Ist der Mond gespalten?

fumarat

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@antimagnet:

Ich kenne mich nicht aus, ich gebe nur wieder was berichtet wurde.

Leute kamen zum Propheten und fragten ihn um ein göttliches Zeichen daraufhin spaltete sich der Mond in zwei Teile. Alle Leute die dabei waren haben es so gesehen. Zwischen den beiden Mondteilen war der Berg Hira, das ganze geschah in der Nähe von Mekka.

Die Zuseher spalteten sich darauf in zwei Gruppen. Die Gläubigen bezeugten das Gesehene und die anderen taten es als Magie und Zauberei ab (siehe nächster Vers).

Ob der Mond tatsächlich gespalten wurde oder ob es den Leuten nur so erschien kann ich auch anhand der Quellen nicht genau beurteilen. Dazu müßte man den arabischen Text grammatikalisch untersuchen. So wie ich es verstehe läßt der koranische Text jedoch beide Möglichkeiten offen, wobei ich eher zu zweiterem neige.

Allein schon deshalb, weil solch ein Ereignis, ja auch Menschen in anderen Gegenden gesehen haben müßten und ich noch nie Berichte darüber gehört habe. So wie ich es verstehe, sahen es also nur jene die in Mina, nahe Mekka mit dem Propheten waren. Aber wie gesagt, auch die Ungläubigen unter ihnen haben es gesehen.


Grüße fumarat
 

Konyo

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@Angel of Seven

wenn die aber auch meinen das die wissenschaft das sagt will ich das aber auch das sie mir das mal in irgendeiner Weise beweisen sollen.

MfG
 

antimagnet

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hi fumarat,

also:

der mond wurde da entweder wirklich in zwei teile gespalten, die massiv voneinander entfernt waren, oder zumindest wurde dies suggeriert.

das beantwortet ja schon mal einen teil meiner frage (ich glaub das war eher implizit, aber das wollte ich schon auch wissen).

gehen wir von einer realen spaltung aus: wir wissen jetzt nicht, ob diese spaltung komplett rückgängig gemacht wurde oder ob ein riss noch existiert.


so richtig zusammengefasst?


ich frag hier nur interessehalber, hab keinen hintergedanken, wie ich diesen wunderglauben ad absurdum führen kann. läge mir hier auch fern...
 

fumarat

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@antimagnet

Richtig diese Optionen sind offen, zumindest sehe ich in der Schrift und den Berichten keine Einschränkung diesbezüglich.

Die fanatischen Wundersucher werden jetzt sicher einen Riß im Mond suchen, ich weiß ;). Dürfen sie ja auch.

Wie gesagt, dieser Riß könnte komplett rückgängig gemacht worden sein, noch bestehen oder die Spaltung war überhaupt nur eine optische Erscheinung in einer begrenzten Region. Tatsache ist nur dass die Leute das sahen was sie gesehen haben, nämlich eine Mondspaltung. Zumal im Koran von Spaltung (inshiqaaq) die Rede ist. Das ist nicht (nur) so wie banales materielles Auseinanderbrechen zu verstehen, sondern hat tiefgründigere Bedeutung, z.B. auch im Sinne von Trennung. In der 84 Sure die sogar "die Spaltung" heißt, wird im ersten Vers derselbe Begriff auf den Himmel angewandt "Wenn der Himmel sich spaltet..."... das klingt dann schon mehr nach einer Raum-Zeit-Spaltung oder so, schließlich läßt sich der Himmel nach unserem gewöhnlichen Verständnis nicht einfach in zwei Hälften schlagen.


Grüße fumarat[/b]
 

NightHawk

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Wissenschaft hin-, Religion her. Das ist ein Zyklus, der wieder am Wendepunkt ist.

Früher, da glaubten Menschen willenlos an die Götter und praktizierten die Religionen, um Diese gut zu stimmen. Dadurch hat die eine oder andere "Kasse" der Gebetshäuser gut geklingelt.

Später, als die Menschen erkannten, dass Götter hilflos sind und dass im Leben auch der "Zufall" und die Wissenschaft eine betrachtliche Rolle spielen, wandten sie sich ab und vertrauten nur noch Ärzten und Gelehrten, die dies natürlich auch sehr stark für ihre finanziellen Zwecke ausgenutzt haben.

Jetzt, wo wir an einem Punkt angelangt sind, an dem viele merken, dass Professoren und auch Ärzte auch nicht alles erklären oder heilen können, selbst nicht in den nächsten 50 jahren (Siehe Aids, Krebs ect.), laufen die Menschen wieder in die spirituelle Richtung; zwar nicht mehr direkt Gottgebunden, jedoch weiter weg von den sporadischen Erklärungen der Gelehrten. Ich denke, dadurch sind auch viele von euch hier, um sich aufzuklären.

