Globale Erderwärmung; stärker als erwartet!

Helika

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Wieso verspüre ich nach dem Lesen diesen Artikels das dringende Bedürfnis, meinen Kopf wiederholt gegen eine harte Oberfläche zu schlagen? :don:

Kurzes Beispiel:
Das sich die Eisbärenpopulation von 1970 bis heute von 5.000 auf 25.000 erhöht hat, dürfte wohl weniger ein Zeichen dafür sein, dass sich nichts am Klima tut, als vielmehr, dass es gute Schutzmaßnahmen in Kanada für Eisbären gibt?
Zumindest würde ich an diesen Zahlen doch keine Aussage über ein 'ja/nein' für die Klimaerwärmung festmachen?
 

Malakim

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Du mußt verstehen:
shechinah gehört zur Gegenkirche. Sozusagen zu der Antiklimakirche oder zum Klima-Satanismus oder sowas :jubel:
 

Helika

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Kann ich mich nicht auch einfach dumm stellen? :sad:

Wobei es mir gleichgültig wäre, ob die Klimaerwärmung jetzt stattfindet oder nicht - der Großteil der Maßnahmen zur Bekämpfung selbiger bewirkt zugleich auch eine Schonung von Ressourcen und eine Verbesserung der Lebensumstände von Mensch (und Natur).
Wenn man sich anschaut, wie sich Smog so auf den Zustand der Lungen von Smogbewohnern auswirkt, erscheint mir eine Reduzierung des Verkehrsaufkommens allein für die Verbesserung diesen sehr vorteilhaft. :?!?:
 

Ein_Liberaler

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Außerdem bewirken sie: Machtgewinn für Politik und Bürokratie, Zerstörung von Bausubstanz, Verspargelung, hohe Kosten. Darüber hinaus Fehlallokationen und Abschaltung natürlicher Fehlerkorrekturprozesse, so daß, wenn etwas schiefgeht, es richtig schiefgeht.

Smogbekämpfung ist ja schön und gut und findet meinen vollen Beifall, hat aber eher weniger mit Klimaschutz zu tun.
 

agentP

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Smog ist bei uns kein Thema mehr. Allerdings war das bekanntlich nicht immer so:

Auch im Ruhrgebiet kam es im Jahr 1962 zu einer ernsten Smoglage mit über 150 Todesopfern.[2] Smogalarm der Stufe I wurde dort erstmals am 17. Januar 1979 ausgelöst.[3] Aufgrund einer ausgeprägten Inversionswetterlage musste sechs Jahre später, am 18. Januar 1985, für das westliche Ruhrgebiet, zum ersten Mal in der Bundesrepublik Deutschland, Smogalarm der Stufe III, verbunden mit Fahrverboten für den Privatverkehr und Einschränkungen für die Industrie, ausgelöst werden.[4][5] Auch West-Berlin hatte in den 1980er-Jahren mehrere Smogalarme, so am 17. und 18. Januar 1980 (Stufe I)[6], erneut am 24. Januar 1980, am 19. Dezember 1981 und am 1. Februar 1987.[7] Zum letzten Mal wurden die Messwerte für eine Auslösung der Smog-Vorwarnstufe im Januar 1991 in Berlin erreicht. Durch bessere Filtertechnik in Kraftwerken und den Wegfall der DDR-Industrie hat sich die Luftqualität in Deutschland insgesamt so stark gebessert, dass alle Bundesländer in den 1990er-Jahren ihre Smog-Verordnungen abgeschafft haben.
http://de.wikipedia.org/wiki/Smog#Wintersmog_in_Deutschland
 

Helika

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shechinah schrieb:
Und wo gibt´s denn bei uns Smog?

Wieso nur bei uns? Gibt genug Städte anderswo, in denen einem der Smog ganz schön auf die Lunge schlagen kann...

Außerdem bewirken sie: Machtgewinn für Politik und Bürokratie, Zerstörung von Bausubstanz, Verspargelung, hohe Kosten. Darüber hinaus Fehlallokationen und Abschaltung natürlicher Fehlerkorrekturprozesse, so daß, wenn etwas schiefgeht, es richtig schiefgeht.

Redest du vom Klimaschutz, oder vom deutschen Krankenkassensystem... oder der deutschen Subventionswirtschaft oder... ich erkenne da langsam ein System, das sich nicht allein auf das Thema 'Klimaschutz' reduzieren lässt. Wirkt eher wie 'Standard'. :twisted:

Smogbekämpfung ist ja schön und gut und findet meinen vollen Beifall, hat aber eher weniger mit Klimaschutz zu tun

Beschränkung des Schadstoffausstoßes von Autos und Fabriken zur Schonung der Umwelt hat nichts mit Bekämpfung der Smogentwicklung zu tun? 8O
 

Ein_Liberaler

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Naja, Smog ist diese sicht- und riechbare Dreck- und Dunstglocke, die das Atmen erschwert, und beim Klimaschutz geht es um unsichtbares, geruchloses, ungiftiges CO2. Wir haben hier längst keinen Smog mehr, bekämpfen aber das CO2 munter drauflos, alos würde ich sagen, das hat eher am Rande miteinander zu tun.

