EHEC gefährlicher als Schweinegrippe?

tweety

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psst schrieb:
Ehec haben wir jetzt seit einem Monat.

Die ersten Fälle sind erst vor ca. 2 Wochen aufgetreten. Vielleicht auch schon vorher, aber da man das vielleicht noch nicht so beachtet.

psst schrieb:
Wie lange ist Gemüse haltbar, wenn sich anscheinend immer noch Menschen damit anstecken?

Ich glaube nicht, dass es von Gemüse kommt, aber selbst wenn, müsste das jetzt verbraucht sein. Tomaten, Gurken und frischer Salat hält sich meist nicht länger als 10-14 Tage. Wie das mit dem Tüten-Salat aussieht weiss ich nicht, aber wer den jetzt noch zuhause rumliegen hat und noch verzehrt, der ist eh selber schuld.
 

Sedge

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Bio-Rohkost gilt jedoch weiter als wahrscheinlichster Überträger, weil sie häufig mit Mist oder Gülle gedüngt und hauptsächlich von erwachsenen Frauen gegessen wird, die unter den aktuellen EHEC-Fällen stark überrepräsentiert sind. Das in Deutschland für Seuchen zuständige Robert-Koch-Institut ermittelte zudem, dass die Erkrankten deutlich mehr Rohkost zu sich nahmen als der Durchschnittsbürger.
Weil HUS (unabhängig von der Resistenz der Keime) nicht mit Antibiotika behandelt werden kann, läuft seit dem 28. Mai in mehreren deutschen Krankenhäusern eine protokollierte Vergabe des von der Firma Alexion vertriebenen Medikaments Eculizumab, von dem eine Ampulle 5.800 Euro kostet und das der Zeitschrift Forbes zufolge das teuerste der Welt ist.
http://www.heise.de/tp/artikel/34/34860/1.html
 

Giacomo_S

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Ganz zu Anfang der Krise hat ein Bakteriologe gesagt, man solle "nicht grundsätzlich ausschließen, dass die Erreger absichtlich aufgebracht wurden".
Das ist im Medienrummel wohl irgendwie untergegangen - so ganz abwegig finde ich das aber nicht.

Sollte jemand einen bioterroristischen Anschlag durchführen wollen, dann kommt mir der EHEC-Erreger fast wie geschaffen dafür vor: Einfach zu erhalten, da er praktisch überall natürlich vorkommt, sicherlich nicht schwer zu kultivieren und ohne allzu großen Aufwand für die Täter sicher zu handeln. Und den Erreger ohne Aufsehen hier und da aufzubringen, das sollte auch nicht zu schwierig sein.

Dafür spricht auch, dass außer dem schwammigen "Norddeutschland" bisher noch keine genaue Quelle ermittelt werden konnte. Mehrere Täter schlagen an verschiedenen Orten gleichzeitig zu - und schon wird's schwierig mit der Quellenlage.
 

Goatboy

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Terrorismus lebt von Aufmerksamkeit. Wem ist geholfen, wenn wahllos hier und da der ein oder andere Mensch stirbt, sich niemand bekennt, sich also auch niemand in der Furcht der anderen sonnen kann?
 

Giacomo_S

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Goatboy schrieb:
Terrorismus lebt von Aufmerksamkeit. Wem ist geholfen, wenn wahllos hier und da der ein oder andere Mensch stirbt, sich niemand bekennt, sich also auch niemand in der Furcht der anderen sonnen kann?

Wahrscheinlich gibt es bereits eine ganze Reihe "Bekennerschreiben" zur EHEC-Epedemie - die aber (richtigerweise) nicht ernst genommen werden, da sie von irgendwelchen Trittbrettfahrern stammen.
Wahllosigkeit hat im Übrigen islamistische Terroristen in der Vergangenheit auch nicht gestört, wenn sie mal wieder auf irgendeinem Viehmarkt in Afghanistan eine Bombe hochgingen ließen. Dagegen ließe sich so ein bioterroristischer Anschlag noch einigermaßen steuern.
 

tweety

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läuft seit dem 28. Mai in mehreren deutschen Krankenhäusern eine protokollierte Vergabe des von der Firma Alexion vertriebenen Medikaments Eculizumab, von dem eine Ampulle 5.800 Euro kostet und das der Zeitschrift Forbes zufolge das teuerste der Welt ist.

*hüstel*
 
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Ich bin mir auch fast zu 100% sicher, das es sich um einen Anschlag handelt.
Der läuft auch nicht so ab, das es nur eine verbreitung gab sondern, dass es immer weiter irgendwo im Supermarkt und Kantinen verbreitet wird.
Es spricht so viel dafür, das man es gar nicht mehr abstreiten kann.

Was auch zu erkennen ist, dass von seiten der Regierung nicht einmal so ein Verdacht geäussert wird. Auch das hat was zu bedeuten. Oder glaubt irgendjemand, das nicht dahin ermittelt wird? Wenn nicht, wäre unsere Regierung ein unfähiger Staat.
Wenn ein unbeaufsichtigter Koffer im Bahnhof steht wird gleich der ganze Bahnhof gesperrt.

