Welche Evidenzen habt ihr, dass Gott NICHT existiert ?

Abhir888

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hallo an alle

oft wird von Skeptikern als erstes nach Beweisen gefragt, ob Gott existiert.
Beweise gibt es jedoch nicht, weder , dass Gott existiert/nicht existiert. Deswegen ist diese Frage belanglos. Ich stelle deswegen meine Anfangsfrage ein bisschen anders. Welche Evidenzen gibt es, die dich zum Schluss kommen lassen, dass es wahrscheinlicher ist, dass Gott ( ich beziehe mich auf den Gott der Bibel ) nicht existiert, als dass er existiert ? Worauf begruendest du als Skeptiker/Atheist deinen Nicht-glauben an eine hoehere Macht/Gott ?
 

Lucius_Sinclair

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An einen Gott, wie das Christentum ihn verehrt, kann ich vor allem aus dem Grund nicht glauben, da sich das Christentum ja letztlich aus dem Judentum entwickelt hat, welches sich wiederum aus welchen Gründen auch immer, seinerzeit gegen "konkurrierende" Kulte und Religionen durchgesetzt hat.
Naiv gehe ich davon aus, dass nicht alle der damals praktizierten Religionen existierende Götter verehrt haben, pessimistisch gesehen vermutlich gar keine. Und selbst wenn seh ich keinen Grund, warum gerade der Gott des Judentums wirklich existiert haben soll, also letztlich unser christliche Gott exstieren soll.
Man kann zwar das Ganze wie in der Ringparabel in "Nathan der Weise" sehen oder aber behaupten, dass die verschiedenen Religionen nur Kehrseiten einer Medaille sind, aber auch für solche Annahmen seh ich keinen Grund.

Ich persönlich bin eher sehr naturverbunden und pantheistisch veranlagt, sehe in der Existenz von allem schon eine gewisse Ästhetik, aber ein Gott im Sinn der Bibel.... passt nicht in meine Weltanschauung.
 

Abhir888

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Lucius_Sinclair schrieb:
An einen Gott, wie das Christentum ihn verehrt, kann ich vor allem aus dem Grund nicht glauben, da sich das Christentum ja letztlich aus dem Judentum entwickelt hat, welches sich wiederum aus welchen Gründen auch immer, seinerzeit gegen "konkurrierende" Kulte und Religionen durchgesetzt hat.
Das ist non sequitur, nicht logisch nachvollziehbar. Was macht das Judentum weniger glaubwuerdig, weil es sich gegen andere Religionen durchgesetzt hat ? Jahwe war der Volksgott Israels, und die Kulte der benachbarten Voelker waren ein schweres Problem. Gerade wegen dem Goetzenkult wurde das Volk Israel 70 Jahre lang in die Verbannung nach Babylon geschickt. Dass der juedische Glaube an Jahwe letztendlich weiter bestand, ist eher ein Wunder, denn der BAAL Kult nahm zeitweise sogar ueberhand, sodass nur durch ein uebernatuerliches Handeln Gottes durch Elia den glauben an den Gott der Bibel nicht ganz zugrunde ging.
 

the_midget

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Abhir888 schrieb:
Worauf begruendest du als Skeptiker/Atheist deinen Nicht-glauben an eine hoehere Macht/Gott ?
Gott ist nicht notwendig um das Universum, die Welt usw. zu erklären. Kulturelle Zeugnisse wie die Bibel und andere Schriften sehe ich ehr als Ausruck eines Bedürfnisses nach Gott anstatt als eine Realität. Ich habe Gott nie erfahren. Man müsste dir Frage also umdrehen: Worauf begründest du als Gläubiger deinen Glauben an eine höhere Macht?

gruß

midget
 

Mr. Anderson

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Ich denke, einen Nicht-Glauben an ein "Etwas" muss man nicht begründen, sofern keine Evidenz vorhanden ist, die darauf hindeutet dass dieses "Etwas" existiert.

