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US-Präsidentschaftswahlen 2016

Dieses Thema im Forum "Politik, Sozialkritik, Zeitgeschehen & Geschichte" wurde erstellt von Mr. Anderson, 21. Mai 2015.

  1. Mr. Anderson

    Mr. Anderson Ehrenmitglied

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    Ist zwar noch eine Weile hin, aber hier schonmal eine grobe Übersicht über die Kandidaten.

    Bei den Demokraten hat Hillary Clinton die Nase vorn. Die neueste nationale Umfrage ist allerdings noch vom 16.-21. April.


    Umfrage von Quinnipac University (16.-21. April, 569 Demokraten befragt)

    1.) 60% : Hillary Clinton
    2.) 14% : Don't know/No answer
    3.) 10% : Joe Biden
    4.) 8% : Bernie Sanders
    5.) 3% : Martin O'Malley
    6.) 3% : Wouldn't Vote
    7.) 1% : Jim Webb
    8.) 0% : Someone else
    9.) 0% : Lincoln Chafee


    Bei den Republikanern ist das Feld etwas weiter gestreut

    Umfrage von Quinnipiac University (16.-21. April, 567 Republikaner befragt)

    16% Undecided / Someone else / No answer
    15% Marco Rubio
    13% Jeb Bush
    11% Scott Walker
    9% Ted Cruz
    8% Rand Paul
    7% Mike Huckabee
    7% Chris Christie
    3% Rick Perry
    3% Ben Carson
    2% Rick Santorum
    2% John Kasich
    2% Lindsey Graham
    1% Bobby Jindal
    1% Carly Fiorina


    Eine andere Umfrage verteilt die Stimmen etwas anders, zeigt aber auch, wie dicht die Kandidaten beieinander liegen:

    Umfrage von CNN/ORC International (16.-19. April, 435 Republikaner befragt)

    17%: Jeb Bush
    12%: Scott Walker
    11%: Rand Paul
    11%: Marco Rubio
    9%: Mike Huckabee
    7%: Ted Cruz
    5%: Someone else
    5%: None/No one
    4%: Chris Christie
    4%: Ben Carson
    3%: Rick Perry
    3%: Rick Santorum
    2%: No opinion
     
  2. streicher

    streicher Ehrenmitglied

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    Es sieht wirklich danach aus, dass die Clinton das Rennen bei den Demokraten macht. Mit Bush wäre also der Bruder George W. vorne im Rennen dabei. Ob es ein Wahlkampf nach den Vorwahlen wird, die zwei Dynastien unter sich ausmachen?
    Mittel- bis langfristig wird es sicherlich spannend, ob die Demokraten langsam aber sicher die Republikaner abhängen. Gründe wären die Bevölkerungszusammensetzung und auch die Hinwendung zu liberalem Gedankengut.
     
  3. dkR

    dkR Forenlegende

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    Scott Walker? :O_O:
    ich dacht, das wär ein Witz.
     
  4. Mr. Anderson

    Mr. Anderson Ehrenmitglied

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    Hier noch eine Umfrage von Quinnipac University (19.-26. 5. 2015) unter anderem über die Frage, wie die verschiedenen Kandidaten gegenüber Hillary Clinton bei der Präsidentschaftswahl abschneiden würden. Hillary Clinton führt jeweils ...

    46 : 42 gegen Rand Paul
    45 : 41 gegen Marco Rubio
    47 : 40 gegen Mike Huckabee
    46 : 38 gegen Scott Walker
    46 : 37 gegen Chris Christie
    47 : 37 gegen Jeb Bush
    48 : 37 gegen Ted Cruz
    50 : 32 gegen Donald Trump
     
  5. streicher

    streicher Ehrenmitglied

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    Wie siehst du es, Mr. Anderson, machen die Republikaner oder die Demokraten das Rennen? Siehst du langfristige Tendenzen, also dass eine der beiden großen Parteien dauerhaft an Gewicht verlieren könnte?
     
  6. Mr. Anderson

    Mr. Anderson Ehrenmitglied

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    Die ewige Frage ;)
    Hillary Clinton ist sicherlich die bekanntere Figur, andererseits hat sie niedrige Umfragewerte, was die wahrgenommene Ehrlichkeit und Vertrauenswürdigkeit angeht. Wenn sich einer der republikanischen Kandidaten ordentlich bundesweit profiliert, könnte er ihr m. M. n. gefährlich werden.

