Ratzinger, der 33 - Tage - Papst u. a.

Namorodo

Meister
Mitglied seit
13. Dezember 2002
Beiträge
135
Ellinaelea schrieb:
was genau daran ist denn so unverschämt? Die nicht-katholisch-kirchliche Sichtweise?
Nein, denn die wird nur im ersten Teil angesprochen und wurde von mir nicht kursiv zitiert. Ich habe diesen Satz lediglich stehen lassen, um den Zusammenhang nicht zu zerstören.

Was ich als Unverschämtheit ansehe, ist aber der kursive Teil. Denn da wird im Prinzip gesagt: Das Papsttum ist Unsinn und vom Menschen erfunden. Der Grund dafür ist, dass der normale Mensch ein Herdentier sei und einen Leitwolf brauche. Ziel dieses Prozesses der Auserwählung einer leitenden Persönlichkeit sei es, nicht eigenständig denken zu müssen. So steht es, da gibt es nichts zu interpretieren. Zusammengefasst heißt das: Alle katholischen Christen sind Idioten, die nicht eigenständig denken können/wollen und deswegen dem Papst hinterherlaufen.


Ellinaelea schrieb:
Was ich möchte und für mich und alle anderen wünsche, ist eine Welt, in der jeder das glauben darf, was ihm gefällt, ohne dass er von anderen angegriffen(...) wird.
Indem du allerdings zuvor allen katholischen Christen die Fähigkeit und den Willen zum eigenständigen Denken absprichst, greifst du die Katholiken sehr wohl an. Zumindest fühle ich mich als glaubender Katholik angegriffen. Nur, weil du meinen Glauben für Unfug hältst, hast du nicht das Recht, mich als letzten Endes dummes Herdentier zu bezeichnen. Genau so wenig habe ich das Recht, mich über das Heidentum lustig zu machen. Ich entschuldige mich für die entsprechende Passage, die man als Beleidigung auffassen kann.


Ellinaelea schrieb:
Wenn die katholische Kirche meint, dass Harry Potter Satanismus ist, dann darf sie das gern ihren Schäfchen so mitteilen. Aber bitte verschont die restliche Bevölkerung mit der Erlösung vom Bösen!
Wenn von der Kanzel gegen Potter gewettert würde, wie du in deinem früheren Posting angedeutet hast, dann teilt der wetternde Pfarrer das nur Besuchern der Messe mit, die an der Botschaft interessiert sind. Und wenn irgendwelche seltsamen Christen im amerikanischen Hinterland Potterbücher in ihrer Kirche Bücher verbrennen, dann bleiben sie auch unter sich. Wenn dann allerdings Reporter das in die Medien zerren, dann sind diese seltsamen Menschen nicht selbst daran Schuld.

Im übrigen ist die katholische Kirche aus ihren Rüpelzeiten heraus und hat sich was Gewalt und Intoleranz angeht auf das Altenteil zurück gezogen. :wink:

Damit das klar ist: Ich verurteile alle so genannten Christen, die Potter-Bücher verbrennen. Sie sind fehlgeleitet und handeln nicht im Sinne der Kirche, weil sie nicht im Sinne Jesu Christi handeln. Ich will einfach nur darlegen, dass diese Argumentation, die du hier darlegst, in ihrem Kern unlogisch ist und sich widerspricht.

Allerdings hast du in einem Punkt recht:

Ellinaelea schrieb:
Ich mag keine Fundamentalisten und ich mag keine Fanatiker - egal welcher Sorte, weder Religiöse, noch Politische.
Ich auch nicht.
:D
 

Hosea

Erleuchteter
Mitglied seit
25. Dezember 2004
Beiträge
1.515
@Hosea

Also jedenfalls führt diese Aussage wohl nicht zwingend zur Verbrennung der Bücher. Blöde ist die Aussage auch nicht ...
Weiterhin ist doch wohl die Katholische Kirche -an sich- recht dogmatisch oder? Wieso wundern Dich dann dogmatische Aussagen der Führung?
richtig, aber die Frage war für mich, ob mit Josef Ratzinger ein guter Papst gewählt wurde, bzw sogar tiefer ob überhaupt ein "guter" Papst wählbar war?

Das meine ich ehrlich und zum Wohl der katholischen Kirche, wäre es nicht "besser" gewesen wenn nicht so ein "hardliner/Falke" Papst geworden wäre(?)

Natürlich weiß man nicht wie der neue Papst sich in seinem Amt, verhält..aber wir können anhand ein paar guten Quellen spekulieren..klar wenn dunkle wolken aufkommen kann es regnen muß es aber nicht :

In seiner Zeit als Präfekt nahm er bei kontroversen aktuellen gesellschaftlichen und kirchlichen Themen einen konservativen Standpunkt ein. Hierzu gehörten insbesondere der Anspruch der Unfehlbarkeit des Papstes, das Zölibat, das heißt die vorgeschriebenen Ehelosigkeit von Priestern, das Priesteramt für Frauen, die Ablehnung künstlicher Empfängnisverhütung und des Schwangerschaftsabbruchs, der Ausschluss einer gemeinsamen Eucharistiefeier mit den anderen christlichen Kirchen und die Verweigerung der Zulassung wieder verheirateter Geschiedener zur Kommunion.Quelle Brockhaus
Edit: http://www.brockhaus.de/index2.html?service/aktuell/050503.html

wie ich sagte meine Vorfreude ist groß
 

Ellinaelea

Großmeister
Mitglied seit
7. März 2005
Beiträge
616
@Namorodo
Ich hab dir meine Antworten per PN geschickt, weil wir hier sonst zu fest vom Papstthema auf eine allgemeine Religionsdiskussion kommen.

