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Wohin führt der Weg?

Dieses Thema im Forum "Krisen, Kriege und Sanktionen" wurde erstellt von Campodecriptana, 30. September 2003.

  1. Campodecriptana

    Campodecriptana Geselle

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    Das Präsidiums - Mitglied der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Karl-Heinz Volkert schreibt im CAMPO

    Roadmap“ – und wohin führt der Weg? - Eine Betrachtung zur aktuellen Situation im Nahen Osten -

    Die Vereinten Nationen (UNO) empfahlen 1947 die Teilung des Westjordanlandes in einen israelischen und einen arabischen Staat. In der Vollversammlung wurde die Teilung mit Mehrheit angenommen. Die arabische Welt und deren Freunde lehnten diese Entscheidung ab. Als 1948 das Ende des britischen Palästina-Mandat umgesetzt wurde und am gleichen Tag, es war der 14 Mai, David Ben Gurion den israelischen verkündete, griffen am Tag darauf fünf arabische Staaten mit Unterstützung aus anderen arabischen Ländern Israel an. Das Ergebnis war eine Niederlage für die arabische Welt, denn Israel wurde nicht vernichtet, das Westjordanland jedoch kleiner und gehörte bis Juni 1967 zu Jordanien. Dieser Krieg und die nachfolgenden, vielfach kriegerischen Auseinandersetzungen wurden von Israel, nicht ohne Verluste auf beiden Seiten, gewonnen.

    In den Jahren nach dem Yom-Kippur-Krieg (1973) gab es vorsichtige Annäherungen zu Ägypten. 1978 besuchte der Präsident Anwar Saddat Jerusalem und 1979 erfolgte die Unterzeichung des israelisch-ägyptischen Friedenvertrages. Schwierige Verhandlungen waren dem Vertragsabschluss vorausgegangen. Der ägyptische Staatspräsident forderte die vollständige Rückgabe des Sinai, Ministerpräsident Begin, Regierung und Parlament waren – um einen Frieden zu erreichen – zu dem Verzicht bereit. In einem Drei-Stufen-Plan wurde die Rückgabe des Sinai 1982 abgeschlossen. Es wurde ein Frieden, in dem keine militärischen Auseinandersetzungenmehr stattfinden. Aber eine besondere Freundschaft konnte daraus bisher nicht entstehen. Das Verhältnis zu Jordanien ist sicherer und beziehungsreicher. Der Sechstagekrieg im Juni 1967 brachte für die jordanische Seite den Verlust der Westbank und des Ostteils von Jerusalem. Da beide keine Bestandteile des Königreiches Jordanien waren, wurde die Westbank und auch Jerusalem nicht Verhandlungsgegenstand in den Gesprächen mit Jordanien.

    Im Jahre 1994 erfolgte die Unterzeichung des israelisch-jordanischen Friedensvertrages. Für andere arabische Staaten dagegen wird Israel heute noch als fremdes Gebilde, auf angeblich fremden Grund, angesehen. „Juden können dort leben, aber nur als Minderheit“, ist eine breit vertretene politische Meinung. 1994 erfolgte die Einführung der palästinensischen Selbstverwaltung in Teilen des Gazastreifens und in Jericho. Bereits im Jahre 1995 wurden diese Vereinbarungen für die Palästinenser um weite Teile des Gazastreifens und der Selbstverwaltung im Westjordanland fortgeschrieben und weiter entwickelt. In Israel bedeutet die jahrzehntelange Feindschaft, die sich von Syrien über den Libanon bis zum Iran festgesetzt hat, eine grundsätzliche Existenzfrage. Die Größe des Staates lässt keinen Spielraum für großzügigen Umgang mit der Sicherheitsfrage zu.
    Die Beendigung des Terrors ist die entscheidende Voraussetzung für den Frieden. Rückgabe von Land, die erste Forderung der palästinensischen Seite, kann ernsthaft erst dann erwartet werden, wenn unumkehrbar die erste und zweite Phase einer Friedensentwicklung abgeschlossen sind. Das heißt, der Terror muss beendet sein, die Organisationen des Terrors müssen aufgelöst und ihre Aktivisten entwaffnet werden. Die Abwehr des Terrors durch Angriffe israelischer Streitkräfte auf erkannte Anführer und Täter des Terrorismus würde dann automatisch enden und die Sicherheits-kräfte der Palästinenser können uneingeschränkt ihre polizeilichen Aufgaben übernehmen.

