Leben wir in einer Demokratie ???

Hammerhand

Meister
Registriert
9. März 2003
Beiträge
290
jamsven:

Was du willst, ist eine direkte Demokratie, sowie Teile der Weimarer Republik übernehmen. Es wurden Fehler gemacht, die sich nicht wiederholen sollten! Gerade, wenn wir uns im Zeitalter der Medien befinden. Jeder kann alle Informationen, die er haben mächte zusammen tragen. Es gibt eigentlich alles über das Internet. Man sollte nur lernen richtige Aussagen von falschen zu filtern. Das musst auch du noch lernen, vermutlich auch dein Lehrer und womöglich auch ich - wir lernen nie aus.

Was du vorschlagen solltest, wäre ein "Wahlführerschein", der alle Mitbürger nach ihrer geistigen Fähigkeit beurteilt und ihnen erst dann die Erlaubnis gibt zu Wahl zu gehen. Ich denke, 70% würden durchfallen. Doch wäre das wieder eine Aristokratie.

Wie war das noch gleich:

"Was bedeutet SPD?"
-"ähm ... sozi...al........p...p.....pä....päda...gogische Partei Deutschlands!"
"Richtig! Sie haben eine Gummiboot gewonnen!"
 

deLaval

Erleuchteter
Registriert
13. März 2003
Beiträge
1.161
@jamsven

Ich weiß gar nicht, was du hast, Politiker richten sich doch nach dem Willen des Volkes.
Beispiele:

-Das Volk wollte keine Beteiligung am Irakkrieg, also haben wir uns raus gehalten.

-Das Volk wollte nicht, daß Schröder Urlaub in Italien macht, also ist er in Deutschland geblieben.

Es ist nicht die Schuld der Politiker, wenn das Volk eher die Bildzeitung als die FAZ oder Die Zeit ließt. Und wenn man keine Ahnung hat, sollte man auch mal mit Meinungen sparen.

Und wenn es dich wirklich stört, daß im Fernsehen keine Gotteslästerungen breitgetreten werden, dann liegt daß daran, daß eine Menge Menschen daran glauben und sich beleidigt fühlen könnten.
Und wenn der Ton stimmt kannst du jede Kritik äußern, die du willst.

Ich bin übrigens gar nicht so überzeugt, daß Demokratie ansich wirklich was tolles ist, weil sie ohne die "Vernunft" des Volkes auch nur begrenzt "vernünftig" funktionieren kann. Aber bislang gibt es keine bessere Alternative, also seien wir doch froh, daß wir das beste haben, was es gibt.

adfag
 

Zero_Nine

Neuling
Registriert
8. Dezember 2003
Beiträge
1
Unter einem gut funktionierendem, demokratischem System verstehe ich, dass die vom Volk gewählten Politiker nach bestem Wissen und Gewissen Entscheidungen zum Wohl der in ihrem Land lebenden Bürger treffen. Und dass der Willen des Volkes respektiert und vertreten wird. Aber wie soll das gehen? Wir leben nicht einmal in einem souveränen Staat (vgl. z.B. http://www.hackemesser.de/thietz1.html) d.h. wir haben nur vermeintlich Entscheidungsfreiheit. Wir sind nach dem 2. Weltkrieg nach wie vor besetztes Gebiet mit rund 80.000 amerikanischen Soldaten in unserem Land. Westdeutschland wurde nach dem Krieg von den Amis wieder aufgebaut glaubt ihr wirklich das ihnen ein eigenstädig denkendes und handelndes Deutschland nützen würde? Ich denke wir leben in einer Scheindemokratie denn wie soll das Volk Einfluss auf Entscheidungen bezüglich ihres Landes haben, wenn der nicht mal den Politikern in vollem Umfang gegeben ist?

Zur Indizierung von Büchern: warum wurde "Geheimbünde und ihre Macht im 20. Jahrhundert" von Jan Van Helsing indiziert? Angeblich wegen "wiederlichen, rechtsradikalen, antisemitistichen" Inhalten. Ich habe das Buch gelesen und sehe diese nicht einmal ansatzweise. Aber der Titel des Buches verrät eigentlich schon die wahren Gründe.

