Krieg gegen die Miliz "IS" - Gründe und Folgen

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Viertens: Wäre zum Beispiel der sogenannte IS in Syrien und zum Beispiel im angrenzenden Irak besiegt, würde leider die Ordnung nicht automatisch einkehren. Vielmehr besteht aus Sicht der Staaten eine Vielzahl von Interessen, die schwerlich unter einen Deckel gebracht werden können. Noch dazu bestehen Spannungen und Auseinandersetzungen zwischen ansässigen Gruppen (unterschiedliche Völker, Anhänger unterschiedlicher Glaubensrichtungen, Mitglieder unterschiedlicher Clans), die ebenfalls nur schwierig unter einem Deckel zu bekommen sind. Über die Lösung dieses gordischen Knotens kann nicht früh genug nachgedacht werden.
 

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Nachdem die irakische Armee die vom „Islamischen Staat“ gehaltene Stadt Falludscha angreift, sieht sich die Terrormiliz nun auch Angriffen in Raqqa ausgesetzt. An den Angriffen will sich auch Russland beteiligen.
Doppel-Offensive gegen IS-Hochburgen

War in ISIS Interactive Map
Die IS hat in den letzten Monaten nicht wenig an Territorium verloren. Leider habe ich keinen Sreenshot gemacht, als ich die Karte am 5.1. das erste Mal verlinkt habe...
 

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Der IS muss vor vielen Truppen fliehen. Wen wundert's: hat er doch der gesamten Welt den Krieg erklärt. Sein Weg scheint vorprogrammiert: Daesh wird seine Territorien verlieren und sich, wie schon in naher Vergangenheit sichtbar, auf den internationalen Terrorismus konzentrieren, und darauf, weiterhin insbesondere junge Leute international zu radikalisieren, nicht zuletzt über Internet und seine sozialen Netzwerke.

Aber was passiert mit den Völkern, die in diesem Konflikt Entwurzelung erfahren mussten, insbesondere in Syrien, den Kurden und den Jesiden? Gerade in Syrien kommt ein wildes Konglomerat an Interessen zusammen, jetzt noch mal zusätzlich befeuert durch das Eingreifen der Türkei über seine Grenzen hinaus. Krieg gegen den IS findet statt, aber welche Kriege werden genau dort noch geführt?
 

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Da einiges auf mögliche Änderungen der Situation in Syrien in nächster Zeit hindeutet, dachte ich, dieser Thread sollte mal wieder ausgegraben werden. Hier einige aktuelle Zitate und Artikel:

“They asked me, why is the United States and its allies supporting these terrorist groups who are destroying Syria when it was al Qaida who attacked the United States on 9/11, not Syria. I didn't have an answer for them.”

“The reality is... every place that I went, every person that I spoke to, I asked this question to them, and without hesitation, they said, there are no moderate rebels. Who are these moderate rebels that people keep speaking of?”

“Regardless of the name of these groups, the strongest fighting force on the ground in Syria is al Nusra, or al Qaida and ISIS. That is a fact.”

“There is a number of different, other groups -- all of them essentially are fighting alongside, with, or under the command of the strongest group on the ground that's trying to overthrow Assad.”

“The Syrian people recognize and they know that if President Assad is overthrown, then al Qaida -- or a group like al Qaida, that has been killing Christians, killing people simply because of their religion, or because they won’t support their terror activities, they will take charge of all of Syria."
Die demokratische US-Abgeordnete, Irakkriegsveteranin und Vizevorsitzende des Democratic National Committee Tulsi Gabbard nach ihrer jüngsten viertägigen Syrienreise.

Adam Kinzinger, a Republican congressman from Illinois, was among few lawmakers to immediately condemn Gabbard’s actions. [...]

Kinzinger called on leadership in both parties to condemn Gabbard’s trip and questioned how it was financed. But Kinzinger – like Gabbard, an Iraq war veteran – said he would need to know more to file an ethics complaint against his colleague.
Hawaiian congresswoman claims she went on a ‘fact-finding’ mission in support of ‘peace’ for Syrian people, but characterized US-backed rebels as ‘terrorists’

Gabbard, a major in the Army National Guard, met last November with Donald Trump shortly after the presidential election. She backed Sen. Bernie Sanders, a Vermont independent.

