Was habt Ihr zum Thema GEZ zu sagen?

Sollte man die GEZ abschaffen?

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  • Nein!

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  • Was is das denn?

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  • Umfrageteilnehmer
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agentP

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Muss da auch googeln. Es scheint da zumindest einen "öffentlichen" Rundfunk zu geben. Allerdings:

Das National Public Radio (NPR) ist ein öffentliches, lose organisiertes Radio-Netzwerk in den USA. Es wurde in Folge des „Public Broadcasting Act of 1967“ (en) gegründet, der eine Kooperation für öffentlichen Hörfunk etablierte. Die Struktur unterscheidet sich erheblich vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk z.B. in Deutschland. Die angeschlossenen Stationen sind rechtlich und finanziell völlig eigenständig.
[...]
Die Finanzierung von NPR erfolgt nicht über Gebühren sondern in der Hauptsache über private Unterstützer, die innerhalb der Programme auch namentlich genannt werden.

Das wäre natürlich dann interessant, wie das funktioniert: Öffentlich, aber "rechtlich und finanziell völlig eigenständig" und durch private Unterstützer finanziert. :)
 

antimagnet

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hört sich nach einem deckmäntelchen an. andererseits finde ich das politische system in den usa nun nicht soo schlimm. da sind mir so manch andre ländere mit staatsfernsehen wesentlich unsympathischer...

jetzt bin ich etwas verwirrt, weil ich augenscheinlich gegen mich selbst argumentiere...
:dancingnormas:
 

polylux

Meister
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bild1lg7.png


Quelle: http://www1.spiegel.de/active/vote/fcgi/vote.fcgi?voteid=4397&x=127&y=4
 

Mr. Anderson

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Ich hätte eigentlich nichts dagegen, wenn die Gebühr wie eine Steuer eingezogen würde. Dann wäre endlich Schluss mit GEZ-Bürokratie, Teilnehmerkonten, diesbezüglichen Ordnungswidrigkeiten etc.

Wenn die Öffis aber nunmal darauf bestehen, auch Unterhaltungsfilme zu zeigen, dann hätte ich auch noch weitergehende Ansprüche an sie. Wenn sie sich von den Privaten in dieser Hinsicht abheben wollen, dann sollten sie u.a. auch den vollständigen Abspann zeigen (und zwar unbeschleunigt), die ungekürzten Fassungen senden, und die Filme auch am Nachmittag nicht durch Werbung unterbrechen.
Wenn sie das nicht einhalten, dann können sie die Sendungen auch gleich seinlassen und somit eine Menge Geld sparen. Denn dann könnte man sich die Unterhaltung genausogut auf den Privaten reinziehen.
 

holo

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Vor allem: Ich kann gar nicht mehr Fernsehen. Entweder schaue ich auf das Mobiltelefon oder auf den Fernseher ... da fällt mir ein: Was wird wohl dreidimensionales Fernsehen kosten?

Gruß
Holo
 

holo

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Verbraucherzentrale Berlin schreibt:
"Keine GEZ-Befreiung für Menschen mit geringem Einkommen –

GEZ drängt sie in den Sozialleistungsbezug"

Es wird mir - da wir das auch so handhaben - ein Vergnügen sein, unter dieser Begründung einen neuen Antrag auf ALG2 zu stellen.
Dieser M***staat will es ja so.
 

vonderOder

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HOHBlog schrieb zu dem Tema: "ARD und ZDF wollen mehr" am o4. Mai 2007:
Die Finanzierung des öffenlich-rechtlichen Rundfunks steht auf dem Prüfstand. Während ARD und ZDF eine Erhöhung der Gebühren fordern, plädiert der BITKOM (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien) für eine Senkung. Der momentane GEZ-Volltarif liegt bei 17,03 € monatlich. Der BITKOM fordert niedrigere Gebühren, allerdings sollen dann alle Haushalte und Firmen diesen Tarif bezahlen. So könnte man auch Schwarzseher erwischen und gleichzeitig den Bürokratieaufwand der GEZ abbauen. Der Ausgang der Debatte ist offen. Am 2. Mai fand hierzu vor dem Bundesverfassungsgericht eine Anhörung statt, allerdings wird bis zur endgültigen Einigung noch eine Weile vergehen. Vor Ende 2008 ist hierzu wohl kaum mit einer Entscheidung zu rechnen.
Seit dem 01. Januar 2007 müssen alle Handy- und Computerbesitzer mit Internetfunktion Rundfunkgebühren für ihre Geräte bezahlen. Im Rahmen der Zweitgerätefreiheit müssen aber nur diejenigen Gebühren bezahlen, die nicht ohnehin schon für andere Rundfunkgeräte in ihrem Haushalt GEZ-Gebühren zahlen.
Erhöhen ARD und ZDF die GEZ-Gebühren, so trifft das alle “ehrlichen” Rundfunknutzer, die brav ihre Gebühren bezahlen. Werden die Gebühren gesenkt - so wie der BITKOM das fordert -, dafür aber von allen Haushalten verlangt, so erwischt man zwar alle Schwarzseher, aber auch alle diejenigen, die tatsächlich komplett auf Rundfunk verzichten. Was ist nun fairer?
Vermutlich wird einfach beides kommen: eine Erhöhung und eine Verteilung auf alle Haushalte. Denn was wird schon billiger?
 

