Die Atomkraft in Deutschland nach den Unglücken in Japan

Simple Man

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Dann, lieber Goatboy, frage ich mich doch, was die genaue Absicht deiner Links in Bezug auf das Threadthema war ... bevor ich deine Frage beantworte und du mir hinterher wieder vorwirfst, dass du das ja gar nicht so gemeint hast, wäre es daher sinnvoll zu klären, was du eigentlich ausdrücken wolltest ...
 

Goatboy

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Wie ich bereits schrieb, richtete sich das an diejenigen, die verlangten, bei der Planung und dem Bau von Kraftwerken müsse jede Eventualität, wenn ich mich recht entsinne sogar jede verdammte selbige, berücksichtigt werden. Wenn nun aber Menschen durch Unfälle in anderen als nuklearen Kraftwerken sterben, muss dann die Reaktion und die Konsequenz nicht letztlich die gleiche sein? Nach euren Aussagen offenbar nicht. Daher nun zum dritten Mal die Frage: bei wie vielen Toten zieht ihr die Grenze?
 

Simple Man

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Ich ziehe keine Grenze bei einer bestimmten Anzahl an Toten und finde die Argumentationsrichtung, in die du andere damit offensichtlich treiben willst, pietätlos ... ansonsten kann ich mich nur wiederholen:

Jeder trifft für sich erstmal individuell eine Risiko-Nutzen-Abwägung, die in einen gesamtgesellschaftlichen Konsens bzgl. der Abwägung einfließt ... momentan geht dieser Konsens anscheinend eher in die Richtung "Keine Atomkraft mehr" ... dabei geht es weniger um tatsächliche Opferzahlen als vielmehr um das Potenzial des Schadensausmaßes ... und das ist bei der Atomkraft nun einmal höher, denn ein großer Unfall ist dort selten lokal beschränkt oder zeitlich begrenzt ... daher ist dein Vergleich - und ja, es ist ein Vergleich, auch wenn du nicht müde wirst zu betonen, es sei keiner - albern und, folgt man meiner Argumentationslinie, spricht nicht für die Atomkraft ...
 

Trasher

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bei wie vielen Toten zieht ihr die Grenze?
Wenn es Dir nur darum geht, verstehe ich Deine Haltung. Und dann kannst Du ruhigen Gewissens auch Verkehrsunfälle mit Super-GAUs vergleichen, auch wenn Du es nicht gewollt haben wolltest. o_O

Es sind weniger die Toten, es sind die Lebenden und die noch nicht Geborenen, die noch lange die Folgen einer Verseuchung zu tragen haben. Die auf Generationen den Preis für den "billigen" Strom in Form von Erbgutschäden, Krebs und Entwicklungsstörungen zahlen. Selbst dann noch, wenn die zerstörten Reaktoren lange abgekühlt und abgetragen oder zubetoniert sind. Strahlenschäden räumt niemand einfach weg.
Da ich denke, dass das alles nichts neues ist, vermute ich dass manche Menschen die Gefahren einfach nicht sehen wollen.

Wenn nun aber Menschen durch Unfälle in anderen als nuklearen Kraftwerken sterben, muss dann die Reaktion und die Konsequenz nicht letztlich die gleiche sein?
Jedes andere Kraftwerk wird im Störfall notfalls abgerissen und wieder aufgebaut. Die Situation ist relativ schnell wieder unter Kontrolle, die Schäden sind örtlich und zeitlich relativ eng begrenzt. Insofern verstehe ich schon im Ansatz nicht, wie jetzt ernste AKW-Störfälle vergleichbar sein sollen.
 

phoenix

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Ich schau gerne Dokus und ich dachte immer, dass die Welt durch Atomschläge den Erdboden gleichgemacht werden könnte und so die Menschheit zugrunde geht, aber tatsächlich sind einige Naturkatastrophen vernichtender, als alle Atombomben zusammen. Da gäbe es http://de.wikipedia.org/wiki/Supervulkan Supervulkane, extreme Gammablitze aus dem All, Asteroiden und Sonnenstürme und sogar Erdbeben beinhalten mehr Energie, als unser Atomwaffenarsenal.

Man vermutet, dass Supervulkane bei den bekannten Ausbrüchen für Artensterben verantwortlich waren. Nach der umstrittenen Toba-Katastrophen-Theorie wurde die Menschheit auf einige tausend Menschen reduziert, als vor 75.000 Jahren der Toba-Vulkan auf Sumatra (Indonesien) ausbrach. Relikt des Ausbruchs ist der aus der Caldera gebildete Tobasee.

Mit dem Vergleich will ich die atomare Gefahr aber nicht relativieren,
die hat außerdem der Mensch zu verantworten, aber es gibt schon derbe Naturkatastrophen gegen die der Mensch machtlos ist.

