimmt.
wenn dir die internationale staatengemeinschaft den buckel ruterrutschen kann, sag ich halt nato. die wollen auch manchmal, dass wir uns bei auslandseinsätzen beteiligen. rutscht dir das militärbündnis, ohne das die bundeswehr nun aber wirklich sehr armselig dastehen würde, auch den buckel runter? ich meine, unsere verteidigung, also die auch... buckel...?
Die NATO ist ein Militärbündnis mit einer eng begrenzten Aufgabe zum gegenseitigen Nutzen, unterscheidet sich also deutlich von der UNO, die mit ihrem planlosen Gutmenschentum in ein Fettnäpfchen nach dem anderen tritt. Trotzdem kann sie mir, solange es nicht um die Verteidigung eines Bundesgenossen geht. Die Bundeswehr ist leider ziemlich kaputgespart worden, man muß sich nur mal das Mißverhältnis von Soldaten und Zivilbediensteten ansehen. Armselig ist sie im internationalen Vergleich aber keineswegs.
 

MirEgal

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verteidigung wogegen?

gegen normale militärische angriffe sind wir halbwegs gewappnet. nun, ich denke, dass wir nicht angegriffen werden hat nix mit der so schröcklichen macht unseres militärs zu tun, sondern vielmehr mit den zahlreichen internationalen beziehungen und einbettungen, die deutschland so pflegt. sorry, ich glaube die gefahr eines normalen kriegs ist vorbei.
In der Tat, durch die ganzen Bündnisse, und dass alle westlichen Staaten miteinander verknüpft sind (auch die Beziehung zu Russland wird immer besser) sinkt die Gefahr so ziemlich auf Null, dass Frankreich Deutschland angreift (oder umgekehrt).

Doch dann gibt es noch Staaten außerhalb dieses Paktes (z.B. arabische Staaten) und jene, die ihr eigenes Süppchen kochen (etwa China).

Angenommen, diese Staaten greifen uns an (was sie aufgrund der Diplomatie aber nicht werden), wer verteidigt, wenn alle Heere abgeschafft wurden? Und wenn nur die Randstaaten verteidigen würden, würde das nicht nur für extreme diplomatische Spannungen sorgen.

wieso greift eigentlich keiner den vatikan an? man hat die macht über die halbe welt, und ich glaube, so gut wie jedes militär eines größeren staates dürfte den päpstlichen kämpfern überlegen sein...
Unterschätze nicht die Schweizer Garde, Hellebarden tun weh. ;)
Abgesehen davon müsste man zuerst durch Italien durch. Die Macht über die halbe Welt ist doch ein wenig übertrieben... und wenn man den Vatikan angreift, ist die halbe Welt dann eher gegen einen, als dass sie einem folgt. Natürlich wird momentan in Europa niemand jemanden angreifen, das erlaubt die diplomatische Landschaft nicht. Aber es kann sich wieder ändern.

anders die gefahr eines guerilla-kriegs.
Ich denke, du meinst Terrorismus. Guerillakämpfe sind immer noch Angriffe gegen militärische Anlagen/Versorgungsstätten.

doch wie gut uns das militär vor terroristischen anschlägen schützt zeigen die anschläge. soziale und wirtschaftliche einbettung schützt da schon besser. außerdem kann man schwer militärisch gegen selbstmordattentäter vorgehen. was will man denn machen? sie nochmal umbringen?
Stimme durchaus zu.

Zunächst: Selbstmordattentäter nicht derart hochjubeln. Die Chance ist größer, aus dem Bett zu fallen und zu sterben, als in die Luft gesprengt zu werden.

Wenn Selbstmordattentäter wirklich massiven Schaden anrichten sollen, müssen sie entweder Stätten wie Atomkraftwerke in die Luft jagen oder in Massen angreifen. Was wieder zu einem Krieg im klassischen Sinne wird.

jeder deutsche mit nem sturmgewehr zu hause?
Du hälst nicht viel von Deutschen? ;)

Das war einer der Gründe, wieso Hitler die Schweiz nicht angegriff. Mal eben ein paar Millionen Guerillakämpfer gegen sich zu haben, ist nicht gerade der Traum eines Feldherren.
 