Ich möchte hier nur noch kurz erwähnen, dass ich weder die Worte "dumm" noch "Unfug" oder "Unsinn" verwendet habe.
Bitte bleib doch meinen Aussagen und deute nichts hinein, was nicht so gemeint war! Weil wenn ich Unsinn meine, dann schreib ich auch Unsinn.
 

Ein_Liberaler

Forenlegende
Mitglied seit
14. September 2003
Beiträge
9.777
depp schrieb:
Moin an Alle

Mal ehrlich, ich versteh die Liberan einfach nicht.
Die Liberalen im allgemeinen, oder nur mich nicht? Und was genau verstehen Sie nicht?

Was nützt denn bitte Bildung, wenn wir trozdem verascht werden?
Davon abgesehen, daß sie zu einem angenehmeren Leben verhelfen kann, ist sie das beste Mittel gegen das Verarschtwerden. Nicht die wenigsten Leser kirchenkritischer Literatur werden das Lesen in kirchlichen Einrichtungen gelernt haben.

Thälmannpioniere?
Sind Sie ein Faschist?
Ich? Ich bin ein Liberaler. Soll ich das vielleicht auch noch in meine Signatur schreiben? Gibt es für Sie denn nur Stalinisten und Faschisten?
 

Greebo

Geselle
Mitglied seit
15. März 2005
Beiträge
86
Ellinaelea schrieb:
Wenn die katholische Kirche meint, dass Harry Potter Satanismus ist, dann darf sie das gern ihren Schäfchen so mitteilen.
das tut sie aber nicht, und um aus deinen links zu zitieren

Eine offizielle, aktuelle Vatikan-Stellungnahme gibt es zu "Harry Potter" allerdings nicht.
Harry Potter bei den Katholiken willkommen. - 6000 Kinder im Kommunionsalter lauschten bei der Die Kirchen stehen auch positiv zu Harry Potter - Weitere Meldungen rund um die Kirche und Harry Potter hierKinderwallfahrt der Diözese Paderborn unter freiem Himmel einer Predigt von Erzbischof Johannes Joachim Kardinal Degenhardt, der sich als Harry Potter Kenner outete. “Anhand der Figuren aus der Kult-Buchreihe machte er den Pilgern die Bedeutung eines jeden Namens deutlich”, berichtet die Lippische Landes-Zeitung. / Grossen Zulauf fand auch der “Harry Potter Tag” des Diözesanverbands Mainz und der Katholischen Landjugendbewegung Worms. Viele Aktivitäten, darunter neben einem Zauberkurs ein Brillenbasteln aus Pfeifenreinigern, mündeten darin, dass im Kindergottesdienst 115 stolze kleine Harry Potters gezählt werden konnten, berichtet die Wormser Zeitung. Da passt es, dass für die unten bereits erwähnten Fundamentalistischen Evangelikalen die Katholiken ebenso vom Teufel sind wie Harry Potter...
von seitern der katholischen kirche gibt es keine stellungnahme. es gibt priester die sind dafür und welche die sind dagegen (einige wichtigtuer), und den meißten ist es wurscht. deine links beziehen sich fast ausschließlich auf irgendwelche evangelikalen freikirchen, die in europa keinen einfluß haben, und selbst im weltweiten vergleich sehr klein sind.

oder um themen, die nicht religiöser natur sind.
Kurz vor dem geplanten Kinostart des Harry-Potter-Films will der CSU-Bundestagsabgeordnete Benno Zierer den Termin sogar verschieben. In der "Bild"-Zeitung fordert er ein Einschreiten von Kulturministers Julian Nida-Rümelin (SPD), weil der Film schon für Kinder ab sechs Jahren freigegeben wurde.
der ehemalige kardinal Ratzinger hatte eine funktion als "oberster wächter des glaubens", und der ist er nachgekommen. eine kritik, irgendwelche fragen, oder gar reformen lagen nicht in seinem funktionsbereich. dafür gibt es anderes, z.b. bischofskonferenzen. es läßt sich daher kein wirklicher schluß ziehen wie er als papst sein wird. außer, daß wenn er den job so ernst nimmt wie seinen letzten, er ein recht guter papst werden könnte.


grüße,

Greebo
 

Hosea

Erleuchteter
Mitglied seit
25. Dezember 2004
Beiträge
1.515
greebo schrieb :

der ehemalige kardinal Ratzinger hatte eine funktion als "oberster wächter des glaubens", und der ist er nachgekommen. eine kritik, irgendwelche fragen, oder gar reformen lagen nicht in seinem funktionsbereich. dafür gibt es anderes, z.b. bischofskonferenzen. es läßt sich daher kein wirklicher schluß ziehen wie er als papst sein wird. außer, daß wenn er den job so ernst nimmt wie seinen letzten, er ein recht guter papst werden könnte.
da machst du es dir zu einfach, geht es wirklich nicht besser...?