Es hat einen bestimmten Grund, dass ich hier die Wissenschaft und Religion zusammen erwähne, weil beides Faktoren sind, die sich leider gegenseitig nicht ausschließen können. Nehmen wir an, dass der Mond sich durch Mohammed's göttliche Kraft wirklich gespalten hätte; das hätte doch verherende aber wissenschaftlich erklärbare Auswirkungen - wenn auch nur kurzfristig - auf die gesamte Erde gehabt.

Selbst wenn wir an das übersinnliche Glauben, an Engel, an Gott, an Geister oder eine unsichtbare Kraft, die alles leitet, so sind dies doch alles spirituelle Dinge, die in einer anderen Dimension existieren würden. Also, würde ich die Aussage wirklich mit vorsicht genießen, dass irgend ein Prophet den Mond kurzfristig mal gespalten hat. Denn, auf diesem Universum gelten NOCH die physikalischen, wenn auch nur ansatzweise erklärbaren Regeln, die weder von einem Propheten, noch von Gott selbst so aufgehoben werden könnten, dass niemand dabei zu Schaden kommen würde.

Allerdings würde es mich trotzdem interessieren, wie die Rückseite des Mondes aussieht. Ob ich an die Bilder der NASA glauben soll, weiß ich nicht. Denn wenn ich mir die ganzen Diskussionen über die angeblich gefakte Mondlandung durchlese, dann steigen leichte Gefühle von Zweifel in mir auf.

Auch das Wort "Spalten", würde ich mit Vorsicht genießen. Es existieren eine Handvoll Menschen auf der Erde, die den Koran perfekt übersetzen können. Und ich denke, dass die meisten von diesen Menschen eine ähnliche Bildung genossen haben und daher die Wahrscheinlichkeit sehr groß ist, dass sie auch ähnliche Übersetzungsfehler übertragen haben.

Damals - und vielleicht auch heute noch - war die Religion ein lukratives Geschäft und jeder Partei (Juden, Moslems, Kirche) haben versucht, ihren "Sender" als populärsten, ältesten und wirksamsten durchzusetzen. Dabei war jedes Mittel recht.
Wer weiß, ob die das nicht so ähnlich wie David Copperfield ausgeführt haben, vielleicht erinnert sich jemand an seinen Zaubertrick, den er vor der Freiheitsstatue ausgeführt hat, die er ja angeblich verschwinden lassen hat. Der Trick war einfach der, dass die Zuschauer in einem geschlossenen Raum waren und nur nach vorne sehen konnten. Sie hatten also nicht bemerkt, dass der Untergrund, der auf dem Wasser schwamm, einfach leicht in eine andere Richtung gedreht worden ist, als der Vorhang kurzfristig zuging. Als der Vorhang wieder aufging, sahen sie alle natürlich nur noch Wasser und die Statue war angeblich weg.

So oder so ähnlich hätte es damals mit vielen Wundern passiert sein können. Es ist bestimmt nicht eindeutig geklärt, wo und wie viele Menschen bei diesem Ereignis anwesend waren. Welche Tageszeit war es? War gerade Vollmond oder Neumond? Welchen Bildungsstand hatten die Menschen? Meist werden doch immer nur die "Dummen" überzeugt.

In diesem Sinne,

Euer Nachtfalke.... (mal Tagsüber)
 

fumarat

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Nicht Mohammed hatte das gemacht sondern Gott. Ein Prophet hat keine göttliche Kraft.

Denn, auf diesem Universum gelten NOCH die physikalischen, wenn auch nur ansatzweise erklärbaren Regeln, die weder von einem Propheten, noch von Gott selbst so aufgehoben werden könnten, dass niemand dabei zu Schaden kommen würde.
Interessant, merkst du dass du mit dieser (aus der Luft gegriffenen) Behauptung DAS UNIVERSUM zum Gott gemacht hast?

Wer weiß, ob die das nicht so ähnlich wie David Copperfield ausgeführt haben, vielleicht erinnert sich jemand an seinen Zaubertrick, den er vor der Freiheitsstatue ausgeführt hat, die er ja angeblich verschwinden lassen hat. Der Trick war einfach der, dass die Zuschauer in einem geschlossenen Raum waren und nur nach vorne sehen konnten. Sie hatten also nicht bemerkt, dass der Untergrund, der auf dem Wasser schwamm, einfach leicht in eine andere Richtung gedreht worden ist, als der Vorhang kurzfristig zuging. Als der Vorhang wieder aufging, sahen sie alle natürlich nur noch Wasser und die Statue war angeblich weg.
Schöner Vergleich. ;) Wie gesagt, die Ungläubigen haben das gesehen und als Magie abgetan und sind heimgekehrt.

