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Entfernt sich die Schweiz immer mehr von Europa?

Dieses Thema im Forum "Politik, Sozialkritik, Zeitgeschehen & Geschichte" wurde erstellt von Dominic, 9. Februar 2004.

  1. Eskapismus

    Eskapismus Ehrenmitglied

    Beiträge:
    2.154
    Registriert seit:
    19. Juli 2002
    Ort:
    Zürich
    Zum Thema Sprachen in der (deutsch) Schweiz

    Im Unterschied zu anderen Ländern spricht jeder Deutschschweizer im Normalfall drei Sprachen plus noch einen Schweizerdialekt. Ich weiss ja nicht was Dominic für Kumpels hat aber so was wie dieser Spruch über Englisch habe ich echt noch nie gehört.


    Ok. wir halten uns in vielen Belangen für etwas besseres das ist schon richtig aber dass sich viele von uns nicht ernst genommen fühlen ist auch ein Mentalitätsproblem. Wenn wir niemanden ernst nehmen täten, würden wir beispielsweise nicht krampfhaft versuchen Touris in deren Muttersprache zu antworten. Ein Schweizer will immer alle korrigieren, und meint es gut damit, dem Gegenüber erscheint es aber leider häufig als Besserwisserei.

    Wir sind aber auch ein sehr durchmischtes Volk in der Welschschweiz sieht das schon wieder ganz anders aus.


    Zum Thema Wettbewerbsfähigkeit

    Ich habe gelesen, dass Redbull in Erwägung zieht, die Hauptproduktionsstätte von Redbull in die Schweiz zu verlegen, um allfälligen Wirtschaftskriegen von USA - EU aus dem Weg zu gehen. Google hat erstmals ein Forschungszentrum ausserhalb von Amerika eröffnet, rat mal wo.... Zudem kommen noch die Steuervergünstigungen, die für viele Firmen (bsp. Müllermilch) und Promis (bsp. M. Schuhmacher)genug Grund sind um sich hier anzusiedeln.

    Irgendwie werden wir Schweizer trotz des starken Franken und der Eigenbrötlerei Wettbewerbsfähig bleiben.

    PS: Ich bin EU befürworter, weil Zusammenarbeit für mich immer etwas gutes ist auch wenn es manchmal ein wenig Anfangsschwierigkeiten gibt.
     
  2. anakari

    anakari Lehrling

    Beiträge:
    43
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    Ort:
    Zürich
    ja das sollten wir...

    ...bist du schweizer? weil ich kenne echt keinen schweizer der sowas von sich selbst sagen würde...
     
  3. Purple

    Purple Geselle

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    Registriert seit:
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    Naja, das würde ich auch manchmal sagen. Beispielsweise halten ich auch nicht so viel vom hochgelobten Bankgeheimnis. Wir haben wirtschaftlich gesehen unsere Qualitäten, aber auch unsere Schwächen. Und bloss weil wir der EU beitreten würden, müssten unsere Qualitäten noch lange nicht verschwinden.
    Bleibt noch zu sagen, dass die Schweiz als KMU Land gilt. Und da ist es sehr wohl noch wichtig, Französisch zu sprechen. Vielleicht solten wir uns mal einig werden, was wir wollen. Und im Moment scheint die Schweizbezogene Politik in. Eigentlich sollte man das ja auch sprachlich durchziehen und hauptsächlich Französisch/Deutsch statt Englisch lernen. SchweizerInnen sind langsam im Entscheiden :lol:
     
  4. Dominic

    Dominic Lehrling

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    9. Februar 2004
    Ort:
    Eglisau
    anakari wrote:
    Ja, dass bin ich (wer hätte das gedach?!)

    Da bin ich ganz deiner Meinung.
    Entweder das Eine oder das Andere, das "Doppelleben" wirdauf Dauer nicht mehr gut gehen...
     
  5. MrMister

    MrMister Erleuchteter

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    Ort:
    Oval Office, um Bush zu stoppen, wird ja langsam Z
    Ich als Deutscher denke mal, ein großes Problem wird sein, dass die Schweizer es immer allen recht machen wollen, öder täusche ich mich da? Auf jeden Fall ist das auf Dauer einfach nicht möglich. Und die so oft angepriesene Neutralität ist ja auch Kappes, weil man das einfach nicht sein kann :p
     
  6. penta

    penta Meister

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    OWL
    :D

    ich würde der schweiz raten so zu bleiben wie sie ist, neutralität ist zwar
    relativ, aber wer wird schon der schweiz böses wollen.
    Ich selbst bewundere die schweizer immer wieder für ihre Haltung.
    Leider ist es mir bis jetzt noch nicht vergönnt ein schweitzer zu werden
    aber vielleicht schaff ichs noch.
    Entfernen tut sich die schweiz nicht von europa , sondern der rest europas
    entfernt sich von der schweiz.