1998 spitzte sich der innerkirchliche Streit um die Schwangerschaftskonfliktberatung zu. Im Juni 1998 forderte
Ratzinger persönlich die deutschen Bischöfe auf, bis zum Herbst ein neues Konzept für die katholischen Beratungsstellen vorzulegen und keine Beratungsscheine mehr auszustellen. Diese harte Haltung veranlasste schließlich das Zentralkomitee der deutschen Katholiken zur Gründung der Laienorganisation »Donum Vitae«, die im Verlauf des Jahres 2000 die katholischen Beratungsstellen ersetzte. Die vielen Belege für ein streng konservatives Weltbild Ratzingers ließen nach seiner Wahl zum Papst auch viele Kritiker zu Wort kommen
Quelle Brockhaus

wie du es richtig sagtest, weiß man nicht wie der Papst sich in Zukunft verhalten wird, aber ich sehe nicht unbedingt das sich Herr Ratzinger in der Vergangenheit besonders "geschickt" verhalten hat...
Aber ich laße mich gerne mit guten Argumenten eines besseren belehren, warum Herr Ratzinger als Papst gewählt worden ist und nicht ein anderer.
 

Greebo

Geselle
Mitglied seit
15. März 2005
Beiträge
86
Hosea schrieb:
greebo schrieb :

der ehemalige kardinal Ratzinger hatte eine funktion als "oberster wächter des glaubens", und der ist er nachgekommen. eine kritik, irgendwelche fragen, oder gar reformen lagen nicht in seinem funktionsbereich. dafür gibt es anderes, z.b. bischofskonferenzen. es läßt sich daher kein wirklicher schluß ziehen wie er als papst sein wird. außer, daß wenn er den job so ernst nimmt wie seinen letzten, er ein recht guter papst werden könnte.
da machst du es dir zu einfach, geht es wirklich nicht besser...?

1998 spitzte sich der innerkirchliche Streit um die Schwangerschaftskonfliktberatung zu. Im Juni 1998 forderte
Ratzinger persönlich die deutschen Bischöfe auf, bis zum Herbst ein neues Konzept für die katholischen Beratungsstellen vorzulegen und keine Beratungsscheine mehr auszustellen. Diese harte Haltung veranlasste schließlich das Zentralkomitee der deutschen Katholiken zur Gründung der Laienorganisation »Donum Vitae«, die im Verlauf des Jahres 2000 die katholischen Beratungsstellen ersetzte. Die vielen Belege für ein streng konservatives Weltbild Ratzingers ließen nach seiner Wahl zum Papst auch viele Kritiker zu Wort kommen
Quelle Brockhaus

wie du es richtig sagtest, weiß man nicht wie der Papst sich in Zukunft verhalten wird, aber ich sehe nicht unbedingt das sich Herr Ratzinger in der Vergangenheit besonders "geschickt" verhalten hat...
Aber ich laße mich gerne mit guten Argumenten eines besseren belehren, warum Herr Ratzinger als Papst gewählt worden ist und nicht ein anderer.
warum unnötig verkomplizieren
aber ich probiers noch einmal...

Ratzinger galt ursprünglich als sehr liberal eingestellt, und am zweiten vatikanischen konzil vertrat er sehr reformerische auffassungen. selbst ende der 60er vertrat er noch sehr liberale einstellungen. das bild wandelte sich anfang der 70er, als er immer mehr für konservative positionen partei ergriff - wodurch der wandel ausgelöst wurde ist mir unbekannt, könnte vielleicht mit den damaligen sozialen umwälzungen zu tun haben.

1981 wurde er zum präfekten der glaubenskongregation ernannt. ursprünglich im jahre 1552 unter dem namen "Kongregation der römischen und allgemeinen Inquisition" begründet, 1908 in "Heilige Kongregation des Heiligen Offizium" umbenannt, und 1988 wurde der heutige name erteilt. funktion der glaubenskongregation war und ist gegen irrlehren und fehlverhalten in der katholischen kirche vorzugehen, wobei der maßstab für die verfehlungen der katholiche ist (bibel, theologische schriften und gedanken aus ca. 2000 jahren und der katechismus). seine funktion war es demnach den status quo zu erhalten, und keine reformen in gang zu setzen. wobei die auslegung oft in einer wortklauberei endet - aber was will man anderes erwarten, wenn man sich um präzision bemüht.
das amt bringt meiner meinung immer eine konservative gesinnung mit sich.

das bockhausbeispiel, das von dir angeführ wurde ist durchaus beispielhaft. er ist verpflichtet den glauben zu "hüten" und "verfehlungen" auszumachen, doch wenn es keine eindeutigen richtlinien gibt, was soll er tun, außer einmal mit der faust auf den tisch haun und die forderung stellen, daß sich die bischöfe endlich einmal einigen sollen. bei der abtreibung besteht natürlich noch das problem, daß bereits in den ersten jahrhunderten die theologen diese als sünde deklarierten. es gibt daher wenig spielraum. und wenn die kirche die abtreibung gut heißen würde, in welcher art auch immer, würden sofort die abtreibungsgegner zu maulen beginnen. meine persönliche meinung ist, daß die katholische kirche in sachen abtreibung einiges falsch gemacht hat, aber ich muß auch nicht auf 2000 jahre theologie rücksicht nehmen.

