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Der Ursprung des Bösen und des Leides

Dieses Thema im Forum "Philosophie und Grundsatzfragen" wurde erstellt von arius, 12. Januar 2004.

  1. arius

    arius Erleuchteter

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    Warum soll Gerechtigkeit nicht auch vom Menschen als göttliche Eigenschaft übernommen werden ? Andere Tugenden sind es ja auch. Es geht doch darum, diese Tugenden wieder im Rahmen des Aufstiegs zu entwickeln, zu fördern und die Untugenden anzulegen !
    Damit tritt man dem Bösen entgegen und fördert den Heilsplan.

    Ich will es an einem Beispiel klar machen:

    Bereiche menschlicher Zufluchtssuche sind die Berge, die Wälder, die Strände. Menschen suchen Zerstreuung und Vergnügen und meinen, sie könnten dadurch Zuflucht finden. Solche Zuflucht ist Sache des weltlichen Menschen, aber seiner Seele bringt sie keinen Gewinn.

    Es gibt jedoch auch eine geistige Zuflucht, nämlich Gerechtigkeit, Glaube und Wahrheit. Dieses ist die wahre Zuflucht des Menschen, denn sie bringt seiner Seele Gewinn über den Tod hinaus.

    Um aber in der Gerechtigkeit, im Glauben, in der Wahrheit Zuflucht finden zu können, bedarf es für den Menschen einer anderen Einstellung zum Leben. Wer sich zur weltlichen Zuflucht hingezogen fühlt, genießt lediglich, was die Welt ihm zu bieten vermag - aber das ist nicht die wahre Zuflucht.
    Die göttliche Welt gönnt den Menschen wohl etwas, doch es ist ein Unterschied zwischen den Bereichen irdischer Zufluchtssuche und jener Zuflucht, die der Mensch in der Gerechtigkeit, im Glauben, in der Wahrheit - um nur diese drei zu nennen - findet und die allein ihm wahren Gewinn bringt. Dadurch vermag er einen inneren, geistigen Reichtum aufzubauen. Vielleicht sucht er diese 'Zufluchtsstätten' abwechslungsweise auf, vielleicht liegt ihm die eine mehr als die andere.
    In jedem Fall jedoch bringt solche Zuflucht seiner Seele Gewinn, einen gei-stigen Reichtum, der für ihn dereinst bedeutsam ist. Denn nach dem Abscheiden von dieser Erde ist für ein jedes maßgebend, wie es gelebt und wo es Zuflucht gesucht hat.

    Gerechtigkeit spielt in der Geisteswelt eine überragende Rolle. Bei uns Menschen wird es mit der Gerechtigkeit nicht so genau genommen.
    Immerhin hat jemand, dem Schaden oder ein Unrecht zugefügt worden ist, die Möglichkeit, sich bei der Obrigkeit Recht zu verschaffen. Welches Gericht sich mit ihm befasst, hängt davon ab, wie schwer das ihm zugefügte Unrecht ist. Der Mensch kann also in dieser Welt nicht wegen einer Kleinigkeit das höchste Gericht in Anspruch nehmen. Das Gesetz regelt, welchen Weg er zu gehen hat.

    Im Geistigen ist das Gesetz viel genauer als auf Erden. Aber auch dort ist es so, dass ein Heimgekommener einer geringen Sache wegen nicht die höchsten Engel, nicht das höchste Gericht für sich in Anspruch nehmen kann. Auch im Geistigen ist die 'Zuständigkeit' genau festgelegt, je nach der Schwere der begangenen Verfehlungen. Engel Gottes sind dafür auserwählt, Recht zu sprechen, und im geistigen Gesetz ist geregelt, welche Engelwesen jeweils zu entscheiden haben.

    Man darf nicht vergessen, dass ein jedes, das in die Ewigkeit hinüber tritt, seine im Erdenleben begangenen Verfehlungen gewissermaßen offen vor sich her trägt… Da gibt es nichts zu leugnen, nichts zu verbergen - alles ist offen. Je nach seinem Verschulden - und dieses prägt seine Erscheinung, treten die dafür zuständigen Engelwesen vor ihn hin, um über ihn zu richten. Nicht das betroffene Wesen hat darüber zu entscheiden, wer über es zu richten habe - darüber entscheidet die Engelswelt. Vielleicht tritt ein Gnadenengel, ein Fürbitter für das betreffende Wesen ein.

    Gruß Arius
     
  2. Aphorismus

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    im moment in den neuronen deines kopfes
    Das Konzept "Gerechtigkeit" haben sogar Affen!

    Der niederländische Forscher Frans de Waal hat da hervorragende Untersuchungen angestellt!