Wir werden belogen, irregeleitet und manipuliert und meiner Meinung nach entspricht das einfach nicht dem Wesen einer "gut funktionierenden Demokratie"




Viel Glück mit dem Referat jamsven, Recht hast du meiner Meinung nach auf jeden Fall.
 

bstaron

Großmeister
Registriert
5. August 2003
Beiträge
857
semball schrieb:
Es werden nur Bücher und Filme verboten, die sich gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung richten und/oder (rassistische) Verleumdnungen beinhalten . Gerade so wird die Demokratie überhaupt erst geschützt.

Und wer bestimmt das? Im Zweifel mußt Du sehr lange vor Gericht kämpfen um zu zeigen das Dein Werk nicht verboten gehört. Das ist mit immensen Kosten verbunden Im Vergleich dazu der 1st Amendment der US Verfassung:

Artikel 1. Der Kongreß soll kein Gesetz erlassen, das eine Einrichtung einer Religion zum Gegenstand hat oder deren freie Ausübung beschränkt, oder eines, das Rede- und Pressefreiheit oder das Recht des Volkes, sich friedlich zu versammeln und an die Regierung eine Petition zur Abstellung von Mißständen zu richten, einschränkt.

Ich halte es wie Chomsky: Du bist für Meinungsfreiheit oder dagegen, Du bist offenbar dagegen.
 

semball

Erleuchteter
Registriert
26. Mai 2002
Beiträge
1.685
bstaron schrieb:
semball schrieb:
Es werden nur Bücher und Filme verboten, die sich gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung richten und/oder (rassistische) Verleumdnungen beinhalten . Gerade so wird die Demokratie überhaupt erst geschützt.

Und wer bestimmt das? Im Zweifel mußt Du sehr lange vor Gericht kämpfen um zu zeigen das Dein Werk nicht verboten gehört. Das ist mit immensen Kosten verbunden Im Vergleich dazu der 1st Amendment der US Verfassung:

Artikel 1. Der Kongreß soll kein Gesetz erlassen, das eine Einrichtung einer Religion zum Gegenstand hat oder deren freie Ausübung beschränkt, oder eines, das Rede- und Pressefreiheit oder das Recht des Volkes, sich friedlich zu versammeln und an die Regierung eine Petition zur Abstellung von Mißständen zu richten, einschränkt.

Die US-Verfassung ist gerade mal gut genug um sich den Hintern damit abzuwischen (extremst übertrieben und polemisch ausgedrückt). Gerade in ihrer oft falsch verstandenen Liberalität ist schon das Potenzial ihres Selbstmordes gelegt.
Was ist denn mit irgendwelchen Satanisten, denen es verboten ist, Jungfrauen zu schlachten? Werden die nicht in ihrer freien Religionsausübung behindert? Siehste! Auch in Amerika wird stellenweise noch die Vernunft bei der Auslegung von Grundrechten gebraucht. Die deutsche Verfassung macht das nur noch viel besser und konsequenter.
Ich halte es wie Chomsky: Du bist für Meinungsfreiheit oder dagegen, Du bist offenbar dagegen.
:lol:
Ich halte es eher mit dem gesunden Menschenverstand:
Ich bin gegen die Meinung eines jeden, der gegen die Meinungsfreiheit ist.

Klingt paradox? Ist es aber nicht!

gruss semball
 

woelffchen

Meister
Registriert
9. Dezember 2003
Beiträge
424
Leben wir in einer Demokratie ?
Die Frage ist nicht so einfach. Man könnte diese Frage auch differenzieren:
Demokratie = freie, geheime Wahl ?
Demokratie = Mitbestimmung der Bürger in den Fragen die sie betreffen (Schweiz) ?
Demokratie = die gewählten Politiker setzen sich nicht für IHR Wohl ein, wie es z. B. in einer Diktatur leichter möglich ist, wo die Führungsschicht von der Industrie geschmiert wird, wo Straftaten ohne Konsequenz begangen werden können und wo Beweise für Straftaten verschwinden und unterschlagen werden.
Demokratie = alle Meinungen und Strömungen in einem Land haben die Möglichkeit, diese ohne Beschränkungen (Zensur, Parteienzwang) zu veröffentlichen oder einzubringen. Der einzelne Bürger hat dann die Wahl, was er daraus macht.


