Würdet ihr in den Krieg ziehen?

dkR

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Lan_Zelot schrieb:
Zum Grundgesetz: Daneben gibt es auch noch Notstandsgesetze.
Aber schon heute kümmern sich Feldjäger um Leute, die ihrer Wehrpflicht nicht nachkommen.
MfG Lan_Zelot
Das Grundgesetzt toppt aber die Notstandsgesetzt.
Man kann höchstens zum Dienst in einer Zivilschutzorganisation verpflichtet werden, worin ich nun überhaupt kein Problem sehe.
Wo ist jetzt der Unterschied, ob dich Polizei oder Feldjäger zum KWEA schleifen? Nur dass die Polizei was besseres zu tun hat.
 

Shishachilla

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Würdet ihr in den Krieg ziehen?
Nein, und schluss, da gibts keine Diskussionen, muss jeder andere für sich ausmachen, aber niemand sollte jemand anderen dazu zwingen oder damit beeinflussen wollen.
Gruß
 

Ein_Liberaler

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Lan_Zelot schrieb:
@Liberaler
Wenn wir uns in der Sache einig sind, warum sollten wir uns dann über Worte steiten.

Mir geht es weniger um Worte als um Details der Sache.

Zum Grundgesetz: Daneben gibt es auch noch Notstandsgesetze.
Aber schon heute kümmern sich Feldjäger um Leute, die ihrer Wehrpflicht nicht nachkommen.

Ich habe selbst schon eigenmächtig Abwesende zu Hause abgeholt. Die hätten aber problemlos verweigern können.

Das es speziell zu Weihnachten 1914 oder 1915 zu Verbrüderungen kam, wird wahrscheinlich nicht ernsthaft bestritten.

Natürlich nicht. Und dann gab es bie zuletzt die informellen Waffenstillstände. Wenn an den entsprechenden Frontabschnitten Sturmtruppen eintrafen, wurden die keineswegs überschwenglich begrüßt.

Pressemitteilungen aus dieser Zeit und zu diesem Thema, sind mir nicht bekannt geworden. Die damalige Zensur hätte das mit Sicherheit auch unterbunden.

Natürlich.

So sind wir auf sozialistische/kommunistiche Schriftsteller angewiesen, die von sich behaupten Augenzeugen zu sein.

Wie, kein Historiker soll sich dafür interessiert haben?

Meist erzählen sie, dass absichtlich fehlgeleiteter Artilleriebeschuß die Angelegenheit gründlich erledigte. Entschuldigung, aber mehr gibt mein Gedächtnis nicht her.

Schade.
 

JimmyBond

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wuerde ich in den krieg ziehen? ja. wuerd ich das wollen? nein.
das ist alles, was ich zu dem thema zu sagen habe..
 

Ein_Liberaler

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Es geht um den Krieg im Irak. Der Konjunktiv hat sich also erledigt. Was machst Du noch hier?
 

Winston_Smith

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"Ich gelobe, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen."

Ich bin zwar nicht mehr bei dem Verein. Ich habe das Gelöbnis aber auch nicht nur für die paar Monate geleistet, sondern für ewig.

ws
 

antimagnet

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ist das nicht eigentlich sittenwidrig? so ein lebenslanges zwangsabo, ohne möglichkeit einer umentscheidung? :gruebel:

was die threadfrage angeht: nein. was sollte ich denn da? :-_-:
 

JimmyBond

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Ein_Liberaler schrieb:
Es geht um den Krieg im Irak. Der Konjunktiv hat sich also erledigt. Was machst Du noch hier?

weil ich immernoch von was leben muss. solange mir niemand fuers kriegfuehren geld bezahlt, gibt es fuer mich keinen grund mich irgendwo inner wueste abknallen zu lassen :wink:

antimagnet schrieb:
ist das nicht eigentlich sittenwidrig? so ein lebenslanges zwangsabo, ohne möglichkeit einer umentscheidung? :gruebel:

jeder entscheidet selbst fuer sich. man ist im grunde zu nix gezwungen..
 

Ein_Liberaler

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JimmyBond schrieb:
weil ich immernoch von was leben muss. solange mir niemand fuers kriegfuehren geld bezahlt, gibt es fuer mich keinen grund mich irgendwo inner wueste abknallen zu lassen :wink:

Bei den Amis gibt's nicht nur Sold und 'ne Abfindung, von der man studieren kann, sondern sogar die Staatsbürgerschaft.

antimagnet schrieb:
ist das nicht eigentlich sittenwidrig? so ein lebenslanges zwangsabo, ohne möglichkeit einer umentscheidung?

Wer abonniert denn? Das ist ein Zwangsdienst, da braucht es keinen Vertrag. Wir wollen doch mal nichts beschönigen. Wehrpflichtig ist man in der BRD vom vollendeten 18. Lebensjahr bis zu dem Jahr, in dem man 45 wird, es sei denn, man ist Offz oder Uffz oder es ist Krieg, dann kann man einberufen werden, bis man 60 ist.

Und umentscheiden kann man sich jederzeit. Das Recht zur Kriegsdienstverweigerung ist in der Verfassung verankert.
 

