Schwere Krawalle in Griechenland

Angel of Seven

Ehrenmitglied
Mitglied seit
23. Juli 2002
Beiträge
3.560
vonderOder schrieb:
sedge schrieb:
enttäuschte Generationen gibt es wohl zu jeder Zeit. ist jedenfalls kein Grund so auszurasten. kann man ja gleich die RAF in den Himmel heben.

Genau...! Sich alles gefallen lassen ist der richtige Weg! Der Fall der Mauer war ein Fehler, die Leute hätten bis zum Samtnimmerleinstag stillhalten sollen. Und überhaupt RAF und verzweifelte Griechen sind sowieso alles dasselbe Pack....
 

Ein_Liberaler

Forenlegende
Mitglied seit
14. September 2003
Beiträge
9.777
Verwöhnt trifft es wohl eher als verzweifelt. Ist wohl kaum eine Hungerrevolte. Bloße Randale ist das.
 

vonderOder

Ehrenmitglied
Mitglied seit
24. November 2004
Beiträge
2.421
Angel of Seven schrieb:
vonderOder schrieb:
sedge schrieb:
enttäuschte Generationen gibt es wohl zu jeder Zeit. ist jedenfalls kein Grund so auszurasten. kann man ja gleich die RAF in den Himmel heben.
Genau...! Sich alles gefallen lassen ist der richtige Weg! Der Fall der Mauer war ein Fehler, die Leute hätten bis zum Samtnimmerleinstag stillhalten sollen. Und überhaupt RAF und verzweifelte Griechen sind sowieso alles dasselbe Pack....
verzweifelte Griechen? ich sehe da nur randalierendes Pack in den TV-Berichten.
wüsste nicht das der antifaschistische Schutzwall, auch kurz 'Mauer' genannt, irgendwelchen randerlierenden, Steine und Molotowcocktails werfenden Randerlieren zum Opfer gefallen ist.

Rechtslage
In Deutschland wird der Molotowcocktail in der Waffenliste als verbotene Waffe aufgeführt (§ 2 Abs. 3 WaffG in Verbindung mit Anlage 2 Abschnitt 1 Nr. 1.3.4). Somit sind gemäß § 52 Abs. 1 Nr. 1 WaffG der Erwerb, der Besitz, das Überlassen, das Führen, das Verbringen, das Mitnehmen, das Herstellen, das Instandsetzen sowie der Handel damit verboten. Ebenso ist es nicht erlaubt, zum Herstellen von Molotowcocktails anzuleiten oder aufzufordern (§ 52 Abs. 1 Nr. 4 in Verbindung mit § 40 Abs. 1 WaffG). Verstöße gegen das Verbot werden mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.
hoffe, dass das auch mal angewendet wird.
 

Themis

Erleuchteter
Mitglied seit
20. Dezember 2004
Beiträge
1.412
Ein_Liberaler schrieb:
Verwöhnt trifft es wohl eher als verzweifelt. Ist wohl kaum eine Hungerrevolte. Bloße Randale ist das.
Eine verhältnismäßig gut ausgebildete junge Bevölkerungsgruppe mit z.T. übelsten Jobaussichten und somit einer betrübten Perspektive begehrt gegen das korrupte System auf. Das ist mehr als bloße Randale.
 

vonderOder

Ehrenmitglied
Mitglied seit
24. November 2004
Beiträge
2.421
Themis schrieb:
Ein_Liberaler schrieb:
Verwöhnt trifft es wohl eher als verzweifelt. Ist wohl kaum eine Hungerrevolte. Bloße Randale ist das.
Eine verhältnismäßig gut ausgebildete junge Bevölkerungsgruppe mit z.T. übelsten Jobaussichten und somit einer betrübten Perspektive begehrt gegen das korrupte System auf. Das ist mehr als bloße Randale.
was da geschieht ist Randale. denn gegen etwas aufbegehren, das kann ich auch ohne das Eigentum anderer zu zerstöhren.
 

vonderOder

Ehrenmitglied
Mitglied seit
24. November 2004
Beiträge
2.421
Chaoten finden immer einen Grund.

Krawalle in Hamburg
In Hamburg ist es am Samstag nach einer Demonstration gegen die griechische Polizei ebenfalls zu Krawallen gekommen. Als Flaschen und Knallkörper geworfen wurden, löste die Polizei die Demonstration auf.
Einige Demonstrationsteilnehmer machten sich daraufhin in kleinen Gruppen auf den Weg in die Hamburger Innenstadt. Dort griffen sie vereinzelt Polizisten an. Im Hamburger Schanzenviertel setzten sich die Krawalle bis in den späten Abend fort: Müllcontainer wurden in Brand gesetzt und eine Bauabsperrung auf die Straße gezogen.
 

Sedge

Ehrenmitglied
Mitglied seit
9. Juli 2003
Beiträge
2.196
Mit der letzten Demonstration von Schülern und Studierenden am 23. Dezember ging auch der Aufstand in Griechenland in die Weihnachtsferien.
In der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember krachte es jedoch erneut in Athen. Unbekannte warfen Brandsätze gegen die Filiale einer Bank, einer Zweigstelle des Agrarministeriums sowie zwei Autohäuser. In allen Fällen wurden Sachschäden verursacht. Sorgen bereitet den Behörden dagegen ein anderer, nicht einzuordnender Anschlag. Bereits in der Nacht zum 24. Dezember hatten Unbekannte, offensichtlich mit einer Kalaschnikow, Schüsse auf einen Polizeibus abgefeuert. Verletzt wurde niemand.


