Schwere Krawalle in Griechenland

Simple Man

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luisz

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eine art benno ohnesorg kommt mir da immer wieder in den sinn ?
dabei geht es weniger um die umstände als mehr um den fakt, dass es immer einen toten braucht, bevor der hass und der frust zum haldlungsmotiv werden.

scheint ja doch tief verwurzelt zu sein, sonst würde es nicht derart eskalieren. ich habe keine ahnung was in griechenland so abgeht, hab nur etwas über die hintergrundgeschichte dazu gelesen, aber wer weiss, nachdem in italien ein tifosi erschossen wurde knallte es auch ordentlich, wäre hier in deutschland wohl auch nicht anders wenn morgen z.b. bei einer demonstration in berlin jemand erschossen wird.
oder eben in paris, da gings ja auch derart ab.
 

Shishachilla

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Griechenland hat mit 26% die höchste Jugendarbeitslosigkeit in Europa. Könnte vllt damit zusammenhängen. :egal:
 

tweety

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Ähnliche Phämomene kennen wir doch aus Frankreich. Da haben Jugendbanden doch auch Paris und andere Grosstädte tagelang in Atem gehalten. Hängt sicherlich mit der Arbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit vieler Jugendlicher zusammen. Die da randalieren haben nichts mehr zu verlieren. Könnte mir solche Krawalle übrigens auch in Deutschland vorstellen. Finde ja auch regelmässig (1. Mai) in Berlin statt. Aber auch das Ruhrgebiet der Rhein/Main Raum, Hamburg oder viele Städte im Osten kämen dafür sicherlich in Frage.
 

vonderOder

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GriechischeS Generalkonsulat in Berlin besetzt

"Ich will hier Krawall machen."
dazu ist es aber nicht gekommen.

aber so kann aus einer relativ friedlich verlaufenden Demo das werden, wie es sich z.B. zum 1.Mai immer wieder abspielt. diese Chaoten wollen Krawall. und wenn sie eins aufs Maul bekommen jaulen sie rum. wenn dabei von ihnen einer zu Tode kommt, dann sind die Bullen daran Schuld und sind Mörder, aber den Tod von Bullen oder auch Unbeteiligten nehmen sie in kauf. dann heißt es "selbst Schuld".
 

Giacomo_S

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Ein Freund von mir (Deutscher) hat längere Zeit in Griechenland gelebt.
Die griechische Polizei muss ziemlich korrupt sein und soll oft in Mafia-Manier agieren. Vielleicht ist darin der Grund für die Krawalle zu sehen.
 

Shishachilla

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Bin mir sicher, dass das nur wieder mal der berühmte Tropfen war.

Und mit Sicherheit sind die meisten der Randalierer wenig politisch motiviert, sondern einfach shice froh mal ordentlich Dampf abzulassen, ohne nachzudenken, ohne die Folgen vor Augen zu haben. Immer nur das eigene Leben im Blick. Keine eigene Perspektive, also warum soll ich den andern gönnen,dass es ihnen gut geht? :egal:
Ein Aufschrei des Präkariats, sozusagen.
 

Zerch

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Ein 15 jähriger hatte da wohl wirklich nichts zu suchen. Aber Du urteilst sehr einseitig , denn die besser situierten Menschen denken schliesslich auch nur an sich.
Das sog. Prekariat hat in gewisser Weise guten Grund zum Aufschrei und erzähl keinen Dreck von Perspektivlosigkeit(ist sowieso nur systembezogen , irrelevant). Der unkontrollierte Kapitalismus generell in seiner aktuellen Form hat generell keine Perspektive , denn es wird noch bitter kommen , da können die ganzen geschäftigen Kapitalisten in ihren eingerahmten Köpfen Perspektiven haben wie sie wollen , deren gesamte Grundlage wird mitvernichtet werden.

Vielleicht kommt mal eine Zeit in der die Armen wieder Könige sein werden , denn diese sind es gewohnt in Enthaltsamheit und Not zu leben und haben um vielfaches mehr Lebenserfahrung......womit ich auch andeuten will dass Kapitalisten nur in einem System mit kapitalistischer Grundlage leben und überleben können , vorausgesetzt die öffentliche Ordnung ist aufrechterhalten - somit keine Lebenserfahrung , nur Systemerfahrung , bzw. stark begrenzte Lebenserfahrung innerhalb des gegebenen Rahmens des Systems = keine Lebenserfahrung.
 