    Wenn sich die Republikaner nicht bald etwas einfallen lassen, um von der Latinogemeinde besser aufgenommen zu werden, dann werden sie vielleicht in absehbarer Zeit Texas „verlieren“, und das sind immerhin 38 Wahlmännerstimmen.
    Andererseits gibt es mit Ted Cruz und Marco Rubio ja immerhin zwei Latinos im Rennen. Dabei wiederum spricht Ted Cruz allerdings kein spanisch (mehr) – Jeb Bush aber schon, und der hat auch drei mexikanisch-amerikanische Enkelsöhne. Ob ihm das was hilft, wird sich herausstellen. Gemessen an der Reputation der Republikaner was Einwanderung betrifft, ist Jeb Bush wohl noch einer der milderen Kandidaten.
     
  7. streicher

    streicher Ehrenmitglied

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    Immerhin stehen die USA innerhalb der nächsten Jahrzehnte vor enormen gesellschaftlichen Umbrüchen. Das konservative Lager verliert, der Glaube verliert auch an Bedeutung - selbst dort... Die Bevölkerungszusammensetzung verändert sich wirklich schnell. An der Westküste steigt ja die asiatische Bevölkerung sprunghaft. Gibt es zum Beispiel aktuelle Untersuchungen, wie diese tendenziell wählt?
     
  8. Mr. Anderson

    Mr. Anderson Ehrenmitglied

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  9. streicher

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    Danke. :)

    Jeb Bush hat sich noch nicht offiziell entschieden zu kandidieren, streckt aber wohl in der kommenden Woche in Berlin seine Fühler aus, und wird sehr prominent, ungewöhnlich prominent eigentlich, empfangen. Könnte der Welt der dritte aus dem Hause Bush blühen? Jeb war in Florida Gouverneur, als dort im Jahr 2000 die strittigen und entscheidenden Stimmenauszählungen waren (die durch Gerichtsentscheid abgebrochen wurden). Sein Bruder wurde dann Präsident.

    Berlin-Besuch im US-Vorwahlkampf: Bundesregierung empfängt Jeb Bush mit offenen Armen
     
  10. streicher

    streicher Ehrenmitglied

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    Bush Junior der Jüngere ist nun also im Rennen. In den Umfragen ist es vorne ziemlich eng (oder?). Sollte er es werden, wird er wohl seinen eigenen Stil der Geschichtsaufarbeitung präsentieren. Mal sehen, ob es sogar auf ein Rennen der Dynastien hinausläuft. Immerhin dürfen sich die USA zu den demokratischen Ländern zählen, die für Dynastien anfällig sind (neben zum Beispiel Griechenland :) , Indien).
     
  11. Rivale-von-Nogar

    Rivale-von-Nogar Meister

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    Wenn ich Amerikaner wäre, würde ich erst recht nicht wählen gehen.

    Unter den republikanischen Bush Senior kam es zum Irakkrieg.
    Unter den demokratischen Clinton kam es zum Kosovokrieg ohne UN-Mandat.
    Unter den republikanischen Bush Junior kam es zum Afghanistankrieg und wieder zum Irakkrieg.
    Unter den demokratischen Obama kam es zum Libyenkrieg.
    (Von den restlichen Krisenherden wo sich die Amerikaner überall eingemischt haben, ganz zu schweigen)

    Als amerikanischer Bürger hat man also die Möglichkeit zu entscheiden, ob man Krieg haben will oder ob man doch lieber Krieg haben will. :?
     