Aber das, was in seinem Ermessen liegt – Atomkraft und Bomben abzuschaffen, dass kann er erreichen und die Welt sicherer machen.

Tut er aber nicht...
 

wintrow

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Jetzt mal ruhig bleiben. Blinder Aktionismus hat noch nie jemanden geholfen. Atomaussstieg ist an und für sich ne gute Sache. Nur sollten dabei ein paar Dinge vorher überlegt werden. Zum einen sind wir nicht sicherer nur weil wir unsere Atommeiler jetzt alle schliessen. Denn Frankreich Tschechen udn Co. haben genug. Das heisst wir wären trotzdem noch weiter der Gefahr eine möglichen Gaus ausgesetzt, da bekanntliche eine Strahlenwolke nicht vor Ländergrenzen halt macht.
Weiterhin muss der Ausstieg ökonomsich sinnvoll vollzigen werden. Das heisst langsam abschalten wenn gesichert ist das die Energieversorgung durch alternative Energien abgedeckt werden kann. Und der Strompreis darf darunter nciht leider, sprich keine Strompreiserhöhung, da jetzt schon die Menschen die Strompreise kaum bezahlen können. Also überlegt die Sache angehen und nicht auf Grüne und Co hören.
 

InsularMind

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Was bisher auch relativ bedenkenlos, jedenfalls in den meisten Kreisen, geschieht. Menschen müssen die Katastrophe leider erst erleben, bevor sie auf die Idee kommen, dass man sich auch vorher überlegen können hätte, ob sie denn wirklich in Aussicht gestellt werden muss, es nicht langfristig sinnvoller wäre, weniger gefähdende Alternativen zu verfolgen, und die weiter zu entwickeln, auch wenn sie noch nicht ausgereift und effizient genug sind. Wind, Wasser, Solar, Gezeitenkraftwerke ect.

Diese Grenze, die Goatboy anspricht, zöge ich nicht erst bei irgend einer annehmbaren Anzahl von möglichen Toten in so und solchem Umkreis, sondern im Verhältnis zur Größenordnung der realen Gefahren, die eine Technologie in sich trägt, und wie man mit der Verantwortung dafür umgeht. Wenn es möglich ist, dass jedem Bürger in einem solchen Szenario ein Hubschrauber zugeschickt wird, der ihn in eine (strahlungs)sichere Umgebung evakuieren kann, bevor die Radioaktivität bei ihm ankommt,wenn so ein Fall irgendwann einmal hier in Deutschland eintreten sollte, kann man davon ausgehen, dass die Energie-Erzeugungsweise vor den Menschen vertretbar ist.
Mit dem strahlenden Zeug ist halt eben nicht zu spaßen.

Wenn man das ohne Rücksicht auf die Größenordnung des tatsächlichen Gefahrenpotenzials vergleicht, müsste man längst wegen sämtlicher Verkehrsunfälle mit Todesfolgen das Auto als Verkehrsmittel abgeschafft haben, und das, obwohl Autos in der Regel keine hunderttausend Jahre dauernde radioaktive Verseuchung verursachen. Besser noch, man hätte den Menschen abgeschafft. Dann würden auch keine vom Windrad erschlagen.
 

Angel of Seven

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wintrow

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Das was mich hier bei der Diskkusion stört ist das sture Fordern der Abschaltung ohne nachzudenken was das bedeutet. Wenn sofort abgeschaltet wird wie soll dann die Energiediskrepanz von 23% ausgeglichen werden? Verzichtet ihr alle auf Computer, Backofen, Küchlschrank, Fehrnseher etc? Seit ihr bereit einen höheren Preis für die Kilowatt Stunde zu bezahlen und das mit der Gewissheit das wir trotzdem nicht sicher sind solange Frankreich, Tschechien und Co. noch Atommeiler laufen haben und diese forcieren werden?

Hätte ich gernmal ne Antwort drauf.
 

dkR

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Wir schalten die Reaktoren ab und reißen die Kraftwerke ein. Wohin mit dem radioaktivem Müll?
Wiederaufbereiten und Verbrennen (meine präferierte Lösung) hat sich dann ja auch erledigt.
 