Standard? Kann schon sein.
 

Helika

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@Ein_Liberaler:

Verständigungsproblem erkannt: Ich bezog den Klimaschutz jetzt nicht allein auf die Reduzierung des CO2-Ausstoßes und auch nicht allein auf D/Europa/die Industriestaaten, sondern auch auf die Reduzierung anderer gesundheitsschädlicher Schadstoffe und Umweltprobleme in z.B. den Entwicklungsländern. Nur weil wir hier in D/Europa so einige Schadstoffe nicht mehr in die Luft blasen, sieht dies Weltweit doch ein wenig anders aus. Und bislang hat das Klima noch an keiner Landesgrenze einfach halt gemacht.

Für D/Europa/die Industriestaaten magst du da recht haben.
 

Ein_Liberaler

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Oder doch nicht ganz erkannt? Ich bin relativ fanatisch für Umweltschutz: Smogbekämpfung, saubere Luft, sauberes Wasser usw. Müll in der Landschaft macht mich verrückt. Ich unterscheide das vom Klimaschutz, dem es eben nicht um saubere, schöne Landschaft, saubere, klare Luft und sauberes, gesundes Wasser geht, sondern um ungiftige Gase in der Atmosphäre, die angeblich oder ganz sicher für wärmeres Wetter sorgen.

Und wenn wir zu dem Schluß kommen sollten, daß wir kein wärmeres Wetter wollen und lieber weltweite Armut in Kauf nehmen, als das Wetter wärmer werden zu lassen, sollten wir wenigstens Maßnahmen ergreifen, die auch wirkungsvoll sind und Armut mit Kälte kombinieren, statt Armut mit weiter fortschreitender Klimaerwärmung.
 

Helika

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Und wenn wir zu dem Schluß kommen sollten, daß wir kein wärmeres Wetter wollen und lieber weltweite Armut in Kauf nehmen, als das Wetter wärmer werden zu lassen, sollten wir wenigstens Maßnahmen ergreifen, die auch wirkungsvoll sind und Armut mit Kälte kombinieren, statt Armut mit weiter fortschreitender Klimaerwärmung.

Was hat die weltweite Armut mit dem Klima zu tun? Juckt die Industriestaaten bislang doch reichlich wenig, was in den armen Ländern so passiert. Und wenn der Meeresspiegel steigt und einige arme Inselstaaten untergehen, ja meine Güte, das kostet uns doch nichts.

Vielleicht hab ich auch nur gerade ein Brett vor dem Kopf, aber wo lässt der Klimaschutz Leute verarmen? Dafür sehe ich, wo fehlender Klimaschutz das wenig Hab und Gut bedroht, dass manche Leute in armen Regionen haben.
 

Ein_Liberaler

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Das widerum sehe ich nicht. Natürlich wird das immer behauptet, bleibt aber immer im ungefähren.

Dir ist schon klar, daß eine Reduktion des CO2-Ausstoßes in der westlichen Welt um 60, 70 % für nötig gehalten wird, und eine Stagnation in den Schwellen- und Entwicklungsländern? Das bedeutet nichts anderes als Perpetuierung der Armut dort und ihre Wiedereinführung hier.
 

Mother_Shabubu

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Helika schrieb:
Vielleicht hab ich auch nur gerade ein Brett vor dem Kopf, aber wo lässt der Klimaschutz Leute verarmen?

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/spotlight/gut_meinen_und_gut_machen/
Laut UN-Schätzungen könnte man für die Hälfte der Kosten von Kyoto die schlimmsten Probleme der Welt dauerhaft lösen: Trinkwasser, Sanitärhygiene, Gesundheitsversorgung, Bildung. Eine Investition die sofort Leben retten würde. Und nicht eventuell in hundert Jahren – falls die vorhersagen der Klimamodellrechner eintreffen.
 

Helika

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@Mother_Shabubu:

Agenda21 legte auch schon fest, wie hoch die jährlichen Abgaben der Industrienationen sein müssten (überraschend gering), um besagte Probleme weltweit nachhaltig zu lösen. Wurde es umgesetzt? Nein.

Und glaubt einer von euch daran, dass die Entscheidungsträger der Industriestaaten das Geld wirklich für die Bekämpfung der Armut in der dritten Welt aufbringen würden, wenn das Geld nicht für die Umsetzung des Kyoto-Protokolls aufgebracht werden würde? Ich jedenfalls nicht.

Insofern ist es ein trauriger Vergleich, der jedoch sicher keine Umsetzung erfahren würde, wenn die Gelder frei wären. Insofern: Nutzlos.
 

Mother_Shabubu

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Nach deiner Argumentation würde es auch nichts bringen, an einen Drittweltstaat keine Waffen mehr zu verkaufen, weil man nicht automatisch davon ausgehen kann, daß dessen Regierung das Geld dann für die Entwicklung des Landes ausgeben würde
 

Angel of Seven

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shechinah schrieb:
3.Daten die nicht aus Zeitschriften(!) oder abstrusen Computermodellen kommen, sondern vor Ort erhoben wurden werden vom Chef als Voodoo abgeschmettert.