Denkt mal daran, wie die Meinung schon vor der Wahl beeinflußt wird.
Es werden die voraussichtlichen Wahlergebnisse der 4 großen Parteien veröffentlicht. Wird dadurch den Wählern nicht suggeriert, “Wenn ich jetzt nicht eine dieser 4 Parteien wähle, ist meine Stimme eh verloren ? Fragt mal nach, es gibt viele, die sagen: “mir wäre zwar die Partei xxx lieber, die kommen aber eh nicht dran, also wähle ich die yyy, die kriegen ja 34,9 %”
Oder: wie represantiv ist ein Wahlergebniss, wenn nur 55 % der Wahlberechtigten zur Wahl gehen ? Kann es nicht sein, daß die 45 % sagen: “meine Partei hat ja eh keine Chancen, lt. Umfrage?” oder anders rum: Die CSU, SPD, FPD und Grünen-Wähler haben die Schnauze voll, und gehen nicht mehr zur Wahl, dafür aber alle NPD- und PDS-Wähler ? (ok,ok, Theorie………)
 

Bloody2k

Meister
Registriert
29. April 2003
Beiträge
317
Also da sage ich doch nur, nicht den Mund so voll nehmen. :lol:

Ich bin der Meinung, wenn Deutschland kein demokratisher Staat ist, dann gibt es keinen auf der Welt.

Nur weil es Differenzen gibt, ist der Staat ja trotzdem noch eine Demokratie.
 

Bloody2k

Meister
Registriert
29. April 2003
Beiträge
317
Aber einen kleinen Tipp kann ich dir trotzdem mit auf den Weg geben.

Jean Jacques Rousseau...ich habe über diesen Mann eine Belegarbeit geschrieben und er hat ganz interessante Ansätze die deinen Vortrag voranbringen könnten.

Bezüglich des Gesellschaftsvertrages.

Rousseau war der Meinung, dass nur eine echte Demokratie sein kann, wenn alle Menschen (ALLE) den Gesellschaftsvertrag anerkennen.

Also praktisch die Gesetze und den Rahmen der Politik.

Wir werden ja in die Gesetzt hineingeboren.....wir, die heute lebende Generation hat das GG ja nicht beschlossen...wir müssen es anerkennen und uns danach richten.

Rousseau führt an, dass wenn nur ein Mensch gegen den Vertrag ist er als ungültig angesehen werden muß!

in diesem Sinne Bloody2k
 

semball

Erleuchteter
Registriert
26. Mai 2002
Beiträge
1.685
Bloody2k schrieb:
Ich bin der Meinung, wenn Deutschland kein demokratisher Staat ist, dann gibt es keinen auf der Welt.

Nur weil es Differenzen gibt, ist der Staat ja trotzdem noch eine Demokratie.

Recht hast du.

gruss semball
 

bstaron

Großmeister
Registriert
5. August 2003
Beiträge
857
semball schrieb:
Die US-Verfassung ist gerade mal gut genug um sich den Hintern damit abzuwischen (extremst übertrieben und polemisch ausgedrückt). Gerade in ihrer oft falsch verstandenen Liberalität ist schon das Potenzial ihres Selbstmordes gelegt.

Na dan solltest Du nochmal nachlesen, etwa hier:
http://makeashorterlink.com/?I376222C6
Mir wäre es lieber gewesen Du hättest es so ausgedrückt damit ein Sinn herauskommt.

semball schrieb:
Was ist denn mit irgendwelchen Satanisten, denen es verboten ist, Jungfrauen zu schlachten? Werden die nicht in ihrer freien Religionsausübung behindert? Siehste! Auch in Amerika wird stellenweise noch die Vernunft bei der Auslegung von Grundrechten gebraucht. Die deutsche Verfassung macht das nur noch viel besser und konsequenter.

Das ist falsch. Denn Mord ist ein Verbrechen. Du kannst nicht mit Deiner Religion begründen jemand anderes zu verletzen. Im Gegensatz schau Dir bei uns den Umgang mit "Sekten" an und wo überall die Kirchenbauftragten sitzen und bestimmen wollen was guter and was schlechter Glaube ist. Die US Verfassung verlangt eine strickte Trennung zwischen Staat und Kirche.


semball schrieb:
:lol:
Ich halte es eher mit dem gesunden Menschenverstand:
Ich bin gegen die Meinung eines jeden, der gegen die Meinungsfreiheit ist.

Klingt paradox? Ist es aber nicht!

