Kein deutsches Bier bei der WM

Ist es okay, dass während der Fußball-WM 2006 kein deutsches Bier ausgeschenkt werden darf?

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Winston_Smith

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Mach Dich nicht lächerlich. Es gibt 12 Stadien. In denen im Schnitt 50 000 Leute sitzen. Davon trinkt ein Teil Bier. Zugegeben.

Aber wieviele Haushalte gibt es in Deutschland. Wieviele private Fußballparties wird es geben? Wieviele fans hauen sich VOR dem Spiel mit DEUTSCHEM Bier einen rein?
 

forcemagick

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nun ja die globale entwicklung zeigt sich hier jedenfalls wieder einmal deutlich... es ist eben nicht mehr selbstverständlich, dass bei einem solchen fest gerade einheimische brauereien einen guten platz an der poolposition bekommen...

es ist ein fest der global-player und das ist das eigentlich bedenkliche...

vieleicht mag es dem ein oder anderem etwas übertrieben vorkommen wenn hier bei manch anderem die alarmglocken angehen, aber ich persönlich bin auch schon etwas überreitzt wenn die gloablisierung wieder mal offen folgen zeigt.
 

nicolecarina

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@ winston
es ging mir in letzter Konsequenz nicht um das Bier sondern um die Problematik die Force ebenso sieht.

Sicher dass Du Dich nicht lächerlich machst?
Wir reden offenbar gar nicht über das selbe ...
Deine Rechnungen gehen jedenfalls vollkommen an meinen Aussagen vorbei.
 

St-Germain

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Auf jeden Fall können die Amis kein Bier brauen, das ist doch alles nur Wasser mit Farbstoff :wink:
Und wenn schon Ami-Bier, dann könnte es wenigstens 'Duff' sein!
 

Winston_Smith

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Sicher dass Du Dich nicht lächerlich machst?

JA.


Mir geht dieses Antiglobalisierungsgelaber ziemlich auf den Geist. Mehr noch. Dieses Nationalstaatliche/Nationalmarktgetue nervt einfach.

Ich halte üüüberhaupt nichts davon, das eigene Land gegenüber anderer Produkte abzuschotten.

Aber bitte, wenn ihr wollt, dann trinkt deutsches Bier in deustchen Stadien, fahrt deutsche Autos, benutzt deutsche Handys.

Denn wer möchte schon das Bier "der Amis" trinken oder die Autos "der Japse" fahren....
 

nicolecarina

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schön für Dich - Mit Deiner Übertreibung fang ich ehrlich gesagt auch nichts an. Wir scheinen den Weg der goldenen Mitte tatsächlich verloren zu haben.

Von Abschottung hat kein Mensch geredet.

Fehlt Dir der Überblick?
 

forcemagick

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Winston_Smith schrieb:
Mir geht dieses Antiglobalisierungsgelaber ziemlich auf den Geist. Mehr noch. Dieses Nationalstaatliche/Nationalmarktgetue nervt einfach.

ja ;) also... mir geht das auch tierisch auf den geist ;) aber was will man machen..

der binnenmarkt ist halt nun mal der größte arbeitgeber in so einer einrichtung wie einem nationalstaat... wir gehen halt nun mal in masse vor die hunde wenn der nationale markt die wuppe macht...

also ;) auch wenn es noch so sehr nervt... vom erfolg amerikanischer oder japanischer firmen haben wir schlicht einen feuchten ranzligen scheißdreck ;)

globalisierung ist einfach nicht so toll wie man es uns verkaufen will .. ich meine klar da stecken werbemillionen drini ;) ... ich würd als global-player auch so tun als wäre das ne prima sache...
 

nicolecarina

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Vor allem haben die Leute schon im Mittelalter weltweiten Handel getrieben, der ist also ein ganz alter Hut. Heute geht das eben schneller und veflochtener und durch weltweite Profitgier müssen sich ja zwingend Probleme für kleine und mittelständische Wirtschaften ergeben. Und dass das kein blödes Gelaber ist zeigt ja die Tatsache, dass es bis vor einigen Jahren noch eine recht erfolgreiche Kartellregelung gab die allerdings das Papier nicht mehr wert ist auf dem sie steht weil eben die segensreichen Globalisierungsfreunde ständig neue Mittel und Wege finden, ihr Schäfchen per Monopolisierung ins Trockene zu bringen. ist wohl auch nicht mehr aufzuhalten, aber wenigstens ein Schaf sollte für jeden anderen auch noch übrigen bleiben denke ich.

