Die Atomkraft in Deutschland nach den Unglücken in Japan

dkR

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diskussion abgetrennt aus dem japan-thread.
anti mod


Würd mal sagen, wir warten zwei Wochen bis die Lage klar ist und gucken mal weiter.
Atomkraft in Deutschland dürfte damit erledigt sein.
 

Angel of Seven

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dkR schrieb:
Würd mal sagen, wir warten zwei Wochen bis die Lage klar ist und gucken mal weiter.
Atomkraft in Deutschland dürfte damit erledigt sein.
Was leider nicht viel bringt, da Frankreich und andere Länder in der Umgebung, einen noch viel sorgloseren Umgang mit Atomkraft pflegen.. :?
 

Winston_Smith

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Atomkraft in Deutschland dürfte damit erledigt sein.
Ich finde das aktuelle Vorgehen der Atomkraftgegner relativ widerlich. Ohne irgendwelche Fakten zu kennen, wird das Leid der Japaner für politische Zwecke gebraucht. :motz:

ws
 

somebody

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Ich hätte nie gedacht das ich mal mit winston einer Meinung bin.


Ich finde das aktuelle Vorgehen der Atomkraftgegner relativ widerlich. Ohne irgendwelche Fakten zu kennen, wird das Leid der Japaner für politische Zwecke gebraucht.
Dem ist absolut nichts hinzuzufügen. Wer gestern Anne Will gesehen hat konnte auch live miterleben wie Panikmache funktioniert. Samt Jubelchinesen im Publikum.

Dort wurde übrigens auch festgestellt das ein Vergleich mit Tschernobyl absoluter Schwachinn ist. Laut Experten ist selbst ein Vergleich mit Harrisburg gewagt.
 

Angel of Seven

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Winston_Smith schrieb:
Atomkraft in Deutschland dürfte damit erledigt sein.
Ich finde das aktuelle Vorgehen der Atomkraftgegner relativ widerlich. Ohne irgendwelche Fakten zu kennen, wird das Leid der Japaner für politische Zwecke gebraucht. :motz:

ws
Wo kann man dieses widerliche Vorgehen denn sehen. Hast du einen Link oder ein Youtubevideo oder sonstiges?
Oder meinst du Dkr persönlich?
 

Laokoon

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Ich finde das aktuelle Vorgehen der Atomkraftgegner relativ widerlich. Ohne irgendwelche Fakten zu kennen, wird das Leid der Japaner für politische Zwecke gebraucht.
Da hast Du Recht.

Traurig bin ich darüber nur wegen der Japaner und falls man vergisst, ihnen den nötigen Respekt in dieser Situation zu zollen. Aber ich bin nicht traurig, dass die Diskussion an sich wieder neuen Zündstoff bekommen hat. Dann kann man von der jetzigen Regierung wenigstens das abpressen, was sie vorher rückgängig gemacht hat. Und das "Leid der Japaner" zeigt nun mal auch die Risiken.

Man kann argumentieren, dass die Szenarien in Deutschland, Tschernobyl und Japan nicht vergleichbar sind. Das ist richtig.

Dennoch kann niemand ausschließen, dass es in Deutschland zu Pannen oder Katastrophen kommen kann. Nur die Wahrscheinlichkeit dafür ist bei uns vielleicht geringer. Und sich allein auf Wahrscheinlichkeit zu verlassen, bei so einer eklatanten Sicherheitsfrage, finde ich fahrlässig. In der Vergangenheit haben wir gesehen, dass auch Energieunternehmen in Deutschland in der Atomfrage nicht transparent arbeiten, und teilweise nicht nur vor Bevölkerung und Presse, sondern auch vor der Regierung Störfälle zu vertuschen versuchen. Trotzdem dürfen diese Unternehmen weitermachen. Vattenfall ist eines dieser Unternehmen, bei denen man das Verhalten in Krisen schlichtweg als "kriminelle Energie" bezeichnen kann.

Ob wir nun auf Atomenergie angewiesen sind oder nicht, die Atomlobby krallt sich mit Händen und Füßen an ihre Anlagen und behindert auch die Entwicklung von Ausstiegsszenarien. Das sind alles Gesichtspunkte, unter denen es ziemlich bedenklich ist, Atomenergiegewinnung weiterhin zu betreiben.

Und deshalb finde ich es gut, dass das Szenario Japan den Anstoß gibt, sich erneut mit dieser wichtigen Frage zu befassen und vielleicht umzudenken.

Die Art und Weise, mit der z.B. die Presse mit diesem Thema verfährt, halte ich zwar auch für problematisch. Zum Teil kann die Presse aber auch ganz gut zwischen der Naturkatastrophe und dem damit verbundenen Leid auf der einen und dem Reaktorunglück auf der anderen Seite trennen. In Fällen, wo sie das nicht kann, ist sie entweder polemisch oder inkompetent. Beides schließt sich zwangsweise nicht aus, aber Polemik schließt auch nicht aus, dass man um die Toten trauert und Japan Respekt zollt, ohne den Mund halten zu müssen über Zustände in Deutschland, Frankreich oder sonst wo, die nicht hinzunehmen sind.
 

Angel of Seven

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antimagnet

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nein, das sind die widerlichen befürworter, die versuchen, die bawü-wahl zu retten.
 