holo

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Wobei die Frage nach jenen, die kein Gerät zum Empfang bereit halten auch wieder strittig ist.
Es genügt - nach entsprechender Auslegung des Gesetzes - der Besitz eines Rundfunkempfängers. Eigentum und Besitz - Es zahlt also nicht nur der Fahrzeughalter für sein Autoradio, es wäre demnach auch die Kfz-Werkstatt betroffen, wenn das Fahrzeug dort zur Reparatur steht.
Genauso ist der Fernseher hier mein Eigentum. Da aber Haushaltsangehörige diesen nutzen können - vor allem in Gemeinschaftsräumen, wie dem Wohnzimmer - können auch diese von der Gebührenpflicht betroffen sein. Und zwar genau dann, wenn ich von der Gebührenpflicht befreit bin.
Dieses Gesetz sagt also klar: Du zahlst! Ob du Geld hast oder nicht: Du zahlst. Und wenn es dir tatsächlich gelingt, von der Gebührenpflicht befreit zu werden, dann finden wir schon jemanden, der für dich zahlt!
Dieser Rundfunkgebührenstaatsvertrag avanciert für mich an erster Stelle - mit viel Abstand vom an zweiter Stelle angesiedelten SGBII - in Sachen Würdelosigkeit.
Mit Abstand auf dem ersten Platz, da der Rundfunkgebührenstaatsvertrag in seiner vorliegenden Fassung in voller Absicht und 100% durchdacht besteht. Das SGB II ist dagegen nur ein fauler, unausgereifter Apfel.

Wenn schon solche Überlegungen, wie Haushaltsabgaben diskutiert werden, dann wäre es leichter, den Rundfunk direkt aus den Landeskassen aus Steuerabgaben zu finanzieren.
Andererseits sehe ich hier nur noch raffgierige Rundfunkanstalten, die nur bestehende Infrastrukturen nutzen, ohne dabei das Programmbouquet selbst wesentlich zu erweitern. Verlegen die Glasfaserkabel für das WWW oder stellen die Backbones oder Mobilfunkmasten auf? Nein.
Sorgen die dafür, dass DSL auch in jeder abgelegenen Siedlung verfügbar ist? Nein. Es handelt sich also nur um Schmarotzer. Sie machen sich dort breit, wo die Steuerzahler sind und verlangen - genau wie gewöhnliche Wegelagerer - einen Tribut.
Niemand fragt, ob diese Wegelagerer überhaupt erwünscht sind. Sie machen sich breit und halten die Hand auf - sie nutzen ein staatliches Monopol aus.

Für mich sieht der Ausstieg aus der Misere einfacher aus:
Privatisierung der Landesrundfunkanstalten mit allen Rechten und Pflichten. Damit erledigt sich die Abschaffung des - offenbar über dem Datenschutzrecht stehenden, - bevorzugten Inkassounternehmens.
 

Ein_Liberaler

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Wir haben vielleicht kein Land ohne Staatsrundfunk zum Vergleich, aber einen anderen Mediensektor - den Zeitungsmarkt. Der kommt eigentlich gut ohne öffentlich-rechtliche Presse aus. Nicht unmöglich, daß es mit dem Rundfunk nicht anders wäre.
 

antimagnet

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hehe. ein öffentlich-rechtliches printmedium, das fänd ich gar nicht mal so schlecht.

aber wir haben ja schon den privaten rundfunk zum vergleich.

ard, zdf, 3sat, arte, kika, phoenix, theaterkanal, dokukanal, wdr, br, ndr
vs.
rtl, sat.1, pro7, rtl2, superrtl, n-tv, kabel1, vox...


mal ehrlich - wo gibt's das bessre programm? :wink:


ok, auf vox laufen wenigstens noch die guten bbc-dokus. 8)
 

Simple Man

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Zumal das Verhältnis "gute" Printmedien zu "is für'n Müll" imo - und zwar total subjektiv - nicht unbedingt für den liberalisierten Zeitungsmarkt spricht ... :O_O:
 

Ein_Liberaler

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Meinst Du nicht eher, das spricht gegen das Niveau der Konsumenten?

Und entspricht den Einschaltquoten von Tatort und Musikantenstadl einerseits und Monitor und Plasberg andererseits?

Eine öffentlich-rechtliche Presse, die dieselben Vorlieben bedient wie der ö. Rundfunk, brauche ich eigentlich nicht.
 

Ein_Liberaler

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Wikipedia schrieb:
Die rund 190 Gesellschafter der dpa sind ausschließlich Medienunternehmen wie Verlage und Rundfunkanstalten. Damit decken sich Gesellschafter und Kunden der Agentur zum Teil. Einzelne Gesellschafter können maximal 1,5 Prozent des Stammkapitals erwerben, so dass eine Einflussnahme einzelner Mehrheitsgesellschafter weitestgehend ausgeschlossen ist. Die Anteile der elektronischen Medien dürfen insgesamt 25 Prozent nicht überschreiten.
 

Shishachilla

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hm, k.
Was ja dann fast schon staatlich ist. Verschieden Gesellschaften, unabhängig voneinander.
 

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