Doch ist es. Denn was der "gesunde Menschenverstand" ist, darüber streiten sich die Menschen doch auch. Wer bestimmt das denn? Indem die Meinungsfreiheit universell ist und nicht eingeschränkt werden darf, kann es auch niemand gelingen diese einzuschränken. Im Idealfall natürlich, wenn sich jeder Bürger diese Grundrechte verinnerlicht. Genau aus diesem Grund hatte Chomsky übrigens einen franzöischen Holocaust Leugner unterstützt, nicht wegen seiner Thesen, sondern nur aus dem Grund der Meinungsfreiheit.
 

semball

Erleuchteter
Registriert
26. Mai 2002
Beiträge
1.685
bstaron schrieb:
Na dan solltest Du nochmal nachlesen, etwa hier:
http://makeashorterlink.com/?I376222C6
Mir wäre es lieber gewesen Du hättest es so ausgedrückt damit ein Sinn herauskommt.
*gähn* Ich kenne die US-Verfassung und das der ursprüngliche Inhalt noch nicht verändert worden ist beeindruckt mich keineswegs, mich interessiert bloß die Tatsache, dass das prinzipiell überhaupt möglich ist (oder wo findet sich im Ami-Land ein Artikel 79III ?)
semball schrieb:
Was ist denn mit irgendwelchen Satanisten, denen es verboten ist, Jungfrauen zu schlachten? Werden die nicht in ihrer freien Religionsausübung behindert? Siehste! Auch in Amerika wird stellenweise noch die Vernunft bei der Auslegung von Grundrechten gebraucht. Die deutsche Verfassung macht das nur noch viel besser und konsequenter.

Das ist falsch. Denn Mord ist ein Verbrechen. Du kannst nicht mit Deiner Religion begründen jemand anderes zu verletzen. Im Gegensatz schau Dir bei uns den Umgang mit "Sekten" an und wo überall die Kirchenbauftragten sitzen und bestimmen wollen was guter and was schlechter Glaube ist. Die US Verfassung verlangt eine strickte Trennung zwischen Staat und Kirche.
Sekten sind auch keine Glaubensgemeinschaften sondern kriminelle Organisationen. Es geht nicht um die Qualität eines Glaubens, sondern um die Ziele, die diese "Bewegungen" aktiv verfolgen und mit welchen Mitteln sie das tun. Würde sich die Katholische Kirche heute so verhalten wie im Mittelalter, wäre sie auch ganz schnell verboten. Ach ja, Vereine werden generell von den Innenministern des Bundes und der Länder verboten und nicht von den Kirchenbeauftragten


semball schrieb:
:lol:
Ich halte es eher mit dem gesunden Menschenverstand:
Ich bin gegen die Meinung eines jeden, der gegen die Meinungsfreiheit ist.

Klingt paradox? Ist es aber nicht!

Doch ist es. Denn was der "gesunde Menschenverstand" ist, darüber streiten sich die Menschen doch auch. Wer bestimmt das denn? Indem die Meinungsfreiheit universell ist und nicht eingeschränkt werden darf, kann es auch niemand gelingen diese einzuschränken. Im Idealfall natürlich, wenn sich jeder Bürger diese Grundrechte verinnerlicht.
Tss Kleingeist!
Das lustige ist ja, dass du dir selbst widersprichst: Wenn du sagst, dass es niemanden gelingen kann die Meinungsfreiheit einzuschränken, setzt du ja voraus, dass es etwas gibt, was darauf aufpasst, dass keiner entsprechende Gesetze erlässt und das ist ja eben ein Verfassungsschutz.
Was ist denn nun eigentlich mit Verleumdnung und Beleidigung? Zählen die jetzt bei dir auch zur Meinungsfreiheit? Und das jeder Bürger die Grundrechte verinnerlichen solle, ist überhaupt kein Agrument, da politische und religiöse Extremisten sowas generell nicht tun. Schau die Weimar an und wie die Geschichte geendet hat...

Genau aus diesem Grund hatte Chomsky übrigens einen franzöischen Holocaust Leugner unterstützt, nicht wegen seiner Thesen, sondern nur aus dem Grund der Meinungsfreiheit.

Nein, was für ein toller Kerl! Ich sollte mein Urteil über ihn schnellsten revidieren (ironie!)
Vielleicht wählt er ja auch aus Solidarität eine Nazi-partei, spendet Geld für die "Völkische Artgemeinschaft" und schickt Picknick-körbe an die inhaftierte Skinhead-band "Landser"....
Junge Junge, du solltest deine Vorbilder mal überdenken...