nun ist er papst, und für ca. 1,2 milliarden menschen das religiöse oberhaupt, und nicht mehr für ein paar leute zuständig, die in die "irre" gegangen sind, oder gehen. er gilt als konservativ, und hat somit das konservative lager auf seiner seite, und die liberalen sind skeptisch. er wird nun gezwungen sein auf die liberalen zu zugehen, genauso wie der letzte papst, auf die konservativen zugehen mußte und daher als ein konservativer papst gilt, und zuvor eher liberal war. bei Ratzinger dürfte es eher umgekehrt sein.

von europäischer sichtweise würde ich mir nicht zu viel erwarten, denn die meißten gläubigen befinden sich außerhalb europas, und auf die wird er wohl mehr rücksicht nehmen, was auch zu großen problemen führt. gerade in südamerika und auch afrika breiten sich evangelikale freikirchen aus, und fügen dem katholizismus einen mitgliederschwund zu. und diese sind zumeißt noch konservativer als das konservativste, was der katholizismus zu bieten hat. würde der papst auf die europäer eingehen riskiert er einen enormen mitgliederschwund in seinen "hochburgen" geht er nicht ein, geht der mitgliederschwund in seinen "ursprungsländern" weiter. eine dumme situation, und ich bin froh, daß dies nicht mein problem ist .

ich gebe zu, daß es noch ausführlicher geht, doch hoffe ich, daß dies ausreicht..
sollte ich es mir immernoch zu einfach gemacht haben, wäre ich doch um einen hinweis, was genau das wäre, dankbar.

grüße,

Greebo
 

Hosea

Erleuchteter
Mitglied seit
25. Dezember 2004
Beiträge
1.515
erstmal danke für deine Mühe greebo :wink:


1981 wurde er zum präfekten der glaubenskongregation ernannt. ursprünglich im jahre 1552 unter dem namen "Kongregation der römischen und allgemeinen Inquisition" begründet, 1908 in "Heilige Kongregation des Heiligen Offizium" umbenannt, und 1988 wurde der heutige name erteilt. funktion der glaubenskongregation war und ist gegen irrlehren und fehlverhalten in der katholischen kirche vorzugehen.
wobei der maßstab für die verfehlungen der katholiche ist (bibel, theologische schriften und gedanken aus ca. 2000 jahren und der katechismus). seine funktion war es demnach den status quo zu erhalten, und keine reformen in gang zu setzen. wobei die auslegung oft in einer wortklauberei endet - aber was will man anderes erwarten, wenn man sich um präzision bemüht.
das amt bringt meiner meinung immer eine konservative gesinnung mit sich.
Das ist auch mit Sicherheit sinnvoll das es derart Organisation gibt, aber erschließt sich durch dieses Amt nicht auch immer ein gewisser Spielraum?
Die konservative Gesinnung und die Möglichkeit der Ausübung hat er ja frei gewählt.
Nochmal zurück zu meiner Meinung, es ging mir nicht darum zu sagen..Herr Ratzinger ist ein schlechter Papst/Mensch,..nein.
Aber ich persönlich hätte mir lieber einen anderen Papst gewünscht.
Kaum einer kennt/kannte die anderen die zur Wahl standen, ganz einfach einen mit einer nicht so...sagen wir es vorsichtig, angehauchten Konservativen Vergangenheit...mehr nicht.
Klar man kann sagen, der Papst ist Gottes Vertreter, und es ist so..auserwählt, und das Amt des Papstes formt ihn schon, er wird neutraler etc., aber das ist nicht meine persönliche Sicht der Dinge.

Für mich persönlich ist Kirche eine "Glaubensinstitution", die grade caritativ viel in Deutschland bewegt hat und bewegt. Aber halt nicht die "Vertretung" Gottes auf Erden, es sind Menschen die Entscheidungen treffen..

das bockhausbeispiel, das von dir angeführ wurde ist durchaus beispielhaft. er ist verpflichtet den glauben zu "hüten" und "verfehlungen" auszumachen, doch wenn es keine eindeutigen richtlinien gibt, was soll er tun, außer einmal mit der faust auf den tisch haun und die forderung stellen, daß sich die bischöfe endlich einmal einigen sollen. bei der abtreibung besteht natürlich noch das problem, daß bereits in den ersten jahrhunderten die theologen diese als sünde deklarierten. es gibt daher wenig spielraum. und wenn die kirche die abtreibung gut heißen würde, in welcher art auch immer, würden sofort die abtreibungsgegner zu maulen beginnen. meine persönliche meinung ist, daß die katholische kirche in sachen abtreibung einiges falsch gemacht hat, aber ich muß auch nicht auf 2000 jahre theologie rücksicht nehmen.
das meinte ich mit Spielraum, und dem verbundenen "öffnen"..., das mit der Abtreibung/Verhütung ist ein Gesamtproblem immer gewesen, wie du sagtest. Aber wie du siehst geht es weiter, und ich sehe halt durch Ratzinger auch keinen Funken der Besserung, ganz speziell in diesem Punkt.

von europäischer sichtweise würde ich mir nicht zu viel erwarten, denn die meißten gläubigen befinden sich außerhalb europas
genau, und wäre es nicht.. komme wieder auf mein "besser" zurück, nach einem polnischen Papst, mal einen beispielweise nicht so konservativen Papst aus z.b Asien zu wählen?