Deshalb find ichs halt schon "klasse" dass eine Biernation von Weltruf zum Mega-Event beim "Heimspiel" ne fremde Brühe vorgesetzt bekommt und da immer noch einige "Super" schreien udn gar nicht merken, wohin das führen kann...
 

forcemagick

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nicolecarina schrieb:
Deshalb find ichs halt schon "klasse" dass eine Biernation von Weltruf zum Mega-Event beim "Heimspiel" ne fremde Brühe vorgesetzt bekommt und da immer noch einige "Super" schreien udn gar nicht merken, wohin das führen kann...

weniger wohin das führt sondern was das ist und wie spät es grad ist...

das sind auswirkungen dessen was läuft ...
 

forcemagick

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naja ich denke es wurde ja durchaus dargelegt was der grund für die alarmglocken ist...

natürlich geht es hier nicht allein um die lauschige alksuppe allein...

vielleicht ist der thread thematisch nicht ideal betitelt.. aber ich denke der zirkelschluss vom eingangsthema und der entstandenen diskussion sollte nicht all zu schwer sein...

es ist schlicht ein weiteres schönes beispiel für das was sich da an entwicklung vollzieht...

vielleicht sehen wir es jetzt mal so anstatt jetzt froh und heiter aussagen aus dem kontext zu lösen und zu polemisieren.. da gibts doch nix für ;)
 

nicolecarina

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naja ich wollte die globalisierungsdebatte an sich auch nicht von vorne aufrollen - aber es interessierte mich schon, ob die im threadtittel genannte erscheinung als folge eben dieser globalisierung interpretiert wird oder nicht und falls ja wie.

von daher fand ich die diskussion allemal aufschlussreich.
außerdem hab ich lust auf ein bier... ich glaub ich hol mir nachher eins...
und guck außerdem gleich noch im maketradefair-thread rein :lol: 8)
 

_Dark_

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@force und nic

ihr seht da also das problem, dass quasi so als anzeichen für die fortschreitende globalisierung inzwischen sogar soetwas möglich ist??

nuja, da haste schon irgendwie recht, nur denke ich halt auch, dass man das nicht so tragisch sehen sollte..
ich sehe da den "kulturellen" verlust, wenn man den so nennen darf, jedenfalls als größer an, als den wirtschaftlichen.

siehe nur mal die olympiade, da durfte ja auch nicht nur zatziki verkauft werden und die griechen haben mächtig davon profitiert..

alles die aufregung nicht wert..
was das binnenmarktthema angeht, hast du aber meine volle unterstützung :wink:
 

nicolecarina

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aber sie durften ihr tzatziki wenigstens verkaufen.

ich mein, wann genau soll man sich denn aufregen - wenn das kind in den brunnen gefallen ist?

im übrigen hast du recht: von den wirklich kulturellen werten und solchen machenschaften haben wir noch nicht mal gesprochen, und da seh ich die sache nicht besser - versprochen :roll:
 

rem_sper

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OMG,was für Diskussion. Der böse, böse Kapitalismus zerstört unsere deutsche Wirtschaft :roll:
Was glaubstdu denn, was die Amerikaner sich denken, wenn beim amerikanischsten Spiel aller Spiele, Baseball, plötzlich Adidas Standardausrüster einiger Teams wurde? Gar nichts. Hier gibt es wegen des Bierausschanks großes Gezeter. Da muß man sich über die Lage dieses Landes nicht mehr wundern...
 

Paradewohlstandskind

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nicolecarina schrieb:
und guck außerdem gleich noch im maketradefair-thread rein :lol: 8)

Da tust Du wohl, denn Deutschlands Wirtschaft wird die 4 Wochen Budweiser schon verkraften, anders sehen die Folgen eines Weltkapitalismus in den armen Ländern aus, da gilt es anzusetzen und nicht bei der Angst um irgendeine "deutsche (Bier-)Kultur" oder Nichtgewinnen (keine Verluste) von Brauereien und/oder anderen deutschen Branchenzweigen. Wir sind eines der reichsten Länder der Welt, dass muss man sich stets vor Augen halten.
 

nicolecarina

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denn Deutschlands Wirtschaft wird die 4 Wochen Budweiser schon verkraften, anders sehen die Folgen eines Weltkapitalismus in den armen Ländern aus, da gilt es anzusetzen und nicht bei der Angst um irgendeine "deutsche (Bier-)Kultur" oder Nichtgewinnen (keine Verluste) von Brauereien und/oder anderen deutschen Branchenzweigen. Wir sind eines der reichsten Länder der Welt, dass muss man sich stets vor Augen halten.