    Wenn du zum Beispiel eine Gruppe Affen, die normales Futter kriegen, mit einem Stück Gurke belohnst, wenn sie dir ein Stöckchen, dass du in die Gegend pfefferst, zurückbringen, so tun sie das in 95% der Fälle.

    Du wirfst den Stock und schon überschlagen sie sich vor Einsatz, weil sie alle das Stück Gurke haben wollen. In 95% aller Fälle, bringen sie den Stock zurück - manchmal rangeln sie sogar ein bisschen darum, wer das machen darf.

    Jetzt führst du aber eine neue Regel ein: Wenn ein bestimmter Affe dir den Stock zurückbringt, so kriegt er anstatt des Stücks Gurke ein paar Weintrauben. Die anderen kriegen weiter das Stück Gurke, nachdem vorher alle so verrückt waren.

    Was passiert?

    Die anderen Affen verlieren Stück für Stück das Interesse daran, das Stöckchen zurückzubringen. Und das, obwohl sich an ihrer Belohnung - ein Stückchen Gurke, für das sie eben noch wie wild gekämpft haben - nichts geändert hat.

    Jetzt geht man noch einen Schritt weiter:

    Alle Affen kriegen, wenn sie den Stock zurückbringen, ein Stückchen Gurke wie immer. Aber der eine Affe, dem man vorher für diesen Job mit Weintrauben belohnt hat, kriegt jetzt immer Weintrauben, ohne dass er dafür das Stöckchen holen oder sonst etwas tun muss.

    Was passiert?

    Keiner der Affen hat mehr Bock das Stöckchen zu holen.

    Sogar Affen haben also offenbar einen Sinn für Fairness.

    Das sollten Mal Politiker begreifen, dass sogar Affen keinen Bock drauf haben was materielle Güter angeht, ver*rscht zu werden.

    @ arius:

    Bist du dir eigentlich noch dessen bewusst, dass deine ganze Story da ein Modell ist, mit dem man sich die Welt erklären kann, oder hälst du es schon für Realität?
     
  3. Benkei

    Benkei Großmeister

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    Gerechtigkeit

    Mag sein, dass das Verhalten von Affen von uns als "Gerechtigkeit" interpretiert wird.

    Aber ich muss Booth zustimmen, dass Gerechtigkeit nur ein Konstrukt ist und ein subjektives noch dazu.
    Es gibt vielleicht gewisse Situationen, in denen sich die Mehrzahl der Beteiligten darüber einig sind, welche Urteilsweise als "gerecht" bezeichnet werden kann.
    Gemeinhin ist dies aber selten der Fall, so dass Gerechtigkeit häufig davon abhängt, welchen Blickwinkel der Urteilende selbst von der Situation hat.

    Meines Erachtens verhält es sich mit vielen anderen Tugenden ähnlich.

    Ich denke jede Sicht der Realität, die man sich durch begriffliches Denken und Urteilen angeeignet hat ist ein Konstrukt. Natürlich ein absolut notwendiges, auf das man zurückgreifen muss, um weitere Gedanken und Urteile abgeben zu können.

    Von der Warte aus ist "arius´ ganze Story" generell auch nichts anderes als das Realitätenkonstrukt von Johann Schmidt. Zwar nicht so alltäglich wie das von Johann, aber prinzipiell damit Vergleichbar, auch wenn Johann mit seinem Konstrukt möglicherweise einfacher und unbemerkter seinen Lebensweg in der Konsumgesellschaft gehen kann.
     
  4. Booth

    Booth Erleuchteter

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    @arius

    Du hast mir immer noch nicht meine Frage beantwortet - soll ich sie nochmal wiederholen? Mach ich gerne :)

    Wenn Du die Frage nicht beantworten WILLST, ist das OK - brauchst Du nur zu sagen.

    Trotzdem nochmal meine Bitte, die Frage direkt zu beantworten.

    gruß
    Booth
     
  5. Zerch

    Zerch Ehrenmitglied

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    Ich denke Lebewesen haben Gerechtigkeit als sinnvolles Mittel des zusammenlebens quasi erfunden.Für Lebewesen unserer Einschätzung ist Gerechtigkeit wichtig.(nach unserer dominierenden Einschätzung leben nur organische Lebensformen-was nicht bedeuten muß daß es ausschließlich so ist , wenn doch ebenso alles mögliche eine gewisse Definition von Leben beinhalten könnte....nur so am Rande)
    Aber....(!????????????)
    Wäre das Universum in sich gerecht aufgeteilt , so müsste jeder Planet dem anderen gleichen.-Das tun sie aber nicht.Sicherlich ein blödes Beispiel , da Gerechtigkeit nicht unbedingt im Einklang mit "Gleichheit" stehen muß.
    Vielleicht würde die Frage , ob es gerecht war daß die Dinosaurier starben , dem was ich meine etwas näherkommen.....dabei ganz gleichgültig ob wir diese Frage beantworten können oder nicht.
    Deshalb denke ich daß das was ich jetz mal ganz salopp als "Uressenz" bezeichnen könnte , keine Gerechtigkeit kennt.-Es ist einfach das was es ist....mal so , mal anderst.
     
