Verbot von Leuchtmitteln - Zwang zur ESL notwendig?

Wieviel Prozent eurer Lampen sind mit energiesparenden Leuchtmittel (ESL, LED,...) bestückt?

  • Ich nutze bis zu 25% energiesparende Leuchtmittel in der Bude

    Stimmen: 0 0,0%
  • Beinahe die Hälfte aller Lampen sind Energiesparlampen oder LEDs

    Stimmen: 0 0,0%
  • Bis 75% der gesamten Beleuchtung bestehen bei mir aus Energiesparern

    Stimmen: 0 0,0%
  • Ich nutze nur noch energiesparende Leuchtmittel - etwas Anderes steht bei mir nicht zur Debatte

    Stimmen: 0 0,0%
  • Ich nehme nur Glühlampen und halte nichts von diesem Energeisparzeugs in meinen Lampenfassungen.

    Stimmen: 0 0,0%

  • Umfrageteilnehmer
    0

holo

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Hallo, Boardies.

Im Thread der Globalen Erderwärmung taucht nun zum zweiten Male das Verbot von konventionellen Glühlampen auf.

Überall auf der Welt wird nachgeplappert, schütteln sich Politiker gegenseitig die Nüsse ... CO2-Einsparung ist das dominierende Thema.

Nun halte ich dieses ganze Gedöns von wegen Treibhauseffekt und Globale Erderwärmung als Folge anthropogener Einwirkung für Schwachsinn, der durch dämliche, halbwissende oder auch verlogene Politiker verbreitet wird und durch sensationsgeile Medien kräftig in bester Trittbrettfahrermanier kommerziell ausgeschlachtet wird - aber Energie sparen macht immer Sinn.

Nur: Brauchen wir überhaupt ein solches Verbot?

Sind wir denn nicht bereits Energiesparer, womit zum Beispiel ein von diesen angeblich grünen Politikern avisiertes Verkaufsverbot überflüssig ist?

Wo achtet ihr denn freiwillig auf Energie sparende Geräte und Betriebsmittel?

Stimmt ab und zeigt damit, wie es tatsächlich in Deutschen Haushalten aussieht.

Gruß
Holo
 

Mogges

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Hab mit 50% gestimmt.
Versuche schon, wenn eine konventionelle den Geist aufgibt, sie durch eine Sparbirne zu ersetzen. Wenn mir meine Frau beim Einkaufen zuvorkommt, haben wir eben wieder nen Stromfresser im Haus, der dann 2 Jahre brennt. :cry: Sie schaut da nicht so drauf.

Ich stelle auch bei elektrischen Geräten wie Radio, CD - Player, DVD oder auch TV den Standby über Nacht aus, weil das wirklich Stromfresser sind ( vielleicht hab ich auch nur Panik, daß mir über Nacht die Bude abfackelt ). :D

Mal ne Frage am Rande: gibt es denn Energiesparlampen in den selben Formen und Größen wie normale? Hab da noch nie drauf geachtet. Was ich jetzt meine sind so Spezialformen wir "Tropfen" oder "Kerzen".
 

erik

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Ich benutze keine Energiesparlampen, weil sie ein Vielfaches der normalen Glühlampen kosten und ich die Erfahrung gemacht habe, dass sie keineswegs länger halten. Möglich dass sie Energie sparen, aber Kosten sparen sie auf jeden Fall nicht.

Ich halte es in dem Zusammenhang auch für sinnvoller, das Licht immer auszuschalten, wenn es nicht benötigt wird und (wie schon erwähnt auf die Standby Tasten zu achten)
Wenn es mal um größere Watt-Schlucker geht wie Kühlschrank, Waschmaschine o.ä. ist die Energieeffizienz Klasse dann doch ein ganz anderes Argument auch von der Größenordnung her.

Das mit den Glühbirnen scheint mir blinder Aktionismus zu sein.
Wenn sich LEDs irgendwann mal durchsetzen und nicht 15 Euro pro Birne kosten und ein warmes weißes Licht hinbekommen ist das eine sinnvolle Alternative.
Dann werden auch die seltsamen Energiesparteile verschwunden sein.
 