Ich denke, unsere Regierung vermutet dieses auch und hat mit sicherheit auch schon Quellen. Selbst ich kenne schon zwei aus den Zeitungen.


Viele vergessen oder verdrängen, dass wir uns im krieg befinden. Das liegt daran, weil hier keine Soldaten rumlaufen und auf Menschen schiessen, so wie es aber in unserem Feindgebiet täglich passiert.
 

antimagnet

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ist nicht eher so, dass der cdu grad nix bessres als ein anschlag passieren könnte?

:gruebel:
 
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@antimagnet

Hatte ich auch erst darüber nachgedacht, aber es würde ihnen keinen nutzen bringen, weil sie darüber überhaupt keine kontrolle haben und zu unfrieden führen könnte.
Politiker wollen die Kontrolle. Wenn ein Koffer im Bahnhof steht, können Sie und schön zeigen wie ein Sprengstoffkommando uns vor einer explosion rettet.
Ein weiterer Aspekt ist die Wirtschaft. Wenn uns die Regierung erzählt, das es sich um einen Anschlag handelt der jetzt vielleicht täglich stattfindet, würden die Verbraucher immer panischer werden und könnte massive Wirtschaftliche folgen haben. Es ist da einfacher uns zu erzählen, wir sollten uns täglich die Hände Waschen.

Das die Wirtschaft eine grosse Rolle spielt, zeigt alleine, das anscheinend keine Befragungen bei den Opfern gestellt werden, wo sie regelmässig einkaufen.
Es gibt viele die nur in einem Geschäft ihre Lebensmittel holen (gerade bei älteren Menschen). Wieso werden die nicht einfach erstmal zu gemacht und die Ware komplett kontrolliert?
Weil sie wissen, das es nichts bringen würde, weil es nicht diesen einen Herd gibt.
 

antimagnet

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ich denke, dass der stimmenfang der law-and-order-partei wichtiger ist als frieden in wirtschaft und gesellschaft. ist ja auch nicht so, dass an terrorpanik keiner verdienen würde. insofern denke ich schon, dass die's laut rausposaunen würden, wenn sie's wüssten. (und endlich, endlich!, wären sie die leidige atomdiskussion los).


mit den befragungen wär ich vorsichtig; die medienberichterstattung ist zurzeit unter aller sau. würde eher davon ausgehen, dass das befragt wird. das ergebnis muss ja nicht kommuniziert werden.

weiß das einer, vielleicht von den anwesenden board-ärzten, was da und v.a. wie da befragt wird? gibts das in standardisierter form, also befragungen, die speziell zur ursachenforschung von epidemien/ansteckungswegen durchgeführt werden? würd mich ja mal sehr interessieren...
 

Goatboy

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tweety schrieb:
läuft seit dem 28. Mai in mehreren deutschen Krankenhäusern eine protokollierte Vergabe des von der Firma Alexion vertriebenen Medikaments Eculizumab, von dem eine Ampulle 5.800 Euro kostet und das der Zeitschrift Forbes zufolge das teuerste der Welt ist.

*hüstel*
Ach so. Das ist also praktisch der Beweis dafür, dass Pharmavertreter auf ihrem Weg zum Kleinkinderfressen , als sie vom Robbenkloppen zurückkamen, ihre Köfferchen aufgemacht und alle Gurken, die sie finden konnten, besudelt haben, damit sie die Medis verkaufen können. Verstehe.
 

DrJones

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Wenns jetzt doch nicht die spanischen Gurken sind bin ich ja mal echt gespannt wo es herkommt. Würd mich nicht überraschen wenn die Ursache mal wieder in Deutschland liegt und irgendwo wieder am falschen Ende gespart wurde.
Hier kennt man sich ja schließlich mit Billigheimerei bestens aus, siehe Dioxinskandal dank technischer Öle und Fette im Futtermittel.
 

tweety

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Goatboy schrieb:
Ach so. Das ist also praktisch der Beweis dafür, dass Pharmavertreter auf ihrem Weg zum Kleinkinderfressen , als sie vom Robbenkloppen zurückkamen, ihre Köfferchen aufgemacht und alle Gurken, die sie finden konnten, besudelt haben, damit sie die Medis verkaufen können.

Kann mans ausschliessen, das jemand das bewusst in Umlauf gebracht hat? Nach den Ergebnissen vom WE handelt es sich also um eine Mutation. Die FRage ist jetzt natürlich ist die natürlich entstanden oder doch eher gezüchtet.

http://www.tagesschau.sf.tv/Nachric.../International/EHEC-Erreger-ist-eine-Mutation
 

tweety

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phoenix schrieb:
Gezüchtet? Ala "die Illuminaten habens in Umlauf gebracht"?