She said at the time that she took the meeting with Trump over concern that a wing of the Republican Party known as the neocons would grow in influence once Trump took office. She feared that could push the U.S. more deeply into Syria, which could lead to a direct conflict with Russia.
Hawaii Rep. Tulsi Gabbard met with Syria’s Assad during trip

During and after the presidential campaign, Trump called for no-fly zones to harbor Syrian refugees as an alternative to allowing them into the United States. Trump accused the Obama administration of failing to screen Syrian immigrants entering the United States to ensure they had no militant ties.
Trump wants 'safe zones' set up in Syria. But do they work?

Trump Expected to Ban Syrian Refugees Indefinitely in New Exec. Orders
 

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hives schrieb:
Da einiges auf mögliche Änderungen der Situation in Syrien in nächster Zeit hindeutet (...)
Und die Änderung der Änderung folgt auf dem Fuße.
Trump Orders Missile Attack in Retaliation for Syrian Chemical Strikes
Russland scheint sich verrechnet zu haben, denn Trump greift sehr schnell zu militärischen Optionen. Angekündigt wurde eine einseitige Aktion von den USA zuvor schon im Sicherheitsrat, mit heftigem Schlagabtausch zwischen USA und Russland. Sehen sich die USA in Zukunft wieder stärker in der Rolle des Weltpolizisten?
 

hives

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Schon bemerkenswert, wie schnell sowas gehen kann...

streicher schrieb:
Sehen sich die USA in Zukunft wieder stärker in der Rolle des Weltpolizisten?
Oder man versucht mit allen Mitteln, Stärke gegenüber Russland zu demonstrieren und die mit sich kontinuierlich vermehrenden Berichten und Untersuchungen verbundenen Vorwürfe, dass Trump und Putin gemeinsam die Wahlen gehackt haben (oder so ähnlich), indirekt zu entkräften...
 

hives

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Verrückt, in den USA behaupten inzwischen CIA-Leute, dass Assad und ISIS auf der gleichen Seite kämpfen. Die beiden Parteien sind ja eigentlich gar keine Gegner, sondern kämpfen gemeinsam gegen die Zivilisten, für die wiederum die USA durch Angriffe auf Assad und ISIS kämpfen, wobei natürlich die Zivilbevölkerung bei letzteren Angriffen völlig ausgespart wird.

So bspw. der ehemalige CIA Operations Officer (und als unabhängiger Kandidat und Trump-Gegner auftretende) Evan McMullin:
MCMULLIN: It is a misconception that Assad is on the opposite site than ISIS. [...]

MAHER: So, instead of bombing that airfield, if we had bombed the presidential palace in Damascus [...] that would not have been good for ISIS?

MCMULLIN: Well, look, it is just more complicated than that, Bill. But, really, if you are buying into this idea that they are on opposite sides, you really are buying into Assads and Putins rhetoric. It's just not true. Any expert will tell you...
Aus "Real time With Bill Maher", 7.4.2017.

1984 wirkt irgendwie zunehmend optimistisch.
 

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hives schrieb:
Oder man versucht mit allen Mitteln, Stärke gegenüber Russland zu demonstrieren und die mit sich kontinuierlich vermehrenden Berichten und Untersuchungen verbundenen Vorwürfe, dass Trump und Putin gemeinsam die Wahlen gehackt haben (oder so ähnlich), indirekt zu entkräften...
Sollte das der Grund gewesen sein, scheint das noch nicht so gut geklappt zu haben. Die Ermittlungen erreichen immer mehr Leute aus dem engsten Kreis des Präsidenten.

Ist allerdings bei der Antiterrorpolitik der USA eine Linie zu erkennen? Hat Trump noch vor seiner Wahl gegen den Islam gewettert, hat er sich erst kürzlich Saudi-Arabien angebiedert, wie es im Buche steht. Dabei ist es doch Saudi-Arabien, dass für seinen Export des Wahhabismus bekannt ist, denn dort befindet sich auch die Islamische Weltliga. Gewettert hat er wiederum gegen den Iran, den er als Exporteur von Terrorismus und Chaos ausgemacht hat. Das ist freilich auch ein Bruch mit seinem Vorgänger Obama. Und es heizt den Konflikt zwischen Saudi-Arabien und den Iran an.