Das heißt, man braucht keinen Beleg für die Behauptung
"Ich glaube nicht, dass A existiert",

allerdings für:
"Ich glaube, dass A nicht existiert."

Ein Atheist ist man bereits dann, wenn man dem erstgenannten Satz zustimmt (wenn man für A "Gott" einsetzt); eventuell allerdings nur ein "schwacher" Atheist.
Stimmt man dem zweiten Satz zu, wäre man ein "starker" Atheist.

Ich nehme an, die Eingangsfrage richtet sich an starke Atheisten?
 

Abhir888

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the_midget schrieb:
Abhir888 schrieb:
Worauf begruendest du als Skeptiker/Atheist deinen Nicht-glauben an eine hoehere Macht/Gott ?
Gott ist nicht notwendig um das Universum, die Welt usw. zu erklären. Kulturelle Zeugnisse wie die Bibel und andere Schriften sehe ich ehr als Ausruck eines Bedürfnisses nach Gott anstatt als eine Realität. Ich habe Gott nie erfahren. Man müsste dir Frage also umdrehen: Worauf begründest du als Gläubiger deinen Glauben an eine höhere Macht?

gruß

midget
hallo Midget

ich begruende meinen Glauben zuallererst auf die glaubwuerdigkeit der Bibel, und die auferstehung Jesu, welche seine Goettlichkeit bestaetigt.
Dann auf das Sammeln von Informationen aus der Naturwissenschaft, namlich Astrophysik, Archeologie, Biologie, Biochemie, Paleontologie, Geologie usw, welche auf einen Schoepfergott hinweisen.
Und letztlich auf eigene persoehnliche Erfahrungen.
 

Abhir888

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Mr. Anderson schrieb:
Das heißt, man braucht keinen Beleg für die Behauptung
"Ich glaube nicht, dass A existiert",

allerdings für:
"Ich glaube, dass A nicht existiert."

Ich nehme an, die Eingangsfrage richtet sich an starke Atheisten?
gute formulierung. Es geht darum, zu wissen, worauf sich der Atheist stuetzt, und wie er seine Position erklaert, wie er sie begruendet.
 

the_midget

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Abhir888 schrieb:
hallo Midget

ich begruende meinen Glauben zuallererst auf die glaubwuerdigkeit der Bibel, und die auferstehung Jesu, welche seine Goettlichkeit bestaetigt.
Dann auf das Sammeln von Informationen aus der Naturwissenschaft, namlich Astrophysik, Archeologie, Biologie, Biochemie, Paleontologie, Geologie usw, welche auf einen Schoepfergott hinweisen.
Und letztlich auf eigene persoehnliche Erfahrungen.
Da sind die Unterschiede: Die Bibel ist für mich nicht glaubwürdig und ich sehe nicht, dass irgendwelche Informationen aus den genannten naturwissenschaftlichen Bereichen etwas darüber aussagen ob Gott existiert. (Diese machen per Definition keine Aussagen über Gott, denn das ist nicht ihr Thema). Deine persönliche Erfahrung kann und will ich dir nicht nehmen.

gruß

midget
 

Atlan

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Es gibt für mich als "starken" Atheisten nichts zu begründen. DU musst deinen Glauben begründen und beweisen!

Kehre nicht den Spieß um, denn dass versuchen die Gläubigen allzu gerne!
 

holo

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Abhir888 schrieb:
(...)Welche Evidenzen gibt es, die dich zum Schluss kommen lassen, dass es wahrscheinlicher ist, dass Gott ( ich beziehe mich auf den Gott der Bibel ) nicht existiert, als dass er existiert ? Worauf begruendest du als Skeptiker/Atheist deinen Nicht-glauben an eine hoehere Macht/Gott ?
Wenn sich Mensch etwas nicht erklären konnte, dann erklärte er es sich und gleich denkenden als das Ergebnis des Tuns einer höheren Macht. Vom Standpunkt des Betrachters aus war die Erde nun mal eine Scheibe und schossen Blitze vom Himmel.
So kennen wir das aus der Vergangenheit.
Gedanken zum Sein führen ungern zum Schluss, dass das Leben keinen Sinn hat, sondern einfach nur ist.
Warum bin ich ... wohin gehe ich ...

