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Krieg gegen Syrien?

Dieses Thema im Forum "Politik, Sozialkritik, Zeitgeschehen & Geschichte" wurde erstellt von vonderOder, 27. August 2013.

  1. vonderOder

    vonderOder Ehrenmitglied

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    [​IMG]: Cameron verliert Abstimmung über Syrien-Einsatz
    Die haben dagegen gestimmt, weil es keine klaren Beweise dafür gibt, von wem das Giftgas eingesetzt wurde.
     
  2. agentP

    agentP Forenlegende

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    @vonderOder
    Ach mach dir doch nix vor!

    Ist mir schon klar, dass dir dderen heuchlerische Vorschieben von Interessen Dritter in bester Ostblocktradition lieber ist.
     
  3. vonderOder

    vonderOder Ehrenmitglied

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    „Bomben und Raketen sind schlechte Botschafter. Sie gewinnen weder Herzen noch Hirne. Und sie bauen keine Demokratien.“: David Cameron
    im Jahre 2006 als er noch Oppositionspolitiker war.

    [​IMG]
     
  4. jones

    jones Erleuchteter

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    @ vonderOder das nennt sich "Adenauer-Syndrom" :lol: :lol: :lol: :lol:
     
  5. agentP

    agentP Forenlegende

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    Aber halt, nein Herr Al-Sabah, sie irren. Fragen sie mal hier nach. Es ist eben doch ganz einfach: Der Ami ist´s!

    Auch insofern ein interessanter Vergleich, weil die Demokratie in der Adenauer Kanzler war gewissermassen herbeigebombt war und die Verantwortlichen recht schnell die Herzen und Hirne der ehemaligen Gegner eroberten.

    Das könnte natürlich auch einfach dafür sprechen, dass derlei immer wieder und Fall zu Fall und von Land zu Land und von Region zu Region neu betrachtet werden muss. Es sei denn man hat eine Doktrin wie manche Leute hier, dann muss man natürlich nicht mehr weiter nachdenken, sondern kann wie jeder Anhänger von Dogmen immer wieder im Kreis argumentieren.
     
  6. Zerch

    Zerch Ehrenmitglied

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    The Coalition of the Killing

    Differenziertheit ist etwas tolles , nur ändert dies nichts daran daß USA und Verbündete globalen Terrorismus betreiben.
     
  7. haruc

    haruc Ehrenmitglied

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    Bei "herbeigebombt" hören dann die Gemeinsamkeiten zwischen Deutschland nach 45 und irgendwelchen Nahost-Ländern mit autoritärer Vergangenheit aber auch schon auf. Deutschland hatte zu diesem Zeitpunkt bereits über 100 Jahre demokratischer Tradition, es gab in Deutschland nie innere Konflikte die mit denen in Afghanistan, dem Irak, Syrien, Ägypten usw vergleichbar gewesen wären, zumindest keine von strukturhaftem Charakter. Nach dem Zusammenbruch 45 gab es keine Mehrheit, die der Demokratie feindlich gegenübergestanden hätte. Alles andere wäre nach der totalitären Katastrophe einfach unmöglich gewesen. Die Leute wollten schleunigst wieder zurück in die Normalität, da gabs vor dem Hintergrund des kalten Krieges eben nur einen Weg: Anlehnung an den Hegemon. Der Wiederaufbau und die ökonomische Aufholjagd in den 1950ern führte den Leuten eben tagtäglich vor Augen, dass es voran geht, in eine bessere, friedlichere, Zukunft. Steigender Wohlstand geht mit der Abstumpfung von politischen Konflikten einher. (Wenn man mal von künstlichen Konflikten wie dem Wohlstandslinksextremismus absieht)

    Dies alles ist in den gegenwärtigen Krisenländern nicht gegeben. Wer sagt, dass man mit der Erfahrung des 2. Weltkrieges Demokratie durch militärische Intervention herbeiführen könne, der verengt den Fokus auf unzulässige Weise. Für den Erfolg einer demokratischen Ordnung sind primär andere Faktoren entscheidend, als der massierte Einsatz von Bomben aus der Luft. Zumal ja auch der alliierte Luftkrieg gegen das Deutsche Reich letztlich nicht kriegsentscheidend war. Ebenso wenig wie die Landung der Alliierten in Nordafrika, Italien oder der Normandie. Denn Deutschland hatte den Krieg bereits im Juni 1940 - der Stunde des größten Triumphes - verloren.
     
  8. vonderOder

    vonderOder Ehrenmitglied

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    Was für ein böses Mensch dieses Finian Cunningham.
     
  9. Guest

    Guest Guest

  10. agentP

    agentP Forenlegende

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    Richtig. Deswegen schrieb ich ja auch:

    Wer allerdings behauptet, dass eine Intervention nie sinnvoll sein kann, "der verengt den Fokus [ebenfalls] auf unzulässige Weise".
     
  11. vonderOder

    vonderOder Ehrenmitglied

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    [​IMG]: Russland könnte Militärschlag gegen Syrien billigen
    Nur gab es bisher keine Beweise die eindeutig und "überzeugend" darlegten, dass die syrische Armee die Chemiewaffen eingesetzt hatte. Vermutungen und Anschuldigungen sind keine Beweise.
    Die Inspektoren, die bei Damaskus die Untersuchungen machten, Befragungen durchführten und Proben nahmen, hatten nur die Aufgabe festzustellen ob Giftgas eingesetzt wurde und wenn ja welches. Sie sollten nicht untersuchen und eventuell die Erkenntnis gewinnen, wer es eingesetzt hatte.