Mann Mann Mann, wann kehrt da mal wieder Ruhe ein.....
 

Sentinel

Erleuchteter
Mitglied seit
31. Januar 2003
Beiträge
1.626
sedge schrieb:
Mann Mann Mann, wann kehrt da mal wieder Ruhe ein .....
So schnell erstmal nicht. Nächstes Jahr werden sich diese Phänomene über ganz Europa verteilen, begünstigt von den allgemeinen Bedingungen.

Ruhe wird einkehren, wenn die selbstgerechte Herrschaft der Eliten sich mit gesellschaftlichen Bedürfnissen ausgeglichen hat.

Da ist der brennende Weihnachtsbaum ein hervorragendes Symbol für diesen Konflikt.
 

vonderOder

Ehrenmitglied
Mitglied seit
24. November 2004
Beiträge
2.421
Sentinel schrieb:
gesellschaftlichen Bedürfnissen
gefunden bei http://www.phillex.de/beduerf.htm
Der Begriff Bedürfnis wird in der Philosophie nicht einheitlich verwendet.
Häufig wird Bedürfnis durch den Mangelzustand eines biologischen Organismus bestimmt.
Die Bedürfnisse werden häufig aus anthropologischen Annahmen abgeleitet.
Diese Annahmen variieren, so dass für die einen Hunger, Durst und Sexualität die Grundbedürfnisse des Menschen sind, für die anderen (z. B. Hobbes) Selbsterhaltungs- und Machtstreben.

Hegel nennt die Bedürfnisse, die erst in der Gesellschaft über den Austausch der Produkte befriedigt werden können, als gesellschaftliche Bedürfnisse.

Da der Mensch den unmittelbaren Genuß der Natur in einem gesellschaftlich vermittelten Austausch überwindet - so Marx, hat der Mensch die tierische Ebene verlassen. Durch die Produktion von Gütern befriedigt er nicht nur seine Bedürfnisse, sondern produziert auch neue Bedürfnisse und damit seine zweite Natur.
also ist es mit den Bedürfnissen wie mit der Wahrheit, jeder hat seine Eigenen bzw. deine Eigene.
 

Ein_Liberaler

Forenlegende
Mitglied seit
14. September 2003
Beiträge
9.777
So schnell erstmal nicht. Nächstes Jahr werden sich diese Phänomene über ganz Europa verteilen, begünstigt von den allgemeinen Bedingungen.

Ruhe wird einkehren, wenn die selbstgerechte Herrschaft der Eliten sich mit gesellschaftlichen Bedürfnissen ausgeglichen hat.
Sozialistischer Kappes. Natürlich haben wir in ganz Europa einen gelangweilten, arbeitsscheuen, gewaltbereiten Bodensatz von potentiellen Randalierern, aber weder haben die etwas mit "gesellschaftlichen Bedürfnissen" zu tun, sie sind nämlich asozial, stehen also außerhalb der Gesellschaft, noch sind die international besonders vernetzt. Je nach Land sind es sogar ganz unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen, aus denen sie herausgefallen sind, in Frankreich beispielsweise vor allem die der Einwanderer aus den ehemaligen Kolonien, während wir in Deutschland keine vergleichbaren Probleme mit der zweiten und dritten Einwanderergeneration kennen.
 

Sedge

Ehrenmitglied
Mitglied seit
9. Juli 2003
Beiträge
2.196
Zwei Wochen nach Demonstrationen fremdenfeindlicher Gruppierungen unter der Federführung der rechtsextremen [extern] Chysi Avgi, die am 16. Mai das Athener Zentrum vom Omonia-Platz aus kurzfristig in ein [extern] Schlachtfeld verwandelt hatten, keimten Mitte der letzten Woche erneut Unruhen auf. Allerdings gingen diesmal die Ausländer auf die Barrikaden. Die Ausschreitungen fanden am Freitag ihren [extern] vorläufigen Höhepunkt. Auch diesmal, wie bereits [extern] im Dezember 2008, war ein Fehler bei einer Polizeiaktion der [extern] Auslöser.
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30381/1.html :why?:
 

jones

Erleuchteter
Mitglied seit
6. Oktober 2002
Beiträge
1.655
obwohl das weniger mit Athen als viel mehr mit bekloppten zu tun hat...
 

HunabKu

Erleuchteter
Mitglied seit
22. Mai 2009
Beiträge
1.049
Wissen wir denn genau was dort tatsächlich abläuft oder "wissen" wir nur wieder das, was uns unsere Medien fein zurechtgemacht servieren? Das was wir hören und sehen sollen haben wir gehört und gesehen. Bleibt noch die Frage, ob die Leute dort nicht vielleicht wirklich einen driftigen Grund für all das haben, (auch wenn der Weg nicht zwingend der richtige ist)?

Vielleicht bräuchte es das hier auch mal, zumindest das "Auf die Straße gehen", nur eben ohne Gewalt nach Möglichkeit. Aber um dem hier vorzubeugen, stellt man es in den Nachrichten so dar, als seine das dort alles Idioten und absulut im Urecht. Ist in meinen Augen aber nicht sonderlich überzeugend. Die wissen ganz genau warum sie so wütend sind und wir sollten denen überlassen, ob es für sie richtig ist, sich zur Wehr zusetzen. Uns steht es nicht zu darüber zu urteilen, eher sollten wir es hinterfragen.



HunabKu
 
Oben