Wer freundet sich schon gern mit dem Gedanken an, dass ihn schlicht und ergreifend die Würmer fressen werden und alles, was er schuf, mit ihm einfach geht.


Wer meint, dass Gott das Universum erschuf, der sähe sich nun einer anderen Erkenntnis gegenüber gestellt:
Gerade einmal 4% des Universums machen die Welt aus der uns bekannten Materie bzw. deren Bestandteile usw. aus.

Und ein klitzekleiner Teil davon bildet Sterne und Planeten ... und davon muss nach neuester Annahme ein Planet eine gewisse Größe aufweisen (Merkur zu klein, Saturn zu groß), um überhaupt vermögens zu sein, seine Atmosphäre dauerhaft zu halten ... und dann siehst du, wie beim Mars die Polkappen zu schmelzen scheinen ... und dir ist nicht klar, dass diese Polkappen aus CO2 bestehen und die Sonnenwinde die Atmosphäre allmählich wegpusten.
Und dann siehst du die Erde mit ihrem eisenhaltigen, flüssigen Kern, der das Magnetfeld aufbaut und damit eine Schale aus Teilchen um den Planeten bildet. Diese Schale erhält seine Atmosphäre und hält obendrein harte Strahlung fern.

Und nun stehst du hier unten, siehst das alles und kannst dich nur schwer damit anfreunden, dass du nur ein Zufall bist.

Den Menschen, das Tier, die Pflanze ... hält der Trieb am Leben. Der Trieb, zu leben ... das Besondere an unserem Sein zu erkennen ... das ist uns gegeben.
Es steht nur im Gegensatz zu einer Erkenntnis, die uns eben als einen sinnlosen Zufall zum Himmel blicken lässt.
Und der hält nicht einmal lange an ... wenn die Fusionen im Sonneninneren den uns am Leben erhaltenden Stern aufblähen lassen und uns hier grillen, während der Merkur schon längst in die Sonne krachte ... und dieser Stern nach 4,5 Milliarden Jahren mit einer Menge Eisen in sich verblasst.
Und nun treibt das Ganze vermutlich um den aus einem schwarzen Loch bestehenden Zentrum unserer Milchstraße ... dem bisschen 4%, das wir sehen können ... und das soll es gewesen sein?

Und wenn Gott das alles erschuf ... das Universum und die 96% andersartiger "Materie" ... wieso sollte ich mich als Randerscheinung darauf berufen, dass Gott den Menschen schuf? Ist der Mensch womöglich nicht Ziel seines Handelns gewesen?

Eisen 60 ... eine anerkannte Methode zur Altersbestimmung ... nun stellte man fest, dass die Zerfallszeit nicht präzise genug berechnet wurde ... um nicht zu sagen, dass man kräftig mit der Altersbestimmungen in unserem Universum daneben lag.
Die Bücher müssen wieder einmal neu geschrieben werden ... in so eine Welt passt keine statische Gottheit.
Dinge, die wir uns gestern nicht erklären konnten, die verstehen wir heute viel besser. Und morgen verstehen wir noch mehr ... und diese, meine Weltanschauung bietet einfach keinen Platz für einen göttlichen "Lückenfüller".


Gruß
Holo
 

Abhir888

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Atlan schrieb:
Es gibt für mich als "starken" Atheisten nichts zu begründen. DU musst deinen Glauben begründen und beweisen!