@rem-sper und pwk:
blickt ihrs nicht oder wollt ihr nicht? auch ein weltkapitalismus fängt im kleinen an und es geht mir nicht um vier wochen bierausschank oder nicht. im übrigen entwickelt sich auch deutschland zu einem modernen entwicklungsland unter anderen vorzeichen. genau darum geht es eigentlich bei dieser diskussion. außerdem kann ich mir kaum vorstellen, dass adidas bei einer ähnlichen veranstaltung andere marken verbieten lässt wie das beispielsweise bei der olympiade in athen passiert ist.

im grunde ist es müßig weiter mit euch drüber zu diskutieren - an diesem punkt wäre alles gesagt - komplettes missverständnis, thread kann auch verschwinden.

*ächz*

um die "gegenpartei" zu zitieren - das zitat passt offenbar für jeden standpunkt: kein wunder dass es mit dem land bergab geht... :roll:
 

Paradewohlstandskind

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nicolecarina schrieb:
blickt ihrs nicht oder wollt ihr nicht? auch ein weltkapitalismus fängt im leinen an und es geht mir nicht um vier wochen bierausschank oder nicht. im übrigen entwickelt sich auch deutschland zu einem modernen entwicklungsland unter anderen vorzeichen

Hierbei geht es aber weder um Ausbeutung von Arbeitskräften, noch um illegale Menschenleben gefährende Methoden, sondern nur um Deutschtümelei, ob es in den Stadien nun Biersorte A oder B zu kaufen gibt ist doch vollkommen schnurz. Alle Brauereien betrügen ihre Arbeiter und Angestellten um den Mehrwert, da ist es doch im rahmen einer internationalen Solidarität mit der Arbeiterschaft egal, welcher Bierbrauer dafür sorgt, dass in den Stadien eine feuchtfröhliche bis aggressive Stimmung herrscht.

Dieser Vertrag zwischen der FIFA und der Brauerei sind kein Anzeichen dafür, dass sich Deutschland in ein Entwicklungsland verwandelt. Thyssen-Krupp hat z. B. Rekordgewinne eingefahren, genauso wie Dauimler Chrysler und AUDI.

Die Globalisierung hat ganz andere Opfer, als deutsche Autobauer oder Brauereien. Hier wird doch nur die Identitätsverlust beklagt, den ich nicht nachvollziehen kann und der sich doch auch nur wieder auf Antiamerikanismus gründet.
 

haruc

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Der Stärkere wird auf kurz oder lang den Schwächeren fressen, so einfach is das. Wir sehen die Nachteile momentan bei Opel: GM war stärker, und nun dürfen wir hier 10.000 Arbeitslose mehr im sozialen Netz hängen haben.

Die deutschen Brauereien sind im Vergleich zum Ausland meist mittelständische oder Betriebe.

Warsteiner ist der grösste Betrieb und der Ausstoß beträgt im Jahr 4,9 millionen Hektoliter. Im Vergleich dazu bringt es die Heineken Brauerei auf 70 millionen Hektoliter. Jever mit 1,8 mill. Hl gehört auch noch zu den grossen in Deutschland.
Durch die Vielfalt der Brauereien bleibt auch eine Vielfalt der Sorten und eine große Auswahl erhalten.

Da aber immer weniger Leute Bier trinken und die Ausstoßzahlen rückläufig sind, bekommt die dt. Brauereiindustrie, die mit ihrem Wirtschaftsvolumen von jährlich über 10 Milliarden € noch vor der Süßwarenindustrie liegt, enorme Probleme.

Die Folge ist eine Übernahme durch (meist) Ausländische Firmen. Dies gilt es zu verhindern, denn es ist nicht von Vorteil, ein Krümel am Hintern der Großen zu sein, der einfach mal abgeschüttelt wird. Allein 41.000 Menschen finden momentan in Deutschland ihre Arbeit direkt in den Brauereien, die Zulieferbetriebe, Verpackungshersteller, Bauern usw. nicht mitgerechnet.

Bier ist in Deutschland eine Wirtschaftsmacht; sie darf nicht zerstört werden, schon garnicht durch ein Ami-Bier, welches auch den Ruf hat, der einzig geglückte Versuch, Wasser zu verdünnen zu sein.



Meine Herren, es ist fünf vor Zwölf. ;)
 
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