Was den "IS" betrifft: sein sogenannter "Staat" schrumpft - Karte. Und er wird weiter schrumpfen. Daesh wird seinen Schwerpunkt, sollte das komplette Territorium verloren sein, vollends auf den internationalen Terrorismus verlegen, mit der Folge von vermehrten Nadelstichen, wie wir sie leider auch letzte Nacht in London wieder sehen mussten.
(PS.: Mich beeindruckt, wie mutig einige Bürger reagiert haben: Bürger bewarfen Terroristen offenbar mit Stühlen)
 

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streicher schrieb:
Sollte das der Grund gewesen sein, scheint das noch nicht so gut geklappt zu haben. Die Ermittlungen erreichen immer mehr Leute aus dem engsten Kreis des Präsidenten.
Ja, mal abwarten, was dabei herauskommen wird...

streicher schrieb:
Dabei ist es doch Saudi-Arabien, dass für seinen Export des Wahhabismus bekannt ist, denn dort befindet sich auch die Islamische Weltliga.

Unsere Hofberichterstattung will uns allerdings auch immer wieder, insbesondere wenn deutsche Politiker mal wieder den Export antreiben wollen, einreden, dass Saudi-Arabien "viel besser als sein Ruf" ist.

Sogar bei der Tagesschau sehe ich da gewisse Unterschiede in der Berichterstattung:

Tagesschau zu deutschen Besuchen in Saudi-Arabien:
Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen trifft also nicht nur den Verteidigungsminister Saudi-Arabiens, sondern auch einen Reformer, der König werden könnte und der deutschen Spitzenpolitikerin die Vision 2030 darstellen will. Deutschland ist ein wichtiger Handelspartner.

Außerdem will die Verteidigungsministerin deutlich machen, dass es bei der restriktiven Rüstungsexportpolitik Deutschlands bleibt.

Die Saudis hätten gerne mehr Waffen aus Deutschland. Die Bundesregierung hat im ersten Halbjahr 2016 den Export von Waren im Wert von über 480 Millionen Euro genehmigt, darunter auch Teile für Kampfflugzeuge. Die saudische Luftwaffe fliegt Tornados und Eurofighter aus europäischer Produktion - auch bei den Angriffen im Jemen. Das widerspricht den eigenen Rüstungsexportgrundsätzen der Bundesregierung, sagt die Opposition. Das federführende Wirtschaftsministerium beantwortete eine Anfrage so: Deutschland hat Vereinbarungen gegenüber europäischen Partnernationen, mit denen die Kampfflugzeuge produziert werden.

In den kommenden Wochen soll die Kooperation zwischen den beiden Ländern ausgebaut werden: Einzelne Offiziere der saudischen Armee sollen in Deutschland ausgebildet werden. Auch das wird heute Thema sein.
https://www.tagesschau.de/ausland/von-der-leyen-saudi-arabien-101.html

Diejenigen, die am lautesten gegen die Saudis wettern, sind häufig die, die das Land am wenigsten kennen. Anstatt fundierter Urteile bieten sie überholte Vorurteile.

Merkels Sache ist das nicht. Sie hat in Dschidda genau zugehört und hingeschaut. Sie hat festgestellt: Saudi-Arabien ist ein Land im Umbruch. Heute ist dort sehr viel mehr möglich als noch vor ein paar Jahren. Gerade bei der Rolle der Frauen, so die Kanzlerin, habe sich viel geändert - das hatte Merkel von den saudischen Unternehmerinnen gehört, mit denen sie sprach.

Was mit der "Vision 2030" angestoßen wurde, dürfte sich nur schwer wieder zurückdrehen lassen. Merkel hat das gesehen und ging mit den Saudis so um, wie es richtig ist: offen und fair. Saudi-Arabien lässt sich eben nicht auf das Zerrbild vom erzkonservativen, menschenverachtenden und frömmelnden Ölscheich reduzieren. Wenn man der Kanzlerin im Zusammenhang mit ihrer Reise nach Dschidda etwas vorwerfen wollte, dann, dass sie sich nicht genug um das Land kümmert: Dies war ihr erster Besuch seit nicht weniger als sieben Jahren.
https://www.tagesschau.de/ausland/merkel-kommentar-103.html

Tagesschau zum Trump-Besuch in Saudi-Arabien:
Der Republikaner Rand Paul und seine demokratischen Kollegen Chris Murphy und Al Franken brachten in der Kongresskammer eine Resolution ein, um eine formelle Abstimmung zu erzwingen.