Kehre nicht den Spieß um, denn dass versuchen die Gläubigen allzu gerne!
Ich muss das ? Wie kommst du drauf, dass ich hier etwas muss ?
Ich bin aus freien Stuecken hier, und dies, weil ich freudig den Auftrag Christi ausfuehre, von ihm zu zeugen, und das Evangelium zu verkuenden.
Warum nimmst du hier teil ?
 

Atlan

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Bitte schön, du musst ja gar nix. Jedoch verlangst du Antworten, die DU in deinem Glauben schuldig bist zu bringen.

Viel Spass noch in der Verbreitung deines Glaubens...
 

Abhir888

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holo schrieb:
und diese, meine Weltanschauung bietet einfach keinen Platz für einen göttlichen "Lückenfüller".
Gruß
Holo
Es gibt Dinge, die wissen wir heute durch die Wissenschaft. Zum Beispiel , dass das Universum einen Anfang hatte, vor ca. 13.7 Billionen von Jahren. Da kommt man auch durch Quantum Fluktuationen, und anderen Theorien, nicht drum rum. Aus dieser Erkenntnis heraus, kann man einen logischen Schluss ziehen. Alles in unserer physischen Welt, das irgendwann begann zu existieren, hat eine Ursache. Das Universum begann zu existieren, und hat folglich eine Ursache : Gott.

Das Universum ist durch die Naturkonstanten fein abgestimmt. Es gibt ueber hundert Naturkonstanten, welche aeusserst praezise abgestimmt sein muessen. Ist es bloss eine von Ihnen nicht, ist Leben in unserem Universum nicht moeglich. Ist das Universum getunt, muss es einen Tuner geben. Ist ne logische Ableitung. Dieser Tuner ist Gott.

Leben hat immer Leben als Ursache. Leben kann nicht aus toter Materie entstammen. Jede lebendige Zelle ist eine aeusserst komplizierte Maschine, in der Informationen in unvorstellbarer Menge verarbeitet , und Befehle und Bauplaene praezis ausgefuehrt werden. Bis heute ist die moderne Wissenschaft nicht in der Lage, sie vollkommen zu entziffern und zu verstehen. DNA ist kodierte , praezise Information. Es ist keine spezifische, komplexe Information bekannt, die natuerlichen ursprunges ist. Information ist immer das Resultat eines intelligenten, denkenden Geistes. Deswegen hat DNA Gott als Schoepfer, als Ursprung.

Wie kann leblose Materie einen selbstbewussten , intelligenten Menschen hervorbringen ? Der Geist und die Seele sind Materielos. Dies haben unzaehlige Experimente bewiesen, und Berichte von Menschen, welche nahe am Tode waren. Ausserdem vermindert ein Hirnschaden das Selbstbewusstsein des Menschen nicht.

Der Mensch hat einen moralischen Code in seinem Herzen geschrieben.
Wir wissen den Unterschied zwischen Hitler, und Mutter Thereza. Zwischen
Massenmord, und barmherziger Naechstenliebe. Selbst Urvoelker, Kannibalen, Urwaldbewohner, und Aboriginees wissen, obwohl sie nicht in einer Kulturell hochentwickelten Zivilisation leben, dass Morden, stehlen, luegen, Betruegen etc. etwas schlechtes ist. Woher kommt dies ? Dies ist ein hinweis auf einen moralisch perfekten Schoepfer, der die moralischen Grundwerte dem Menschen mit auf den Weg gegeben hat.