  6. Aphorismus

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    @ Zerch & Benkei:

    Es gibt meiner Meinung nach einen Unterschied zwischen Verteilungsgerechtigkeit auf der einen und einer abstrakten, transzendenten Gerechtigkeit auf der anderen Seite.

    Verteilungsgerechtigkeit bezieht sich nur auf materielle Dinge. Wenn ich viel zu essen habe und du verhungerst, weil ich dir nix abgebe, dann ist dass eine - was die materielle Verteilung angeht - ungerechte Situation.

    arius redet aber über Gerechtigkeit in einem transzendentalen Sinne, also über Gerechtigkeits-Fragen, die wir nicht beeinflussen können, weil sie nichts mit der Verteilung zum Gütern zu tun haben (Zum Beispiel: "Womit habe ich diese Eltern verdient?").

    Über den Unterschied sollte man nicht hinwegtäuschen, indem man sagt: "Gerechtigkeit ist sowieso nur ein Konstrukt..."

    Wie gesagt - schon Insekten haben einen Sinn für Verteilungsgerechtigkeit, und die sind viel zu doof um irgendwas sprachlich zu "konstruieren". :wink:
     
  7. Benkei

    Benkei Großmeister

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    Eine Welt der Konstrukte/Konstrukt Welt

    Meine obigen Ausführungen waren auch nicht so sehr auf die Verteilungsgerechtigkeit bezogen als viel mehr auf das, was du hier als "Gerechtigkeit in einem transzendentalen Sinne" bezeichnest.

    Verteilungsgerechtigkeit kann man wohl am ehesten objektiv betrachten, bspw. nach der Warte: "gleicher Lohn für gleiche Arbeit".

    Das, was wir im transzendentalen Lichte als "Gerechtigkeit" bezeichnen kann aber immer nur subjektiv erschlossen werden. Es wird deshalb, sobald man beginn es in eine "Form" zu bringen, zum eigenpersönlichen Konstrukt.

    Wenn man beginnt, das transzendentale zu erklären, zu beurteilen, begrifflich zu erfassen, dann verlässt man die transzendentale Ebene und landet beim persönlichen Konstrukt.

    Das gilt nicht nur, wie bereits erwähnt, für Gerechtigkeit und andere Tugenden, sondern kann für alles gelten.
    Damit auch (wie erwähnt) für die Weltsicht von Arius und Johann Schmidt.
     
  8. arius

    arius Erleuchteter

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    göttliche und menschliche Gerechtigkeit und Liebe

    Booth, diese Welt wird von der Gerechtigkeit und Liebe Gottes in Ordnung gehalten.

    Ich kenne deine Gedanken. Vermutlich hast du Mühe, zu verstehen, dass die Welt von der Liebe und von der Gerechtigkeit Gottes in Ordnung gehalten wird, und doch ist es so!

    Es gibt eine weltliche Ordnung, und es gibt eine göttliche Ordnung. Es gibt eine weltliche, menschliche Liebe, und es gibt die wahre, reine, göttliche Liebe. Gross sind die Unterschiede…

    Der Mensch ist verpflichtet, in seinem irdischen Dasein göttliche Liebe zu leben, zu verwirklichen. Auch göttliche Gerechtigkeit wird von ihm verlangt. Er muss auch diese göttliche Gerechtigkeit verwirklichen können.

    Aber du fragst, wie soll er das? Schwer ist es für den Menschen als aufsteigendes Geistwesen, denn er lebt ja in einer materialistischen Welt mit der ihr entsprechenden Ordnung, mit ihren Gesetzen, mit ihrer Liebe.
    Die Liebe des Menschen ist im Grunde ichsüchtig !

    Betrachten wir doch einmal die Liebe des Menschen. Im grossen und ganzen ist die Liebe der Menschen auf Vorteil bedacht. Sie ist im Grunde egoistisch. Sie will ihr Recht, ihren Vorteil; sie ist anspruchsvoll. Diese Liebe mag wohl auf den Menschen zugeschnitten sein. Aber sie ist nicht die wahre Liebe.Eine Liebe, die auf ihren Vorteil, auf ihre Bequemlichkeit bedacht ist, kann nicht die wahre Liebe sein. Sie hält keinen Vergleich mit der wahren göttlichen Liebe aus. Immerhin mag auch diese menschliche Liebe für den Nächsten von Vorteil sein. Aber sie ist eben unvollkommen.