Die drei Senatoren wollen den Verkauf von gewissen Präzisionswaffen im Wert von 500 Millionen Dollar aus dem Deal im Gesamtwert von 110 Milliarden Dollar verhindern. Angesichts von Saudi-Arabiens früherer Unterstützung des Terrors, schlechter Menschenrechtsbilanz und fragwürdigem Vorgehen im Jemen-Krieg müsse diskutiert werden, ob diese Verkäufe im Interesse der nationalen Sicherheit der USA seien.
https://www.tagesschau.de/ausland/ruestungsdeal-usasaudiarabien-101.html

Der Verkauf der Waffen ist offenbar nicht an Bedingungen wie der Verbesserung der Menschenrechtslage in Saudi-Arabien oder einem Ende der verheerenden Luftangriffe einer saudisch geführten Koalition im Jemen gebunden.
http://www.tagesschau.de/ausland/trump-saudi-arabien-109.html

Das Treffen mit dem König des Golfstaats Bahrain, Hamad bin Isa al Chalifa, nannte Trump nach Angaben von mitreisenden Journalisten als "große Ehre". Es habe in der Vergangenheit einige kleine Belastungen bei den bilateralen Beziehungen gegeben, diese gehörten unter der neuen Administration der Vergangenheit an.

Trump spielte damit auf seinen Vorgänger Barack Obama an. Dessen Regierung hatte den Verkauf von 19 F-16 Kampfflugzeugen des Konzerns Lockheed an Bahrain wegen Menschenrechtsbedenken gestoppt. Diesen Beschluss hatte Trump aufgehoben.
https://www.tagesschau.de/ausland/trump-saudi-arabien-115.html


Das war jetzt natürlich sehr selektiv, aber für mich hört sich das folgendermaßen an: Wir dürfen unheimlich stolz darauf sein, dass wir ja eigentlich nur Waffen an die Saudis verkaufen, weil wir Vereinbarungen mit europäischen Nachbarnationen haben, und besuchen sie ja eigentlich nur, um Menschenrechte zu fördern und mitzuteilen, dass wir nicht noch mehr Waffen liefern wollen, während Trump ganz böse Wirtschaftsinteressen über eine menschenfreundliche Politik stellt und die Sicherheit seiner Landsleute gefährdet...
 

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hives schrieb:
Das war jetzt natürlich sehr selektiv, aber für mich hört sich das folgendermaßen an: Wir dürfen unheimlich stolz darauf sein, dass wir ja eigentlich nur Waffen an die Saudis verkaufen, weil wir Vereinbarungen mit europäischen Nachbarnationen haben, und besuchen sie ja eigentlich nur, um Menschenrechte zu fördern und mitzuteilen, dass wir nicht noch mehr Waffen liefern wollen, während Trump ganz böse Wirtschaftsinteressen über eine menschenfreundliche Politik stellt und die Sicherheit seiner Landsleute gefährdet...
Lassen wir mal das Auswärtige Amt sprechen:
Gleichwohl ist weiterhin eine vorsichtige und graduelle Öffnung der saudi-arabischen Regierung und Gesellschaft in Bezug auf Menschenrechtsfragen erkennbar. Bei den Kommunalwahlen im Dezember 2015 hatten Frauen erstmals das aktive und das passive Wahlrecht. Immer mehr Berufssparten werden für Frauen geöffnet. 2013 wurde ein Gesetz zum Schutz von Frauen vor häuslichem Missbrauch erlassen. In internationalen Gremien wie dem Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen stellt sich Saudi-Arabien der Kritik und unterzieht sich dem Instrument der regelmäßigen Staatenüberprüfung (Universal Periodical Review), zuletzt im Oktober 2013. Diesen Fortschritten stehen allerdings auch weniger positive Entwicklungen gegenüber. Anlässlich der Einführung neuer Anti-Terror-Gesetze im Frühjahr 2014 wurde der Begriff "Terrorismus" sehr weit gefasst. Die Definition der Straftatbestände lässt bei extensiver Auslegung die Tür dazu offen, jedwede Art und Äußerung von Opposition als "terroristischen" Straftatbestand zu verfolgen und zu ahnden. Saudi-arabische Menschenrechtsaktivisten sind in jüngster Zeit verstärkt in das Blickfeld der Strafjustiz geraten und zu hohen Haftstrafen verurteilt worden.
Zur Menschenrechtslage in Saudi-Arabien
Nun, immerhin ist Saudi-Arabien in die UN-Frauenrechtskommission gewählt worden. War diese Entscheidung total absurd oder von Hoffnung geprägt? Jedenfalls hat es einiges an Empörung nach sich gezogen, nach dem Motto: der Hund bewacht die Wurst. Es könnte jedoch sein, dass in Saudi-Arabien bald Frauen ohne die Erlaubnis der Männer arbeiten gehen können. Wow.

