Hartz 4 der Zweite

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sensei

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^^ Jetzt wehre ich mich auch mal gegen den Begriff "die Wirtschaft". 8)
Die Industrie- und Handelskammer sind nur ein kleiner Teil der deutschen Volkswirtschaft.
Der Arbeitgeberbund ist z. b. explizit dagegen 1€ Jobs in der gewerblichen Wirtschaft einzuführen.
Da sie eben wie viele andere auch Lohndumping befürchten.
 

samhain

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Allein der Umfang der Diskussion hier zeigt doch wie brisant das Thema ist.
Ein Overview wäre in der Tat begrüßenswert, allerdings wie soll das genau ablaufen?
Ein zusammenstellen derwichtigsten Links und Thesen im Einganspost wäre zweckdienlich, wär aber doch einiges an Aufwand.

wie wäre es, wenn jemand mit einem schnellen internetzugang, diesen thread nach den links durchforstet und sie dann in entsprechende rubriken (mietübernahme, 1,-€-jobs usw.) einordnet?
da ich hier nur über modem reingehe, käme das für mich einer mammutaufgabe gleich, die zuviel zeit kosten würde.
eine andere möglichkeit wäre allerdings, das ich einfach auf mein umfangreiches archiv (ich habe eigentlich zu allen themen etwas) zurückgreife.
wenn man das dann jeweils an den anfang des threads stellt...und der nächste wird nicht der letzte sein...dann kann man immer prima darauf verweisen.
 

vonderOder

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sensei schrieb:
Der Arbeitgeberbund ist z. b. explizit dagegen 1€ Jobs in der gewerblichen Wirtschaft einzuführen.
Da sie eben wie viele andere auch Lohndumping befürchten.

seit wann haben denn "Arbeitgeber" was gegen supergroße Gewinne und das Arbeitgeber nicht gern die Löhne drücken würden wäre mir auch neu.

aber ich will ja nicht alle über einen kamm scheren.
 

sillyLilly

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Ein Vorschlag:
zwei personen machen einen kurzen "Abriss" der Punkte die diskutiert wurden und wenn ja, zu welchen schlüssen die Diskusion bis jetzt geführt hat.
Zwei personen deswegen, weil es ja recht unterschiedliche Standpunkte in dieser Debatte gibt.

Also einer der total dagegen ist .... und einer derjenigen die Hartz 4 nicht grundlegend schlecht finden.


Was meint ihr?


(ich muss gleich sagen, dass ich mir das im moment zeitlich nicht zumuten mag, den alten Thread zusammenzufassen.)

Namaste
Lilly
 

sensei

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@ Lilly

Eine kurze Zusammenfassung der Punkte und Links wäre erstrebenswert. Da ich mich hier vor lauter Bandbreite eh nicht retten kann kann ich das übernehmen .
(Außerdem könnte ich mich so super von der Tatsache ablenken, dass ich nächste Woche eine Prüfung hätte zu welcher ich die zugehöroge Vorlesung genau nie besucht habe. :twisted: :D )


@ samhain

Dein Archiv in allen Ehren aber die Links die hier im Laufe der Diskussion aufgekommen sind eignen sich einfach besser, weil unsere Diskussion darauf beruht und drumherum aufgebaut ist.



@ all

Wie allen klar ist, wird das allerdings ein klein wenig dauern. Ich geb dann Bescheid.
 

sillyLilly

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sensei

Das wäre klasse, wenn du dir dafür die Zeit nehmen könntest.
Allerdings solltest du nicht deswegen eine prüfung versieben.
Es kommt ja nicht auf eine Woche früher oder später an.

Meinst du du schaffst die pro und contras zu einigen wichtigen Punkten aus der diskusion zusammenzufassen ?

Namaste
Lilly
 

sensei

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@ Lilly

Die Prüfung ist nicht weiter wichtig, ich hatte eh nicht vor sie vor dem nächstem Semester zu machen. Die Stunden brauche ich auch nicht unbedingt, also ist das von daher kein Problem.

Die Zusammenfassung der Pro und Contras kireg ich auch hin, bin studienbedingt an so etws gewöhnt.


Hmm, wenn ich so darüber nachdenke, die Prüfung wäre bezüglich "Techniken des politikwissenschaftlichens Arbeitens"
Sprich Zusammenfassen von Argumenten und Quellen, Pro und Contra, etc.
Ich glaub die Vorlesung verfolgt mich. :O_O: :lol: :wink:


Wie dem auch sei ich mach das gerne und es behindert mich auch in keinster Weise bei irgendetwas großartigem/wichtigem.
 

sillyLilly

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Die Zusammenfassung der Pro und Contras kireg ich auch hin, bin studienbedingt an so etws gewöhnt.
Klasse *freu*

Hmm, wenn ich so darüber nachdenke, die Prüfung wäre bezüglich "Techniken des politikwissenschaftlichens Arbeitens"
Sprich Zusammenfassen von Argumenten und Quellen, Pro und Contra, etc.
Ich glaub die Vorlesung verfolgt mich.