    Die Autonomie-behörde versagt – welche Rollen spielen dabei Arafat und Abbas?!

    Bis jetzt werden diese Aufgaben nur zögerlich und unvollständig oder überhaupt nicht geleistet. Die Sorge, dass ein Bürgerkrieg dann unvermeidbar wäre, bestimmt das Handeln. Die Angst vor einer inneren militärischen Auseinandersetzung ist nicht abwegig, zumal die Macht-verhältnisse zwischen dem Präsidenten der Autonomie und dem Ministerpräsidenten und seinem Kabinett, außer auf dem Papier, absolut nicht geklärt sind. Die Machtstrukturen überschneiden sich häufig und sind selten anders als kontraproduktiv. Langjährige persönliche politische Verbindungen haben oft stärkeren Bestand und verhindern damit die in der Realität eigentlich notwendige Umsetzung von dringenden Entschei-dungen. So entsteht der Eindruck von scheinbar effektiven Maßnahmen. Aber Pseudoleistungen dienen der Täuschung, der Selbsttäuschung und nicht dem Frieden.

    Wenn die Konten der so genannten Wohlfahrtsorganisationen von Arafat gesperrt werden, weil mit deren Spenden der Terror finanziert wird, dann müssen alle Hintertüren geschlossen sein. Arafats „Drehtüreffekt“ bei der Festsetzung von Aktivisten – vorne verhaften und hinten wieder frei lassen – schafft kein Vertrauen, sondern vergrößert das Misstrauen. Trotz dieser und anderer Fehlentwicklungen gab es durchaus auch gute Ansätze der Zusammenarbeit, z. B. in Sicherheitsfragen oder in Verwaltungs-bereichen. Aber politische Einflüsse, auch aus dem Ausland, die den Frieden um jeden Preis verhindern wollen, blieben nicht untätig. Sie suggerierten den radikalen Kräften im Innern „Sieges-chancen“ und spendeten Geld, Waffen und falsche Ratschläge für den „Frieden“. So mussten letztendlich auch die Verhand-lungen von Camp David scheitern.

    Ministerpräsident Barak zeigte damals Mut und legte einen Kompromiss vor, der für die israelische Seite die Grenze des politisch Vertretbaren wesentlich überschritt. Für Arafat war es subjektiv zu wenig. Er wollte mehr, wollte alles. Vielleicht auch Jaffo und Akko? Arafat hat es nie formuliert. Ein lächerlicher Grund reichte, um die vorbereitete Intifada zu zündeln. Seitdem brennt es an den Schnittstellen und diese verlagern sich immer wieder. Durch Terroranschläge werden sie bis nach Haifa, Afula, Netanya, Tel Aviv und in andere Orte hinein getragen. Die Anschläge in Jerusalem sind an Grausamkeiten nicht zu überbieten.
     
  2. streicher

    streicher Ehrenmitglied

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    Nun denn, wohin führt der Weg?

    Nahost, Konfliktschürung versus Konflikteindämmung - wer kämpft gegen wen, wenn es tatsächlich Parteien gibt, die den Konflikt eindämmen wollen? Blosse Worte auf Papier, grosse Sprüche in geschwungenen Reden halten das Kriegsgetriebe nicht an.
    Man konnte mal wieder von einem Sandkörnchen Hoffung lesen: eine 8-köpfige israelisch-palästinensische Crew will als Zeichen dafür, dass man es trotz unterschiedlicher Zugehörigkeit miteinander aushalten, gemeinsam von Chile zur Antarktis segeln. Andere Sandkörnchen sind natürlich auch gerne gesehen.
     