POW

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@ wintrow

Da Du anscheinend einige Posts überliest, hier nochmal, die von Dir sehnsüchtig erwartete Antwort:

"Niemand der Atomkraftgegner auf diesem Board hat das sofortige Abschalten aller deutschen AKW´s gefordert.!!!" NIEMAND... Denn das das nicht funktioniert WEISS JEDER....Deswegen wird ja auch ein schrittweiser Ausstieg aus der Atompolitik gefordert. Schritt für Schritt. Abschalten von AKW´s und gleichzeitiger Ausbau regenerativer Energien.
Und NEIN. Niemand will für Strom noch mehr bezahlen. Allein schon aus dem Grund, weil der derzeitige hohe Strompreis nicht gerechtfertigt ist und nur die Energiekonzerne immer reicher und reicher macht.
Und JAaaaa....Scheiß auf AKW´s im europäischen Ausland. DA haben wir keinen Einfluß drauf. Können nichts machen. Und nu? Nur weil die anderen weiterhin auf eine milliardenschwerde Dinosauriertechnick setzen, müssen wir es doch nicht auch tun, oder? In 60 Jahren ist Uran alle. Feddisch!!! Und wenn WIR es schlau angehen, dann investieren wir schnellstmöglich in Technologien, die uns von diesem Blödsinn unabhängig machen Und in 60 Jahren kommen die anderen an und haben dann das nachsehen, weil sie auf´s falsche Pferd gesetzt haben.
Sorry, hätte echt nicht für möglich gehalten, dass mich dieser Thread immer und immer wieder auf 180 bringt.
 

dkR

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Gibt das einem nicht zu denken, dass alle Welt AKWs baut was der Betonmischer her gibt? Sicher, dass Atomkraft keine Zukunftstechnologie ist?
In 60 Jahren ist Uran alle. Feddisch!!!
Wenn das abläuft wie der Oilpeak ist die Uranversorgung für die nächsten 300 Jahre gesichert.
 

Goatboy

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Trasher schrieb:
Da ich denke, dass das alles nichts neues ist, vermute ich dass manche Menschen die Gefahren einfach nicht sehen wollen.
Ich glaube, das siehst du falsch. Ich gehöre (offensichtlich) zu denjenigen, die die Atomkraft nach wie vor für eine vernünftige Energiequelle halten, obwohl ich die Gefahren sehr wohl sehe und gerade angesichts der aktuellen Ereignisse Skepsis durchaus begründet finde. Ich bin jedoch Realist und mir im Gegensatz zu vielen anderen, wie es scheint, darüber im Klaren, dass die Unmengen an Energie, die wir alle verbrauchen und geliefert bekommen, nicht selbstverständlich sind. Wenn wir jetzt möglichst schnell auf Kernkraftwerke verzichten wollten, ohne uns der Heuchelei hinzugeben, den fehlenden Strom aus tschechischen AKW zu beziehen, und selbst wenn wir die Möglichkeit hätten, sofort alternative Energiequellen durch die Errichtung neuer Windräder und Solarkraftwerke in ausreichendem Maße zu finden, müssten wir mit einem gegebenenfalls schmerzhaften Anstieg der Energiekosten einverstanden sein. Und dieselben, die jetzt in Nein-Danke-T-Shirts auf der Straße stehen, wären dann die ersten, die meckern würden. Nun werden vermutlich vorwurfsvolle Beiträge, wie ich denn nur Menschenleben gegen Geld aufwiegen könne, folgen, aber Leute: das ist die Realität. Das äußerst geringe Risiko eines auslegungsüberschreitenden Störfalls in Atomkraftwerken, der dann, wenn er doch eintritt, dramatische Folgen haben kann, wird dabei für zuverlässigen und günstigen Strom in Kauf genommen. Im Ernst - was würde es kosten, alle deutschen AKW abzubauen, zu entsorgen und durch Windräder und Solarplatten zu ersetzen?
 

POW

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dkR schrieb:
Gibt das einem nicht zu denken, dass alle Welt AKWs baut was der Betonmischer her gibt? Sicher, dass Atomkraft keine Zukunftstechnologie ist?
In 60 Jahren ist Uran alle. Feddisch!!!
Wenn das abläuft wie der Oilpeak ist die Uranversorgung für die nächsten 300 Jahre gesichert.

Ich weiß nicht, ob ich das nur in den falschen Rachen bekommen habe, aber ich meine bei Ranga Yogeschwa gesehen zu haben, dass zwar neue AKW weltweit gebaut werden, aber im Gegenzug für die veralteten. Sprich, die Menge der AKW weltweit bleibt wohl konstant...bis auf die 50!! die die Chinesen bauen.
Oilpeak hin oder her. Die Technologien die verwendet werden, um auch den letzten Rest aus den Quellen zu fördern werden den Preis für Erdöl immer mehr in die Höhe treiben, sodas wir Normalos uns das schwarze Gold immer weniger werden leisten können.
Ich bleibe dabei, wir brauchen ein neue Quellen und vor allem ein Umdenken. Und da kann jeder ein bisschen zu beitragen.