:lol: Wie passend :lol:

Namaste
Lilly
 

samhain

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@sensei

Dein Archiv in allen Ehren aber die Links die hier im Laufe der Diskussion aufgekommen sind eignen sich einfach besser, weil unsere Diskussion darauf beruht und drumherum aufgebaut ist.

es wären dieselben links gewesen, weil ich immer alles speichere, aber mir soll es nur recht sein wenn du das übernimmst.
 

atom999

Geselle
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DIHK-Hauptgeschäftsführer Wansleben sagte der Bild am Sonntag, die Betriebe könnten für die Einstellung von Arbeitslosen mit 1-Euro-Jobs eine "individuell vereinbarte, marktgerechte Gebühr" von 3 oder 4 Euro pro Stunde an die Arbeitsagentur zahlen. Die Arbeitslosen würden 1 Euro pro Stunde zusätzlich zu ihrem Arbeitslosengeld II erhalten.
Wie lang wird es wohl noch dauern bis so was kommt??
Zum Schluss läufts darauf hinaus das der Staat Sklavenhandel mit der Wirtschaft treibt seine Arbeitslosen als Sklaven an Konzerne ausleiht (so ähnlich hattens wir doch schon mal vor 65 Jahren) und dabei auch noch mächtig absahnt, denn er muß es ja den Bonzen in der Wirtschaft gleich tun!!
Das beste ist ja unsere Politiker sitzen ja auch in den reihen der Abzocker. Logisch irgendwo her mussten sie es ja lernen wo könnte man das besser als von gelernten Ausbeutern. Überall Bestechung Lug und betrug. Ich kann nur noch lachen, wenn ich jeden Tag die Zeitung lese.

:lol: :lol:

Was mir außerdem noch aufgefallen ist es sind so gut wie keine Arbeiter als Abgeordnete im Bundestag. Von denen hat noch keiner wirklich gearbeitet Rechtsanwälte oder Gewerkschafter das sind doch keine Arbeiter das sind Nixer und Schlaureeder die nur darauf warten bestochen zu werden.
Ich will mich mit Politik nicht mehr befassen, weil es mir einfach zu dumm ist mich laufend zu ärgern, drum bleibt es vorläufig bei dem Beitrag.
Volk steh endlich auf und Wehr dich, wenn’s soweit ist Mach ich auch mit!!

PS: Viel Spaß beim ärgern!!
 

samhain

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wenn also, wie eine seite vorher verlinkt,

PFORZHEIM. Manche Empfänger von Arbeitslosengeld II werden in ihren vier Wänden nicht bleiben können. Laut einer Studie zahlt das Sozialamt für deren Wohnungen weniger, als die ortsüblichen Kosten betragen.

...viele kommunen sich nicht an den ortsüblichen mieten orientieren und wenn man dann noch das hier liest:

Die finanziell klammen Kommunen könnten bei Hartz IV noch die Stellschrauben nachziehen, um Kosten zu sparen

...Auch die Tatsache, dass vorerst die Wohnkosten der ALG-II-Empfänger von den Kommunen in der Regel übernommen werden, können Langzeitarbeitslose nicht als Entwarnung werten. Die Bundesregierung dementiert zwar beharrlich Warnungen vor einer bevorstehenden, von den Behörden erzwungenen Umzugswelle, wie sie zuletzt der Direktor des Deutschen Mieterbundes, Franz-Georg Rips, äußerte. Fakt ist jedoch, dass viele Kommunen zunächst ein halbes Jahr Schonzeit gewähren, bevor die regional geltenden Vorgaben, welcher Wohnraum für Langzeitarbeitslose angemessen sei, durchgesetzt werden sollen. Danach aber wird erwartet, dass die finanziell klammen Kommunen die Stellschrauben nachziehen, um Unterkunftskosten zu sparen. In BA-Kreisen ist zu hören: "Die Kommunen halten derzeit noch still. Ab Juli wird es spannend."

fr-aktuell

...ist für mich (für andere vielleicht nicht) sonnenklar wo die reise hingeht. die kommunen werden am schwächsten (weil ohne lobby) glied in der kette sparen. der ranzige plattenbau lässt grüßen. "dringend benötigte straßenbauarbeiten" (aufreissen, wieder zuschütten, wieder aufreissen) und ähnlicher schwachsinn mit dem milliarden von steuergeldern verplempert werden, bleiben dabei unangetastet.
 