Wie ich sagte ich sehe das aus der "Institution" Sicht und da kann ich für mich sagen, ja man hätte einen "besseren" für dieses bedeutsame Amt wählen können.
 

Greebo

Geselle
Mitglied seit
15. März 2005
Beiträge
86
Hosea schrieb:
erstmal danke für deine Mühe greebo :wink:
keine ursache


Hosea schrieb:
Das ist auch mit Sicherheit sinnvoll das es derart Organisation gibt, aber erschließt sich durch dieses Amt nicht auch immer ein gewisser Spielraum?
ok die sache mit dem spielraum ist ein argument, auch wenn es gewisse risiken in sich birgt bei einer derartig großen mitgliederzahl. bei nur hundert mitgliedern kann man sich mehr spielraum erlauben, ohne ein auseinanderbrechen zu befürchten, als bei über einer milliarde, die unterschiedliche sprachen sprechen, und unterschiedlichen kulturen angehören. dort kann es sehr schnell zu mißverständnissen und fehlinterpretationen kommen.


Hosea schrieb:
Die konservative Gesinnung und die Möglichkeit der Ausübung hat er ja frei gewählt.
ausübung der gesinnung, oder des amtes? ersteres jain, zweiteres eher nein.
die frage ist nur warum.


Hosea schrieb:
Nochmal zurück zu meiner Meinung, es ging mir nicht darum zu sagen..Herr Ratzinger ist ein schlechter Papst/Mensch,..nein.
Aber ich persönlich hätte mir lieber einen anderen Papst gewünscht.
Kaum einer kennt/kannte die anderen die zur Wahl standen, ganz einfach einen mit einer nicht so...sagen wir es vorsichtig, angehauchten Konservativen Vergangenheit...mehr nicht.
ich hatte mich bemüht, mich über die einzelnen kandidaten zu informieren, was nicht so leicht war, denn wenn es überhaupt eine information gab, war diese ungenau und oberflächlich. meine favoriten waren ratzinger und martini, die auch laut presse die besten vorraussetzungen hatten. kardinal martini war der ehemalige erzbischof von meiland, gilt als der bibelexperte in der katholischen kirche, gilt als liberal, und hatte des öfteren andere meinungen als der papst, die er auch zum ausdruck brachte. mir war jedoch klar, daß ein jesuit sicherlich nicht papst werden würde, auch wenn ich es als sehr interessant empfunden hätte.

mit zu liberalen habe ich so meine probleme, da ich die kirche nicht nur als institution sehe, sondern auch als den vertreter einer sehr spirituellen ausrichtung. leider gibt es aus dem liberalen lager all zu oft meinungen, die ich als eine demontage der spirituallität ansehe. beispielsweise gibt es starke tendenzen alles nur symbolisch zu sehen, und vieles nur als gesellschaftliche akte zu deuten.

vor ein paar jahren, als Ratzinger 75 wurde, und er, wie vorgesehen, sein gesuch um rücktritt beim papst einreichte, das abgelehnt wurde, erschien in einer okkulten zeitschrift ein interessanter artikel über ihn. es hatte mich damals verwurdert, daß er überhaupt erwähnung fand in einer zeitschrift, die einem lager angehört, das nicht nur antikatholisch, sondern auch noch antichristlich ist. umsomehr überraschte mich der inhalt.
artikel


Hosea schrieb:
Klar man kann sagen, der Papst ist Gottes Vertreter, und es ist so..auserwählt, und das Amt des Papstes formt ihn schon, er wird neutraler etc., aber das ist nicht meine persönliche Sicht der Dinge.

Für mich persönlich ist Kirche eine "Glaubensinstitution", die grade caritativ viel in Deutschland bewegt hat und bewegt. Aber halt nicht die "Vertretung" Gottes auf Erden, es sind Menschen die Entscheidungen treffen..
sicherlich sind es menschen die entscheidungen treffen, und somit können auch fehler gemacht werden - niemand nimmt für sich in anspruch unfehlbar zu sein.

der papst trägt den titel Vicarius Christi, also stellvertreter christi, und nicht stellvertreter gottes. er ist demnach nur derjenige der den platz warm hält bis Jesus wieder kehrt... :wink:


Hosea schrieb:
das meinte ich mit Spielraum, und dem verbundenen "öffnen"..., das mit der Abtreibung/Verhütung ist ein Gesamtproblem immer gewesen, wie du sagtest. Aber wie du siehst geht es weiter, und ich sehe halt durch Ratzinger auch keinen Funken der Besserung, ganz speziell in diesem Punkt.
man könnte ihm vielleicht eine zu starke beamtenmentalität vorwerfen...
was die abtreibung angeht wüßte ich jetzt auch nicht wie es gelöst werden sollte. meine kritik ist nicht, daß die kirche dagegen ist, sondern wie sie sich gegenüber den betreffenden personen positioniert. man kann im vorfeld darüber sprechen, doch die endgültige entscheidung sollte der frau überlassen sein. sollte sie sich für eine abtreibung entscheiden (aus welchen gründen auch immer), was sicherlich meißtens keine leichte entscheidung ist, dann hat die kirche die aufgabe dieser person beizustehen, unabhängig von der unterschiedlichen meinung...

was für einen vorschlag zur lösung des problems hättest du?