Der feine Unterschied: Heute weiß jeder wie D.Copperfield das mit der Freiheitsstatue gemacht hat (man kann es nachlesen und es wird herumerzählt), im Gegensatz zu Mohammed. Würde heute jemand D.Cooperfield deswegen zum Propheten erklären, würden ihn die Leute auslachen und erklären wie der Trick funktionierte.


Grüße fumarat
 

NightHawk

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@fumarat,

Guter Trick, dass du meine Sätze so umdrehst, dass sie in deine Behauptung passen. So oder so ähnlich wird es doch auch mit den heiligen Büchern gemacht, oder?

Du zitierst mich leider nicht vollkommen, was eigentlich gelautet hatte:

NightHawk schrieb:
Selbst wenn wir an das übersinnliche Glauben, an Engel, an Gott, an Geister oder eine unsichtbare Kraft, die alles leitet, so sind dies doch alles spirituelle Dinge, die in einer anderen Dimension existieren würden. Also, würde ich die Aussage wirklich mit vorsicht genießen, dass irgend ein Prophet den Mond kurzfristig mal gespalten hat. Denn, auf diesem Universum gelten NOCH die physikalischen, wenn auch nur ansatzweise erklärbaren Regeln, die weder von einem Propheten, noch von Gott selbst so aufgehoben werden könnten, dass niemand dabei zu Schaden kommen würde.
Die Bedeutung ist ganz einfach:

Nehmen wir an, wir würden, um einem fremden Volk zu zeigen wie wir leben, eine 90 minütige Fußballaufzeichnung senden. Was denkst du, würden diese Fremden glauben, was würden sie denken? Genau. Die würden sehen, dass wir den ganzen Tag einem Lederball nachlaufen und uns von wütenden oder tobenden Fan's Bananen auf den Kopf schmeissen lassen. Die würden auch denken, dass unser Lebensinhalt daraus besteht, den Ball in den gegnerischen Kasten zu stoßen. Aber eigentlich haben sie ja auch Recht, denn etwas anderes sehen sie ja auch nicht. Und etwas anders lassen wir sie ja auch nicht sehen. Und so lange, wie niemand die Information auf dem Video löscht oder etwas anderes draufspielt, werden wir auch immer nach den Regeln des Fußballs leben und für diese Fremden immer wieder Tore schießen; natürlich unter Einhaltung der Fußball-Regeln.

Was ich mit diesem (komischen) Beispiel meine ist, dass laut einem sehr alten, jedoch mittlerweile wieder sehr verbreiteten Glauben, diese Welt hier ein riesiger Spielplatz ist, auf dem die gute und die böse Energie existiert. Die Böse kraft, die intelligent und kreativ ist, hat eine sehr große Schwäche für die Gute Kraft. Es sind keine zwei Poole, die sich abstoßen; im Gegenteil.... das Böse fühlt sich vom Guten sogar sehr angezogen. Daher hat es diese Welt (inklusive Universum und alles drum herum) erschaffen, um sich mit der guten Energie zu amüsieren.
Die Böse energie also, hat sich selbst auf diese Welt fallenlassen, weil es sich durch das "Gute" verführen lassen hat. Dadurch ist es gefangen, denn diese Welt hat seine eigenen Regeln, auch wenn es selbst durch das Wirken von Gut und Böse entstanden ist, so haben weder das Gute, noch das Böse die möglichkeit, aus ihr zu entkommen. Denn auch Gott ist gefangen in dieser Welt. Er kann weder einen Mond, geschweige denn einen Apfel spalten. Aber er kann seine gute Energie in Menschen leiten, um diese gute Dinge tun zu lassen.
Was hat nun das Beispiel mit dem Fussballspiel damit zu tun? Hmm... Ich denke, dass wir durch all die "erklärbaren" physikalischen und sozialen Ereignisse um uns herum, leider unsere wahre Herkunft vergessen haben. Das Leben ist ein großes Fussballspiel und seine Regeln lassen sich nunmal nicht verändern. Daher ist es für uns wirklich schwierig, an etwas anderes zu glauben.