Mogges

Meister
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Ich benutze keine Energiesparlampen, weil sie ein Vielfaches der normalen Glühlampen kosten und ich die Erfahrung gemacht habe, dass sie keineswegs länger halten. Möglich dass sie Energie sparen, aber Kosten sparen sie auf jeden Fall nicht.

He, sag das nicht. In meiner Wohnzimmerstehlampe brennt seit 10 Jahren die gleiche Energiesparbirne und macht immer noch ihren Job.
Wenn sie mal in der Intensität nachläßt, liegt eigentlich immer am Staub. :D
 

holo

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Mogges schrieb:
Hab mit 50% gestimmt.
Versuche schon, wenn eine konventionelle den Geist aufgibt, sie durch eine Sparbirne zu ersetzen. Wenn mir meine Frau beim Einkaufen zuvorkommt, haben wir eben wieder nen Stromfresser im Haus, der dann 2 Jahre brennt. :cry: Sie schaut da nicht so drauf.
Dafür halte ich einen kleinen Vorrat, an dem sich meine Frau nur bedienen muss - aber meist bin ich dran, das Leuchtmittel zu wechseln.

Mogges schrieb:
Ich stelle auch bei elektrischen Geräten wie Radio, CD - Player, DVD oder auch TV den Standby über Nacht aus, weil das wirklich Stromfresser sind ( vielleicht hab ich auch nur Panik, daß mir über Nacht die Bude abfackelt ). :D
Fernseher wie Verstärker laufen im Standby und regieren mit Master-Slave-Steckdosen über die anderen Komponenten - wobei ich bei einem Watt auch keine Panik ob der Stromrechnung bekomme.
Bei den PCs ist es ähnlich: Einer schaltet über M/S-Steckdosenleiste weitere Komponenten zu, die anderen werden nach Benutzung komplett vom Netz getrennt. Bei der Auswahl der Prozessoren steht für mich auch die Leistungsaufnahme im Mittelpunkt - mein Netzteil zeigt derzeit 55 Watt an.

Mogges schrieb:
Mal ne Frage am Rande: gibt es denn Energiesparlampen in den selben Formen und Größen wie normale? Hab da noch nie drauf geachtet. Was ich jetzt meine sind so Spezialformen wir "Tropfen" oder "Kerzen".
Ja, schon eine Weile. In Baumärkten, Hier vielleicht und da vielleicht ;-)

erik schrieb:
Ich benutze keine Energiesparlampen, weil sie ein Vielfaches der normalen Glühlampen kosten und ich die Erfahrung gemacht habe, dass sie keineswegs länger halten. Möglich dass sie Energie sparen, aber Kosten sparen sie auf jeden Fall nicht.
Die Erfahrung habe ich nicht gemacht - ich achte beim Kauf allerdings auch auf Langlebigkeit, die sich dann mit dem Stromverbrauch insgesamt durchaus rechnet. Und das Beste: Osram wirbt mit 3 Jahren Garantie (DULUXSTAR CLASSIC, 15 W, E27) - das habe ich bei einer Glühlampe noch nicht gesehen ;-)

Gruß
Holo
 

Mogges

Meister
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Dafür halte ich einen kleinen Vorrat, an dem sich meine Frau nur bedienen muss - aber meist bin ich dran, das Leuchtmittel zu wechseln.

Das Wechseln mach ich auch, nur gehen die Dinger meistens kaputt, wenn ich nicht da bin und komischerweise immer in den Kinderzimmern. :D


Fernseher wie Verstärker laufen im Standby und regieren mit Master-Slave-Steckdosen über die anderen Komponenten - wobei ich bei einem Watt auch keine Panik ob der Stromrechnung bekomme.

Dann liegt`s wohl doch an der Panik, daß der TV zu qualmen anfängt.

Osram wirbt mit 3 Jahren Garantie (DULUXSTAR CLASSIC, 15 W, E27) - das habe ich bei einer Glühlampe noch nicht gesehen ;-)

Auf die Garantie hab ich ehrlich gesagt noch nie geguckt, mir ist aber trotzdem aufgefallen, daß die ( v.a. im Kinderzimmer ) deutlich länger halten als herkömmliche.