So, dorthin ging also der Milliardendeal der USA, die sich ganz sicher ist, dass Saudi-Arabien eine Schlüsselrolle im Kampf gegen den Terrorismus zukommt. Katar jedoch wurde seitens der US-Regierung noch als Unterstützer des Terrorismus beschimpft. Nicht vergessen: Katar befindet sich gerade in einer isolierten Lage. Jetzt schließen die USA jedoch einen weiteren Milliardendeal mit Katar ab, deutlich kleiner, aber beinahe 11 Mrd stecken drin. Nehmen wir nochmal die Tagesschau: Trotz Krise am Golf - USA verkaufen Kampfjets an Katar. Man suche die Linie der amerikanischen Politik.

Deutschland verkauft übrigens auch Waffen an Katar, u.a. Panzer. Wie es im Augenblick ist, keine Ahnung.
 

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Der Krieg gegen den sogenannten IS ist noch nicht zu Ende und der IS ist aus weiten Teilen Syriens vertrieben und kurz vor der militärischen Niederlage. Allerdings werden parallel als Folge weitere bewaffnete Konflikte ausgetragen. Aktuell ist der türkische Angriff auf Kurdengebiete in der Nordregion Afrin in Syrien. Die Interessenslage ist komplex. Die Interessen der Türkei stehen den Interessen Syriens diametral gegenüber. Moskau, Syrien und die Türkei haben auch gegensätzliche Interessen in Idlib. Die USA unterstützen die kurdische YPG-Miliz, welche die Türkei wiederum als Ableger der PKK betrachten und als Terrororganisation einstuft.

Die BRD ruft die Türkei aktuell zur Mäßigung auf. Wofür wird die Türkei wohl Rüstungslieferungen aus der BRD verwenden?

Map of Syrian Civil War
 

Lucille92

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Syrien wird seit gestern von den USA angegriffen und ist bereits das siebte muslimische Land nach Afghanistan, Pakistan, Jemen, Somalia, Libyen und dem Irak, welches unter dem Kommando von Friedensnobelpreisträger Barack Obama bombardiert wird. Für fünf der sieben Überfälle legte jedoch Vorgänger George W. Bush die Grundsteine. Die USA bombardieren fremde Länder nach eigenen Angaben stets entweder aus humanitären Gründen oder aufgrund einer Bedrohung. Gleichzeitig hören wir von gewaltigen Flüchtlingsströmen in die Türkei. 130.000 Menschen sollen es sein. Ich persönlich hoffe, dass die Türken dabei gewaltig übertreiben!

Dann gibt es Gerüchte, dass die türkische Armee noch am vergangenen Samstag fünf Militärlaster voll mit Waffen an die IS-Terrormiliz geliefert haben - und zwar genau in dem Gebiet an der türkisch-syrischen Grenze, in dem die IS-Milizen gegen die Kurden kämpfen (sollen).

Bedauerlich finde ich, dass wir Informationen aus Krisengebieten nur von den MSM erhalten. Solche Situation, in der man den Medien Glauben oder Nichtglauben kann, müßte man als "schwammig alternativlos" bezeichnen. Es ist wohl so:
"-Es braucht wohl nicht verstanden , sondern nur akzeptiert werden."

Hallo, Über welche Neuigkeiten sprechen Sie in Krisengebieten von MSM? Ich habe es nicht sehr gut verstanden
 

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