Das Lueckenbuesserargument kannst du bei den aufgezaehlten Beispielen getrost beiseite schieben. Wenn wir die Daten schon auf der Hand haben, dann koennen wir uns einen reim machen, was plausibler ist, Gott als ursache alles seienden, oder nicht.
 

holo

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Abhir888 schrieb:
holo schrieb:
und diese, meine Weltanschauung bietet einfach keinen Platz für einen göttlichen "Lückenfüller".
Gruß
Holo
Abhir888 schrieb:
Das Universum ist durch die Naturkonstanten fein abgestimmt. Es gibt ueber hundert Naturkonstanten, welche aeusserst praezise abgestimmt sein muessen. Ist es bloss eine von Ihnen nicht, ist Leben in unserem Universum nicht moeglich. Ist das Universum getunt, muss es einen Tuner geben. Ist ne logische Ableitung. Dieser Tuner ist Gott.
Alternative: Hier passt zufällig eine Menge zusammen, die essenziell für unser Dasein ist.
Wie gesagt: Schwer zu akzeptieren, dass man nur ein "wertloses Nebenprodukt" ist in der Annahme, dass das Universum eigentlich aus ganz anderen Dingen besteht, die so gar nichts mit unserer Welt zu tun haben..

Abhir888 schrieb:
Leben hat immer Leben als Ursache. Leben kann nicht aus toter Materie entstammen. Jede lebendige Zelle ist eine aeusserst komplizierte Maschine, in der Informationen in unvorstellbarer Menge verarbeitet , und Befehle und Bauplaene praezis ausgefuehrt werden. Bis heute ist die moderne Wissenschaft nicht in der Lage, sie vollkommen zu entziffern und zu verstehen. DNA ist kodierte , praezise Information. Es ist keine spezifische, komplexe Information bekannt, die natuerlichen ursprunges ist. Information ist immer das Resultat eines intelligenten, denkenden Geistes. Deswegen hat DNA Gott als Schoepfer, als Ursprung.
Falsch.
Leben wurde bereits aus toter Materie geschaffen.
Pockenvirus.

Abhir888 schrieb:
Wie kann leblose Materie einen selbstbewussten , intelligenten Menschen hervorbringen ?
Ich finde das erstmal voll cool. Natürliche Auslese ... vergiss mal nicht, dass das auch eine Weile gebraucht hat.

Abhir888 schrieb:
Der Geist und die Seele sind Materielos. Dies haben unzaehlige Experimente bewiesen, und Berichte von Menschen, welche nahe am Tode waren.
Vorsicht im Umgang mit dem Wort "Beweis" ... wir bestehen aus Materie. Denkprozesse sind Folge von chemischer Reaktion. Nicht Geist und Seele sind materielos - die Information, die sich aus der Anordnung von Molekülen in unserer grauen Masse ergibt, ist materielos.

Abhir888 schrieb:
Ausserdem vermindert ein Hirnschaden das Selbstbewusstsein des Menschen nicht.
Selbstbewusstsein oder Unbefangenheit? ;)

Abhir888 schrieb:
Der Mensch hat einen moralischen Code in seinem Herzen geschrieben.
Wir wissen den Unterschied zwischen Hitler, und Mutter Thereza. Zwischen
Massenmord, und barmherziger Naechstenliebe. Selbst Urvoelker, Kannibalen, Urwaldbewohner, und Aboriginees wissen, obwohl sie nicht in einer Kulturell hochentwickelten Zivilisation leben, dass Morden, stehlen, luegen, Betruegen etc. etwas schlechtes ist. Woher kommt dies ? Dies ist ein hinweis auf einen moralisch perfekten Schoepfer, der die moralischen Grundwerte dem Menschen mit auf den Weg gegeben hat.
Dazu fallen mir Dinge ein, wie Selbsterhaltung, soziale Gefüge, Macht und Regeln, Bequemlichkeit, Besitzstreben, ... das lässt sich nicht mal in ein paar Absätzen so einfach erklären.

Abhir888 schrieb:
Das Lueckenbuesserargument kannst du bei den aufgezaehlten Beispielen getrost beiseite schieben. Wenn wir die Daten schon auf der Hand haben, dann koennen wir uns einen reim machen, was plausibler ist, Gott als ursache alles seienden, oder nicht.
Es ist kein Argument.
Denn ich argumentiere nicht, sondern schildere nur meine Ansicht und was mich dazu brachte.
Gott ist einfach unplausibel für mich. Es ist der einfache Weg, Unfassbares zu erklären. Er ist die Variable, die an Stelle einer noch nicht vorhandenen Erklärung steht - nur nicht für mich.
Und sicher werde ich nicht "getrost" mein Weltbild ausblenden können, weil es doch einen Gott gibt - denn dazu reichen die oben von dir aufgeführten Behauptungen bei weitem nicht aus.