Zum Thema: von einem Verbot halte ich ehrlich gesagt auch nicht besonders viel, es gibt ganz andere Möglichkeiten Strom zu sparen. Klar macht Energiesparen Sinn, aber ist jetzt die Glühbirne im Schlafzimmer nicht der berühmte Tropfen auf den heißen Stein?
 

WolArn

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Stimmt ab und zeigt damit, wie es tatsächlich in Deutschen Haushalten aussieht.
Also ich glaube nicht, daß man von dieser Umfrage ableiten kann, wie gut tatsächlich in Deutschen Haushalten gespart wird. Ich wette mal, das Ergebnis was hier unterm Strich rauskommt liegt deutlich übern Durchschnitt.
 

holo

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Mogges schrieb:
Zum Thema: von einem Verbot halte ich ehrlich gesagt auch nicht besonders viel, es gibt ganz andere Möglichkeiten Strom zu sparen. Klar macht Energiesparen Sinn, aber ist jetzt die Glühbirne im Schlafzimmer nicht der berühmte Tropfen auf den heißen Stein?
Das Schlafzimmer ist bei uns eine Ausnahme. Da gibt es eine Lichterkette im Ficus und einen Leuchtschlauch am Bett *gg ...

Die Leuchtmittel einzuschränken macht auch nach meiner Ansicht kaum Sinn. Da macht eher eine Verordnung Sinn, die den Haushalten Parkett oder Laminat vorschreibt und Multimillionenwatt-Staubsauger verbietet.
Oder es steht unter Strafe, wenn Waschmaschinen, Wasserkocher, Kaffeemaschinen, ... nicht regelmäßig entkalkt werden, da die Geräte mit Kalkborke schlechter bzw. länger heizen. Spülmaschinen werden zur Pflicht - hier wird auch ordentlich Trinkwasser gespart.
Viel Energie lässt sich sparen, wenn diese blöden Doppelkastenfenster oder schlimmer noch Einfachverglasung abgeschafft und gegen Isolierglasfenster ersetzt werden.

Aber dazu sind Politiker viel zu feige. Keiner von denen wird es wagen, Vermieter zur Umstellung auf Isolierglas zu zwingen.

Gruß
Holo
 

lacrime_mundi

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Ich halte die Idee für sinnvoll. Natürlich spart man damit eine große Menge Energie und die CO2-Emissionen reduzieren sich ganz erheblich.
Man schlägt quasi 2 Fliegen mit einer Klappe und das mit einer relativ einfachen Maßnahme.

lacrime_mundi
 
G

Guest

Guest
Ich mag das Licht der Energiesparlampen nicht. Finde ich ähnlich unangenehm wie Neonröhren. Ich hab auch schon neuere mit warmen Tönen versucht - genauso gräßlich.

Dafür haben wir fas nur 15 und 25 Watt Birnen mit 2 Ausnahmen von 40 Watt.

Standby gibt´s bei uns gar nicht. Der computer wird, wenn er nicht an ist mit ner großen Steckerleiste komplett vom Netz getrennt. Wohnzimmer Esszimmer und Bibliothek mit Funksteckdosen ebenfalls (wobei ich nicht sicher bin ob die nicht mehr Strom ziehen brauchen als der DVD - das einzige Gerät mit Standby).

Der Fernseher ist so selten in Gebrauch, daß wenn er kaputt ginge wir es erst 2 Wochen später merken würden.

Ich sehe deshalb keine Veranlassung auf was anders umzusteigen.

Zumal bei uns seltsamer Weise in der Woche mindesten 3(!) Birnen durchknallen.
Wir hatten schon Elektriker und Stadtwerke da, hat keiner was gefunden.

Die Sparlampen knallen genauso schnell durch. Würde mich ein Vermögen kosten.

@Holo Ich sollte mal diese Osram Birnan mit der Garantie kaufen hehehe. Mal sehen wie lange Osram das mitmacht wenn ich 3 mal die Woche mit ner kaputten Birne ankomme. :wink:

Desweiteren gebe ich zu bedenken, daß die Strompreise wegen des drastischen Minderverbrauches natürlich erheblich steigen würden.

Deshalb hab ich einen Kühlschrank aus dem Jahre 1953 (aufskülschrankblechklopf) jaaah das war noch Blech, das war noch Qualität.
 

holo

Ehrenmitglied
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shechinah schrieb:
Zumal bei uns seltsamer Weise in der Woche mindesten 3(!) Birnen durchknallen.
Wir hatten schon Elektriker und Stadtwerke da, hat keiner was gefunden.