  3. metronymikon

    metronymikon Geselle

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    Zu den Organisationen, die in der Bundesrepublik Deutschland über erheblichen Einfluss verfügen, in der Öffentlichkeit aber wenig bekannt sind, zählt die Deutsch-Israelische Gesellschaft (DIG). Zahlreiche hochrangige Politiker wirkten und wirken mit. Wird der "Campo" aus dessen Krokodil-Fonds finanziert? Wenn ja Campodecriptana: Läßt es sich von diesem Judaslohn herrlich und in Freuden Leben? Oder sind es bloß "Drei Groschen"?

    Zusammen könnten die DIG-Brüder locker ein vollständiges Bundeskabinett bilden. Führende Vertreter aus gesellschaftlichen Leitungsgremien, Wirtschaft und Medien geben sich in der DIG ein Stelldichein. In einer der jüngsten DIG-Verlautbarungen heißt es: "Israel braucht zur Zeit mehr denn je gute und verlässliche Freunde ... Die Deutsch-Israelische Gesellschaft ist die Organisation der Freunde Israels."

    Als DIG-Präsident fungiert Manfred Lahnstein, der ehemalige sozialdemokratische Bundesfinanzminister, langjährige Manager des Bertelsmann-Konzerns und Aufsichtsratsvorsitzende der Bundesdruckerei GmbH, Mitglied im Vorstand der Universität Haifa sowie Angehöriger der internationalen "Insider"-Vereinigung Trilaterale Kommission.
    Seine Gattin, die Management-Expertin Sonja Lahnstein-Kandel, gehört der jüdischen Gemeinde an und hat längere Zeit als Vorsitzende den "Council for a Beautiful Israel" geführt.

    "In Solidarität mit dem Staat Israel"
    Im Programm der Gesellschaft ("Leitsätze der DIG") liest man: "Die Deutsch-Israelische Gesellschaft ist die zentrale Organisation in der Bundesrepublik Deutschland, in der sich Freunde Israels in überparteilicher Zusammenarbeit zusammenfinden, um in Solidarität mit dem Staat Israel und seiner Bevölkerung zu wirken ... Die DIG unterstützt und fördert alle Bestrebungen, die darauf gerichtet sind, dem Staat Israel und seinen Bürgern Frieden, ein Leben in anerkannten und sicheren Grenzen, in wirtschaftlicher und sozialer Sicherheit zu gewährleisten ... Die DIG engagiert sich für einen Frieden im Nahen Osten, der die Lebensfähigkeit Israels dauerhaft sichert. Sie tritt für eine Verständigung zwischen allen Völkern der Region ein ... Die Arbeit der DIG geht von dem Wissen um die von Deutschen zu verantwortenden Verbrechen an den Juden während der Jahre 1933 bis 1945 aus ... Als konkreter Beitrag ergibt sich für die DIG daraus, Vorurteilen gegenüber Juden in der deutschen Bevölkerung entgegenzuwirken sowie Antisemitismus und Antizionismus entschieden zu bekämpfen." Einfluss nehmen will man erklärtermaßen "vornehmlich" auf die Regierung und die politischen Parteien.

    Zur Geschichte und Struktur
    Gegründet wurde die DIG 1966. Erster Chef war Gerhard Jahn, Sozialdemokrat und Bundesminister. Ihm folgte Ernst Benda, CDU-Bundesinnenminister der Großen Koalition, später Präsident des Bundesverfassungsgerichts. Ihn löste Heinz Westphal ab, zeitweise SPD-Bundesminister. Dann trat der langjährige Hamburger CDU-Chef Erik Blumenfeld an die Spitze. Abgelöst wurde er vom bremischen SPD-Bürgermeister a. D. Hans Koschnick. Dieser wiederum ist von dem eingangs erwähnten Manfred Lahnstein "beerbt" worden.
    Nach eigenen Angaben verfügt die DIG in 50 örtlichen
    Verbänden ("Arbeitsgemeinschaften") über fast 5000 Mitglieder. Führend in der israelischen Partnerorganisation sind die ehemaligen Botschafter Israels in Deutschland Asher Ben-Nathan, Avi Primor und Itzhak Ben-Ari sowie Johannes Gerster, früher Bundestagsabgeordneter der CDU, heute Leiter der Jerusalemer Niederlassung der Konrad-Adenauer-Stiftung.