EDIT
Die Renaissance der Kernenergie...

http://www.wdr.de/tv/quarks/sendungsbeitraege/2011/0315/006_atomunfall.jsp
 

wintrow

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@POW
Achso also scheiss drauf ob Frankreich und Tschechien an unserer Grenze noch 60 Jahre AKW's bauen und haben. Hauptsache wir haben keine mehr, bezahlen dann zwar teuren Strom den sich keiner mehr leisten kann aber egal wir sind ja dann sicher und uns kann nix passieren, weil Strahlenwolke ja an deutschlands Ökogrenzen halt macht?!!!

Solches kleinliche Denken bringt mich auf 180!!! Du bist genauso planlos wie die "Experten" die E10 auf den Markt gebracht haben! Davon abgesehn seh ich doch auf den ganzen Plakatten "Jetzt abschalten"!
 

POW

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Also weitermachen wie bisher ?! Weil, die anderen machen´s ja auch??? OK...Dann mach ma´.....
 

Laokoon

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[url=http://www.bmwi.de/BMWi/Navigation/Energie/Energietraeger/uran-kernenergie schrieb:
Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie[/url]]ist kostengünstig mit 2,65 Cent/kWh (Braunkohle 2,40 Cent/kWh, Steinkohle 3,35 Cent/kWh, Wasserkraft 4,3 Cent/kWh und Erdgas 4,90 Cent/kWh, Windenergie 9 Cent/ KWh, Fotovoltaik 54 Cent/ KWh)
Solange Kernkraft derart billig ist, und man nicht ewig das ganze Rheinland nach Braunkohle durchgraben kann, wird es wohl auch kaum eine schnelle Änderung geben. Ohne Kernkraft als Stütze wird die Öko-Energiewende sicherlich schwierig, da im Prinzip ja jeder Mensch darauf gepolt wird, dass fossile Brennstoffe bald weg oder wegen Co2-Ausstoß nicht mehr erwünscht sind.

Wirtschaftliche und umweltpolitische Interessen stehen sich ja nicht allein gegenüber (da wäre vielleicht auch soetwas wie Autarkie von russischer Versorgung). Nur kann man davon ausgehen, dass vielleicht nicht genügend an der Weiterentwicklung und Verbilligung "alternativer" Energieerzeugung gearbeitet wird. Zumindest nicht unter der derzeitigen Regierung. Bei der CDU/CSU hat eben die Atomlobby Oberwasser, bei der SPD/den Grünen vielleicht eher die Kohle- bzw. Neue-Energie-Lobby.

Nicht ganz optimal ist, dass viele Menschen z.B. bestimmte Parteien nicht unbedingt deshalb wählen, weil sie für die Laufzeitverlängerung sind, sondern weil sie andere Interessen vertritt, die diesen Wählern wichtiger sind. Soll heißen: Viele Menschen sind vielleicht gegen Atomkraft, wählen aber CDU, weil die dafür sorgt, dass sie noch ihre Brötchen verdienen können (Interessengruppen wie Agrarökonome z.B.). Könnten solche wichtigen Fragen von der Parteipolitik abgekoppelt werden, würden sicherlich viele Menschen anders entscheiden. Das hätte dann aber auch andere (vielleicht gravierende) Folgen (siehe Schweiz) und Risiken (Massen-Euphorien/Phobien).

Ich finde das gerade etwas verzwickt.
Aber die Rot-Grüne Regierung hatte zeitgleich zum Atomausstieg doch auch eine halbwegs solide Exitstrategie, meine ich im Kopf zu haben. Ob sie wiederum wirtschaftlich war, darüber kann ich nichts sagen. (Bei den Preisen wohl kaum, aber wirtschaftlich im Sinne von "bezahlbar" im finanziellen und ethischen Sinne). Aber auf die könnte man ja zumindest zurückgreifen und sie so weiterentwickeln, wie es dann auch der CDU/FPD recht wäre.
 

haruc

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Die von dir angesprochenen Argrarökonomen wären doch eigentlich die Gewinner einer Politik, die neben der aufgrund der Bedingungen, die die Realität setzt nutzlosen Photovoltaik auch Biomassekraftwerke fördert. Aus einer Tonne Energiepflanzen kann1 Megawattstunde Energie erzeugt werden. Und zwar bei Windstille und auch Nachts. Das heißt um die wegfallende Leistung der gegenwärtig 17 AKWs in Deutschland zu ersetzen müssten wir pro stunde nur etwa 21000 Tonnen Biomasse verheizen. Oder pro Tag etwas mehr als eine halbe Million Tonnen. Im Jahr macht das läppische 184 millionen Tonnen Biomasse. Bei 50t/hektar Ernteertrag und drei Ernten im Jahr entspräche die benötigte Anbaufläche gerade einmal 1,23 Millionen Hektar oder 12300 km² Land - Etwas weniger als Sachsen. Das wäre doch was für unsere Bedrängte Brandenburgische Landwirtschaft!
 

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