    Verlangt der Mensch nach wahrer Liebe, will er in diese wahre Liebe hineinkommen, wird ihm offenbar, dass sie ihm nicht geschenkt wird.
    Göttliche Liebe bekommt man nicht umsonst. Man muss sie sich leihen, und für diese Anleihe muss man sogar noch Zinsen bezahlen…

    Ähnlich ist es mit der Gerechtigkeit. Die Gerechtigkeit der Menschen ist dehnbar. So mancher masst sich ein Recht an, behauptet sich damit und findet, alles sei damit in Ordnung. Trotzdem muss sich auch die menschliche Gerechtigkeit entfalten können, so unvollkommen sie ist.

    Freilich, die göttliche Gerechtigkeit ist nicht dehnbar. Als wahre, wirkliche Gerechtigkeit bewirkt sie Ordnung.

    Daher sagte ich, und jetzt hoffe ich, du hast verstanden: die geistige Gerechtigkeit und die geistige Liebe sind es, welche die Ordnung dieser Welt zusammenhalten. Denn die geistige Ordnung ist aus der göttlichen Gerechtigkeit heraus entstanden.

    Gruss Arius
     
  9. Aphorismus

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    @ arius:

    Was verstehst du unter göttlicher Gerechtigkeit?

    Und bitte nicht schwafeln, definieren.

    "Johann Schmidt" hält mir aber keine in sich widersprüchlichen und schwafelnden Predigten, die auf unüberprüfbarem Nonsens aufgebaut sind.
     
  10. arius

    arius Erleuchteter

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    Die geistige Gerechtigkeit und Liebe ! Sie habe ich im Gegensatz zur menschlichen ichbezogenen Sicht dargestellt.

    Die geistige Liebe erheischt aber Opfer vom Menschen. Du darfst da jetzt nicht an die Ungerechtigkeit der Menschen und auch nicht an die menschliche Liebe denken, sondern solltest dir Gottes Liebe und Gottes Gerechtigkeit vor Augen halten, indem du dabei zugleich an dich selbst denkt.

    Denn du musst versuchen, göttliche Gerechtigkeit und göttliche Liebe für dich selbst zu gewinnen, und wenn du noch so viel dafür bezahlen musst, nämlich Zinsen für das, was die Gotteswelt dir leiht…

    Wenn hier von 'bezahlen' und von 'Zinsen' die Rede ist, so geht es dabei natürlich nicht um unser Geld. Es geht nicht um Zinsen für geliehene Gelder, sondern dies alles ist geistig gemeint.

    Geistige Liebe kostet etwas, und dafür hat der Mensch zu bezahlen. Denn mit dieser geistigen Liebe sind Hingabe und Opfer verbunden. Es wird vom Menschen etwas verlangt, was ihm Mühe macht. Mühevoll ist es, wahre göttliche Liebe zu leben...

    Nicht immer wird dies dem Menschen gelingen, und während seines Erdenlebens mag er immer erneut Vorsätze fassen müssen. Durch geistige Erkenntnisse, wie er sie durch Gottes Kraft empfangen durfte wird ihm manches erleichtert. Es wird ihm ermöglicht, dereinst nicht so viel an Schulden abzahlen zu müssen.

    Tritt der Mensch von dieser Welt ab, kommt er hinein in das Reich Gottes, wo Liebe und Gerechtigkeit walten. In seinem Leben - nicht nur in seinem letzten irdischen Dasein, sondern seit Beginn seines Lebens als geistiges Wesen - ist so manches geschehen, was sich als Last auf seine Seele gelegt hat und in Ordnung gebracht werden muss.
    Daher hat der Mensch versucht, Liebe und Gerechtigkeit aus der Gotteswelt zu leihen. Ein solches Darlehen hat er - das ist geistig gemeint - auch erhalten, jedoch nicht umsonst. Die geistige Welt hat ihre 'Zinsforderung' erhoben. Alles, was man im menschlichen Dasein für das höhere geistige Leben geliehen hat, muss mit Zinsen zurückgezahlt werden.

    Die Himmelswelt - die dienende Geisteswelt Gottes - ist ja so willig und bereit, den Menschen zu geben - doch eben nicht umsonst, denn wer von seinen Schulden aus vorgeburtlicher Zeit etwas 'abzahlen' möchte, hat wahrlich genug mit sich zu tun, um alles wieder ins Lot zu bringen.
    Denn was weiß der auf Erden lebende Mensch überhaupt von sich? Nichts weiß er über sich…

    Gruss Arius
     
  11. Aphorismus

    Aphorismus Ehrenmitglied

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    Was verstehst du unter geistiger Gerechtigkeit?
     