Es ist wie ich gesagt habe:
Man kann nur die Rechte von jemanden respektieren, der selbst bereit ist, die Rechte anderer zu respektieren.
Unsere Verfassung ist wertgebunden und dadurch automatisch wehrhaft, deshalb ist sie zwar nicht die freiheitlichste, aber die Beste der Welt.
Wenn man sich mit einer Staats- und Gesellschaftsgrundlage beschäftigt, sollte man die Lehren der Vergangenheit, die Schlussfolgerungen der Vernunft und eine heißglühende Liebe zu den Grundwerten anstatt dem pseudo-humanistischen und naiv-übertoleranten Schmarren eines Chomsky im Kopf haben.
 

semball

Erleuchteter
Registriert
26. Mai 2002
Beiträge
1.685
bstaron schrieb:
Na dan solltest Du nochmal nachlesen, etwa hier:
http://makeashorterlink.com/?I376222C6
Mir wäre es lieber gewesen Du hättest es so ausgedrückt damit ein Sinn herauskommt.
*gähn* Ich kenne die US-Verfassung und das der ursprüngliche Inhalt noch nicht verändert worden ist beeindruckt mich keineswegs, mich interessiert bloß die Tatsache, dass das prinzipiell überhaupt möglich ist (oder wo findet sich im Ami-Land ein Artikel 79III ?)
semball schrieb:
Was ist denn mit irgendwelchen Satanisten, denen es verboten ist, Jungfrauen zu schlachten? Werden die nicht in ihrer freien Religionsausübung behindert? Siehste! Auch in Amerika wird stellenweise noch die Vernunft bei der Auslegung von Grundrechten gebraucht. Die deutsche Verfassung macht das nur noch viel besser und konsequenter.

Das ist falsch. Denn Mord ist ein Verbrechen. Du kannst nicht mit Deiner Religion begründen jemand anderes zu verletzen. Im Gegensatz schau Dir bei uns den Umgang mit "Sekten" an und wo überall die Kirchenbauftragten sitzen und bestimmen wollen was guter and was schlechter Glaube ist. Die US Verfassung verlangt eine strickte Trennung zwischen Staat und Kirche.
Sekten sind auch keine Glaubensgemeinschaften sondern kriminelle Organisationen. Es geht nicht um die Qualität eines Glaubens, sondern um die Ziele, die diese "Bewegungen" aktiv verfolgen und mit welchen Mitteln sie das tun. Würde sich die Katholische Kirche heute so verhalten wie im Mittelalter, wäre sie auch ganz schnell verboten. Ach ja, Vereine werden generell von den Innenministern des Bundes und der Länder verboten und nicht von den Kirchenbeauftragten


semball schrieb:
:lol:
Ich halte es eher mit dem gesunden Menschenverstand:
Ich bin gegen die Meinung eines jeden, der gegen die Meinungsfreiheit ist.

Klingt paradox? Ist es aber nicht!

Doch ist es. Denn was der "gesunde Menschenverstand" ist, darüber streiten sich die Menschen doch auch. Wer bestimmt das denn? Indem die Meinungsfreiheit universell ist und nicht eingeschränkt werden darf, kann es auch niemand gelingen diese einzuschränken. Im Idealfall natürlich, wenn sich jeder Bürger diese Grundrechte verinnerlicht.
Tss Kleingeist!
Das lustige ist ja, dass du dir selbst widersprichst: Wenn du sagst, dass es niemanden gelingen kann die Meinungsfreiheit einzuschränken, setzt du ja voraus, dass es etwas gibt, was darauf aufpasst, dass keiner entsprechende Gesetze erlässt und das ist ja eben ein Verfassungsschutz.
Was ist denn nun eigentlich mit Verleumdnung und Beleidigung? Zählen die jetzt bei dir auch zur Meinungsfreiheit? Und das jeder Bürger die Grundrechte verinnerlichen solle, ist überhaupt kein Agrument, da politische und religiöse Extremisten sowas generell nicht tun. Schau die Weimar an und wie die Geschichte geendet hat...

Genau aus diesem Grund hatte Chomsky übrigens einen franzöischen Holocaust Leugner unterstützt, nicht wegen seiner Thesen, sondern nur aus dem Grund der Meinungsfreiheit.

Nein, was für ein toller Kerl! Ich sollte mein Urteil über ihn schnellsten revidieren (ironie!)
Vielleicht wählt er ja auch aus Solidarität eine Nazi-partei, spendet Geld für die "Völkische Artgemeinschaft" und schickt Picknick-körbe an die inhaftierte Skinhead-band "Landser"....
Junge Junge, du solltest deine Vorbilder mal überdenken...