Winston_Smith

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Sind das die widerlichen Atomkraftgegner???
Erstmal sind (meiner Mienung nach) nicht die Atomkraftgegner widerlich, sondern das Ausschlachten der Situation.

Sicherlich ist es Aufgabe und Recht der Opposition Themen politisch auszunutzen und Druck auf die Regierung auszuüben. (Das dies funktioniert, sieht man ja an Deinem Link.) Aber vor dem Hintergrund, dass in Japan 100tausende ohne Dach über dem Kopf sind und ganze Landstriche verwüstet wurden, halte ich die besagte Ausschlachtung des AKW-Themas für fragwürdig. Zumal man eben nicht alle Fakten kennt.

ws
 

Angel of Seven

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antimagnet schrieb:
nein, das sind die widerlichen befürworter, die versuchen, die bawü-wahl zu retten.
Kritische Stimmen zur Atomkraft kommen auch aus der CSU: Bayerns Umweltminister Markus Söder verlangt als Konsequenz aus den Störfällen in Japan einen rascheren Umstieg auf erneuerbare Energien. .....

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,750732,00.html
Es ist nicht zu fassen, auf einmal waren wohl alle gegen AK und für Erneuerbare Energien... das ist wirklich widerlich...

Winston_Smith schrieb:
Erstmal sind (meiner Mienung nach) nicht die Atomkraftgegner widerlich, sondern das Ausschlachten der Situation.

Sicherlich ist es Aufgabe und Recht der Opposition Themen politisch auszunutzen und Druck auf die Regierung auszuüben. (Das dies funktioniert, sieht man ja an Deinem Link.) Aber vor dem Hintergrund, dass in Japan 100tausende ohne Dach über dem Kopf sind und ganze Landstriche verwüstet wurden, halte ich die besagte Ausschlachtung des AKW-Themas für fragwürdig. Zumal man eben nicht alle Fakten kennt.

ws
Hä... welche Opposition? Die Regierung schwenkt von sich aus um, freiwillig...
 

antimagnet

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Winston_Smith schrieb:
Erstmal sind (meiner Mienung nach) nicht die Atomkraftgegner widerlich, sondern das Ausschlachten der Situation.
ok, hab den thread jetzt auch umbenannt. wollte dir keine haltungen unterstellen, die du nicht hast.
 

dkR

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Angel of Seven schrieb:
Es ist nicht zu fassen, auf einmal waren wohl alle gegen AK und für Erneuerbare Energien... das ist wirklich widerlich...
Nicht dogmatisch auf seiner Meinung zu beharren sondern sie den Realitäten anzupassen ist widerlich? :argh:
 

erik

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Widerlich sind die, die die Risiken seit Jahrzehnten in Kauf nehmen um damit wirtschaftliche Profite zu machen.
Und zwar überall auf der Welt.

Das die Diskussion um die Atomenergie jetzt wieder aufflammt ist natürlich auch den Landtagswahlen gechuldet, trotzdem ist diese Diskussion absolut notwendig und richtig - sie hat mit fehlender Pietät gegenüber Japan auch nicht das geringste zu tun.

Es muss Schluß sein mit der widerlichen Lobbypolitik, die Menschenleben (z B krebstote in der Nähe von AKWs zu bloßem statistischem Zahlenmaterial degradiert)

Und die tollen "Arguemente" der letzten widerlichen AKW Befürworter waren schon vor 25 Jahren falsch.

1) "gibt hier keine so starken Erdbeben"
2) "gibt hier keine Tsunamis"
3) "gibt hier keine russischen Bedienmannschaften"
4 "ist ja deutsche Wertarbeit, die ist sicher"

Am besten die Leute, die sowas immer noch glauben, kaufen sich einfch ihren privaten Uran-Tauchsieder, den können sie dann in ihre Heizung, Ihr Teewasser und in ihren Badezuber hängen und lagern können sie in in Alufolie eingewickelt in der Schrankwand.
 

Angel of Seven

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dkR schrieb:
Nicht dogmatisch auf seiner Meinung zu beharren sondern sie den Realitäten anzupassen ist widerlich? :argh:
Dazu müsste beispielsweise (gerade von Söder) ein: "Wir haben die Situation wohl falsch eingeschätzt" oder ähnliches kommen. Und nicht so tun als wenn das schon immer die gängige Meinung war..
 

dkR

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Angel of Seven schrieb:
dkR schrieb:
Nicht dogmatisch auf seiner Meinung zu beharren sondern sie den Realitäten anzupassen ist widerlich? :argh:
Dazu müsste beispielsweise (gerade von Söder) ein: "Wir haben die Situation wohl falsch eingeschätzt" oder ähnliches kommen. Und nicht so tun als wenn das schon immer die gängige Meinung war..
Das ist nun wirklich etwas viel verlangt. Wir reden hier von Politikern.
 

Simple Man

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Ach Leute, alle sagen, dass man die Katastrophe nicht instrumentalisieren soll und dann machen das halt doch alle ... obwohl beide Seiten wissen, wie die Diskussion ausgehen wird ... die Meiler können und werden nicht demnächs abgestellt ... denn die Atomkraftgegner wissen genauso wie die Befürworter, dass das schlicht nicht geht, da wir nichts haben, was den Wegfall dieser Kraftwerke kompensieren könnte ... :egal: ... und obwohl alle Atomkraft total doof finden, würde doch auch keiner die Hälfte des Tages auf seinen Strom verzichten wollen ...
 
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