Weiterhin bin ich der Ansicht, dass der Glaube nur eine Ausprägung unserer Wahrnehmung ist.

So gesehen sage ich:
Es gibt einen Gott. Für dich existiert er. Du nimmst ihn wahr.
Ich nehme keinen Gott wahr. Für mich existiert er nicht.

Du siehst ... Argumentation ist schon allein deswegen irgendwo sinnlos.

Gruß
Holo


+++drei Mal editiert ... wird Zeit für´s Bettchen +++
 

the_midget

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Abhir888 schrieb:
Es ist keine spezifische, komplexe Information bekannt, die natuerlichen ursprunges ist. Information ist immer das Resultat eines intelligenten, denkenden Geistes. Deswegen hat DNA Gott als Schoepfer, als Ursprung.
Du sagst es doch selbst. DNA ist ein komplexe Information. Aus Sicht der Naturwissenschaften gibt es keinen Grund anzunehmen, dass Sie unnatürlichen Ursprungs sei.

Abhir888 schrieb:
Der Geist und die Seele sind Materielos. Dies haben unzaehlige Experimente bewiesen.
Und zwar welche Experimente?

Abhir888 schrieb:
Der Mensch hat einen moralischen Code in seinem Herzen geschrieben.
Wir wissen den Unterschied zwischen Hitler, und Mutter Thereza. Zwischen
Massenmord, und barmherziger Naechstenliebe. Selbst Urvoelker, Kannibalen, Urwaldbewohner, und Aboriginees wissen, obwohl sie nicht in einer Kulturell hochentwickelten Zivilisation leben, dass Morden, stehlen, luegen, Betruegen etc. etwas schlechtes ist.
Vielleicht ist es einfach praktisch so zu denken?

Abhir888 schrieb:
Wenn wir die Daten schon auf der Hand haben, dann koennen wir uns einen reim machen, was plausibler ist, Gott als ursache alles seienden, oder nicht.
Welche Daten?

gruß

midget
 

Abhir888

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holo schrieb:
Alternative: Hier passt zufällig eine Menge zusammen, die essenziell für unser Dasein ist.
Alternative zufall ? hast du dich ueberhaupt schon einmal mit diesem Thema auseinandergesetzt ?

ich setzte voraus, dass ich aus meinem forum zitieren darf ( habe ich nur dazu erstellt, um Informationen ueberblicklich zu sammeln )

http://elshaddai.thinksubject.com/a...urkonstanten-im-kosmos-evidenz-gottes-t26.htm

Lee Smolin hat unter der Voraussetzung, dass sich die Naturkonstanten mehr oder
weniger frei wählen lassen, berechnet, mit welcher Wahrscheinlichkeit unser Universum existieren würde, und er kommt auf den irrwitzig kleinen Wert von
1:10 229 . Ehe Sie sich diese Zahl vorzustellen versuchen, schlage ich Ihnen vor, sich zunächst die ungefähre Anzahl aller Protonen im beobachtbaren Universum vorzustellen: Ich nehme an, Sie scheitern schon bei diesen läppischen 10 80 Stück. Die Wahrscheinlichkeit im Lotto zu gewinnen liegt übrigens bei 1:13 983 816, ist also deutlich besser als 1:108

ein weiteres beispiel :


2) Neutronen, Protonen und Elektronen haben genau die richtige Größe für die Kern- und Atomphysik (Quantenphysik):

