So, nach dem Vorbild von agent tp habe ich ebenfalls eine Anfrage an die NPD gestellt - nach einigen Tagen bekam ich gestern ausführlich Post - daraus folgende Auszüge:
"Sehr geehrter Herr XXX,
vielen Dank für Ihr Interesse an der Arbeit der NPD-Fraktion in Sachsen. Gern schicke ich Ihnen Informationsmaterial zu...
... an der denkwürdigen, von der NPD Fraktion beantragten aktuellen Aktuellen Debatte zum Thema: "Verhalten der sächsischen Staatsregierung und des Landtages zu Erinnerungs- und Gedenkveranstaltungen zum 60. Jahrestag der angloamerikanischen Terrorangriffe auf die säsische Landeshauptstadt Dresden", die am 21. Januar 2005 im Säsischen Landtag stattfand und die dann - von Medien und Politikern zum "NPD Eklat" hochstilisiert - für einige Tage das mediale Geschehen in Deutschland dominierte. ... Der 21. Januar hatte ... mit einem Rechtsmißbrauch des Landtagspräsidiums begonnen.
Am späten Nachmittag des 20. Januar hatte die NPD-Fraktion einen fristgerecht in den Geschäftsgang des Landtags eingebrachten Antrag auf Abhaltung einer Schweigeminute für die Opfer des alliierten Bombenangriffs auf Dresden am 13. Februar 1945 gestellt. In einem rechtsmißbräuchlichen Akt wurde der NPD-Antrag in der 8. Sitzung des Säsischen Landtages aber weder zur Diskussion noch zur Abstimmung gebracht. Ohne den geringsten Ansatz einer Erklärung foderte Landtagspräsident Iltgen die Abgeordneten stattdessen vor der offiziellen Eröffnung der Plenarsitzung auf, sich zu einer Schweigeminute zu erheben, da man der "Opfer der NS-Gewaltherrschaft" gedenken wolle. Obwohl kein Antrag oder auch nur ein protokollarisches Begehren einer anderen Fraktion vorlag, wurde damit die von der NPD beantragte Schweigeminute obsolet....
In einer Vielzahl von Stellungsnahmen wies die NPD-Fraktion nach der Plenarsitzung darauf hin, daß sie für ein würdiges Erinnern an alle Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft eintrete und eine diesem Zweck gewidmete Schweigeminute auch nicht verweigert hätte. ... dieser Zusatz war den Massenmedien nicht eine Zeile wert...
Auch die von der NPD beantragte "Aktuelle Debatte" selbst verlief recht turbulent. ... Holger Apfel wurde ... von den Vertretern der selbsternannten "demokratischen Parteien" beinahe niedergebrüllt, ohne daß der Landtagspräsident zu irgendeinem Zeitpunkt Anstalten machte, Apfel Gehör zu verschaffen. Unüblich und auch jenseits jeder parlamentarischen Gewohnheit war auch ... Apfel unmittelbar nach dem Verstreichen seiner Redezeit das Mikrophon abzustellen. ...
Als Jürgen Gansel in seiner Rede Weiss als "würdigen Vertreter einer Canossa Poloitik" bezeichnete, erhielt er einen Ordnungsaufruf des Landtagspräsidenten; den ersten, den Iltgen in dieser Legislaturperiode erteilt hatte. Zuvor waren auch gröbste Beieidigungen gegen NPD-Abgeordnete ungeahndet geblieben, so, als beispielsweise am gleichen Tag Karl Nolle, ... SPD, die NPD als "braune Brut" bezeichnete."
Und zum Begriff "Bomben-Holocaust" schrieb die NPD u.a.:
"... die erste sprachliche Verbindung des Begriffs "Holocaust" mit dem alliierten Luftbombardemants deutscher Städte im Zweiten Weltkrieg stammt nicht von einem nationalen oder rechten Politiker, sondern von von dem Historiker Jörg Friedrich. Beinahe alle Rezensenten seiner beiden Bücher "Der Brand" und "Brandstätten" gingen auf die in ihnen enthaltenen sprachlichen Analogien ein, ohne daß damals eine Verurteilung des Autors oder ein Verbot der Bücher gefodert wurde. ...
Jörg Friedrich: "In einem Haus, das nach einer Bombardierung wie eine Fackel lodert, stecken die Einwohner ... im Keller des Hauses. Da entwickeln sich Temperaturen bis zu 800 Grad. Die menschlichen Überreste, ... , sind Aschehäufchen. Ihnen wiederfährt das, was einer üblichen Leiche in einem Krematorium jedes x-beliebigen deutschen Friedhofs wiederfährt. Man mag aus Geschmacksgründen das nicht als Krematorium bezeichnen, sondern als Menschenverbrennungsanlage. ... Das Erschütternde wird nicht durch das Wort vermittelt, sondern durch die Ereignisse." ..."
Es dauerte zwar eine Weile, doch bin ich über die Ausführlichkeit der Antwort doch sehr überrascht, zumal bisher weder SPD-, noch Grünen- oder CDU Fraktion eine Antwort zukommen lies.