Ein_Liberaler

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Nein, Zerch, ein echter Kapitalist schlägt sich überall durch. Der hat Durchsetzungsvermögen, Menschenkenntnis und Führungsstärke; als Kaufmann ist er fair, gerecht, weltoffen und pflichtbewußt. Wenn unser semisozialistisches System wirklich zusammenbrechen sollte, werden Kapitalisten an der Spitze der neuentstehenden Strukturen stehen.
 

Zerch

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Ein_Liberaler schrieb:
Nein, Zerch, ein echter Kapitalist schlägt sich überall durch. Der hat Durchsetzungsvermögen, Menschenkenntnis und Führungsstärke; als Kaufmann ist er fair, gerecht, weltoffen und pflichtbewußt. Wenn unser semisozialistisches System wirklich zusammenbrechen sollte, werden Kapitalisten an der Spitze der neuentstehenden Strukturen stehen.
Hahaha , natürlich........die Kapitalisten entziehen den anderen ja jegliche Grundlage (nicht ohnehin kommt jener mit Geld nur noch leichter an Geld je mehr Geld dieser hat um sein Geld zu vermehren - unnatürliches Wachstum , ein Geschwür)......somit und unfairerweise wird ja von alleine dafür gesorgt daß alle Mittel (die Nöte der Menschen) in ihrer Hand und unter ihrer Kontrolle sind.
Leider sind die Regeln der Grundlage so gesetzt dass selbst ein ehrlicher Kapitalist nur ausbeutet und versklavt , und fühlt sich dabei noch unschuldig , da er in gewisser Weise ja nur handelt um zu vermehren und den Zins für sich nutzt. Es ist ne Freikarte von Ausbeutern für Ausbeuter geschaffen.
Letztendlich werden sich alle selbst vergiften , es ist der stille Kampf des roten Mannes. Sie werden sich im Boden vebuddeln und ins All evakuieren müssen , Sie machen sich immer mehr technologisch abhängig um überhaupt bestehen zu können. Nicht die verantwortungsvolle Erhaltbarkeit wird zur Lebensgrundlage , sondern Ausbeutung , Vergiftung und Denaturisation.
 

Giacomo_S

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Ein_Liberaler schrieb:
Nein, Zerch, ein echter Kapitalist schlägt sich überall durch. Der hat Durchsetzungsvermögen, Menschenkenntnis und Führungsstärke; als Kaufmann ist er fair, gerecht, weltoffen und pflichtbewußt.
Ach, und die Typen, die aktuell die Weltwirtschaft in die Shice geritten haben, waren "falsche" Kapitalisten ?

Ein_Liberaler schrieb:
Wenn unser semisozialistisches System wirklich zusammenbrechen sollte, werden Kapitalisten an der Spitze der neuentstehenden Strukturen stehen.
Tun sie doch bei den jetzigen Strukturen schon.
 

Shishachilla

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Zerch schrieb:
Ein 15 jähriger hatte da wohl wirklich nichts zu suchen.
???
Aber Du urteilst sehr einseitig , denn die besser situierten Menschen denken schliesslich auch nur an sich.
Und was hat das damit zu tun, dass in Griechenland der Pöbel randaliert?
Das sog. Prekariat hat in gewisser Weise guten Grund zum Aufschrei und erzähl keinen Dreck von Perspektivlosigkeit(ist sowieso nur systembezogen , irrelevant).
Warum soll das nix mit Perspektivlosigkeit zu tun haben?
Du schreibst doch selbst sie hätten keine Perspektive. Ich denke sehr wohl, dass das die Stimmung hoch kochen kann. War doch in Frankreich das Gleiche. :egal:
Der unkontrollierte Kapitalismus
Unkontrolliert?
Viele sind der Meinung, dass die Wirtschaft schon zu sehr vom Staat kontrolliert und geregelt wird, was willst du denn noch kontrollieren?
Is aber auch eigentlich sehr OT.

Vielleicht kommt mal eine Zeit in der die Armen wieder Könige sein werden , denn diese sind es gewohnt in Enthaltsamheit und Not zu leben und haben um vielfaches mehr Lebenserfahrung
tjo, vllt...
Aber wieso hat jemand der arm ist mehr Lebenserfahrung? Das versteh ich nicht.
......womit ich auch andeuten will dass Kapitalisten nur in einem System mit kapitalistischer Grundlage leben und überleben können , vorausgesetzt die öffentliche Ordnung ist aufrechterhalten - somit keine Lebenserfahrung , nur Systemerfahrung , bzw. stark begrenzte Lebenserfahrung innerhalb des gegebenen Rahmens des Systems = keine Lebenserfahrung.
Sind nicht alle, die in und nach einem kapitalistischen System leben, Kapitalisten?
Selbst wenn sie arm sind, haben sie nur die Erfahrung, die sie in einem kapitalistischen System sammeln konnten. :egal:
 