Das Neutron ist nur geringfügig schwerer als das Proton, etwa um zwei Tausendstel. Das Elektron ist achthundert mal leichter als das Proton, doch rätselhafterweise entspricht die Elektronenmasse ziemlich genau der Differenz, um die ein Neutron mehr Masse hat als ein Proton. Ohne diese Massendifferenz wäre es unmöglich, dass Atomkerne zusammengehalten werden und stabile Kerne bilden. Ohne stabile Kerne würde die Welt, wie wir sie kennen, nicht bestehen.

holo schrieb:
Falsch.
Leben wurde bereits aus toter Materie geschaffen.
Pockenvirus.
Prionen und Viren zählen nicht als Leben;)

holo schrieb:
Natürliche Auslese ... vergiss mal nicht, dass das auch eine Weile gebraucht hat.
Durch natuerliche Auslese entwickeln sich nie komplexere Lebensformen.
Genmutationen und natuerliche Auslese erlauben eine seitwaertsige, oder abwwaertsentwicklung, jedoch nie eine aufwaertsentwicklung zu komplexeren lebensformen. Dies wurde noch nie durch die Wissenschaft bewiesen.

holo schrieb:
Vorsicht im Umgang mit dem Wort "Beweis" ... wir bestehen aus Materie. Denkprozesse sind Folge von chemischer Reaktion. Nicht Geist und Seele sind materielos - die Information, die sich aus der Anordnung von Molekülen in unserer grauen Masse ergibt, ist materielos.
Ein Atheist muss folgerichtig ein monistischen Weltbild aufrecht erhalten. Afterlife erlebnisse sind jedoch ein deutlicher Hinweis,dass unsere Seele nicht an Materie gebunden ist. Spiritistische Erscheinungen sind eine weitere Evidenz. Das kannst du als humbug abtun, es kommt jedoch nicht von ungefaehr, dass diese phaenomene weltweit beobachtet werden.

holo schrieb:
Selbstbewusstsein oder Unbefangenheit? ;)
ich habe selbstbewusstsein geschrieben. Das meine ich im Sinn, dass sich diese person ihrer selbst bewusst ist.

holo schrieb:
Dazu fallen mir Dinge ein, wie Selbsterhaltung, soziale Gefüge, Macht und Regeln, Bequemlichkeit, Besitzstreben, ... das lässt sich nicht mal in ein paar Absätzen so einfach erklären.
was du erwaehnst , hat nicht mit moral - gut/schlecht zu tun.
 

Abhir888

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the_midget schrieb:
Du sagst es doch selbst. DNA ist ein komplexe Information. Aus Sicht der Naturwissenschaften gibt es keinen Grund anzunehmen, dass Sie unnatürlichen Ursprungs sei.
Naturwissenschaften machen keine prognosen auf metaphysisches. Sie stellt keine Fragen des wohers des DNA Codes. Sie stellt einfach fest, dass DNA ein Code ist. Den rest koennen wir uns selbst reimen. Wenn du mir einen komplexen und spezifischen Code nennen kannst, der keinen Geist als Ursprung hast, dann werte ich dies als die groesste Sensation dieses Jahrhunderts.

the_midget schrieb:
Abhir888 schrieb:
Der Geist und die Seele sind Materielos. Dies haben unzaehlige Experimente bewiesen.

Und zwar welche Experimente?
http://www.dreamhawk.com/ware.htm

the_midget schrieb:
Vielleicht ist es einfach praktisch so zu denken?
Wenn du nach hause kommst, und jemanden siehst, der gerade deine Tochter ersticht, was denkst du da ? och, ist ja eh nur ein stueck fleisch....
Der Mensch hat eine Wuerde, die ueber derjenigen der Tiere geht. Was schreibst du dies zu ? dem Zufall ?


the_midget schrieb:
Welche Daten?

gruß

midget
zum beispiel die Naturkonstanten, die uns zeigen, wie genau das Universum getunt sein muss, damit leben entstehen kann.
 