  12. streicher

    streicher Ehrenmitglied

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    Bei den US-Präsidentschaftswahlen 2012 gab es eine Wahlbeteiligung von 54,8 Prozent. Würden die verbleibenden knapp 45 Prozent mal an die Urnen gehen, könnten sie das Ergebnis schon ein wenig anders aussehen lassen, sollten sie ihre Stimmen eher den weiteren amerikanischen Parteien geben, von denen es doch einige gibt: Politische Parteien der Vereinigten Staaten.
    Aber in einem Mehrheitswahlsystem wie in den USA werden die Parteien der "Zweiten Kategorie" (bedeutet, dass sie spürbar Stimmen bekommen - die Green Party mit Herrn Nader konnte schon mal entscheidende Stimmen abgraben) in naher Zukunft nicht die Trumpfkarte der Regierungsführung in die Hand bekommen. So können praktisch nur die beiden großen Parteien auf eine Regierungsführung zurückblicken, mit typischer derzeitiger Supermachtspolitik.
    Und doch würde ich die Demokraten eher wählen als die Republikaner, weil sie im Denken liberaler sind. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass ein Al Gore einen Irakkrieg wie 2003 dermaßen dreist über den Zaun gebrochen hätte.
     
  13. zerocoolcat

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    Ein gefundenes Fressen für eine South Park-Folge.
     
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  16. Zerch

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    Entweder ist alles ein hinterhältiges Rollenspiel , oder Donald Trump sollte sich im eigenen Interesse besser zügeln , ansonsten könnte es bald um ihn geschehen sein. Er legt sich mit sehr mächtigen Leuten an und fliegt weiterhin fröhlich in seinem Privat-Airliner herum. Entweder ist er mit im Bunde , oder bald zer-trump-elt.
    http://uk.businessinsider.com/donald-trump-hedge-funds-2015-8
     
  17. streicher

    streicher Ehrenmitglied

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    "Zer-trump-elt" ist gut. :lol:

    Das Auftreten von Freaks scheint im Vergleich mit den Demokraten echt eher ein republikanisches Phänomen zu sein. Warum ist das so?
     
  18. Zerch

    Zerch Ehrenmitglied

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    Das politische Spektrum in den USA ist etwas konfus.
    Die Demokraten werfen den Republikanern vor zu sehr rechts im Spektrum zu sein , und in umgekehrter Form wird vorgeworfen sich zu sehr links im Spektrum zu befinden.
    Da aber beide irgendwie ein Mix aus kapitalistischer , totalitärer und sozialistischer Einstellung bilden , spielt es letztendlich keine Rolle wer gewählt wird.

    Damit läge die Vermutung nahe , die USA hätten nur scheindemokratische Verhältnisse , und die Democrats vs. Republicans debate stelle nur deren Show dar um demokratische Verhältnisse vorzugaukeln.

    Wie ein Schauspieler in seine Rolle passen muss , kann ein Donald Trump wohl nur zu den Republikanern passen. Er spielt die Karte des Uber-Nationalpatrioten.

    Seine Verbindungen zur Israel-Lobby könnten sein einziger Überlebensgarant sein , womit er sich traut "derart weit aus dem Fenster zu lehnen".
    http://www.timesofisrael.com/when-it-comes-to-jewish-ties-no-gop-candidate-trumps-trump/
     
  19. streicher

    streicher Ehrenmitglied

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    Das stimmt. Innerhalb der Parteien findet man ein viel breiteres Spektrum vor. Nur diese beiden großen Parteien, die auf möglichst breiter Schiene Stimmen holen wollen, sind politisch nennenswert, es sei denn, sie liegen bei Wahlen dermaßen Kopf an Kopf - die Auswirkung des Mehrheitswahlsystems schlechthin. Insgesamt habe ich jedoch den Eindruck, dass die Republikaner "im Schnitt" konservativer sind.

    Trumps Verbindung zur jüdischen Bevölkerung liegt sogar in seiner Familie, aber (aus obigen Artikel):
    Da plappert er schon wieder daher, wie man es von ihm gewohnt ist.
     
  20. Zerch

    Zerch Ehrenmitglied

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    Ich wollte es eigentlich nicht ausdrücklich erwähnen. Die US-Regierung ist schon lange vom Israel-Zionismus unterwandert. Die Abgeordneten sind hauptsächlich jüdisch und ziehen Israels Interessen denen der USA vor.
    Mit Donald Trump als Präsident würde die Israel-Lobby ihr perfektes Werkzeug bekommen , und das Volk würde wieder einmal durch Maskerade hinters Licht geführt werden , wobei letzteres unabhängig vom Kopf sowieso geschieht.