samhain

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gerade noch gefunden:

Bauarbeiter fallen durchs Netz
Gewerkschaft: Extrem hohe Verluste durch Hartz-Reform

BREMEN. Die Bauarbeiter gehören nach Darstellung der Gewerkschaft zu den "größten Verlierern der Hartz-Reformen". Denn anders als in der Vergangenheit bekommen sie künftig nicht mehr in jedem Fall das volle Arbeitslosengeld ausbezahlt, wenn sie während der Wintermonate arbeitslos werden, sondern lediglich Arbeitslosengeld II - wenn überhaupt. Auf dem Bau sind im Land Bremen wie im übrigen Bundesgebiet Entlassungen zum Winter gang und gäbe, erläutert Wolfgang Jägers, Bezirksgeschäftsführer der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt in Bremen. "Die ganzjährige Beschäftigung ist eher die Ausnahme." Um aber einen Anspruch auf das höhere Arbeitslosengeld I zu erwerben, müssen Arbeitnehmer von Februar 2006 an innerhalb von zwei Jahren mindestens zwölf Monate beschäftigt gewesen sein. Die bisherige Ausnahmeregelung, wonach bestimmte Gruppen wie Saison- und Bauarbeiter auch bei kürzerer Beschäftigungszeit, zum Beispiel bei witterungsbedingter Unterbrechung der Arbeit im Winter, Anspruch auf Arbeitslosengeld haben, wurde gestrichen.Was nach Angaben der IG BAU dazu führt, dass alle, die weniger als acht Monate im Jahr beschäftigt sind und damit die nötigen Anwartzeiten nicht erreichen, mindestens jedes zweite Jahr in Arbeitslosengeld II abrutschen werden. Das bestätigt auch die Agentur für Arbeit in Bremen. Das hat für den einzelnen Bauarbeiter erhebliche finanzielle Folgen, wie Jägers von der IG Bau vorrechnet. Statt zwischen 1000 und 1200 Euro im Monat würde etlichen in Zukunft nur noch das deutlich geringere Arbeitslosengeld II mit einem Regelsatz von 345 Euro zustehen - "oder gar nichts, wenn sie noch Erspartes haben oder der Partner verdient ", sagt Jägers.Allein im Bauhauptgewerbe seien es bundesweit mehr als 208 000 von insgesamt 750 000 Beschäftigten, die die erforderliche Mindestbeschäftigung von acht Monaten im Jahr nicht erreichten. Im Land Bremen schätzt der Gewerkschafter die Zahl der Betroffenen in diesem Bereich auf rund 2000. Hinzu kämen noch die Arbeitnehmer aus dem Baunebengewerbe wie dem Maler-, Dachdecker-, Gerüstbauer- und Steinmetzhandwerk oder auch dem Garten- und Landschaftsbau. Der Bundesvorstand der IG BAU geht davon aus, dass in der gesamten deutschen Bauwirtschaft mehr als 400 000 Menschen von der Neuregelung betroffen sein dürften und mit Einbußen rechnen müssen. Viele wüssten noch gar nicht, was da auf sie zukommt, sagt Jägers...

weser-kurier

wer da gerade ein häuschen abzubezahlen hat usw. ist in zukunft schneller in der mühle drin als ihm lieb ist. mit allen folgen.

Wie lang wird es wohl noch dauern bis so was kommt??
Zum Schluss läufts darauf hinaus das der Staat Sklavenhandel mit der Wirtschaft treibt seine Arbeitslosen als Sklaven an Konzerne ausleiht (so ähnlich hattens wir doch schon mal vor 65 Jahren) und dabei auch noch mächtig absahnt, denn er muß es ja den Bonzen in der Wirtschaft gleich tun!!

woher die bösen gedanken?
soetwas würde rot/grün doch niemals zulassen.

im II. weltkrieg hat übrigens u.a. die ig farben von zwangsarbeitern profitiert. die haben ihre fabriken dann praktischerweise gleich neben den KZs errichtet.
 

samhain

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na, da werden sich die jetzt noch regulär beschäftigten köche/küchenhilfen aber freuen:

Künast will Ein-Euro-Jobs für arbeitslose Köche in Schulen und Kitas

Berlin (AP) Ernährungsministerin Renate Künast will arbeitslose Köche und Gastronomen im Zuge der Hartz-IV- Reform in Schulen, Kindertagesstätten und Freizeiteinrichtungen einsetzen. Diese könnten dort etwa als Ernährungsberater arbeiten, sagte Künast der «Berliner Zeitung»...

http://de.news.yahoo.com/050117/12/4dlb5.html

1,-€-jobs für die wirtschaft, die das dann noch als kreative idee verkauft?
treffender kommentar:

Zynische Refinanzierung

Da hat der Herr Wansleben vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag aber eine Superidee geboren: Langzeitarbeitslose refinanzieren sich selbst. Sie schaffen für drei oder vier Euro die Stunde in einer Firma, kriegen aber nur einen Euro davon ab, der Rest wandert in die Kasse der Bundesagentur für Arbeit.