Ein_Liberaler

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Außergewöhnliche Behauptungen verlangen außergewöhnliche Belege.

Wenn Du sagst, Du hättest ein Schweizer Offiziermesser in der Tasche - glaube ich Dir.

Wenn Du sagst, Du wärst Schweizer Offizier - fühle ich Dir auf den Zahn.

Wenn Du sagst, Du hättest einen Panzer in der Garage - verlange ich einen Beweis.

Und wenn Du sagst, Du hättest einen echten, lebenden Drachen in der Garage - dann glaube ich Dir kein Wort.
 

Simple Man

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Abhir888 schrieb:
Aus dieser Erkenntnis heraus, kann man einen logischen Schluss ziehen. Alles in unserer physischen Welt, das irgendwann begann zu existieren, hat eine Ursache. Das Universum begann zu existieren, und hat folglich eine Ursache : Gott.
Mit Verlaub, das ist nicht logisch ... wenn alles, was existiert, einen Beginn haben muss, dann muss es lediglich einen Beginn gehabt haben ... dass dieser Beginn einen Gott benötigt, das lässt sich aus deiner Aussage überhaupt nicht ableiten ...

Das Universum ist durch die Naturkonstanten fein abgestimmt. Es gibt ueber hundert Naturkonstanten, welche aeusserst praezise abgestimmt sein muessen. Ist es bloss eine von Ihnen nicht, ist Leben in unserem Universum nicht moeglich. Ist das Universum getunt, muss es einen Tuner geben. Ist ne logische Ableitung. Dieser Tuner ist Gott.
Der gleiche Fehler wie weiter oben ... zunächst erstmal: ja, Naturkonstanten sind fein abgestimmt, sonst wären wir nicht hier ... und das allein könnte ja schon die Erklärung sein ... die Welt muss so sein, wie sie ist, damit wir existieren können ... wäre sie es nicht, wären wir nicht hier und somit gäbe es auch keine Diskussion ...

Ansonsten meinst du wieder, zu behaupten, es sei logisch, dass es einen "Tuner" geben muss - warum eigentlich? Und selbst wenn das so wäre, bringst du als nächstes wieder den Glaubensfaktor Gott als einzige mögliche Ursache ins Spiel ... soll das ein Versuch von Rhetorik sein?

Es ist keine spezifische, komplexe Information bekannt, die natuerlichen ursprunges ist.
:roll:
Aha - DNA ist komplexe Information ... aber sie kann nicht "natürlichen" Ursprungs sein, weil es keine komplexe Information "natürlichen" Ursprungs gibt ... somit kann es nie komplexe Information ohne einen Schöpfer geben, was zu Folge hat, dass Gott alles geschaffen haben muss ... Beweis dafür: die komplexen Informationen ... na, lieber Leser, was erkennen wir hier?

Dies ist ein hinweis auf einen moralisch perfekten Schoepfer, der die moralischen Grundwerte dem Menschen mit auf den Weg gegeben hat.
Ah ja ... moralisch perfekt also ... in der Steinzeit hat der Mensch sich gegenseitig mit Knüppeln totgeschlagen - wo war da der moralische Grundwert? In der Inquisition wurden Leute zu Tode gefoltert - wo war da der moralische Grundwert? Zweiter Weltkrieg und der Holocaust - wo war da der moralische Grundwert?

Wenn wir die Daten schon auf der Hand haben, dann koennen wir uns einen reim machen, was plausibler ist, Gott als ursache alles seienden, oder nicht.
Daten? Was für Daten? Wenn man natürlich so wie du versucht zu argumentieren, dann ist es klar, dass man fanatisch an einen Gott glauben muss, schließlich bist du komplett immunisiert ... alles was für einen Gott spricht, spricht für Gott und alles was dagegen spricht, spricht trotzdem dafür oder ist per se falsch, weil es nicht für einen Gott spricht ... das ist weder "logisch" noch "plausibel" ...
 
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