Die Sparlampen knallen genauso schnell durch. Würde mich ein Vermögen kosten.
http://www.wer-weiss-was.de/theme93/article1230198.html

Der Erfahrungsbericht von André liest sich interessant.

shechinah schrieb:
@Holo Ich sollte mal diese Osram Birnan mit der Garantie kaufen hehehe. Mal sehen wie lange Osram das mitmacht wenn ich 3 mal die Woche mit ner kaputten Birne ankomme. :wink:
Einfach den Händler wechseln ;-)

shechinah schrieb:
Desweiteren gebe ich zu bedenken, daß die Strompreise wegen des drastischen Minderverbrauches natürlich erheblich steigen würden.

Da fällt mir ein, was ich noch machen wollte:
Vattenfall Multiconnect 16,42 Eurocent/kWh

21 W ESL bei 10 h Brenndauer: 76,65 kWh/a, 12,95 €
entspricht
100 W Glühlampe (10 h/d) : 365 kWh / Jahr , 59,93 €


Stomverbrauch umgerechnet auf 6000 Betriebsstunden:

21 W ESL = 126 kWh, 20,69 €

100 W Glühlampen (sechs Stück, da Lebensdauer ca. 1000 h):
600 kWh, 98,52 €


CO2-Emissionen Bundesdurchschnitt (Daten nach VDEW): 514 g/kWh

21 W ESL (10h/d) = 39 kg CO2 / Jahr
100 W GL (10h/d) = 188 kg CO2/Jahr



Politiker im Dienstwagen (4200 ccm Hubraum, Audi A6, 100 000 km/a, Herstellerangabe)
= 25 700 kg CO2/a

Politiker im Dienstwagen (1600 ccm Hubraum, Audi A4 Avant, 100T km/a, Herstellerangabe)
= 18 600 kg CO2/a

Politiker im Dienstwagen (Opel Zafira CNG - Jaaa, mit von Politikern propagiertem Erdgas, 100 000 km/a, Herstellerangabe)
= 13 800 kg CO2/a


Gruß
Holo

Edit: Ich muss hier noch einen drauf setzen ...

[url=http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0 schrieb:
Spiegel Online[/url]]Demnach reden die rot-grünen Minister in der Öffentlichkeit gerne über alternative Energieformen, Rußfilter und sparsame Drei-Liter-Autos, halten selbst aber wenig von derlei Spaßbremserei. Unter den insgesamt 25.362 Dienstfahrzeugen im Besitz der Ministerien und Bundesbehörden finden sich gerade einmal drei Drei-Liter-Autos.
Milde mit 20 000 kg CO2 im Jahr sind das also 507 Kilotonnen CO2, die die Dienstwagen der Ministerien und Bundesbehörden emittieren.
Es könnten mit dem CNG-Modell von Opel aber auch 350 Kilotonnen CO2 sein.
Ersparnis, wenn Ministerien und Bundesbehörden mit gutem Beispiel voran gehen würden: 157 Kilotonnen CO2 pro Jahr.

Und nun zum Volk:
[url=http://www.enviam-welt.de/welt/energie_und_wissen/energie_statistik/energie_statistik-energie_verbrauch.html schrieb:
Energieverbrauch Haushalte 2005[/url]]
Basis: Mittlerer Stromverbrauch von 3.500 Kilowattstunden im Jahr
Quelle: Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW), Berlin
Und nun: 39.178 THaushalte hatten wir 2005
3.500 kWh /a entsprechen in etwa einem Drei-Personen-Haushalt, daher gemäß meinem ursprünglichen Berechnungsschema:

Drei ESL 21W = 117 kg CO2 * 39.178 THaushalte = 4,58 Kilotonnen CO2 / Jahr
Drei GL 100 W =564 kg CO2 * 39.178 THaushalte = 22,1 Kilotonnen CO2 / Jahr
Ersparnis bei Verbot von GL zu Gunsten von ESL: 17 520 Kilotonnen CO2