Toll, ließe sich noch ausbauen. Kranke werden von ihren Arbeitgebern als Versuchskaninchen an die Pharmaindustrie verliehen - gegen Gebühr an die Krankenkasse. Könnte den von der Wirtschaft als zu hoch bejammerten Arbeitgeberanteil an der Krankenversicherung senken. Und einen Euro kriegt der Verleiher ab, denn der leidet ja sowieso am kranken Arbeiter.

Das klingt zynisch? Nein, der Vorschlag von Herrn Wansleben ist Zynismus pur. Die Arbeitgeber profitieren schon lange von den rot- grünen Arbeitsmarktreformen. Beispiel Personal-Service-Agenturen: Auch da werden Arbeitslose an Firmen verliehen, doch der "Klebeeffekt", von dem sich Politiker so viel versprochen haben, zeitigt nicht seine nachhaltige Haftung. Denn viel weniger Leiharbeiter als gehofft bekommen eine Festanstellung. Beispiel Ich-AGs: Menschen werden aus ihren Betrieben geworfen, denen sie dann als (Schein-)Selbständige die bislang erbrachte Dienstleistung wieder gegen Rechnung anbieten...

fr-aktuell

zum unterschied zwischen 1,-€-job und einer regulären anstellung, der viel zu oft einfach ausgeblendet wird:

Wer arbeitet, braucht Rechte. Und hier sind die, die eine Arbeitsgelegenheit ausüben, massiv diskriminiert: Sie haben nicht mal einen Arbeitsvertrag, sondern befinden sich in einem "Sozialrechtsverhältnis", das ihnen keine üblichen ArbeitnehmerInnenrechte gibt. Sie bleiben weiter Alg-II- EmpfängerInnen und damit den zuständigen Behörden untergeordnet. Es ist eben nicht die Rückkehr der "alten ABM" (die ja auch schon eine Abstiegskarriere hinter sich hat) zum günstigeren Preis. Die 1-Euro-Jobs sind nicht nur billig, sondern sie sind von einem normalen, vertraglich gestalteten abhängigen Arbeitsverhältnis deutlich unterschieden, sprich diskriminiert.

...Der Missbrauch von 1-Euro-Jobs zur Disziplinierung von Erwerbslosen ist vom Gesetz vorgesehen, und in jeder Diskussionsveranstaltung wird von politischen BefürworterInnen und BehördenvertreterInnen auf den "Grundsatz des Forderns" (§ 2 SGB II) verwiesen. Die Umdefinition von Massenarbeitslosigkeit vom gesellschaftlichen Konflikt zum individuellen Verhaltensproblem ist charakteristisch für die "moderne" Arbeitsmarktpolitik. Der Gebrauch von Arbeitsgelegenheiten zu verhaltenssteuernden Zwecken ist logische Folge.

http://www.taz.de/pt/2005/01/15/a0184.nf/text

wer sich noch an die machenschaften einer beschäftigungsgesellschaft in hamburg bezüglich 1,-€-jobber erinnert- hier eine darstellung von einer die dabei war:

Erfahrungsbericht von einer 1-Euro-Jobberin in Hamburg

Letzten Montag, erster offizieller Arbeitstag und Einweisung.

Zuerst haben wir alle Arbeitskleidung erhalten: blaue Latzhosen und Jacken, wo groß draufsteht: HAB Eidelstedt ( HAB = Hamburger-Arbeits-Beschaffung ) Das muß so sein, damit alle anderen Menschen sofort sehen, mit wem sie es zu tun haben (?????), so hat der "Fallmanager" ( so nennen sich die zuständigen Betreuer/Einweiser/Aufpasser ) es erklärt.

Danach theoretische Einweisung und Verhaltensregeln. Wir haben erfahren, daß es den ganzen Tag dauern würde und wir nicht auf die Straßen/Grünanlagen gehen werden.

Einer hat gefragt, warum sie dann diese Latzhosen und Stiefel den ganzen Tag tragen müssen, wenn sie nicht die Grünanlagen sauber machen und nur in diesen Räumen rumlaufen sollen.... Antwort: "Damit wir uns an Arbeitskleidung gewöhnen. Und um 6.00 Uhr anzufangen, daß ist auch nur, damit wir lernen morgens aufzustehen."