    Führende Personen in Deutschland
    Als Lahnsteins DIG-Vizepräsidenten wirken: Die Grüne Marieluise Beck (Ausländerbeauftragte der Bundesregierung), die CDU-Bundestagsabgeordnete Anke Eymer (stellvertretende Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend), der FDP-MdB Dirk Niebel (arbeitsmarktpolitischer Sprecher seiner Fraktion), SPD- Bundestagsabgeordneter Reinhold Robbe (Vorsitzender des Verteidigungsausschusses, auch Mitglied der Frühstücksgebetgruppe im Deutschen Bundestag), der Sozialwissenschaftler an der Ruhr-Universität Bochum Christian Bala (mit engen Beziehungen zum einflussreichen "American Israel Public Affairs Committee" in den USA), der ehemalige Bundestagsabgeordnete Jochen Feilcke (Zentralverband der Berliner Arbeitgeberverbände), Waltraud Rubien (aktiv auch im Jüdischen Nationalfonds Keren Kayemeth LeIsrael), Joachim Krüger (Chef zugleich der Arbeitsgemeinschaft Sachsen-Anhalt in Magdeburg), Hermann Kuhn (Grüne,Bremen).
    Dem erweiterten DIG-Präsidium gehören u. a. an: Heinrich Bartel (Bundeszentrale für Politische Bildung), Imrich Donath (Präsident der Deutsch-Tschechischen und Deutsch-Slowakischen Wirtschaftsvereinigung), Yoram Ehrlich (Synagogengemeinde Saar), Esther Haß (vom Vorstand der jüdischen Gemeinde Kassel), Helmut Klotz (Leiter des Leipziger Synagogalchors), Roland Neidhardt (Synodaler der Evangelischen Kirche), Gernot Römer (Publizist, langjähriger Chefredakteur der Augsburger Allgemeinen).
    Aktiv in der Deutsch-Israelischen Gesellschaft ist übrigens auch Hamburgs Ex-Innensenator Ronald Schill. Er hat sich schon oft durch besonders drastische proisraelische Stellungnahmen hervorgetan.

    Vernetzung
    Personell vernetzt ist die DIG mit etlichen anderen Vereinigungen ähnlicher Ausrichtung. Beispielsweise in Gestalt ihres Vizepräsidenten Robbe, der auch der Deutsch-Israelischen Parlamentariergruppe im Deutschen Bundestag angehört (sie hat 125 Mitglieder) und maßgeblich in der "Gesellschaft für christliche-jüdische Zusammenarbeit" wirkt. Gemeinsame Aktionen veranstaltet man u. a. mit der "Aktion Sühnezeichen". Mit Organen wie der "Welt" aus dem Springer-Konzern hat man eine "Medienpartnerschaft" geschlossen.
    Dass sich die besagte Gesellschaft deutsch-jüdischer Aussöhnung verschrieben hat, ist sicher begrüßens- und unterstützenswert. Kritiker wenden ein, dass sich die DIG oft zu einseitig und undifferenziert als Israel- Lobby aufführe.

    Abschließend ließe sich fragen:
    Campodecriptana, wohin führt dein Weg?
     
  4. Campodecriptana

    Campodecriptana Geselle

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    Das liest sich wie ein Antizionistisches "Who ist who" mit dem Kindertafelgriffel der Weltverschwörer geschrieben - das "Buch der Weisen von Zion" ist dagegen ja fast eine harmlose "Wahrheit". Nun soll der CAMPO ja schon das Zentralorgan der Querfront sein, wie man bei Indymedia Österreich http://www.austria.indymedia.org/front.php3?article_id=31249&group=webcast und auch in Deutschland lesen konnte, nun auch, steht es im Geiste des Internationalen Judentums. Wann wird man es als Sprachrohr des "jüdischen Faschismus" offiziell von den Ausschüssen linksrechter Gutmenschen-Jäger verbieten?