  12. Booth

    Booth Erleuchteter

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    Re: göttliche und menschliche Gerechtigkeit und Liebe

    Nochmal meine Frage, da Du sie einfach nicht beantwortest:
    Hast Du jemals darüber nachgedacht, daß "Gerechtigkeit" ein menschliches Konstrukt sein könnte?
    Ist das ein verklausuliertes "ja"? Wo ist Dein Problem mit der Frage? Ist es so schwer darauf zu antworten?
    Vermutlich hast Du Mühe, zu verstehen, daß ich einfach nur eine Antwort auf eine Frage erbitte.
    Nein - ich frage Dich, ob Du jemals darüber intensiv nachgedacht hast, daß Gerechtigkeit auch ("nur") ein menschliches Konstrukt sein könnte.

    Und nochmals - wenn Du auf meine Frage nicht antworten magst, sag das einfach.

    gruß
    Booth
     
  13. arius

    arius Erleuchteter

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    Gerechtigkeit ist nur eine der vielen Tugenden, die der Mensch in seinem Gottesfunken hat, genauso wie Liebe, Treue, Barmherzigkeit, Wohlwollen, Nachsicht usw. Alle diese Eigenschaften kommen von Gott, denn der geistige 'Mensch' ist Abbild Gottes.

    Jeder Mensch ist Gottes Geschöpf und Eigentum. Aber einmal wird er auch wieder Erbe Gottes, kehrt er in die große göttliche Familie zurück. Gott ist eines jeden Vater - eines jeden! Jeder ist Geschöpf Gottes. Was einen Menschen auch umgeben, in welchem Glanz er auch leben mag - es gehört nicht ihm, sondern Gott.

    Auch alles, was noch auf niederen Stufen steht, ist Eigentum Gottes. Überall gehört alles Geschaffene Gott. Folglich kann er allein, nur ER, darüber bestimmen, was geschieht. Doch die Liebe und die Gerechtigkeit Gottes sind etwas so Wunderbares, denn in sie ist Gnade eingewoben.

    Wer ihrer würdig ist, darf Gnade empfangen. Diese Gnade ist in dem Gesetz begründet, das ein Ausfluss von Gottes Liebe und Gerechtigkeit ist. Liebe und Gerechtigkeit sind im Göttlichen eins. So widerfährt keinem, der zurückkehrt, eine Ungerechtigkeit.

    Der Mensch ist während seiner Abwesenheit aus der geistigen Welt auf der Erde, wo er während seines menschlichen Lebens GAST ist, aufgerufen, diese Tugenden zu vervollkommen und unter Beweis zu stellen, ob sie in ihm auch gefestigt sind, er hat es in teils schweren Prüfungen zu beweisen, um wieder seinen einstigen geistigen Besitz zurück zu erhalten, wenn er die lange Kette der Inkarnationen beendet und den Engelsstand zurück erhalten hat.

    Daneben gilt es, die Untugenden wie Neid, Raffsucht, Lüge, Selbstsucht usw.. auszumerzen, die er sich im Rahmen der Revolution im geistigen Reich und nach dem Fall in der Unterwelt angeeignet hat.

    Du deiner Frage mit der Wahrheit:

    Wenn hier Menschen aus Neugierde, andere aber aus innerem Drang auf der Suche nach der Wahrheit sind und sich die geistigen Gesetze erarbeiten, dann kann das nicht funktionieren, wenn sie eine vorgefasste Meinung haben, dann können sie die Wahrheit nicht finden, und so gehen sie von einem Ort zum andern.

    Wer dagegen einen erleuchteten Geist hat, der wird die Wahrheit finden. Er wird erkennen, dass Gottes Wort verkündet wird - dass die Stimme Gottes laut wird. Er wird auch zur Einsicht kommen, dass in der Christenheit keine Einigkeit herrscht und kein tiefes Verlangen nach der göttlichen Wahrheit vorhanden ist.

    Es wird aber die Zeit kommen, da die Menschheit wieder aufgerüttelt wird, und dann wird sie auch diese Wahrheiten wieder erkennen können. Bis dahin ist es jedoch noch ein weiter Weg.

    Die Stimme Gottes verkündet die Wahrheit. Was heißt das?
    Die Wahrheit und die Stimme Gottes sind in jedem Menschen. Allein, er muss sein Ohr öffnen, um diese Stimme zu hören. Es ist sein Gewissen, das ihn ermahnt. Vielerorts aber hört der Mensch die Stimme des Gewissens nicht; denn er gehört zu jenen, die sich noch im Schlaf befinden, und daher wird es wie ich oben sagte, noch ein weiter Weg, aber was sind schon 2000 Jahre seit der neuen Gesetzgebung im Vergleich zu den Millionen Jahren oder Milliarden, die die Menschheit noch vor sich hat bis auch alles vergeistigt ist und materielles Leben sich erübrigt ?