luisz

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Winston_Smith schrieb:
Nicolas Sarkozy hat seinerzeit mal die richtige Bezeichnung für solche Krawallbrüder gefunden. :evil:


ws
warum solch ein beitrag?
ich bin scheinbar nur wieder zu blöd und würd vielleicht sogar auch noch draufeingehen. aber ich denk mir einfach nur :read:
 

erdal5

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sarkozy hatte damals die randalierer dreck und abschaum genannt und wollte sie "wegfegen" oder so ähnlich.
ruhiger wurde es nach dieser behauptung nicht. wie wärs es lieber mit "deeskalation"?
 

Winston_Smith

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wie wärs es lieber mit "deeskalation"?
Ich muß gestehen, dass sich mein Mitgefühl und die Lust "Deeskalation" zu betreiben, bei Krawallbrüdern und Brandstiftern eher in Grenzen hält.

Für mich sind diese Leute Abschaum, die die volle Härte des Gesetzes spüren müssen.

Sorry.

ws
 

Lazarus

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Die Chaoten zerstören mühsam aufgebautes Eigentum von genau so armen Bürgern wie sie es sind. Dafür kann es kein Verständnis geben!
Von "geistiger Elite" kann man bei diesen Studenten wohl kaum sprechen....

Die Ausschreitungen befinden sich nun im vierten Tag - nach dem 2. Tag war mein Verständnis für die Situation erschöpft.
Es ist an der Zeit den Ausnahmezustand aus zu rufen und den gesammten Vorrat an Gummigeschossen ran zu karren!
Alles was sich vermummt oder randaliert sollte damit erstmal pauschal ordentlich massiert und bis auf weiteres inhaftiert werden.

Auch die Universitäten machen sich lächerlich! Anstelle stolz auf ihr "Universitätsasyl" zu sein und es zu hegen und zu pflegen, riskieren sie mit ihrer derzeitigen Haltung das es abgeschaft wird!

Studenten, welche sich weiter an gewaltsamen Protesten beteiligen, sollten mit sofortiger Wirkung zwangs-exmatrikuliert werden. Somit hätten sie auf den Geländen der Unis kein Rückzugsgebiet mehr und könnten notfalls mit hilfe einer Ordnungsmacht dort entfernt werden!
 

luisz

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Lazarus schrieb:
Die Chaoten zerstören mühsam aufgebautes Eigentum von genau so armen Bürgern wie sie es sind. Dafür kann es kein Verständnis geben!
Von "geistiger Elite" kann man bei diesen Studenten wohl kaum sprechen....

Die Ausschreitungen befinden sich nun im vierten Tag - nach dem 2. Tag war mein Verständnis für die Situation erschöpft.
Es ist an der Zeit den Ausnahmezustand aus zu rufen und den gesammten Vorrat an Gummigeschossen ran zu karren!
Alles was sich vermummt oder randaliert sollte damit erstmal pauschal ordentlich massiert und bis auf weiteres inhaftiert werden.

Auch die Universitäten machen sich lächerlich! Anstelle stolz auf ihr "Universitätsasyl" zu sein und es zu hegen und zu pflegen, riskieren sie mit ihrer derzeitigen Haltung das es abgeschaft wird!

Studenten, welche sich weiter an gewaltsamen Protesten beteiligen, sollten mit sofortiger Wirkung zwangs-exmatrikuliert werden. Somit hätten sie auf den Geländen der Unis kein Rückzugsgebiet mehr und könnten notfalls mit hilfe einer Ordnungsmacht dort entfernt werden!
Ja warum so einen Aufstand machen, einfach zur nächsten Wahl gehen, da kann man dann ja seinem Unmut Ausdruck verleihen.
Die guten alten demokratischen Wahlen, dein Freund und Helfer wenns dir mal schlecht geht.

Diese Unruhen sind nichts weiter als die Folge gesellschaftlichen und staatlichen Versagens. Kausal gesehen ist also der Gesellschaft und dem Staat inklusive seinem System die Schuld zuzuordnen.

Zu einfach? Ja manchmal ist es das wirklich.
 

Jup

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Was sonst, ausser zur nächsten Wahl sein Kreuz an der richtigen Stelle zu machen, kann in einer funktionierenden Demokratie das richtige Mittel sein, um Veränderungen herbeizuführen?
 
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