Nach dem Zwischenstand unserer repräsentativen Umfrage ;-) mit insgesamt 15 Personen hätten wir tatsächlich nur 33% ESL-Rebellen im Lande, womit sich die CO2-Einsparung bei 9-10 Megatonnen einpegeln dürfte. Wenn sich die "Staatsdiener" beteiligen, könnten sie bei vorangehendem Beispiel gute 2 % dazu beitragen - die Autos bezahlen die ja sowieso nicht.
 

lacrime_mundi

Geselle
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Was sind das denn für seltsame Berechnungsgrundlagen? 8O
Anzahl der Haushalte in Deutschland 39178???
Also im Jahre 2001 waren es schon 37500000 Haushalte!
Und dann sieht deine Rechnung schon ein wenig anders aus...
Wobei die Geschichte mit den Dienstwagen zwar durchaus richtig ist,
aber wegen Sicherheitsaspekten sicherlich nicht ganz so einfach zu regeln.

lacrime_mundi
 

holo

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lacrime_mundi schrieb:
Und dann sieht deine Rechnung schon ein wenig anders aus...
Nun habe ich es korrigiert, womit sie mit knapp 2% mit gutem Beispiel voran gehen könnten. Immerhin - das ist doch für eine Vorbildfunktion, die noch nicht einmal einen Kredit zur Anschaffung des energiesparenden Fortbewegungsmittels aufnehmen muss, recht akzeptabel.

lacrime_mundi schrieb:
Wobei die Geschichte mit den Dienstwagen zwar durchaus richtig ist,
aber wegen Sicherheitsaspekten sicherlich nicht ganz so einfach zu regeln.
Welche sind das? Panzerlimousinen sind es nicht - dann würde die Berechnung CO2/km nie stimmen. Allerdings brächte eventueler Zusatzschnickschnack, wie TV, Klimaanlage und Kaffeewärmer noch ein bisschen mehr CO2.

Gruß
Holo
 

Trasher

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Man kann lange hin und herrechnen, Fakt ist auf jeden Fall, dass beim Energieverbrauch massiv eingespart werden kann. Ich befürchte aber, dass der Wille dazu sich erst konsequent durchsetzen wird, wenn Energie preislich zum Luxusgut wird.

Hat mal jemand darüber nachgedacht, dass so eine Energiesparlampe aus ein paar mehr Elementen besteht und bei Herstellung und Entsorgung (Sondermüll!) schlechter dasteht als einfache Leuchtmittel?
Ich bin da eigentlich eher für LED-Strahler als für Leuchtstoff-ESL.
 

zerocoolcat

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...ist es nicht auch so, dass ESL ne bestimmte "Aufwärmzeit" haben?
Ich hab für vorm Haus eine ESL gekauft, weil die die ganze Nacht brennt...wenn man die einschaltet, dauert es jedoch locker 3 Minuten, bis sie die "Betriebsleuchtkraft" erreicht hat...
 

vonderOder

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hatte auf: "Globale Erderwärmung; stärker als erwartet!
schon folgenden Beitrag verfasst (am: Wed Feb 21, 2007 6:20 pm)
vonderOder schrieb:
Schlagzeilen:
Australien will herkömmliche Glühbirnen verbieten
Forderung nach Glühbirnen-Verbot auch in Deutschland

aber eigentlich sind diese olle Kamellen.
denn schon im Juli 2005 wurde in Kuba den Import von Glühbirnen mit einer Leistung von über 15 Watt verboten. Kuba wollte stattdessen in China rund 3,5 Millionen Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren bestellen. der Grund des Glühbirnenverbots war sicher nicht der der Gedanke an eine Gesundung der Umwelt, sondern eine Entlastung des maroden kubanischen Stromnetzes, aber es war, und ist wohl für die anderen Staaten auch, ein Schritt in die richtige Richtung.
s.a.: http://www.welt.de/print-welt/article146364/Hamburger_Firmen_hoffen_auf_Aera_nach_Castro.html
wenn ich dann so etwas lese:
[url schrieb:
http://de.news.yahoo.com/20022007/286/vermischtes-energiesparlampe-australien-pflicht.html[/url] ]Ein "Verbot von Leuchtmitteln" stehe derzeit nicht auf dem Programm der Bundesregierung. Er glaube, dass Deutschland Klimaschutzziele auf anderem Weg erreichen werde.
stelle ich wie imme fest: wir Deutschen haben sehr gläubige Politiker.
in oben erwähnten Beitag ist weiter zu lesen:
Nach Angaben des auf Energiefragen spezialisierten Rocky-Mountain-Instituts in den USA können durch das Ersetzen einer 75-Watt-Glühbirne durch eine 20-Watt-Energiesparlampe bezogen auf die Lebensdauer des Leuchtmittels bis zu 590 Kilogramm Kohlendioxid eingespart werden.
solche Angaben sollten doch nicht nur zum überlegen anregen.