Er ist das Gesicht für die Krise der Klimawissenschaften: Rajendra Pachauri, der Chef des Uno-Weltklimarats IPCC. Ausgezeichnet mit dem Friedensnobelpreis, hat der Inder das Unheil für seine Zunft nicht wahrhaben wollen. Bis zuletzt soll der Ingenieur sich einer internationalen Überprüfung der Ergebnisse des mehrere tausend Seiten langen Rapports zum Zustand des Weltklimas widersetzt haben. "Er musste regelrecht bedrängt werden", sagt ein Insider.


Am Wochenende dann zeigte er erste Anzeichen eines Stimmungswandels: Es tue ihm leid, eine Studie, die den vom IPCC postulierten Gletscherschwund im Himalaja in Frage stellte, als "Voodoo-Wissenschaft" bezeichnet zu haben. Nur: Zurücktreten wolle er nicht.


http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,686205,00.html

Siehst du shechinah....
Der Chef vom IPCC hat seine Voodo-Behauptung zurückgenommen.... diese ganze Klimadiskussion wird immer mehr zum Kasperletheater :D


Europas Meeresheizung trotzt dem Klimawandel

Der Golfstrom scheint wohl weiter zu funktionieren...
 

Helika

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Mother_Shabubu schrieb:
Nach deiner Argumentation würde es auch nichts bringen, an einen Drittweltstaat keine Waffen mehr zu verkaufen, weil man nicht automatisch davon ausgehen kann, daß dessen Regierung das Geld dann für die Entwicklung des Landes ausgeben würde

Ähm, nein, das sind aber zwei sehr verschiedene Schuhe:

a) Meine Aussage: Würde man das Geld nicht für die CO2-Bekämpfung ausgeben, würde es dennoch nicht zur Bekämpfung von Hunger usw. eingesetzt werden. <= Egal was mit dem Geld gemacht wird, es hilft den Personen in den Drittweltstaaten nicht.

b) Deine Aussage unterschlägt hingegen, dass eine Unterlassung des Waffenverkaufs an Drittweltstaaten unabhängig von der finanziellen Seite auch andere positive Auswirkungen hätte.
Allerdings ist sie ebenso theoretisch wie die Aussage, mit dem eingesparten Geld der CO2-Maßnahmen könne man die Armut bekämpfen: Land A hört auf den Drittweltstaaten Waffen zu verkaufen - es wird sich ein anderer finden, der die Rolle des Waffenhändlers übernimmt.

Das bedeutet natürlich nicht, dass man den Drittweltstaaten dann weiter Waffen verkaufen sollte mit der Begründung 'wenn nicht wir, dann ein anderer', es fasst allerdings zusammen, wie es sich im RL bislang darstellt.
Oder haben wir mittlerweile keine Waffenhändler mehr und unsere Regierungen überschlagen sich dabei, Geld zur Bekämpfung der Armut auszugeben? Beides Mal nein.

Natürlich wäre es wünschenswert, dass die Industrienationen mehr Geld für die Bekämpfung der Armut ausgeben - ich stehe voll hinter den Zielen der Agenda21 - aber die Entscheidungsträger kommen dem nicht nach.
Natürlich wäre es wünschenswert, dass sich niemand mehr findet, der den Drittweltstaaten Waffen verkauft - dummerweise findet sich immer jemand mit ausreichend fragwürdiger Moral, doch wieder den Waffenhahn aufzudrehen.

Theoretische Betrachtungen helfen da leider nichts am momentanen IST-Zustand. Und nur weil etwas logisch und (moralisch) sinnvoll ist, heißt das noch lange nicht, dass es auch umgesetzt wird. Leider.
 
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Die Wüste lebt, und Reij kann es belegen: mit Satellitenbildern, Fotos, mit Zahlen, Daten und Fakten.

"Wir beobachten hier in der Sahelzone die vielleicht größte erfolgreiche Bewaldungsaktion der Gegenwart", sagt der Geograf von der Freien Universität Amsterdam. "Auch seriöse Organisationen behaupten immer wieder, dass sich die Sahara Jahr für Jahr weiter nach Süden frisst, aber das stimmt so nicht."

Seit 20 Jahren kommen allein in Niger jedes Jahr etwa eine viertel Million Hektar Baumbestand dazu, mittlerweile ist eine Fläche ergrünt, groß wie die Niederlande. Insgesamt, schätzt Reij, wachsen dort derzeit rund 200 Millionen neue Bäume heran. Und in den Nachbarländern Burkina Faso und Mali sieht es ähnlich aus.

Man weiß nicht mehr was man glauben soll.
Jeder kann sich eine Studie oder einen Artikel nach Geschmack heraussuchen. Im Grunde genommen wissen wir nicht mehr von der Welt als ein Dörfler im Mittelalter, der aus seinem Kaff nie herausgekommen ist und den Rest der Welt nur durch Hörensagen "kennt". :sad:
Unser "Wissen" um die Welt ist zu einer Glaubensfrage geworden.
 
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