Auf Laras Vorschlag hin...

Reticulum

Meister
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6. Juli 2002
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385
...geb ich mal einen Text zum Besten, den ich vor ungefähr 10 Jahren verfasst habe. Ich glaub, ich war damals unglücklich verliebt :


Wie ein gestolener Gedanke, jahrelang verborgen und verdrängt
verbannt in die hintersten Regionen des Geistes - nun fleischgeworden und lebend;
atmend und um Anbetung flehend mit ihren Augen
dringt ihr Geruch zu mir - macht die Illusion greifbar.

Erst auf dem Weg in die Unsterblichkeit wird Banales zu einem Wunder,
ist die bloße Existenz genug um die Fragen zu beantworten.
Wird das Menschsein doch zu einer Stellung die, unbeachtet dessen,
daß man doch sucht und sucht und findet
und die Zeit nur ein Führer ist - ständig an der Seite und leitet
also doch was Besonderes in der Evolution.

Irgendwann wird aus Verzweiflung, die meist verharmlost,
eine Maxime der Resignation gegenüber der Umwelt.

Die Sanftmut in Ihrem Herzen - verzückt ganze Reihen
Als Königin geboren, nun ein Leben für sich führend
Sehnsucht nach Teilung - nach Zusammengehörigkeit.

Eine neue Generation wächst zusammen, das alte Leben beendet;
Das Neue ist immer reizvoll, gar recht in dem Auftritt auf dieser Bühne
in diesem Wiederschein.
Das Phänomen, der nie endenden Tage des singularen Daseins wird vertrieben,
zurückgedrängt oder nur aufgeschoben.

Wird sich trotz alledem der Rahmen nie ändern, oder ist es doch möglich,
durch Vereinigung über sich selbst hinauszuwachsen und neue Barrieren zu finden,
der Vorbestimmung zu entfliehen.

Der ständig verlangte Sinn nach allem, wer möchte ihn wirklich wissen,
sich nicht doch lieber ergeben - hingeben.
Vielleicht wird erst dann die Antwort gefunden, wenn die Frage nicht mehr existiert.
Bis dahin gibt es nicht nur ein Leben zu leben.



(Eventuell veröffentliche ich noch einige mehr aus meiner Sammlung. Erstmal schaun...)
 

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