    Warum eigentlich immer ER ?
    In diesem Falle hätte Winston Churchill auch ganz gut gepaßt, denn er befehligte ja als damaliger Britischer Kriegsminister 1919 die Giftgaseinsätzen gegen die aufständischen Kurden in Sulaimaniyya, im heutigen Irak und wies damals Vorbehalte britischer Militärs mit den Worten: „Ich verstehe die Zimperlichkeit bezüglich des Einsatzes von Gas nicht. Ich bin sehr dafür, Giftgas gegen unzivilisierte Stämme einzusetzen“ zurück.
     
  12. haruc

    haruc Ehrenmitglied

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    Richtig.

    Und jetzt? Sollen die USA ihren "schnellen und harten" Schlag durchführen? Ein Schlag, der nach zwei Wochen nichts mehr von "Schnelligkeit" an sich hat. Ein Schlag, der nicht darauf abzielt, der einen oder anderen Partei einen Vorteil zu verschaffen? Was soll das dann noch? "Pädagogisch hat" die militärische Option bereits ihre Wirksamkeit verloren. Militärisch _sollte_ der Schlag niemals eine Wirkung haben. Wenn Assad wirklich hinter dem Giftgasangriff steckt, dann hat er jetzt seinen propagandistischen Sieg errungen.

    Der Westen hat sich gegen Assad in Stellung gebracht. Das heißt, dass er auch nur auf Seiten der Opposition eingreifen kann, wenn überhaupt. Dies würde aber zu dem wenig wünschenswerten Sieg einer Reihe von radikalislamischen Gruppierungen führen. Das kann nicht im Interesse der Bevölkerung Syriens sein. Daher kommt der Schlag - wenn er denn kommt - zwei Jahre zu spät. Und wohl möglich noch auf der "falscheren" von beiden Seiten.

    Wie man es auch dreht und wendet: die Situation ist verfahren und wird auch durch einen militärschlag keine entscheidende Verbesserung erfahren.
     
  13. vonderOder

    vonderOder Ehrenmitglied

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    In wessen Interesse waren denn all diese Kriege überhaupt? Wohl kaum im Interesse des der Bevölkerung im allgemeinen.
    Ein solches Eingreifen in Syrien wäre wohl nur im Interesse einiger weniger in Syrien; aber auf alle Fälle im Interesse von Interessenten außerhalb des Landes, die sich dann um die Ausbeutung der Bodenschätze des Landes wie Erdöl, Erdgas, Phosphat, Eisen, Chrom, Mangan, Asphalt und Steinsalz kümmern würden. Wie immer halt.
     
  14. Guest

    Guest Guest

    Hitler geht halt immer :mrgreen:

    Währenddessen hat der Senat dem illegalen Angriffskrieg zugestimmt und zwar in einer Weise die gleich auch den Angriff von Libanon und Iran ermöglicht, wie in dem 10 Jahre alten Papier von General Wesley Clark bereits angekündigt.

    Na ja, wenn man schon mal in der Gegend ist..

    Und bezahlen werden die ganze Aktion die Saudis, jedenfalls hat Kerry gesagt er hätte das mit ihnen so ausgedealt.

    .
    #

    [​IMG]
     
  15. dkR

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    Ja. Das nennt man dann Industrie und Wertschoepfung, bringt Geld ins Land und bietet den Menschen Wohlstand und eine Zukunft. Das wird im Allgemein als gute Idee betrachtet.
     
  16. Guest

    Guest Guest

    Und vorher haben die Saudis den Rebellen das Giftgas geliefert, während die USA plötzlich wieder die AlQuaida unterstützt. Und die Aktienkurse der Massenvernichtungsindustrie steigen wieder mal.
     
  17. vonderOder

    vonderOder Ehrenmitglied

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    ich habe den Satz mal etwas korrigiert. Denn die Mehrheit der Menschen in Syrien haben wohl wenig davon, einige wenige bestimmt. Den Reibach machen die ausländischen Konzerne, denn die schöpfen die Werte ab.
     
  18. agentP

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    Auch wenn ich nicht unbedingt einen militärischen Schlag befürworte: Das ist Glaskugel-Leserei, weil der Erfolg einer solchen Aktion von vielen anderen Parametern abhängt.
    Abgesehen davon: Verfahren ist die Situation eigentlich nur, wenn sich herausstellt, dass die Opposition hinter der Giftgasattacke steckt.
    Dann allerdings auf vielen Ebenen und vor allem deswegen, weil dann endgültig klar ist, dass da skrupellose Idioten einen skrupellosen Idioten bekämpfen. Und dann wären auch alle die innerhalb der Opposition diskreditiert, die womöglich eine gemäßigte Alternative darstellen.
     
  19. Simple Man

    Simple Man Forenlegende

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    Momentan scheinbar Schilda ...
    Warum verzichtet man nicht auf einen Militärschlag und nutzt das Geld, das dafür ausgegeben würde, um den syrischen Flüchtlingen zu helfen? Deutschland würde sich ja nun eh nicht an einem Militärschlag beteiligen - weshalb der starke Fokus auf diesen Aspekt der Diskussion hierzulande mich auch ein wenig befremdet - aber wenn es um "die Menschen" geht, könnte doch geholfen werden, indem Deutschland bzw. Europa die syrischen Flüchtlinge aufnimmt. Denn eines scheint mir relativ klar: wer auch immer die Giftgasattacken zu verantworten hat, die Flüchtlinge waren es kaum.
     
  20. agentP

    agentP Forenlegende

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    Das sowieso.
    Aber man sollte sich vielleicht auch Gedanken machen, ob und wie man weitere Giftgasattacken unterbinden kann. Den bisherigen und potentiellen nächsten Opfern hilft auch keine Flüchtlingshilfe.