Allerdings, sollten wir niemals vergessen, dass physikalische Regeln auch Regeln sind, die irgendwann mal, irgendwo gesetzt worden sein müssen. Selbst ein Ur-Knall setzt eine gewisse Basis an Ereignissen und Regeln vorraus, die eingehalten hätten werden müssen, damit so ein Knall überhaupt entstehen konnte. Wir können dieses Spiel an Argumenten immer weitertreiben, bis wir an einen Punkt geraten, an dem wir zugestehen müssen, dass alles, woran wir glauben, zwar physikalisch erklärbar und eingehalten wird, jedoch auf sehr dünnem Eis steht, dass wieder dabei ist, zu brökeln.

fumarat schrieb:
Wie gesagt, die Ungläubigen haben das gesehen und als Magie abgetan und sind heimgekehrt.
Lieber Fumarat. Die Ungläubigen haben es als Magie abgetan, weil sie aufgeklärter waren und solche Dinge bereits aus ihrem kulturellen Interesse her von anderen Vorführungen kannten. Genau so, wie es die meisten Menschen heute sind.
Früher war jemand, der Bruchrechnen konnte, ein Professor. Heute kann das jeder 6. Klässler. Daher wird es immer schwieriger, die Verkaufsmethoden der Religionen durchzusetzen. Die Menschen sind aufgeklärter. Schade für dich und all die fehlgeleiteten Moslems, Christen, Juden, Buddhisten, Hindus, Zeugen Jehova's und was weiß ich wer noch. Eine Religion, die Menschen grenzen setzt und sie ihrem eigenen "Wesen" verfremdet, kann keine gute Religion sein. Ein Mensch darf weder seinem "Wesen" verfallen, noch sich davon verfremden. In dieser Hinsicht gebe ich Buddha recht: Die Mitte ist der bessere Weg.

Ich hoffe, ihr findet bald den Weg zu euch selbst. Denn nur da findet ihr das, was ihr Gott nennt.


@ Alle

Für mich macht es auf jeden Fall keinen Sinn mehr, über den gespaltenen Mond zu diskutieren. Allerdings würde es mich trotzdem sehr interessieren, warum wir immer nur die eine Seite sehen. Da war mal die Rede von Gravitation, wovon ich leider keine Ahnung habe. Könnte bitte jemand das Wort gravitation kurz erläutern, speziell im Bezug zur ein und der selben Seite des Mondes? Danke.

LG,

NightHawk
 

InsularMind

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Giacomo_S hat's eine Seite eher schon wunderbar erklärt. Hätte ich aber so exakt auch nicht gewusst. :wink:

Das wäre so als fixierst Du einen Punkt an einem sich drehenden Ball und läufst so immer um den Tisch herum auf dem der Ball aufliegt.
Giacomo_S schrieb:
Was die hier "dunkle Seite des Mondes" betrifft, erlaube ich mir allerdings etwas dazu zu sagen.
Ja es stimmt, wir sehen immer dieselbe Seite des Mondes. Annähernd.
Das liegt daran, daß der Mond sich genau mit derselben Geschwindigkeit um sich selbst dreht, wie um die Erde ( oder genauer gesagt: Erde und Mond drehen sich um einen gemeinsamen Schwerpunkt, der allerdings deutlich zur Erde hin verschoben ist. )
Das hat aber nicht die "göttliche" Perfektion, wie man jetzt annehmen soll: Durch Bahnschwankungen sehen wir etwa 6/11 des Mondes.
Dir Rückseite ist übrigens durch Satelliten kartographiert und nicht aufregender als die Vorderseite.
 

NightHawk

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Ok, verstehe. Bahnschwankungen hin- oder her. Eine Schwankung bedeutet, dass sich der Mond mal langsamer und mal schneller dreht. Allerdings bedeutet das wiederum, dass sich der Mond genau so lange langsamer dreht, wie er sich wieder schneller dreht. Also, scheint dies eigentlich gar keine richtige Schwankung zu sein, oder?

Jetzt mal ehrlich. Wenn ICH mit meinem Auto so oft hin- und her schwanken würde, dann würde ich auch irgendwann mal die Bahn verlassen oder? Ich meine, wenn diese Drehungen zwar koordiniert sind, aber laut Aussage von Giacomo_S schwanken, dann dürfte diese Schwankung gar nicht so stabil sein und irgendwann dazu führen, dass sich der Mond doch mal von einer anderen Seite zeigt, ODER???

Ich versuch das mal trotzdem zu begreifen:

Wenn ich jetzt eine Kugel nehme, diese in einen runden Eimer lege und diesen Eimer im Uhrzeigersinn schwenke, dann würde doch die darin befindliche Kugel auch

a) im Selben Tempo und Zyklus im Eimer um den Mittelpunkt kreisen
b) sich um ihre eigene Achse drehen

und

c) irgendwann mal (nach der 12. oder 13. Drehung) ein anderes Gesicht zeigen.