    Gruss Arius
     
  14. Booth

    Booth Erleuchteter

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    Arius - wenn ich Dich jemals in einer Diskussion ein abfälliges Wort von Dir über Politiker erleben sollte, werde ich auf diesen Thread verweisen.
    Du hast nun schon zum dritten mal hintereinander NICHT meine Frage beantwortet.

    Ich frage aber gerne auch noch tausend mal - ich habe damit kein Problem. Also:
    Hast Du schonmal darüber intensiv nachgedacht, daß Gerechtigkeit ("nur") ein menschliches Konstrukt sein könnte?
    Das ist keine Beantwortung meiner Frage. Analog könntest Du mich fragen, ob ich jemals darüber nachgedacht hätte, daß die Welt von Gott geschaffen sein könnte, und ich antworte Dir mit einen Schwall von naturiwssenschaftlichen Modellen.

    Ich gewinne so langsam den Eindruck, daß Du absichtlich versuchst, abzulenken, um die Frage nicht zu beantworten. Sorry - aber das funktioniert bei mir nicht. Entweder Du sagst mir, daß Du die Frage nicht beantworten willst, oder Du versuchst weiter abzulenken, und ich werde die Frage jedesmal erneut stellen.

    Das war in einem anderen Thread - ich finde, man sollte die Threads nicht zu sehr durcheinander mischen, sonst geht die Übersichtlichkeit verloren.
    Alles keine Definition des Begriffs Wahrheit.
    Auch hier wiederhole ich mich gerne: Definiere Wahrheit - aber bitte im passenden Thread.
    Definiere erstmal das Wort Wahrheit - dann kann man entscheiden, ob man es gefunden hat.
    Falsche Frage - ich bat Dich darum, das Wort "Wahrheit" zu definieren, nicht die "Stimme Gottes" mit Hilfe des undefinierten Terminus "Wahrheit". Und erneut der Hinweis: Die Definition bitte im passenden Thread.

    Und auch hier nochmal dieser Hinweis: Falls Du meiner Bitte nicht entsprechen willst, sag dies einfach - hab ich kein Problem mit. Solang Du aber darauf eingehst, indem Du meiner Bitte NICHT entsprichst, werde ich immer wieder nachfragen.

    gruß
    Booth
     
  15. Zerch

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    Bevor es noch totalen Krieg gibt , möchte ich anmerken , daß es keine allzu große Rolle spielt ob Gerechtigkeit erfunden ist oder nicht.Es ist nur wichtig , daß sie für uns von Wichtigkeit ist.-Wir benötigen diese nämlich für ein gemeinsames weiterkommen...und zwar in Form einer Definition , welche nicht nur für einzelne Menschen oder generell für Menschen bestimmt ist.
    Gerechtigkeit sorgt für Ausgleich , ein Ausgleich von situationsabhängig verschiedenster Art und Form, welcher für das Überleben sämtlicher Realitäten des seins ,- und für deren Einklang sorgt.

    -Möglicherweise sind die Ansichten von Arius und Booth gar nicht so weit voneinander entfernt.
    Wenn die Geisteskraft aller Lebensformen zusammen "Gott" ist , und dieser Gott das "Chaos" in Einklang bringt , es "beseelt" , dann hat dieser Gott wohl die Gerechtigkeit als Mittel für den Einklang entdeckt , wenn nicht schon immer beinhaltet. Das bedeutet sowohl auch , daß Gerechtigkeit ein Konstrukt der Menschen inklusive der aller anderen Lebensformen darstellt.

    *?*
     
  16. arius

    arius Erleuchteter

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    Darauf könen wir uns einigen, natürlich mit der Anmerkung, dass Gott als Persönlichkeit als ein Prinzip der Gerechtigkeit in sich hat und auch alle seine Geschöpfe in ihrem Funken, der ihnen Leben gibt und von Gott stammt, diese göttlichen Pronzipien als Eigenschaften haben. Im geistigen Od ist dies also enthalten.

    und zur Wahrheit habe ich ja gesagt:

    Die Stimme Gottes verkündet die Wahrheit. Die Wahrheit und die Stimme Gottes sind in jedem Menschen. Allein, es liegt am Menschen selbt, er muss sein Ohr öffnen, um diese Stimme zu hören. Es ist sein Gewissen, das ihn ermahnt.