bei mir im Haushalt gibt es bei den fünfzehn Leuchtquellen nur noch zwei mit konventionelle Leuchtmittel - im Korridor und im Bad, und das nicht erst seit gestern.
 

erik

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Ehrlich gesagt, finde ich die Modellrechnungen von H
olo ganz interessant, aber halt leider auf falschen Prämissen und Angaben basierend.

Das werden dann so Ergebnisse wie "Verkehrsstaus verursachen jährlich 60 Milliarden Euro Schaden für die Volkswirtschaft"

Nur mal ein paar Kritikpunkte
1) Wer benutzt 100W Glühlampen im normalen Raum? 60W, manchmal schon 40W sind völlig ausreichend.

2) wer läßt die Lampe 10 Stunden am Tag brennen? Selbst im Winter wird es um 17 Uhr dunkel... und bis drei Uhr früh brennt wohl kaum jeden Tag das Licht.

3) meine (nicht repräsentativen) Erfahrungswerte dass eine ESL gerne mal nach ein paar Wochen oder Monaten das Zeitliche segnet... (und wer dann wegen einer Glühlampe einer Garantie hinterherläuft, hat entweder zuviel Zeit oder zuviel überschüssige Energie....)

4) Diese Dienstwagendiskussion halte ich für völlig überflüssig und für ein typisches Beispiel der deutschen Neidgesellschaft. Klar sollten die mit gutem Beispiel voran gehen, aber das könnte man mit demselben Recht von jedem verlangen der überhaupt Auto fährt.

25 000 Dienstautos sparen also 2 % CO2 ein? (der Glühlampeneinsparsumme)

Jedes jahr werden in Deutschland knapp 7 Millionen PKW neu zugelassen
Das ist also das 280fache der Deinstwagen
Jetzt erlassen wir alle ein Gesetz, daß das alles Opel Zafiras (schöne Schleichwerbung, by the way, warum eigentlich nicht Toyata Prius?) sein müssen
Damit lassen sich dann nämlich 560% der Glühlampensumme einsparen...
:twisted:

Und ich bin sicher man kann noch viele andere schöne Sachen hochrechnen.
Furzen wird verboten - auch da können Politiker mit gutem Beispiel voran gehen...

ZUM BEISPIEL DAS ATMEN EINSTELLEN (wenigstens das Ausatmen)
Das spart nämlich auch alleine in Deutschland pro Jahr 30 Millionen Tonnen CO2 ein (ich erspare mir das jetzt in Dienstwagen umzurechnen)

Weltweit produzieren die Menschen durch Atemluft etwa 10% der Menge die die Industrie ausstößt
Nachlesen hier

Und Tiere sind da noch gar nicht berechnet.

Ich beantrage daher einen Zusatz zum Glühlampengesetz (das nach dem Raucher Irrsinn so sicher kommt wie das Amen in der Kirche)
Zusatz: wer weiterhin das schön goldene alte Glühlampenlicht geniessen will, darf das nur unter folgenden AUflagen:
je Betriebsstunde muss ein Pflanzensetzling in die Erde gesetzt werden o.ä...
 