Es ist wie ich gesagt habe:
Man kann nur die Rechte von jemanden respektieren, der selbst bereit ist, die Rechte anderer zu respektieren.
Unsere Verfassung ist wertgebunden und dadurch automatisch wehrhaft, deshalb ist sie zwar nicht die freiheitlichste, aber die Beste der Welt.
Wenn man sich mit einer Staats- und Gesellschaftsgrundlage beschäftigt, sollte man die Lehren der Vergangenheit, die Schlussfolgerungen der Vernunft und eine heißglühende Liebe zu den Grundwerten anstatt dem pseudo-humanistischen und naiv-übertoleranten Schmarren eines Chomsky im Kopf haben.
 

Niks Te Maken

Großmeister
Registriert
29. Juli 2002
Beiträge
657
@semball

Mit deinen Urteilen darüber, was für die Gesellschaft richtig ist, machst du genau dasselbe, wie der schon angesprochene Rousseau (der dürfte dir ja auch schon das ein oder andere Mal in der Schule begegnet sein). Es gibt einen Willen, der vernünftig ist. Wer diesen Willen nicht besitzt, ist unvernünftig.
Die reale Umsetzung dieses Denkschemas findest du in den Gulags der Sowjetunion!

Das Leben in einer Gesellschaft ohne allzu große Einschränkungen kann schließlich auch funktionieren, wie eben das angesprochene Beispiel der USA zeigt (wobei ich da die Zeit nach 1945 gesondert betrachtzen würde, was jedoch nicht am freiheitlichen Gedanken der Verfassung liegt).

Denn wenn du dem Bürger genug Mündigkeit zutraust, dass er in der Lage ist mit seiner Stimme bei der Wahl sein Land zu beeinflussen, dann wäre es nur allzu logisch, ihm ebenfalls eine größtmögliche Freiheit zu gewähren, schließlich müsste er, wenn er den fähig ist zu wählen, auch in der Lage sein, damit zurechtzukommen. Eine größtmögliche Freiheit, das sagst du ja selber, ist jedoch in Deutschland nicht gewährt. Dagegen, diese Freiheit bei einem gewissen Punkt einzuschränken, hat ja niemand etwas, deswegen auch größtmögiche, und nicht größte Freiheit.

semball schrieb:
Sekten sind auch keine Glaubensgemeinschaften sondern kriminelle Organisationen. Es geht nicht um die Qualität eines Glaubens, sondern um die Ziele, die diese "Bewegungen" aktiv verfolgen und mit welchen Mitteln sie das tun. Würde sich die Katholische Kirche heute so verhalten wie im Mittelalter, wäre sie auch ganz schnell verboten.

Wieder ein Werturteil von dir, dass in eben die Richtung geht, in die der Staat nicht eingreifen sollte. IMHO sind die Beweggründe sämtlicher Kirchen, besonders der kath. Kirche, falsch, weil ich der Meinung bin, dass sie konsequent das Volk mit ihrem Irrglauben verdummen und die Intoleranz und dadurch auch das Leid auf der Welt über alle Maße fördern. Du scheinst die Ziele der kath. Kirche akzeptieren zu können. Wer hat recht? Können wir nicht sagen, deswegen verbieten wir sie auch nicht, aber dann sollten sog. Sekten ebenfalls ncht verboten werden, solange sie andere Körperschaften nicht in ihrer Freiheit einschränken.
Desweieteren würden gerade die beiden großen christlichen Kirchen hier natürlich nie verboten werden, aber das nur nebenbei. Nur, dadurch, dass sie gegen "den Teufel" predigen (und das tut die kath. Kirche noch offiziell), beleidigt sie z. B. Menschen, eben diesen Teufel anbeten.
Wieso nimmt sich der Staat raus, nach zweierlei Maß zu messen?
 

semball

Erleuchteter
Registriert
26. Mai 2002
Beiträge
1.685
Für die Gesellschaft sagt die Verfassung was wichtig ist, nicht ich!
Unsere Verfassung ist wertgebunden und daher nicht im Kern neutral wie die Verfassungen der Weimarer Republik oer eben der USA und das ist auch richtig so.
 