    Herzlichst Penta
     
  7. lowtide

    lowtide Großmeister

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    16. September 2003
    Ort:
    Schweiz
    zum thema sprachen in der schweiz.

    warum soll frühfranzösisch pflicht sein? das ist echt nur schwachsinn ich habe nach der schule kein einziges mal noch französisch gesprochen durfte aber tausende von franken ausgeben um auszugleichen das ich nur 1 jahr englisch hatte.

    wenn schon dann sollte man wählen dürfen ob man italienisch oder französisch lernen will.

    warum lernen die französisch sprechenden schweizer nicht endlich mal anständiges deutsch? warum wird von einem deutschschweizer erwartet das er französisch kann wenn im welschland absolut kein interesse an deutsch besteht?

    englisch soll gelehrt werden und zwar ab der ersten klasse. mit englisch schlag ich mich auf der ganzen welt durch, mit französisch scheitere ich schon in europa.
     
  8. Purple

    Purple Geselle

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    24. August 2003
    Am Rande bemerkt, ist es besser, dem Englischen überall Vortritt zu lassen? Man verliert ein Stück Identität, wenn alles gleich ist.
    Als ich Englisch zu lernen angefangen habe ( vor 6 Jahren) war es noch freiwillig. 3 Jahre später wars obligatorisch. Das ist in Ordnung, aber ich bleibe dabei, Französisch sollte erste Sprache bleiben (Französich wird in meinem Kanton ab 6. Klasse unterrichtet). Nebenbei, die meisten (Schweizer) sprechen besser Englisch als Französisch, ich sehe also speziell für die Schweiz keinen Nachteil darin, beides zu lernen.
     
  9. MrMister

    MrMister Erleuchteter

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    1.907
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    13. April 2003
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    Oval Office, um Bush zu stoppen, wird ja langsam Z
    Ich denke nicht, dass da Identität verloren geht, es bleibt ja immer noch die Zweitsprache. Ansonsten kann ich nur lowtide zustimmen. Aber wenn ihr Schweizer nicht vorhabt aus eurem Land rauszukommen und wettbewerbsfähig sein wollt, wenn ihr langsam aber sicher den Anschluss an die Weltwirtschaft verlieren wollt, nur zu, ich werde euch nicht aufhalten :twisted:
     
  10. Purple

    Purple Geselle

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    24. August 2003
    Zweitsprache bleibt 2. Geige, oder? Mir geht es darum, dass wir alle brav Englisch lernen, aber die Amis oder auch Engländer im Gegenzug kaum eine 2. Sprache lernen.
     
  11. lenzerl

    lenzerl Meister

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    caracas
    wir schweizer können doch (zumindest im gymnasium) selber wählen welche dritte sprache wir lenren wollen...english müssen wir lernen aber französisch oder italienisch dürfen wir wählen...(zumindest in graubünden)...also wegen den sprachen denke ich sollten wir uns nicht ändern oder???isch doch wohr....und usserdem glaub i nit dass mair meinen miar sind öppis bessers...
     
  12. Purple

    Purple Geselle

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    24. August 2003
    Emel ich glaub nid, dass mier öppis bessres sind. Mier hend eifach die schöner Schprach :lol:
     
  13. Stagger_Lee

    Stagger_Lee Anwärter

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    17. Februar 2004
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    dübendorf
    aber viele schweizer tun das - und in vielen punkten ist das auch nicht ganz falsch - fantastisches gesundheitsystem, unereichte infrastruktur(hat
    der zug mehr als 2min verspätung schaut "der schweizer" auf die uhr), "sichere strassen" hinzu kommt die schon fast traditionelle angst des schweizers vor veränderung (was mit blick darauf das es uns zumindest in diesem jahrhundert wirklich immer etwas besser ging als unseren nachbarn
    irgendwie verständlich ist)

    für die mitgliedschaft in der eu sehe ich kurz und mittelfristig schwarz.
    der grund ist so einfach wie kurzsichtig... die eu würde uns kurzfristig nachteile bringen (beitragszahlungen, offene grenzen etc.) wie die situation
    aber in sagen wir mal 50 jahren sein wird, wenn der eu-koloss das laufen gelernt hat, dafür fehlt vielen meiner landsleuten der weitblick..