Hosea schrieb:
von europäischer sichtweise würde ich mir nicht zu viel erwarten, denn die meißten gläubigen befinden sich außerhalb europas
genau, und wäre es nicht.. komme wieder auf mein "besser" zurück, nach einem polnischen Papst, mal einen beispielweise nicht so konservativen Papst aus z.b Asien zu wählen?

Wie ich sagte ich sehe das aus der "Institution" Sicht und da kann ich für mich sagen, ja man hätte einen "besseren" für dieses bedeutsame Amt wählen können.
da sind wir doch sehr unterschiedlicher auffassung, da ich den spirituellen aspekt stärker bewerte und es nicht nur als reine "institution" ansehe.

auch neige ich eher dazu einem italiener den vorzug zu geben, da der papst auch der bischof von rom ist, und die römer sollten doch eher einen italiener bekommen.

wobei es sicherlich auch viel unsicherheit gibt, jemanden zu wählen, der aus asien oder schwarzafrika kommt. es könnte irritierend auf europa und den nord-, wie südamerikanischen bereich wirken. die befürchtung von ablehnung ist wohl noch zu groß...

hm... :gruebel: ...aber jetzt lasse ich mich auch schon zu so "liberalen" sätzen verleiten. nach spiritueller auffassung wird schließlich der heilige geist angerufen (beschworen), der den neuen papst auswählt. er bestimmt, wer der neue stellvertreter christi sein soll, und die beteiligten werden von ihm so beeinflußt, daß der richtige gewählt wird. und nun wird Benedikt XVI. für eine weile den stuhl warmhalten...

grüße,

Greebo
 

Hosea

Erleuchteter
Mitglied seit
25. Dezember 2004
Beiträge
1.515
greebo schrieb :

hm... grübel ...aber jetzt lasse ich mich auch schon zu so "liberalen" sätzen verleiten. nach spiritueller auffassung wird schließlich der heilige geist angerufen (beschworen), der den neuen papst auswählt. er bestimmt, wer der neue stellvertreter christi sein soll, und die beteiligten werden von ihm so beeinflußt, daß der richtige gewählt wird. und nun wird Benedikt XVI. für eine weile den stuhl warmhalten...
ganz genau, trotzdem lese ich gerne deine liberalen Ansätze ;-) Das ist mit Sicherheit auch der Grund weshalb der "größte Teil der Katholiken" die Wahl eines Papstes nicht hinterfragt, bzw eine Hinterfragung garnicht vorhanden ist. Ich respektiere diese Sicht der Dinge.

der papst trägt den titel Vicarius Christi, also stellvertreter christi, und nicht stellvertreter gottes. er ist demnach nur derjenige der den platz warm hält bis Jesus wieder kehrt.
da kann ich nur sagen, was dazugelernt. War wirklich der Auffassung das der Papst "Stellvertreter Gottes" auf Erden ist.

was die abtreibung angeht wüßte ich jetzt auch nicht wie es gelöst werden sollte. meine kritik ist nicht, daß die kirche dagegen ist, sondern wie sie sich gegenüber den betreffenden personen positioniert. man kann im vorfeld darüber sprechen, doch die endgültige entscheidung sollte der frau überlassen sein. sollte sie sich für eine abtreibung entscheiden (aus welchen gründen auch immer), was sicherlich meißtens keine leichte entscheidung ist, dann hat die kirche die aufgabe dieser person beizustehen, unabhängig von der unterschiedlichen meinung...
in diesem Punkt sind wir absolut einer Meinung, du sprichst/schreibst mir aus der Seele. Eine Lösung hab ich wirklich nicht für das Problem, mir wäre es Recht wenn die "Verhütung" im Vorfeld mehr in den Blickpunkt kommen würde.

da sind wir doch sehr unterschiedlicher auffassung, da ich den spirituellen aspekt stärker bewerte und es nicht nur als reine "institution" ansehe.

auch neige ich eher dazu einem italiener den vorzug zu geben, da der papst auch der bischof von rom ist, und die römer sollten doch eher einen italiener bekommen.

wobei es sicherlich auch viel unsicherheit gibt, jemanden zu wählen, der aus asien oder schwarzafrika kommt. es könnte irritierend auf europa und den nord-, wie südamerikanischen bereich wirken. die befürchtung von ablehnung ist wohl noch zu groß...
Das der Papst ein Italiener sein sollte, sehe ich anders..ich sehe da mehr die Gemeinschaft der Christen/Katholiken und dazu würde es gehören, das man abwechselnd aus jedem Land einen Papst wählen sollte. Aber wie du richtig sagtest ist es der "heilige Geist" der einen Papst "wählt" und keine Gemeinschaft.

Mit deiner zweiten Aussage hast du mit Sicherheit recht, aber eigentlich traurig, oder? Wenn es für einen katholiken irritierend wäre wenn der Papst ein Afrikaner wäre.