Gurke

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Gab Pläne für eine Mögliche Invasion. Glaube auch, die Wahrscheinlichkeit eines Sieges wurde recht hoch eingeschätzt. War aber wohl eher eine wirtschaftliche Frage, über wen sollte der Handel laufen, wenn einen die halbe Welt offiziel boykottiert?
 

Niks Te Maken

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Trasher (auf Seite 1) schrieb:
Wer sich bei der Musterung strohdoof anstellt der braucht sich am Ende nicht wundern, wenn er in einer entsprechend prädestinierten Kaserne landet. (Als Panzergreni o.ä. )
:evil:
Nix gegen die Grennis!
Denn meiner einer ist da, obwohl er alle Test beim KWEA mit Höchstnote (-punktzahl?) bestanden hat. Naja, hab ja auch Kampftruppe gewollt und nicht zu den Fallschirmjägern gedurft...

Es ist kein Mensch, es kein Tier, es ist ein Panzergrenadier!
Ich freu mich auf 9 lustige Monate.
 

Gurke

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So blöd sind die auch nicht, auch wenns nur Kanonenfutter ist. HAb Fernmelder gesehen, da konnte man nur noch den Kopf schütteln. Das die sich nicht selber die Köpfe weggeschossen haben, grenzte an ein Wunder.
 

blaXXer

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[offtopic]
Das plapperst du nur irgendeinem Erwachsenen nach
du bist 12, vielleicht dreizehn Jahre alt und alles pisst dich an, stimmts?
Geh Heim!
[/offtopic]

sry, für das offtopic, ich brauchte das einfach... :D
 

general

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Guten Tag
Die Miliz funktioniert. Jedoch immer weniger gut. Jeder Mann ist mit 20 Jahren verpflichtet Militärdienst zu leisten. Will der nicht, kann er Zivieldiest leisten (Alters-/ Behindertenheim, Asylwesen usw.). Ist man Untauglich kann man Zivilschutz leisten (Katastrophenschutz) oder wenn man total untauglich ist, kann man gar nichts tun. Wenn man im Dienst sich nicht so verhält wie die es wollen (wenn einer bspweise sagt, er könne nicht mit anderen Leuten im selben Raum schlafen :lol: ) kann er nach Hause. Die beiden letzten Fälle jedoch müssen bis an ihr lebensende Militärdienstpflichersatz bezhlen. Ein Prozentsatz des Lohnes wird dem Staate gescheffelt.

Ich will nicht bezahlen (der Prozentsatz kann angepasst werden, das Volk hat bei Militärfragen in der Schweiz kein Mitspracherecht mehr seit ca 1 Jahr :roll: ). Ausserdem gehört der Militärdienst irgendwie dazu. Ich werde mich bei der Aushebung (Musterung) anstrengen, denn je besser man ist, kann man wählen, welcher Gattung man angehören möchte. Ich hoffe nur, ich muss dann nicht ins Ausland...

Gruss aus der Schweiz
G.

PS: Es geschehen praktisch keine Verbrechen mit den Armeewaffen. Ich finde das gut, das jeder seine Waffe zu Hause hat.
 
G

Guest

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bin gerade meine verweigerungserklärung am schreiben, hat jemand vielleicht ein beispiel oder ein muster. wie lang muss das schreiben ca. sein?

Danke,

Z
 

Tortenhuber

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sowas gibts im netz zu hauf - meine war damals 9 seiten lang (ja ich wollte die leute etwas beschäftigen ^^), schön mit inhaltsverzeichnis und so kram. das wichtigste ist, dass man sich immer darauf beruft man könne es nicht tun, weil es einem das gewissen verweigert - wirtschaftlich / politische begründungen sind nicht zweckerfüllend
 

antimagnet

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mir haben damals zwei seiten gereicht. ein kumpel hatte den selben text auf einer seite, das hat nicht gereicht. hat er noch was nachliefern müssen...
 
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