    Vielerorts aber hört der Mensch die Stimme des Gewissens nicht; denn er gehört zu jenen, die sich noch im Schlaf befinden. So könnte man eigentlich sagen: Die Menschheit ist heute noch in einem Schlaf. Da und dort ist es jedoch bereits ein Schlummerzustand, denn einerseits vernimmt man etwas, aber man ist noch so schläfrig und mag gar nicht hinhören - man möchte schlafen, das heißt seine Ruhe haben!

    Geistig, symbolisch gesehen, gleicht also der Zustand, in dem sich die Menschheit befindet, einem Schlaf, und aus diesem Schlaf muss sie erwachen. Die Stimme Gottes muss so laut und stark werden, dass man sie wahrnehmen kann. Das will nicht etwa heißen, dass man von irgendwoher laute Worte hören würde oder dass jemand mit großer Lautstärke Gottes Willen verkünden müsste - nein, die Stimme aus dem Himmel ist, wie ich bereits gesagt habe, in jedem Menschen.

    Er muss aber sein Ohr dem Göttlichen schenken, sich dem Göttlichen zuwenden, damit er die Stimme vernimmt, die ihm etwas zu sagen hat.

    Wir können in unserer Umgebung zur Genüge beobachten, wie der eine und andere noch in tiefem Schlafe ist. Er will weiterschlafen. Er will nichts hören. Er will seine Ruhe haben.

    Doch bedenke man das Wort:
    "In Vergänglichkeit, in Verweslichkeit wird gesät, aber auferstehen wird etwas Lebendiges. (Vgl. 1. Korinther 15, 42.)"
    Es würde sich doch lohnen, hierüber nachzudenken; denn es ist wahrlich so: Wer diese irdische Welt verlässt, wird in das geistige Reich einkehren - sein Geist wird dort lebendig sein.

    Wenn ein Geist seinen irdischen Körper verlässt und der irdische Tod eintritt, dann erfolgt die Auferstehung des Geistes - der Geist wird auferstehen. Ob er nun in Pracht und Herrlichkeit auferstehen wird, wie auch in der Bibel erwähnt (vgl. 1. Korinther 15, 43), ist jedoch fraglich; denn im Geiste in Pracht und Herrlichkeit werden nur jene auferstehen, die schon zu Lebzeiten sich der göttlichen Welt zugewendet und dem Göttlichen gedient haben.

    Es werden also diejenigen in Pracht und Herrlichkeit dastehen, die in ihrem menschlichen Leben erkannt haben, dass alle irdischen Werte vergänglich sind - dass man in einer vergänglichen Welt lebt und sich Verdienste schaffen soll, die nicht der Vergänglichkeit der Welt unterworfen sind.

    Der Mensch wendet sich aber zu sehr seiner irdischen, vergänglichen Welt zu. Er soll sich daher vielmehr der unvergänglichen Welt zuwenden und solche Werte aufbauen, die dereinst Gültigkeit haben, wenn sein Geist wieder lebendig und in seinem Reich wirksam geworden ist - wenn er zu den Heiligen des Himmels eingekehrt und dahin gekommen ist, wo er einst vor dem Abfall stand und seinen geistigen Besitz wieder ausgehändigt bekommt.

    Einen schönen Tag ! Arius
     
  17. Booth

    Booth Erleuchteter

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    Du verwendest die "Gerechtigkeit" in diesem ersten Teil Deiner Aussage als absoluten Begriff. Bist Du Dir darüber im Klaren?

    "Die Gerechtigkeit" - so als gäbe es "die Gerechtigkeit" als absolutes System. Eine Art unendliche Prioritätenliste, welche alle Vor- und Nachteile des Lebens schön sauber bewertet (und zwar allumfassend gültig), und am Ende für ein Plus-Minus-Null unter dem Strich sorgen kann.
    Abgesehen davon, daß sie es definitiv sind, spielt dies für eine Beantwortung einer Frage eigentlich gar keine Rolle.