Ich hab leider die Zahlen nicht einsehbar, aber ist es nicht so...das die meiste Kirchensteuer trotz weniger Katholiken in Europa erwirtschaftet wird. Könnte ich mir zumindestens vorstellen..und eine Hintergründige Angst besteht, bei einem nicht Europäer Mitglieder aus Europa zu verlieren?
 

Neurotikus

Anwärter
Mitglied seit
15. Juli 2005
Beiträge
19
Die 23 spielt auch wieder ne Rolle.

Am 19.04.2005 wurde Benedikt gewählt

19+4=23

Auf der im Fernsehen vertriebenen Sonderprägung zur Papstwahl steht

19.IV.2005 (QS 23)

Im Alten Rom war IV das kürzel für Jupiter, die Zahl 4 war IIII

Und im Tetragramaton findet man IV auch wieder, wenn man den Buchstaben He Entfernt und es ins lateinische Alphabet überträgt

YOD HE VAU HE

I H V H

I V

Wenn jemand die entsprechende Sonderprägung als Bild im Internet findet wäre ich dankbar,
 

Re-Inka-Nation

Geselle
Mitglied seit
16. Juli 2005
Beiträge
89
Kann es mir nicht verkneifen, liegt mir schon länger auf der Zunge;

"Gottes Kinder glauben an Gott,
Sonnenkinder glauben an den Sonnengott,
An Ratz-inger glauben nur .....
 

Kynokrates

Geselle
Mitglied seit
20. Mai 2005
Beiträge
93
Irgendwer äußerte neulich die Vermutung, dass Josef Ratzinger aufgrund des eingefrorenen diabolischen Grinsens vielleicht die oft angekündigte Personifizierung des Antichristen sei.

Ich persönlich glaube eher nicht, dass der Antichrist, sofern es ihn gibt, es wagen würde, nur in einer Person zu inkarnieren. Zudem wäre das zu offensichtlich, denn der Antichrist, sofern es ihn gibt, hat sich bisher eher als Meister der Verbergung ausgezeichnet.

Nun hatte ich selbst das Vergnügen, einer ehemaligen Sekretärin des vermeintlichen Antichristen zu begegnen. Diese ist zwar etwas weltfremd, aber durchaus eine gute Seele.

Ich sehe das eher so, dass das ganze blindchristliche katholische Denksystem bereits im Ausklingen befindlich ist.

Alles, was auf unmathematischem Glauben basiert, wird sich in den nächsten Jahren ohnehin nicht durchsetzen.

Therefore, i can go with Josef Ratzinger...

:mrgreen:
 

Malakim

Ehrenmitglied
Mitglied seit
31. August 2004
Beiträge
4.984
Kynokrates schrieb:
Alles, was auf unmathematischem Glauben basiert, wird sich in den nächsten Jahren ohnehin nicht durchsetzen.
Das wage ich zu bezweifeln. Im augenblick ist docheher alles im Kommen was nicht "mathematisch"/logisch ist ---> z.B. Verschwörungstheorien ;)
 

Greebo

Geselle
Mitglied seit
15. März 2005
Beiträge
86
Hosea schrieb:
..., mir wäre es Recht wenn die "Verhütung" im Vorfeld mehr in den Blickpunkt kommen würde.
da stimme ich dir zu.
leider wird das wohl sehr schwer möglich sein, da eine religion auch ein gesellschaftssysthem mitliefert, und die verhütung stellt eine gewisse gefahr für dieses systhem dar. man kann jederzeit mit jedem, ohne irgendeine konsequenzen (schwangerschaft) befürchten zu müssen. fremdgehen wird erleichtert, und auch der zwischenmenschliche umgang verändert sich...

kleiner auszug aus der "enzyklika humanae vitae" von papst Paul VI aus dem jahr 1968
enzyklika humanae vitae schrieb:
... Auch muss man wohl befürchten: Männer, die sich an empfängnisverhütende Mittel gewöhnt haben, könnten die Ehrfurcht vor der Frau verlieren, und, ohne auf ihr körperliches Wohl und seelisches Gleichgewicht Rücksicht zu nehmen, sie zum blossen Werkzeug ihrer Triebbefriedigung erniedrigen und nicht mehr als Partnerin ansehen, der man Achtung und Liebe schuldet. ...

Hosea schrieb:
Mit deiner zweiten Aussage hast du mit Sicherheit recht, aber eigentlich traurig, oder? Wenn es für einen katholiken irritierend wäre wenn der Papst ein Afrikaner wäre.
ja, das ist in der tat traurig, sollte nämlich egal sein. nur sind die europäer sehr eurozentrisch orientiert. wenn nun eine institution, wie die der kirche, plötzlich jemanden aus z.b. schwarzafrika als oberhaupt hätte, würde das schon, aus der eurozentrik heraus, eine gewisse irritation, skepsis, oder auch ablehnung hervorrufen. eine weitere distanzierung vieler mitglieder wäre warscheinlich. wobei man natürlich argumentieren könnte, daß es um diese auch nicht schade ist... vielleicht sehe ich das aber auch zu negativ.
die katholische kirche wird nunmal als europäische institution gesehen, die einen europäischen kult vertritt.