Ok. Mag sein, dass dieses Beispiel vieleicht kindisch ist. Allerdings würde ich jetzt gerne erfahren, ob es so oder so ähnlich auch um die Beziehung zwischen Mond und Erde steht. Danke.


LG,

NightHawk
 

GrossesIrrlicht

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NightHawk schrieb:
c) irgendwann mal (nach der 12. oder 13. Drehung) ein anderes Gesicht zeigen.
Nein, warum sollte sie denn auch? Wenn die Masse der Kugel, die Bahngeschwindigkeit des Eimers und der Kugel, sowie das Gravitationsfeld in deinem Eimer konstant bleibt, gibt es keinen Grund dafür. Und ebenso verhält es sich auch beim System Erde-Mond. Sollte sich jedoch einer dieser Parameter verändern, wird das Schwerpunktsystem gestört und aus ist es mit diesem wunderbar stabilen Situation. Dann kannst du den Mond nicht nur von einer anderen Seite aus, sondern u.U. auch von ganz ganz nah sehen. Viel näher, als dir lieb sein kann..... :D :D
 

AskU

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Konyo schrieb:
Ist der Mond gespalten? [...]
Einen "wissenschaftlichen Beweis" - wie stellst Du Dir den vor? Hinfliegen und graben? Habe aber die Photos gefunden, die Du suchst. Man müßte dieser Linie nachgehen - ob sie wirklich einmal ganz rum geht...

 

TanduayJoe

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Moinmoin

Dieser Riss auf dem Bild ist das Vallis Alpes und etwa 170 km lang. Mehr auf der Seite Mondatlas.de.

Die Schwankungen des Mondes bezeichnet man als Libration (Auf dieser Seite bildlich dargestellt). Eine Erklärung dieser Taumelbewegung findet sich auch in der Wikipedia:
Libration

Mit Libration bezeichnet man eine scheinbare Taumelbewegung des Mondes.

Der Mond befindet sich in einer gebundenen Rotation mit der Erde, das heißt er dreht sich während eines Umlaufs um die Erde auch einmal um seine Achse. Deshalb wendet er uns im Prinzip immer die gleiche Seite zu. Durch verschiedene Effekte können wir jedoch trotzdem im Laufe eines Monats von der Erde aus 59 Prozent der Mondoberfläche sehen. Man unterscheidet dabei verschiedene Librationen:

* Optische Libration
o Die Libration in Länge zeigt sich als seitliche Drehung von maximal 7,9 Grad und entsteht vor allem durch die leicht elliptische Umlaufbahn des Mondes. Wäre die Mondbahn kreisförmig, so wäre seine Winkelgeschwindigkeit ("Grad pro Sekunde") immer gleich. Wegen der elliptischen Bahn ändert sich die Entfernung Erde - Mond während eines Umlaufs und damit auch die Winkelgeschwindigkeit (je größer die Entfernung, um so kleiner die Winkelgeschwindigkeit). Die Rotationsgeschwindigkeit des Mondes um seine eigene Achse bleibt jedoch konstant. Deswegen rotiert der Mond in Erdnähe etwas zu langsam und, wenn er weiter entfernt ist, etwas zu schnell. Weitere kleine Librationseffekte entstehen durch die Veränderung der Mondumlaufbahn durch die Anziehungskräfte von Sonne und Planeten.
o Für die Libration in Breite ist der Winkel der Rotationsachse des Mondes gegenüber der Ekliptik (Ebene der Erdumlaufbahn) verantwortlich. Er beträgt 6,7 Grad und bewirkt ein scheinbares vertikales Kippen des Mondes, so dass man über seine Pole hinweg sehen kann.
* Die parallaktische oder tägliche Libration entsteht durch die Erdrotation und macht etwa 1 Grad aus. Von Mondaufgang bis Monduntergang dreht sich die Erde um 180 Grad. Dabei bewegt sich jeder Punkt der Erdoberfläche, je nach geographischer Breite, um bis zu 12.756 km (ein Erddurchmesser). Ein Beobachter sieht den Mond bei Mondaufgang also von einer etwas anderen Position aus und damit unter einem anderen Betrachtungswinkel als 12 Stunden später, wenn der Mond untergeht.
* Bei der physischen Libration bewirkt die Gravitation der Erde durch Gezeitenkräfte eine tatsächliche leichte Bewegung des Mondes. Sie beträgt aber nur maximal 0,04 Grad.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Libration
Gruß

TanduayJoe
 
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