Wir sind dann darauf hingewiesen worden, daß wir natürlich keinen Alkohol trinken dürfen, keine Drogen nehmen dürfen, uns nicht prügeln und nicht gegenseitig sexuell belästigen dürfen.

Sehr ausführlich (ca. 2 Stunden!) hat dieser Fallmanager uns dann erklärt, wo sexuelle Belästigung anfängt. Schon bei Blicken .....und wir müssen immer in der Kolonne bleiben, niemals dürfen sich eine Person weiblichen Geschlechts und männlichen Geschlechts zusammen von der Kolonne entfernen. Denn dann könnte es zu sexuellen Übergriffen kommen.

Er, der "Fallmanager" darf auch nie mit einer weiblichen Person alleine reden, denn die könnte ihn dann anzeigen, wegen sexueller Belästigung, oder versuchter Vergewaltigung.

Es gibt zwei Gruppen, Jungerwachsene und Erwachsene. Es wurde den Erwachsenen dann auch gesagt, sie dürfen keinen Kontakt zu den Jungerwachsenen haben. weil sie, diese arbeitslosen Erwachsenen ein schlechtes Beispiel sind. Deshalb sind die Jungerwachsenen in einer Einrichtung in Volksdorf.

Nun sind in der einen Gruppe auch Menschen, die z.T. bis vor zwei/drei Jahren gearbeitet haben, jetzt über 50 sind, Kinder groß gezogen haben und vorher noch nie arbeitslos waren. Hinzu kommt, daß alle, die jetzt schon da "eingewiesen" werden, freiwillig gesagt haben, sie möchten so schnell, wie möglich arbeiten und nicht zu Hause rumsitzen und bis zum 1.Januar warten...

Einige haben sich gefühlt, wie in einer Erziehungsanstalt und teilweise haben wir gedacht, wir sind alle Schwerverbrecher...

http://www.labournet.de/diskussion/arbeit/realpolitik/hilfe/billigerfahr.html
 

samhain

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und so sieht nach einer siemens-studie die lage im jahr 2020 aus- wenn das so weiter geht wie jetzt und darüberhinaus noch verschärft wird, ist das nur folgerichtig. muss das wirklich so sein?

Die Zukunft wird ganz schön ungemütlich!

Eine aktuelle Studie von Siemens hat die Prognosen von 116 Wissenschaftlern und Experten zusammengestellt.

So leben wir 2020 – die wichtigsten Trends:

• Gesundheit: Das Rentenalter steigt auf 70 Jahre. Die medizinische Versorgung wird teuer. Um Geld zu sparen, gibt es „Health-to-go-Center“: Hier kann jeder Blut- oder Urinproben auf einen Diagnose-Chip geben.

• Gesellschaft: Der Staat zerfällt in zwei Teile, in Reiche und Arme.

Die Experten: „Viele leben nur knapp über dem
Existenzminimum. Familien brauchen Zweit- oder Drittjobs, um über die Runden zu kommen.“...

blöd
 

samhain

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Dieser Mann klagt an: Tricks mit Ein-Euro-Jobs
Hartz IV: Altenheim-Mitarbeiter: Hilfskraft besetzt eine reguläre Stelle. Wirtschaftsbehörde prüft weiteren Fall.

Er sagt, es sei ein Mißbrauch von Ein-Euro-Jobs. Er sagt, die Jobs würden reguläre Stellen vernichten. Und er glaubt, daß der Fall in seiner Firma nicht der erste in Hamburg ist - nur ist Oliver Schulz (34, Name geändert) der erste, der es ausspricht: "Da, wo ich arbeite, werden Ein-Euro-Kräfte wie normale Arbeitskräfte eingesetzt." Auch der Behörde für Wirtschaft und Arbeit ist jetzt eine "erste Beschwerde in Bezug auf die Ein-Euro-Jobs bekannt", sagt Behördensprecher Christian Saadhoff zum Abendblatt...

http://www.abendblatt.de/daten/2005/01/17/387748.html

man will dem fall nachgehen.

wenn das dann so läuft, wie letztens in der berliner TV-sendung "Klipp und Klar" ein vertreter der gewerkschaft berichtete, wie im fall von beschwerden verfahren wird: da schreibt die agentur an den zuständigen
träger einen brief, indem der träger gebeten wird, doch bitte sorge zu
tragen, daß innerhalb der nächsten 2 wochen der mangel beseitigt wird. von "fordern" keine rede, statt klarer auflagen kooperatives einvernehmen.

in einem schon vor einiger zeit verlinkten artikel ("Die Ausbeutung mit Ein-Euro-Jobs") wurde ziemlich deutlich wie das mit der "kontrolle" läuft:

Die Agentur für Arbeit verlässt sich auf die zwölf Träger, die die Ein-Euro-Jobs anbieten: "Wir können und wollen nicht in jedem Einzelfall prüfen, ob diese Jobs den ersten Arbeitsmarkt gefährden. Wir vertrauen auf die Erfahrung der Träger", sagt Sprecher Knut Böhrnsen. Oft erschließe sich das öffentliche Interesse nicht auf den ersten Blick, so Böhrnsen weiter. Die Träger hingegen verlassen sich auf ihre Kooperationspartner, die die Ein-Euro-Jobber haben wollen. "Sie sind sehr genau von uns darauf hingewiesen worden, wie die Bedingungen aussehen", sagt Kerstan Tormin von "Mook wat".

http://www.mopo.de/nachrichten/101_politik_69331.html

kontrollen kosten geld und personal- da setzt man doch lieber auf sein blindes vertrauen und die "erfahrung" der träger. ich weiß aber, das es bereits bestrebungen von 1,-€-jobbern gibt sich zu organisieren und zu vernetzen. dadurch wird hoffentlich noch einiges ans licht der öffentlichkeit kommen.

nehmt sie beim wort:

Politikerworte
Hoffnungen wecken, damit das Volk ruhig bleibt

http://www.amarinya.de/brainstorm/politikerworte/index.php#04
 

samhain

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»Es gibt hier keine Gegenwehr«

Die Filmeditorin ursula höf beklagt eine »Verhartzung« in der Medienbranche und das Ausbleiben von Protest

... Wer in der Filmproduktion arbeitet, beim Drehen beispielsweise, der muss seinen Lebensstandard darauf einrichten, dass er nicht ununterbrochen etwas zu tun hat. Auch der Einstieg in die Branche ist mit viel Eigenleistung und wenig Geld verbunden. Bis jetzt war die Branche darauf ausgerichtet, dass wir uns zwischen zwei Anstellungen arbeitslos melden konnten. Während einer Produktionsphase sind wir als weisungsgebundene Arbeitnehmer befristet angestellt und zahlen in die Sozial- und Arbeitslosenversicherung ein. In Zukunft werden wir davon nicht mehr viel haben...

http://www.jungle-world.com/seiten/2004/42/4156.php

Wansleben oder Sri Lanka

HARTZ IV KREATIV

Der Staat liefert die Zwangsarbeiter und erhält im Gegenzug eine Verwaltungsgebühr

Tierschutz entscheidend verbessert. Wie erst jetzt bekannt wurde, haben sich Bundeswirtschaftsminister Clement und der Bundesverband der pharmazeutischen Industrie darauf verständigt, die Entwicklung neuer Medikamente zu beschleunigen. Die frühzeitige Einschaltung von Testpersonen, bislang in einer gesetzlichen Grauzone praktiziert, soll legalisiert werden. Clement versprach, die mit Hartz IV verbundenen Chancen im Interesse des medizinischen Fortschritts zu nutzen. Mit Ein- Euro-Jobs im Labor könne der Wettbewerbsnachteil deutscher Unternehmen beseitigt und das Ausmaß skandalöser Tierversuche drastisch begrenzt werden.

Nein, diese Nachricht haben wir noch nicht gehört. Aber das Tabu rechts- und moralfreier Verwertung überzähligen Menschenmaterials wird brüchig. Was schon lange in der Luft lag, hat Martin Wansleben, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, nun ausgesprochen: Die Arbeitslosen brauchen Kontakt zu den Betrieben, und deshalb dürfen Ein-Euro-Jobs nicht auf den öffentlichen Sektor beschränkt bleiben. Der Staat liefert die Zwangsarbeiter und erhält im Gegenzug eine Verwaltungsgebühr - das wäre, meint Wansleben, endlich einmal eine "kreative Lösung". Peter Harry Carstensen, der CDU-Spitzenkandidat in Schleswig-Holstein, setzt nach: Mit Ein-Euro-Jobs könne Deutschland in den Krisenregionen Südostasiens helfen. Solidarität statt Faulheit - eine gute Idee, meint auch der Kanzler und mahnt, um Ausgewogenheit bemüht, niemand, der nicht Englisch spreche, solle zwangsweise nach Sri Lanka oder Thailand geschickt werden.

Gibt es noch einen Halt auf der schiefen Ebene, die nicht nur den Preis der arbeitslosen Arbeitskraft, sondern auch die Maßstäbe der Moral ins Bodenlose rutschen lässt?...

http://www.freitag.de/2005/02/05020102.php

nein, es gibt keinen halt auf der schiefen ebene. moral war gestern.
 

forcemagick

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samhain schrieb:
Dieser Mann klagt an: Tricks mit Ein-Euro-Jobs
Hartz IV: Altenheim-Mitarbeiter: Hilfskraft besetzt eine reguläre Stelle. Wirtschaftsbehörde prüft weiteren Fall.