Hosea schrieb:
Ich hab leider die Zahlen nicht einsehbar, aber ist es nicht so...das die meiste Kirchensteuer trotz weniger Katholiken in Europa erwirtschaftet wird. Könnte ich mir zumindestens vorstellen..
puh, das weis ich jetzt auch nicht so genau - könnte aber leicht sein. kirchensteuer gibt es z.b. in deutschland. in anderen ländern wird es oft anders geregelt. in österreich z.b. über einen kirchenbeitrag, und in italien über eine kultursteuer, die jedoch nicht zwingend an die kirche entrichtet werden muß.
die meißten einnahmen werden von den diözesen für personalkosten ausgegeben, und nur ein kleiner betrag, der von der jeweiligen landeskirche festgelegt, und auf alle diözesen des landes aufgeteilt wird, geht an den vatikan.
der vatikan muß sich großteils selbst finanzieren. über die vatikanbank, immobilien, aktien...
in ländern, in denen der katholizismus nicht so stark vertreten ist, müssen die dortigen einrichtungen vom vatikan finanziert werden - dort gibt es keine abgaben an die kirche - mit den geldern, die er von den einzelnen landeskirchen erhält, oder was er selbst erwirtschaftet hat. in portugal finanziert sich die kirche selbst, da sie ca. 20% der immobilien besitzt, was in deutschland durch die säkularisierung nicht mehr möglich ist.


Hosea schrieb:
und eine Hintergründige Angst besteht, bei einem nicht Europäer Mitglieder aus Europa zu verlieren?
hm, na-ja, vielleicht habe ich da etwas übertrieben. austreten werden die wohl nicht gleich, doch es wird zu einer weiteren distanzierung führen, und längerfristig zu einer abkehr. sollte ein derartiger papst etwas sagen, wird er auch viel schneller als rückständig abgestempelt, und in europa weniger ernst genommen...

grüße,

Greebo
 

Ein_Liberaler

Forenlegende
Mitglied seit
14. September 2003
Beiträge
9.777
Neurotikus schrieb:
Die 23 spielt auch wieder ne Rolle.

Am 19.04.2005 wurde Benedikt gewählt

19+4=23
Daß man mal die Jahreszahl mitzählt und mal nicht, erleichtert die Suche nach der 23 doch merklich...

Im Alten Rom war IV das kürzel für Jupiter, die Zahl 4 war IIII
Nach verbreiteter Ansicht wird die 4 nur auf den Zifferblättern unserer modernen Uhren IIII geschrieben, damit es halbwegs symmetrisch aussieht. (Bis vor fünf Minuten hätte ich das auch noch beschworen.) Tatsächlich findet man nach kurzem Googeln beide Schreibweisen:

IIII auf Resten eines Geschützes der Legio IIII Macedonica:

http://imperiumromanum.com/militaer/heer/legionen04_02.htm

Und die bekanntere IV zum Beispiel in einer Bauinschrift:

http://www.legioxv.org/hauptseite/main/historlegio.htm
 

Kynokrates

Geselle
Mitglied seit
20. Mai 2005
Beiträge
93
Malakim schrieb:
Kynokrates schrieb:
Alles, was auf unmathematischem Glauben basiert, wird sich in den nächsten Jahren ohnehin nicht durchsetzen.
Das wage ich zu bezweifeln. Im augenblick ist docheher alles im Kommen was nicht "mathematisch"/logisch ist ---> z.B. Verschwörungstheorien ;)

Sagen wir so, manche Verschwörungstheorien sind unmathematisch, manche nicht. Aber ich gebe dir recht, dass die unmathematischen immer mehr im Kommen sind.

;)
 

Ambrosius

Geselle
Mitglied seit
26. Juni 2005
Beiträge
56
Ellinaelea schrieb:
Nr. 1: Nirgends steht hier irgendetwas von Bücherverbrennungen durch die katholische Kirche, die Rede ist lediglich von kleinen amerikanischen Freikirchen. Abgesehen davon führen die Links meist zu irgend einer sowieso nicht ernstzunehmenden Esoterikquelle :lol: :lol:

Nr. 2: Du bist weder so geistreich noch so lustig oder gar alternativ mit deiner antikirchlichen Einstellung, im Gegenteil, mit deinen Stereotypen repräsentierst gerade du die breite Masse der Herdentiere (im Übrigen: Ich habe noch keine Kuhherde mit Papsttum gesehen, von wegen typisch für Herdentiere).

Nr. 3: Ich wünsche dir ein wenig mehr Weisheit
 

piraatje

Anwärter
Mitglied seit
24. September 2005
Beiträge
11
Hosea schrieb:
der vatikan muß sich großteils selbst finanzieren. über die vatikanbank, immobilien, aktien...
ähm....dumme frage vll...aber nimmt der vatikan nicht das meiste aus immobilien ein?...ich mein, die katholische kirche ist doch DIE institution, die die meisten ländereien, o.g. immobilien etc besitzt, oder hau ich da irgendwas durcheinander???
lg
 

Hosea

Erleuchteter
Mitglied seit
25. Dezember 2004
Beiträge
1.515
hi piraatje...das hat Greebo gesagt. Er meinte damit den "Vatikanstaat" , die Kirchensteuern werden so ist zumindestens mein Wissen, schon in der jeweiligen Gemeinde/Land wieder angelegt.
Wie kommst du drauf, das die Kirche mehr Einnahmen aus Immobilien als aus Kirchensteuern hat?
 
Oben