    gruß
    Booth
     
  18. Zerch

    Zerch Ehrenmitglied

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    Naja , die Erkenntnis eines Menschen über Vor-und Nachteile des Lebens sind meist sehr egobezogen. Vielleicht gibt es aber eine Gerechtigkeitsform die über dem allem steht und somit keinem egoistischen Gerechtigkeitsurteil unterliegt und dennoch unzähligen Egos dienlich ist.Zum Beispiel das Phänomen der gegenseitigen Anpassung und den symbiotischen Verhältnissen in der Natur , welche sich mit nahezu unübertroffenem Perfektionismus über lange Zeitperioden aufeinander abgestimmt hat.
    Merkwürdigerweise passt der Mensch aber irgendwie nicht in dieses System , da er mit seinem Gerechtigkeitsempfinden bis auf einige Ausnahmen sein Ego befriedigt , indem es andere Egoverhältnisse unter anderem zerstört.
    Wir sind direkt selbstgerecht und ungerecht zu anderen Lebensformen , welche , ohne daß wir ihnen ein Gehirn mit Bewusstsein zuschreiben , sich gegenseitig erhalten.Selbst der Tod den die Menschen überwinden wollen , ist wichtig für Fortbestand.....vor allem bei Überpopulation....der Mensch hat sich aber mit einer Körperhälfte aus dem Ökosystem ausgeklinkt.Wenn der Mensch aus diesen Gründen selbst Populationskontrolle betreibt , tritt er in eine weitere Falle des Teufelskreises , in dem er sich gerade befindet,-er entscheidet, sich selbst am Nächsten ,wer zu leben hat und wer zu sterben hat , -das dürfte so nicht sein.
    Die Gerechtigkeit der Natur ist durch die Selbstgerechtigkeit des Menschen in ungerechter Weise aus dem Gleichgewicht geraten.


    Aber im Klaren bin ich mir darüber nicht , von einem gewissen Standpunkt aus bin ich mir mit überhaupt nichts im Klaren.Alles ist Trübe...die Vergangenheit , die Gegenwart , die Zukunft.....mir bleibt(wie jedem) letztendlich nichts anderes übrig als mich mit dem Allem abzufinden wie es sich einem widerspiegelt , und hoffen, je nach Situation sein "möglichstes" zu geben...schließlich könnte es in jedem Fall reine Einbildung sein , gerade sein situationsgemäß "bestmöglichstes" zu geben , bzw. gegeben zu haben.
    Wie es so bei Menschen ist , fallen auch mir erst im Nachhinein , wenn man "schlauer geworden" ist/zu sein meint , so manche andere Möglichkeiten auf die aus aktueller Sicht besser gewesen wären , und dennoch weiß man nicht ob man es je nach Situation nicht doch wieder auf die gleiche Weise tun würde.
     
  19. Benkei

    Benkei Großmeister

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    Erinnerungen und Pläne

    Ich denke wo man von "egobezogenen Urteilen" und "Selbstgerechtigkeit" spricht (der Meinung Zerchs, dass diese beim Menschen teilweise vorherschen muss ich beipflichten), dort gibt es keine universelle Definition von "Gerechtigkeit".



    Da die Vergangenheit vergangen ist und nur noch in unserer Erinnerung existiert ist sie "trübe", richtig.
    Die Zukunft gibt es nicht, denn wir werden sie nie erleben. Das was wir teilweise als Zukunft bezeichnen sind nur Pläne und Ideen, die wir in späteren Gegenwarten umsetzen wollen; aber einen zukünftigen Augenblick gibt es überhaupt nicht.
    Was es gibt ist die Gegenwart, der jetzige Moment. Der ist nur dann trübe, wenn wir Erinnerungen nachhängen oder Pläne schmieden. Ansonsten ist er einfach präsent.



    Wer spontan situationsbedingt handelt ohne sich in Erinnerungen oder Plänen zu verlieren, der handelt meistens wirkungsvoll. Jemand, der sich ermal hinsetzt und sich zu erinnern versucht, was er eigentlich in so einer Situation vorhatte oder jemand der erstmal Pläne schmiedet und sich alle möglichen Konsequenzen ansieht, sojemand kommt vielleicht gar nicht zum eigentlichen Handeln. Wie sagte mein Erste-Hilfe-Lehrer doch gleich: "Wichtig ist, dass ihr ersteinmal anfangt zu handeln, alles weitere läuft dann wie von selbst."
     
  20. Booth

    Booth Erleuchteter

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    Was ist ein "Ego"? Und was ist "Gerechtigkeit"? Wie kann man absolute Gerechtigkeit definieren? Nur wenn dies definiert werden kann, lässt sich überhaupt überprüfen, ob es wo etwas geben könnte. Ist eine solche Definition überhaupt verfügbar?
    Was ist denn die "Gerechtigkeit der Natur"? Und wieso soll sie anders sein, als die Gerechtigkeit der Menschen, die Du einfach "Selbstgerechtigkeit" nennst. Mit der Begründung, daß das Ego sich über andere Egos stellt - was meiner Meinung in der Natur überall zu beobachten ist. Denn ich habe noch nie davon gehört, daß ein Löwe mit einer Anthilope ausdiskutiert hätte, daß er sie fressen darf.

    Vielleicht sollte man erstmal beginnen zu definieren, was "absolute Gerechtigkeit" wäre. Relative Gerechtigkeit lässt sich in sehr, sehr vielen Situationen sicherlich durch Vergleich diskutieren - aber was soll denn absolute Gerechtigkeit überhaupt sein?

    gruß
    Booth