holo

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erik schrieb:
Ehrlich gesagt, finde ich die Modellrechnungen von H
olo ganz interessant, aber halt leider auf falschen Prämissen und Angaben basierend.
Wenn ich mir die zitierten Angaben von VonDerOder anschaue, dann begreife ich auch nicht so recht, woher wieder diese 590 kg stammen - aber vielleicht werden wir noch "erleuchtet".
Für mich persönlich ging es vor allem darum, dass ich mir die verschiedenen Aussagen besser vor Augen führen kann - dazu vor allem die Modellrechnung. Na ja, wenn ich mir das schon ausrechnen will, dann kann ich es auch gleich hier tun ;-).
Vordergründig war für mich zunächst die Vorstellung von den Relationen, wenn stets und ständig von Kilotonnen, Megatonnen, usw. gesprochen wird. Solche Zahlen klingen oberflächlich betrachtet schockierend, unvorstellbar und beängstigend.
Von daher hoffe ich schon mal, dass der Leser sieht, wie minimaler Verbrauch mit diesen Tonnen zusammen hängen und wie wenig das im Vergleich zu industrieller Emission ist.

erik schrieb:
Das werden dann so Ergebnisse wie "Verkehrsstaus verursachen jährlich 60 Milliarden Euro Schaden für die Volkswirtschaft"
Das war nicht das Ziel. Denn ich bin ja ein ungläubiger Ketzer, den das CO2 im Grunde nicht kratzt ;-)

erik schrieb:
Nur mal ein paar Kritikpunkte
1) Wer benutzt 100W Glühlampen im normalen Raum? 60W, manchmal schon 40W sind völlig ausreichend.
2) wer läßt die Lampe 10 Stunden am Tag brennen? Selbst im Winter wird es um 17 Uhr dunkel... und bis drei Uhr früh brennt wohl kaum jeden Tag das Licht.
3) meine (nicht repräsentativen) Erfahrungswerte dass eine ESL gerne mal nach ein paar Wochen oder Monaten das Zeitliche segnet... (und wer dann wegen einer Glühlampe einer Garantie hinterherläuft, hat entweder zuviel Zeit oder zuviel überschüssige Energie....)
4) Diese Dienstwagendiskussion halte ich für völlig überflüssig und für ein typisches Beispiel der deutschen Neidgesellschaft. Klar sollten die mit gutem Beispiel voran gehen, aber das könnte man mit demselben Recht von jedem verlangen der überhaupt Auto fährt.

25 000 Dienstautos sparen also 2 % CO2 ein? (der Glühlampeneinsparsumme)

Zu 1 und 2..: Ich habe bewusst hohe Zahlen genommen. Einerseits werde ich damit vielleicht den Einschaltströmen gerecht, andererseits wollte ich eine Reaktion wie deine provozieren.
Ich habe bewusst wohlwollend gerechnet, damit jenen, die Wasser predigen und Wein schlürfen eine schwer zu widerlegende Basis vor den Latz geknallt wird. Deshalb auch die Dauer von 10 Stunden am Tag pro Person.

Zu 3.: Ich habe vor gut einem Monat eine ESL verabschiedet - nach fast 6 Jahren (Gewinde E27). Wie viele Strahler, Kerzen oder typische GL ich in der Zeit beerdigt habe, weiß ich nicht mehr.
Ein Problem ist die Qualität des gelieferten Stroms.
Spannungsspitzen beim Umspannwerk machen sich unterschiedlich bemerkbar. Das andere Problem scheint die Wärmeentwicklung und die Menge der Einschaltzyklen zu sein.