    Grüße vom CAMPO
     
  5. Woppadaq

    Woppadaq Erleuchteter

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    @Campodecriptana

    Wenn es eines Beweises bedurfte, daß metronymikon mit seinen dritten Satz Recht hat, dann hast du ihn gerade geliefert.

    Und wenn du wirklich denkst, mit Sperren der Konten von Arafat ließe sich das Problem lösen, dann hast du die Situation ganz sicher nicht begriffen.
     
  6. sechsplusneungleichacht

    sechsplusneungleichacht Meister

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    Auf dem Pilz
    Ist Zionismus nun etwas "positives" oder "negatives" ?

    Könnte jemand mal den Begriff Zionismus definieren ?
     
  7. sechsplusneungleichacht

    sechsplusneungleichacht Meister

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    Danke nachdem ich dann gepostet habe sind mir die Links dann auch aufgefallen ! :oops:
     
  8. semball

    semball Erleuchteter

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    Ich wollte dich gerade drauf aufmerksam machen :wink:
     
  9. hives

    hives Ehrenmitglied

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    Das ist also euer Beitrag zu diesem Thema? Meint ihr Campo- Schreiblerlinge das ernst? Sieht so für euch ein Kompromiss aus? Beteiligt ihr euch an einer objektiven Betrachtung der Probleme? Wirkt ihr in irgendeiner Weise konstruktiv auf die Probleme ein? Denkt ihr vor dem Tastenhämmern?

    Oder wollt ihr lediglich neue "Kundschaft", die euch für eine Satirezeitschrift hält?
     
  10. Campodecriptana

    Campodecriptana Geselle

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    Hives - das ist Satire? Du empfindest diese vernünftige Beschreibung der Wahrheit als Satire? Übrigens ist diese "Satire" von einem Präsidiumsmitglied der Deutsch-Israelischen Gesellschaft!

    Grüße vom CAMPO
     
  11. semball

    semball Erleuchteter

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    Echt? Ich glaub´ ich muss mein MAD-Abo umtauschen :roll:

    edit:
    Ich komme nicht umher ein bißchen aus dem Campo-forum zu zitieren, um belegen zu können, warum Titanic &Co. um ihre Absatzmärkte zittern müssen:

    Für mich ist das Satire. Naja, vielleicht ein bißchen zu geschmacklos... :)
     
  12. Woppadaq

    Woppadaq Erleuchteter

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    @semball

    Was erwartest du von einer Zeitung mit dem Anspruch, Don Qichotte nachzueifern ?


    Das Problem ist nur, daß Don Quichotte NICHT wußte, daß er gegen Windmühlen kämpft. CAMPO hingegen kämpft bewußt gegen Windmühlen, in der Hoffnung, irgendwann mal den benebelten Blick von Don Quichotte zu erlangen.
     
  13. Campodecriptana

    Campodecriptana Geselle

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    Das greift zu kurz: Es heißt in der Erklärung, warum wir den Namen verwendeten:

    Campo de Criptana (Feld der Grüfte) - so heißt das Dorf in der spanischen Mancha, welches für sich reklamiert, der Ort zu sein, in dem Don Quijote seinen Kampf gegen die Windmühlen - resp. Riesen - führte. „Dann blas´ ich Euch zu Riesen auf“, höhnte Wolf Biermann einst über seine Gegner, - die bekannten politischen und geistigen Zwerge der Stasi und der Partei. Wir sehen also, die Verwandlung selbst scheinbar kleiner oder profaner Gegner zu bekämpfungswürdigen großen Feinden, macht Sinn und Spaß – ganz im Gestus von Karl Kraus, über den es im Nachruf Alfred Polgars hieß: „Er verstand es sich Feinde zu machen, im zwiefachen Sinn des Worts. Er modellierte sie in fruchtbarer Haßphantasie um, zu gültigen Typen des Kläglichen und Verderblichen, das er mit nie befriedigtem Zorn ein Leben lang bekämpfte; hierbei wenig beirrt von den Einflüssen so nebuloser Sternbilder wie Objektivität und Gerechtigkeit…Liebe für das Große, nährte seinen Haß gegen das Kleine – auch wenn dieses gar nicht anders sein wollte als klein!“ Don Quijotes Kampf also, will geführt sein: Er steht für alles, was edel ist“, meinte Vladimir Nabokov, “rein, selbstlos und ritterlich.“ Georg Kreisler brachte es in seinem Lied „Begräbnis der Freiheit“ auf den Punkt: „Ihr Grab liegt hinten, in der Nähe Don Quijotes – und ich besuch es manchmal, heimlich, - und: aus Trotz!“ In diesem Sinne…
     
