Elixier des Dr. Faustus - Der Länger-leben-Thread

Jay-Ti

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Die bekannte Klosterstudie, welche einen Hinweis darauf liefert, dass die Übersterblichkeit der Männer (Wir alle kennen den selbstgefälligen Hinweis der Damenwelt "Haha! Ich werde 6 Jahre länger leben als Du!") nicht genetisch bedingt ist, sondern auf die Lebensumstände der Männer zurückzuführen ist.

http://www.klosterstudie.de
 

antimagnet

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SentByGod schrieb:
Die Menschen auf der Welt sind zu verschieden und unterschiedlichen Umwelteinflüssen ausgesetzt, da kann man soviel reden wie man will.
genau das wird ja durch die statistische auswertung berücksichtigt. sonst bleibt es bei einzelfall-analysen, und wer weiß schon, ob sich die ergebnisse des einen einzelfalls auf einen anderen einzelfall übertragen lassen - die beiden sind ja meist höchst unterschiedlich...
 

Hans_Maulwurf

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Albath

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Hallo
Ja ja immer diese Mainstream Statistiken. Ein bisschen Wahrheit ist schon daran, aber lustig ist es schon, zu schauen wer die Statistiken in Auftrag gab! Aber ich meine es liegt ja wohl auch im Ermessen eines jeden selber zu entscheiden wie er sein Leben oder seine Gesundheit gestalten will.

Die Mittel und das Wissen ist da, es umzusetzen aber wer tut es schon.
Gruss Albath
 

Giacomo_S

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Jay-Ti schrieb:
Die bekannte Klosterstudie, welche einen Hinweis darauf liefert, dass die Übersterblichkeit der Männer (Wir alle kennen den selbstgefälligen Hinweis der Damenwelt "Haha! Ich werde 6 Jahre länger leben als Du!") nicht genetisch bedingt ist, sondern auf die Lebensumstände der Männer zurückzuführen ist.
Arzt: Sie müssen gesünder leben. Das Rauchen aufgeben, kein Alkohol mehr, gesünder essen, keine Frauengeschichten.
Patient: Lebe ich dann länger ?
Arzt: Nein. Aber es kommt Ihnen länger vor.

Wenn ich einen klösterlichen Lebensstil pflegen darf, um besonders alt zu werden, dann möchte ich erst gar nicht alt werden.
 

Mr. Anderson

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"Klösterlich" ist anscheinend ein relativer Begriff :O_O: . Jedenfalls trinke ich nicht, rauche nicht und bin Vegetarier (und trinke keinen Kaffee, falls das auch irgendwie zählt). Mir kommt das normal vor.
(Aber dafür muss ich beim Lotto spielen meinen Ausweis immer noch vorzeigen.)
 

Goatboy

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Zur mediterranen Diät (ich kann's bald nicht mehr hören...) und ähnlichen Späßen, sei dieser Artikel allen empfohlen, die Zeit und Lust haben, ihn zu lesen.
 
G

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Mein Fazit zu all den Studien, Untersuchungen und Artikeln:

Zu jedem findet man eine beliebige Anzahl von anderen Studien, Untersuchungen und Artikeln, die das genaue Gegenteil behaupten.

Mann kann es sich also entweder aussuchen, oder komplett darauf pfeifen und zu dem Schluß kommen, daß es keine gesicherten Erkenntnisse über den Stoffwechsel gibt.
 

DrJones

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Hm, dieser Blondschopf erinnert mich ein wenig an Ben Stiller in Zoolander bzw seinen Konkurenten Hansel
 

NoToM

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Gesund zu leben kann eine durchaus wirksame Strategie sein, um länger zu leben.
Ein anderer Ansatz ist, die natürlichen Reperaturmechanismen unseres Körpers zu verbessern.
Einen interessanten Artikel zum Thema findet sich hier:

http://www.geo.de/GEO/mensch/medizin/4925.html?p=1

Ich denke, wir werden in absehbarer Zeit Lebensverlängernde wenn nicht gar "unsterblich" machende Arzneien herstellen können. Unsterblich in biologischen Sinne natürlich, nicht zu verwechseln mit unterstörbar.

Dies könnte der Startschuss für die Expansion der Menschheit in den Weltraum sein. Wozu WARP-Antrieb wenn man Zeit hat?
 

agentP

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An meiner Lieblings-Currywurstbude hängt folgendes:

Manche Menschen essen nur Gemüse und Obst, rauchen und trinken nicht. Zur Strafe werden sie 90 Jahre alt.
Passt gut in den Thread und die Kernfrage ist trotzdem nicht uninteressant: Wer sagt denn, dass immer älter zu werden (oder gar unsterblich) überhaupt erstrebenswert ist?
 

NoToM

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agentP schrieb:
An meiner Lieblings-Currywurstbude hängt folgendes:

Manche Menschen essen nur Gemüse und Obst, rauchen und trinken nicht. Zur Strafe werden sie 90 Jahre alt.
Passt gut in den Thread und die Kernfrage ist trotzdem nicht uninteressant: Wer sagt denn, dass immer älter zu werden (oder gar unsterblich) überhaupt erstrebenswert ist?
Ich hoffe, dass das jeder für sich selbst entscheiden darf, was für ihn erstrebenswert ist und was nicht.
 