jamsven

Lehrling
Registriert
17. September 2003
Beiträge
29
danke @ all replys
hatte heute meinen Vortrag
Das fatale war nur das ich gestern noch inner disse usw war nich gepennt hatte & somit noch ziemlich betrunken vor der Klasse stand *gg ,

aber es hat für die Note 1 trozdem noch gereicht


*thx* @ all
 

semball

Erleuchteter
Registriert
26. Mai 2002
Beiträge
1.685
jamsven schrieb:
danke @ all replys
hatte heute meinen Vortrag
Das fatale war nur das ich gestern noch inner disse usw war nich gepennt hatte & somit noch ziemlich betrunken vor der Klasse stand *gg ,

aber es hat für die Note 1 trozdem noch gereicht


*thx* @ all
Glückwunsch! :)
 

hives

Ehrenmitglied
Registriert
20. März 2003
Beiträge
3.651
jamsven schrieb:
danke @ all replys
hatte heute meinen Vortrag
Das fatale war nur das ich gestern noch inner disse usw war nich gepennt hatte & somit noch ziemlich betrunken vor der Klasse stand *gg ,

aber es hat für die Note 1 trozdem noch gereicht

Ja dann lass doch mal ein bissel mehr hören :D

Hat sich naschließend eine Diskussion ergeben? Was meinte der Lehrer dazu (abschließend)?
 
G

Guest

Guest
Eine Demokratie beseh doch aus :

1. Wahlfreiheit
Habe ich die überhaupt wenn nicht Demokratische Parteien zur ahl nicht zugelassen werden ?
Natürlich dient dieses zum Schutz die Demokratie zu erhalten. Allerdings würde eine nichtdemokratische Partei das gleiche sagen um Ihre Staatsform zu halten.

2. Meinungsfreiheit
Auch nur begrenzt. Deweiteren dient die Meinungsfreiheit der Demokratie auch manchmal um andersdenkende gut ausfindig zu machen.

3. Religionsfreiheit
Wenn die Religionsfreiheit wirklich exestieren würde, dürften auch Islamische Parteien zur Wahl antreten.

Alles nur augenwischerei.
 

Lasker71

Meister
Registriert
30. November 2003
Beiträge
209
psst schrieb:
3. Religionsfreiheit
Wenn die Religionsfreiheit wirklich exestieren würde, dürften auch Islamische Parteien zur Wahl antreten.
Dürften Sie vielleicht, wenn sie nicht gegen die Verfassung verstoßen würden (Gleichheit der Geschlechter?)
 

agentP

Forenlegende
Registriert
10. April 2002
Beiträge
10.115
psst schrieb:
Eine Demokratie beseh doch aus :

1. Wahlfreiheit
Habe ich die überhaupt wenn nicht Demokratische Parteien zur ahl nicht zugelassen werden ?
Natürlich dient dieses zum Schutz die Demokratie zu erhalten. Allerdings würde eine nichtdemokratische Partei das gleiche sagen um Ihre Staatsform zu halten.
Deswegen nennt man unsere Form der Demokratie ja auch gerne mal "streitbare Demokratie", weil sie sich aktiv gegen ihre Feinde verteidigt.

2. Meinungsfreiheit
Auch nur begrenzt. Deweiteren dient die Meinungsfreiheit der Demokratie auch manchmal um andersdenkende gut ausfindig zu machen.
Kannst Du das mit der Begrenztheit bitte belegen ?

3. Religionsfreiheit
Wenn die Religionsfreiheit wirklich exestieren würde, dürften auch Islamische Parteien zur Wahl antreten.

Alles nur augenwischerei.
Wie kommst Du bitte auf Die Idee, daß eine islamische Partei, sofern sie sich an die demokratische Grundordnung bindet, nicht zur Wahl antreten darf ??

Die Parteien, die vorraussichtlich für die Bundestagswahl 2002 antreten werden:
[...]
53. IPD Islamische Partei Deutschlands
http://plus-linux.de/wiki.cgi?Parteien
Die Partei war also durchaus zugelassen zur letzten Bundestagswahl, auch wenn sie dann letztendlich wohl nicht angetreten ist.

Desweiteren wurde hier bereits erwähnt, daß die von Dir genannten Punkte nicht grundsätzlich Merkmale einer Demokratie sind. Sie sind allerdings Bestandteil des erweiterten Demokratiebegriffs, wie er heute im Westen gebräuchlich ist. Aber eben dieser erweiterte Demokratiebegriff schliesst auch das Recht der Demokratie ein, sich mit ihren legalen Mitteln gegen ihre Feinde zu wehren.
 
Oben