Er sagt, es sei ein Mißbrauch von Ein-Euro-Jobs. Er sagt, die Jobs würden reguläre Stellen vernichten. Und er glaubt, daß der Fall in seiner Firma nicht der erste in Hamburg ist - nur ist Oliver Schulz (34, Name geändert) der erste, der es ausspricht: "Da, wo ich arbeite, werden Ein-Euro-Kräfte wie normale Arbeitskräfte eingesetzt." Auch der Behörde für Wirtschaft und Arbeit ist jetzt eine "erste Beschwerde in Bezug auf die Ein-Euro-Jobs bekannt", sagt Behördensprecher Christian Saadhoff zum Abendblatt...

http://www.abendblatt.de/daten/2005/01/17/387748.html

man will dem fall nachgehen.

wenn das dann so läuft, wie letztens in der berliner TV-sendung "Klipp und Klar" ein vertreter der gewerkschaft berichtete, wie im fall von beschwerden verfahren wird: da schreibt die agentur an den zuständigen
träger einen brief, indem der träger gebeten wird, doch bitte sorge zu
tragen, daß innerhalb der nächsten 2 wochen der mangel beseitigt wird. von "fordern" keine rede, statt klarer auflagen kooperatives einvernehmen.

in einem schon vor einiger zeit verlinkten artikel ("Die Ausbeutung mit Ein-Euro-Jobs") wurde ziemlich deutlich wie das mit der "kontrolle" läuft:

schau an .. genau der fall, den ich auch hier in der gegend habe... interessant... und traurig wie sich das bestätigt...
 

sillyLilly

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Ich finde es zeigt aber auch wie wichtig es ist, sich darüber zu beschweren und nicht nur darüber im privaten zu ärgern.
Mit beschweren, meine ich auch offiziell beim arbeitsamt bescheid sagen, wenn man so einen ein-euro-job bekommt.


Namaste
Lilly
 

samhain

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@SL

Ich finde es zeigt aber auch wie wichtig es ist, sich darüber zu beschweren und nicht nur darüber im privaten zu ärgern.
Mit beschweren, meine ich auch offiziell beim arbeitsamt bescheid sagen, wenn man so einen ein-euro-job bekommt.

natürlich ist es wichtig sich zu beschweren und noch viel wichtiger, sich zu organisieren. nun ist es aber oft so, wie auch im oben beschriebenen fall, das die leute einfach die klappe halten. sie sind isoliert, verunsichert oder sie denken, wenn sie alles tun was von ihnen verlangt wird, könnte das vielleicht in ein anstellungsverhältnis münden. mit dieser masche arbeiten ja auch immer mehr firmen, die sich reihenweise kostenlose praktikanten an land ziehen, die dann durch den nächsten abgelöst werden usw.
was sehr schwer zu kontrollieren ist, wenn es denn überhaupt kontrolliert wird, ist, wieviele reguläre arbeitsplätze dadurch abgebaut und mit 1,-€-jobbern ersetzt werden. das, was als zusätzliche tätigkeit definiert wird, ist sehr dehnbar, wie ja auch im obigen beispiel gut zu erkennen.


"Die andere Kraft arbeitet zu 90 Prozent in der Küche und spült den ganzen Tag. Den Rest der Zeit verteilt sie Kaffee oder reicht den Heimbewohnern Essen", sagt er. "Allein durch die Arbeit an der Spüle ist eine Stelle eingespart." Und "Essen reichen" sei eigentlich Aufgabe für qualifiziertes Personal. Die Mitarbeiterin sei aber nicht qualifiziert, sagt Schulz.

erstmal muss der 1,-€-jobber überhaupt erkennen, das er hier eine tätigkeit verrichtet, die eigentlich nicht zusätzlich ist, sondern von qualifizierten kräften ausgeführt werden müsste. zweitens muss er auch erstmal schnallen, das durch seine arbeit eine reguläre stelle verdrängt bzw. erst gar nicht besetzt wird. das stelle ich mir gar nicht so einfach vor.
der hinweis auf diesen fall kam ja bezeichnenderweise auch nicht von dem betroffenen selber, sondern von einem mitarbeiter.

ich persönlich bin mir sicher, das es mit den 1,-€-jobs genauso laufen wird, wie mit den mini-jobs.
mit großem brimborium eingeführt, sind seitdem im jahr 2003 alleine im einzelhandel (von anderen bereichen wie gastronomie, reinigungsgewerbe usw. ganz zu schweigen) 227 000 vollzeit- und sozialversicherte teilzeitarbeitsplätze "outgesourct" und durch mini-jobs ersetzt worden.