JimmyBond

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ein_liberaler schrieb:
Bei den Amis gibt's nicht nur Sold und 'ne Abfindung, von der man studieren kann, sondern sogar die Staatsbürgerschaft.

wenn ueberhaupt erst wenn man einpaar jahre dort gedient hat. ausserdem wuesste ich nicht, dass bei den amis auch sowas gemacht wird, habe nur ueber die fremdenlegion sowas gehoert.
 

antimagnet

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Ein_Liberaler schrieb:
Wer abonniert denn? Das ist ein Zwangsdienst, da braucht es keinen Vertrag. Wir wollen doch mal nichts beschönigen. Wehrpflichtig ist man in der BRD vom vollendeten 18. Lebensjahr bis zu dem Jahr, in dem man 45 wird, es sei denn, man ist Offz oder Uffz oder es ist Krieg, dann kann man einberufen werden, bis man 60 ist.

Und umentscheiden kann man sich jederzeit. Das Recht zur Kriegsdienstverweigerung ist in der Verfassung verankert.

ich meinte das gelöbnis:

Winston_Smith schrieb:
Ich habe das Gelöbnis aber auch nicht nur für die paar Monate geleistet, sondern für ewig.

vielleicht ist es ja auch nicht sittenwidrig - auf jeden fall ist es unmöglich.
ewig. tss... :lol:
 

Lan_Zelot

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Was sind das für NATO-Partner?

abc.net.au schrieb:
Mehr als 1000 britische Soldaten sind im Irak desertiert
900 Soldaten konnten sich bisher der Festnahme entziehen.
Quelle: http://www.abc.net.au/news/newsitems/200605/s1649357.htm
Meines Wissens gibt es in Großbritanien keine Wehrpflicht.
Wenn aus einer Berufsarmee 1000 Soldaten Fahnenflucht betreiben, ist das eine stolze Zahl.
Es läßt aber auch darauf schließen, das der Irak-Krieg ganz anderst stattfindet, als es uns die Medien vermitteln.

Interessant ist, dass diese Briten ihren Fahneneid ganz anders interpretieren als Winston _Smith.
Winston_Smith schrieb:
Ich bin zwar nicht mehr bei dem Verein. Ich habe das Gelöbnis aber auch nicht nur für die paar Monate geleistet, sondern für ewig.

ws
 

Ein_Liberaler

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Kreative Quellenarbeit. Die tausend Mann sind nicht im Irak desertiert, sondern seit Beginn des Krieges. In Großbritannien, wenn sie Grips haben.

Es läßt aber auch darauf schließen, das der Irak-Krieg ganz anderst stattfindet, als es uns die Medien vermitteln.

Wie kommst Du darauf? Ist die Berichterstattung etwa dazu angetan, Dich zum Eintritt in die Streitkräfte zu reizen?

Interessant ist, dass diese Briten ihren Fahneneid ganz anders interpretieren als Winston _Smith.

Schöner Euphemismus für Eidbruch, Herr Ritter.
 

Devon

Geselle
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Aber ihr würdet doch in den krieg gehen, wenn eure familie und freunde angegriffen würden oder? (also falls ihr welche habt^^)


also jetzt mal ohne ideologie usw. weil darum geht es doch hier oder?
 

agentP

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Da würde ich jetzt spontan darauf antworten: Wenn meine Familie angegriffen wird, dann sollte ich mit dem Knüppel vor der Haustüre stehen und nicht irgendwo an irgendeiner Front.
Diese Antwort ist natürlich naiv, aber nicht naiver als die Frage. :wink:
 

Aphorismus

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Aus dem von Ein_Liberaler verlinkten Text:

[url schrieb:
http://www.kriegsreisende.de/wieder/greencard.htm[/url]](EDIT: Sorry, war erst der falsche Text!)

Einige Rekruten haben über Jahre bereits Tausende von Dollars dafür ausgegeben, den begehrten US-Pass endlich zu erhalten und versuchen nun über den Militärdienst diesen umständlichen Prozess etwas zu beschleunigen. Andere wie Gutiérrez versuchen auf diese Weise an eines der zahlreichen Stipendien zu kommen, mit denen die Rekrutierungsoffiziere locken. Für viele Kinder armer Einwanderer ist dies oft die einzige Möglichkeit studieren zu können.

Das ist nichts neues. Eine Freundin von mir hat in Harvard studiert. Dort ist sie reingekommen, weil schon ihr Vater dort studiert hat und im Ehemaligenverein aktiv ist. Und wie ist der da reingekommen? War der so gut? Mitnichten. Er hat damals einen Deal mit der Army gemacht: Ich gehe nach Vietnam, darf anschließend aber, falls alles gut geht, zum Studieren nach Harvard. Gesagt -- Glück gehabt --, getan.
 

Ein_Liberaler

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Damals herrschte ja noch Wehrpflicht. Da muß etwas mehr zum Deal gehört haben als das standardmäßige Jahr.

(In der DDR gingen dem Studium normalerweise drei Jahre als Zeitsoldat voraus.)
 

agentP

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Das stimmt, aber wurden Wehrpflichtige nicht erst relativ spät nach Vietnam geschickt?
 

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