Zu 4.: Im Grunde ist es mir egal, ob die paar Leute Golf oder A6 fahren. Der Punkt ist ein Anderer: Die Politik denkt sich in letzter Zeit permanent Restriktionen aus.
Dieses Gesetz per 1.3., in dem wegen der Feinstaubbelastung bestimmte Dieselfahrzeuge nicht mehr in Stadtgebieten verkehren sollen, ist so ein Beispiel. Obgleich es sich um Feinstaubbelastung dreht werden auch gleich Kraftfahrer ausgesperrt, die einen alten, nicht Feinstaub produzierenden Benziner fahren.
Da stellt sich ein Umweltpolitiker hin und erklärt, dass er so den Anreiz zum Kauf eines umweltfreundlichen Pkw sorgen will. Frage: Was glaubt ihr, weshalb es noch eine geringe Anzahl alter Benziner gibt und weshalb ausgerechnet diese Leute immer noch nicht ein neues, bequemes, wirtschaftliches und umweltfreundliches Auto fahren?
Ich kann mir gut vorstellen, dass im Umland der Ballungszentren Menschen leben, die zum Beispiel ihr Eigenheim abbezahlen bzw. froh sind, eine ausreichend bezahlte Beschäftigung zu haben.
Arbeitslose sind auch froh, wenn sie nicht auf den Bus angewiesen sind, der 5 Mal am Tag durch das Dorf fährt.
Damit schafft er doch keinen Anreiz. Ohne Eigenkapital beim Händler mal eben ein Auto für mehrere Jahre auf Ratenzahlung finanzieren lassen? In einer Zeit, in der Jobs wackeliger sind denn je?
An diese Leute denkt so ein Politiker nicht.
Die armen Schweine dieses Landes werden wieder einmal angeschissen - und natürlich macht sich jemand, dem das Fahrzeug gestellt wird und nicht für den Sprit aufkommt, wenig Gedanken darum.
Das ist der Punkt!
Ich könnte niemals los ziehen und mir ein "Ökoauto" kaufen. Aber der, der das Auto vor die Tür gestellt bekommt, interessiert sich einen Dreck dafür. Wäre ich ein Betroffener, wäre der Schaden wie folgt zu beziffern:
Ich habe ein Auto, mit dem ich nur noch um den Kirchturm im Dorf fahren kann.
Niemand würde es kaufen, ich dürfte eher für die Verschrottung zahlen. Oder: Ich behalte die Schüssel, die eh keiner mehr will und belaste mein Haushaltsbudget mit einem zusätzlichen Monatsabo für die öffentlichen Verkehrsmittel - neben den laufenden Kosten wie vor allem der Versicherung und der Steuer.
Das sind unter Umständen erhebliche Opfer, die abverlangt werden - ohne jedoch selbst beispielgebend zu sein.
Und die zwei Prozent sollen genau das zum Ausdruck bringen. Zwei Prozent von dem, dass Haushalte an CO2 einsparen, zwei Prozent könnte eine Minderheit dazu beitragen - wenn sie denn wollte.

erik schrieb:
Jedes jahr werden in Deutschland knapp 7 Millionen PKW neu zugelassen
Das ist also das 280fache der Deinstwagen
Jetzt erlassen wir alle ein Gesetz, daß das alles Opel Zafiras (schöne Schleichwerbung, by the way, warum eigentlich nicht Toyata Prius?) sein müssen
Das werden die nicht tun, solange davon weitere Arbeitsplätze abhängen - ansonsten traute ich der Politik auch so eine Maßnahme zu.
Aber so nebenher: Der Opel hatte eine Auszeichnung als besonders CO2-armes Fahrzeug und die Marke fiel mir halt als Erstes ein - es hätte auch ein Toyota sein können ... Zufall eben ;-)

erik schrieb:
Ich beantrage daher einen Zusatz zum Glühlampengesetz (das nach dem Raucher Irrsinn so sicher kommt wie das Amen in der Kirche)
Zusatz: wer weiterhin das schön goldene alte Glühlampenlicht geniessen will, darf das nur unter folgenden AUflagen:
je Betriebsstunde muss ein Pflanzensetzling in die Erde gesetzt werden o.ä...
Gute Idee - aber bitte nur genmanipulierte Arten, die den Sauerstoff gleich mit 2 Bar ausstoßen und Presskohlekügelchen ausscheiden.

Trasher schrieb:
Hat mal jemand darüber nachgedacht, dass so eine Energiesparlampe aus ein paar mehr Elementen besteht und bei Herstellung und Entsorgung (Sondermüll!) schlechter dasteht als einfache Leuchtmittel?
Ich bin da eigentlich eher für LED-Strahler als für Leuchtstoff-ESL.
Darüber habe ich auch nachgedacht. Heute bei Conrad Electronic stand ich vor dem verlockenden Regal mit den vielen LED-Strahlern.
Vernünftig nenne ich die Dinger erst ab 20-25 Euro das Stück. Nur - und das ist der Haken - von denen brauchst ein paar mehr, um den Raum ausleuchten zu können. In unserer Wohnung würde ich mit sachte geschätzten 12 LED-Strahlern rechnen und zudem passende Lampenkörper kaufen müssen. Ich hoffe immer noch, dass die Dinger mit vernünftiger Leuchtkraft (E27) um die 10 Euro kosten werden, da auch ich diese Technologie für die Zukunftsträchtigere halte.

Gruß
Holo
 

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