angeblich sollte, laut hartz-kommision, mit der einführung dieser jobs das
ziel verfolgt werden, arbeitslosen den einstieg in den ersten arbeitsmarkt zu ermöglichen. tatsächlich ist aber genau das gegenteil eingetreten: sozialversicherungspflichtige jobs wurden in großer zahl in mini-jobs umgewandelt und die meisten bleiben auf diesen jobs auch dauerhaft sitzen.
ziel also eindeutig verfehlt.
konsequenzen?
keine.
sind die sachen erstmal umgesetzt, kräht irgendwann kein hahn mehr nach bzw. feiert man wider besseres wissen den angeblichen "erfolg", den boom dieser jobs und lässt die ganz konkreten, negativen folgen unter den tisch fallen.

um nochmal auf die 1,-€-jobs zurückzukommen:

der 1,-€ jobber muss also, wenn er sich beschweren will, nachweisen, das es sich hier nicht um zusätzliche tätigkeiten handelt, das hier eine reguläre stelle von ihm ersetzt wird usw.
dazu braucht er verbündete, wie im aktuellen fall den mitarbeiter, der damit an die öffentlichkeit getreten ist. hat er diese verbündeten nicht, könnte das mit der beweislage sehr schlecht aussehen, wenn die einsatzstelle felsenfest behauptet, es wäre doch alles im grünen bereich.
denen muss man erstmal nachweisen, das sie hier auf kosten von 1,-€ jobbern stellen einsparen.
der betroffene befindet sich aber in einer zwangslage, weil er sich bei verweigerung oder abbruch eines solchen jobs sofort mit sanktionen, also kürzungen (jeweils 30% des regelsatzes, bei wiederholung von den verbliebenen 60% nochmal 30%) bedroht sieht.

ich finde das sehr verzwickt und die betroffenen sind eindeutig in einer schlechten ausgangslage. man darf auch nicht vergessen, das die mediale aufmerksamkeit jetzt noch da ist, weil es gerade erst angelaufen ist. wie sieht das in einem jahr aus?

oh- sieh an, noch einer:


Privater verdient mit 1-Euro-Job

Kölner Gewerkschaften wollen den Missbrauch von Arbeitslosen kontrollieren. Auch Lohndumping beim Hallenbau für die Kölnmesse stößt den Arbeitnehmervertretern auf

Köln taz Der erste Fall von Missbrauch eines 1-Euro-Jobs im Großraum Köln wurde gestern auf dem Neujahrsempfang des DGB Köln bekannt. In Gummersbach habe ein kommerzielles Unternehmen für Krankentransporte einen ausgeschiedenen festangestellten Mitarbeiter durch einen Mann ersetzt, der bei einem Krankenhaus auf 1-Euro-Basis arbeitet und von diesem "weiterverliehen" wurde. "Wir können darin nicht die für solche Jobs in Hartz IV festgeschriebene Gemeinnützigkeit erkennen", so ein Gewerkschafter. Man werde den Fall überprüfen...

http://www.taz.de/pt/2005/01/14/a0081.nf/text.ges,1
 

samhain

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das sollten betroffene wissen:

Langzeitarbeitslose, die wegen des zu hohen Einkommens ihres Partners, ihrer Partnerin oder zu hoher Rücklagen kein Arbeitslosengeld (ALG) II erhalten, sollten sich dennoch sofort bei der Agentur für Arbeit "arbeitsuchend" melden. Denn nur durch die fortgesetzte Registrierung als arbeitsuchend können ihnen die entsprechenden Ausfallzeiten für ihre spätere Rente bescheinigt werden. Das wiederum kann wichtig sein, um vor dem Erreichen der Altersgrenze von derzeit noch 65 Jahren in Rente gehen zu können.

...Probleme können Langzeitarbeitslose, die kein ALG II erhalten, auch mit der Krankenversicherung bekommen: für sich selbst wie für ihre Kinder. Ist der Ehepartner versicherungspflichtig beschäftigt, können sie und die gemeinsamen Kinder über ihn ohne Zusatzkosten auf dem Familienticket mit versichert werden. Ist der arbeitende Ernährer jedoch Beamter und ergänzend zur Beihilfe des Arbeitgebers privat versichert, wird die Sache teuer. Der von der Beihilfe nicht abgedeckte Anteil der Kosten für Arztbesuch, Medikamente, Krankenhaus muss dann durch Privatversicherungen für die Angehörigen zusätzlich abgedeckt werden. Das gilt auch für die Pflegeversicherung. Da werden pro Familienmitglied mehrere hundert Euro fällig.

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