Nein, natürlich nicht. Es könnte aber doch sein, dass das Bakterium nicht auf natürlichem Wege entstanden ist, sondern das in Labors da etwas "nachgeholfen" wurde. :wink:
 
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Mein Tipp: Das WIS südlich von Hamburg.


Das Institut verfügt über zahlreiche biologische, chemische und physikalische Laboratorien, Technikumseinrichtungen und Großversuchsanlagen, in denen 220 zivile Mitarbeiter vom analytischen Nachweis von Kampfstoffen über die Rückhalteeigenschaften von Schutzfiltern bis hin zum Verhalten kompletter Waffensysteme gegenüber Wirkungskomponenten einer Nuklearwaffe ein weites Spektrum von Untersuchungen durchführen.

Ziel dieser Arbeiten ist der wirkungsvolle Schutz der deutschen Streitkräfte vor atomaren, biologischen oder chemischen Gefährdungen durch die Bereitstellung moderner Schutztechnologien einschließlich der Bewertung ihrer Leistungsgrenzen.

http://www.bund.de/DE/Behoerden/W/W...itut-fuer-Schutztechnologien--ABC-Schutz.html

Nach uns vorliegenden Informationen hat die Bundeswehr bei der geheimen defensiven B-Waffen-Forschung in früheren Jahren zunächst beispielsweise mit Hanta- und Lassaviren experimentiert, sich aber vor dem Hintergrund absehbarer weiterer Auslandseinsätze der Bundeswehr auch mit allen tropischen Erscheinungsformen von Escherichia coli befasst, vor allem jener Erregerstämme, wie sie in künftigen potenziellen Einsatzgebieten auftreten könnten. Dabei gab es in Norddeutschland auch Grundlagenforschung und Kreuzungen seltener Unterarten, wie sie nun bei der Ehec-Epidemie in Norddeutschland aufgefallen sind. Exakt 93 Prozent der DNS des gefährlichen deutschen Ehec-Bakteriums stammen aus einem in der Zentralafrikanischen Republik beheimateten Darmbakterium, das Wissenschaftler EAEC 55989 nennen. Nach uns vorliegenden Informationen soll die Bundeswehr mit genau jenem Bakterium in Norddeutschland experimentiert haben. Die für viele nicht in die vorgenannten Projekte einbezogenen Mikrobiologen erstaunlichen »Mutationen« des gefährlichen Darmbakteriums, dessen DNS plötzlich zu 93 Prozent aus der Zentralafrikanischen Republik in einer Kreuzung/Mutation nach Norddeutschland kamen, werden so auch für den Laien nachvollziehbar.

http://info.kopp-verlag.de/hintergr...l;jsessionid=3CF04A7D20E9BA0FFAEFBA32208DFAF7
 

tweety

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Klingt erstmal logisch. Also müsste man die Epidemie als "Betriebsunfall" einstufen. Blöd nur, dass das Bakterium nun in die Umwelt gelangt ist und sich da bestimmt pudelwohl fühlt und wahrscheinlich auch vermehrt. Au Weia. :k_schuettel:

Als erste Massnahme müssten man nun sämtliche landwirtschaftlichen Erzeugnisse aus einem Radius 10 KM um das Labor sofort vernichten. Möglichst so, dass Bakterien dabei vollständig zerstört werden. Also am Besten verbrennen. Da aber ja schon soviel Zeit vergangen ist, bleibt die Frage, ob es dafür nicht schon längst zu spät ist. Wahrscheinlich hat sich EHEC längst schon über die angrenzenden BL (SH, NDS, MV) verbreitet. Dürfte dann nur noch eine Frage der Zeit sein, bis dann auch in anderen BL oder im Ausland der Keim auftaucht.
 

Gilgamesh

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In meiner Region hier werden nun massenweise Ernten vernichtet. In der Regionalzeitung steht heute, dass die Landwirte nieeee Gülle auf die Felder kippen würden und ausserdem sei das verboten, weil es die Pflanzen,verätzt, angreift etc...
Komisch nur, dass im gesammten Landkreis es höllisch danach stank!

Und sollte es sich wirklich bewahrheiten, dass EHEC eine Kreuzung zweier Stämme ist, so kann dieses nur künstlich geschehen sein. Bakterien paaren sich nämlich nicht.

Insofern bleiben nur zwei mögliche Ursache übrig:
a) Verseuchte Gülle mit bekannten EHEC
b) freigetzte Biowaffe mit künstlichem EHEC
 

tweety

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Gilgamesh schrieb:
In meiner Region hier werden nun massenweise Ernten vernichtet

Ja, der wirtschaftliche Schaden ist noch nicht mal ansatzweise abzuschätzen. Obst und Gemüse ist fast überall unverkäuflich. Der Schaden für die Landwirtschaft wird jetzt schon auf einen dreistelligen Millionenbetrag geschätzt. Hinzu kommen immense kosten für die Volkswirtschaft und die Krankenkassen. Auch der Tourismus könnte in grossem Maße einbrechen, weil bestimmt bald vor Reisen nach D gewarnt wird.
 

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