Themis

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Was spricht denn, vorausgesetzt die Lebensqualität bleibt erhalten, gegen ein langes Leben?
Man kann die eigenen Nachkommen aufwachsen sehen, als lebenserfahrener Mensch klug daherreden, seine Rente einfahren und wird in den meisten Gesellschaften der Welt äußerst respektvoll behandelt.

Ideal wäre es, sich zu Lebzeiten der Völlerei hinzugeben und trotzdem gesund alt zu werden
:eek:gzapftis: :schirmchen:

Das klappt aber oft nicht.
 

BaronSamedi

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Themis schrieb:
Ideal wäre es, sich zu Lebzeiten der Völlerei hinzugeben und trotzdem gesund alt zu werden
...

Das klappt aber oft nicht.
wobei die "völlerei" einen ja auch träge machen kann. (was man dann eventuell an die umwelt weitergibt). gesundheit befindet sich ja irgendwo zwischen subjektiver und objektiver interpretation. ein junkie fühlt sich ja auch wohler, wenn er was in den venen hat, um mal ein extremes bild zu nehmen

die who definiert gesundheit als;
„Zustand völligen körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur als das Freisein von Krankheit und Gebrechen“

Hurrelmann 1997 definiert Gesundheit als: „ Zustand des objektiven und subjektiven Befindens einer Person, der gegeben ist, wenn diese Person sich in den physischen, psychischen und sozialen Bereichen ihrer Entwicklung im Einklang mit den eigenen Möglichkeiten und Zielvorstellungen und den jeweils gegebenen äußeren Lebensbedingungen befindet.“

völlerei ist ja evt auch nur eine form der kompensation für das nichtvorhandensein eines anderen aspekts der gesundheit, psych/physisch/ sozial.
z.b. bei frustessen oder komasaufen
 

Themis

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BaronSamedi schrieb:
wobei die "völlerei" einen ja auch träge machen kann. (was man dann eventuell an die umwelt weitergibt). gesundheit befindet sich ja irgendwo zwischen subjektiver und objektiver interpretation. ein junkie fühlt sich ja auch wohler, wenn er was in den venen hat, um mal ein extremes bild zu nehmen
Wobei sein Gefühl in der Regel nur von kurzer Dauer ist. Ich habe beruflich oft mit Junkies zu tun. Und ich kenne keinen, der mit seiner Situation im allgemeinen glücklich ist.

die who definiert gesundheit als;
„Zustand völligen körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur als das Freisein von Krankheit und Gebrechen“
Ungefähr 1/3 aller Menschen mit einer Alzheimer-Demenz sind sich ihrer Demenz nicht bewusst. Die meisten fühlen sich dabei wohl. :zwinker:

völlerei ist ja evt auch nur eine form der kompensation für das nichtvorhandensein eines anderen aspekts der gesundheit, psych/physisch/ sozial.
z.b. bei frustessen oder komasaufen
Richtig. Das trifft generell auf das Suchtverhalten zu.
 

BaronSamedi

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Themis schrieb:
Wobei sein Gefühl in der Regel nur von kurzer Dauer ist. Ich habe beruflich oft mit Junkies zu tun. Und ich kenne keinen, der mit seiner Situation im allgemeinen glücklich ist.
zum (un)glück gibt es ja verdrängung. die greift genauso auch bei weniger drastischen "sünden"
wenn das "gefühl"wieder nah/da ist oder die versuchung groß, verdrängt man gerne mal den gesamtzusammenhang, den man ja auch nur noch aus den zwei perspektiven begreift. meinetwegen 'sich unwohl im körper fühlen' und naschen. lifestylechanges haben ja auch immer mit mentalitätswandel oder umstellen mehrerer aspekte der persönlichen zeitgestaltung zu tun. und man muss seine eigene situation losgelöst von der eigenen perspektive sehen und zumindest so objektiv einschätzen können, dass man wieder "selbstverantwortung" erlangt.(selbst wenn man dann immer noch die "eher falsche"entscheidung trifft.)
gerade dass ist ja so schwer.

Ungefähr 1/3 aller Menschen mit einer Alzheimer-Demenz sind sich ihrer Demenz nicht bewusst. Die meisten fühlen sich dabei wohl. :zwinker:
ich dachte immer viele alzheimer patienten kommen sich oft ziemlich verloren vor...alte menschen sind ja auch oft schon etwas bescheidener. sozial ist es bestimmt auch nicht einfach für angehörige/pflege kommt vermutlich vor allem auf den einzelfall und die situation an.
 

Themis

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Natürlich, hast recht.
Ich wollte eigentlich darauf hinaus, dass das "Wohlbefinden" sehr subjektiv ist.
Es können prinzipiell immer krankhafte Zustände ohne subjektiven Leidensdruck vorliegen.

[...] und man muss seine eigene situation losgelöst von der eigenen perspektive sehen und zumindest so objektiv einschätzen können, dass man wieder "selbstverantwortung" erlangt.(selbst wenn man dann immer noch die "eher falsche"entscheidung trifft.)
gerade dass ist ja so schwer.
Auch meiner Erfahrung nach treffen die meisten einfach nur aus Bequemlichkeit die falsche Entscheidung.
Der Raucher, der übergewichtige, der Typ-2-Diabetiker... die meisten chronischen Erkrankungen erfordern viel Disziplin.
Und tatsächlich machen sich nicht selten Menschen, wenn es unbequem wird, etwas vor.
 
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