  14. Woppadaq

    Woppadaq Erleuchteter

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    @campodecriptana

    bestätigt doch im wesentlichen, was ich schrieb.

    Ihr bekämpft Windmühlen, indem ihr sie zu Riesen aufblast.

    Objektivität und Gerechtigkeit sind euch wurscht.

    Und weil Don Qichotte so "rein, selbstlos und ritterlich" gegen Windmühlen kämpfte, steht er für alles in dieser Welt, was edel ist. Daraus schlußfolgere ich, daß entweder alles Edle bescheuert oder alles Bescheuerte edel ist.

    Nun denn, ihr "Edlen"......
     
  15. semball

    semball Erleuchteter

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    Wie kann man bitte "Deutsch-Israelische Gesellschaft" im Zusammenhang mit "vernünftige Beschreibung der Wahrheit" erwähnen? :roll:
     
  16. hives

    hives Ehrenmitglied

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    Ja, einer feinen Sache habt ihr euch verschrieben, es gibt ja auch keine wirklichen Probleme auf der Welt, da kann man sich ausschweifend in seinen lustigen Hobbys (in eurem Fall wohl "Creative Writing") ergehen...
    Stilisieren wir doch die UN zu einem wesentlichen Teil einer konstruierten "antisemitischen Internationalen" (sic!), die Palästinenser zu den Alleinschuldigen des Nahost-Konfliktes und so weiter und so fort...

    Daumen rauf, ihr Campo- Tastentippser, schaut auch weiterhin vorbei mit euren intellektuellen Ergüssen, das Niveau kann nicht viel tiefer sinken und gerade über die schlimmsten Dinge sollte man schließlich gelegentlich auch lachen können.

    In diesem Sinne :D
    hives





    p.s.

    8O


    Ich erstarre in Ehrfurcht vor den mächtigen Worten dieses großen.. Präsidiumsmitgliedes...
    Eine offizielle Entschuldigung wird nachgereicht!

    :roll:
     
  17. hives

    hives Ehrenmitglied

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    Sorry für den Doppelpost, aber das sollte noch gesagt werden:

    Das Beanspruchen von Karl Kraus als eine Art Vorreiter und Patron für das eigene Kämpfen gegen hochstilisierte Windmühlen ist eine widerwärtige Unverschämtheit sondergleichen!



    man/frau verzeihe mir den Ausdruck
     
  18. Woppadaq

    Woppadaq Erleuchteter

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    das....äh....meinst du doch nicht ernst, oder?

    (Satire in diesem Land ist ein schwierig Ding....) :D
     
  19. semball

    semball Erleuchteter

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    Zustimmung an hives.
    Die UN als "antisemitische Internationale" zu bezeichnen ist ein schwerer Brocken. Haben die Campos nichts anderes zu tun, als die Unfehlbarkeit Scharons zu proklamieren und alles Israel-, Amerika-, Kriegs- und Unrechtskritische durch den Dreck zu ziehen?

    Stopp! Irgendwo in diesem Posting ist eine rhetorische Frage versteckt. :wink:
     
  20. Campodecriptana

    Campodecriptana Geselle

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    Natürlich machte Karl Kraus nichts anderes, als Vorgänge so zu sezieren, das sie, selbst wenn sie klein waren, größer erschienen. Für den vorliegenden Fall gilt das nicht: Arafat ist ein Problem, ein großes.

    Grüße vom CAMPO