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Entfernt sich die Schweiz immer mehr von Europa?

Dieses Thema im Forum "Politik, Sozialkritik, Zeitgeschehen & Geschichte" wurde erstellt von Dominic, 9. Februar 2004.

  1. Dominic

    Dominic Lehrling

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    Aufgrund der vom Schweizer Stimmvolk verworfenen "Avanti" Initiative (zweite Gottahrdröhre) hat Österreich ziemlich heftige Kritik an der Schweiz geäussert.
    Auch ansonsten schafft sich dieses Land in letzter Zeit nicht wirklich viele Freunde (Fluglärmstreit mit Deutschland etc.)

    Gerät die Schweiz nicht langsam in einen Zielkonflikt? Sie will ja irgendwie überall mitmischen, aber doch ihre "Neutralität" wahren.
    Ist es nur noch eine Frage der Zeit bis sie sich der EU beugen muss?
     
  2. MrMister

    MrMister Erleuchteter

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    Oval Office, um Bush zu stoppen, wird ja langsam Z
    Ich denke schon, dass die Schweizer sich irgendwann für Europa entscheiden müssen, alleine schon deshalb, weil sie "umzingelt" sind. Von einer kulturellen oder politischen Entfernung und Distanzierung würde ich aber noch nicht sprechen...
     
  3. :D
    Ach, mal keine Sorge, die Schweiz war schon schlimmer
    umzingelt (z.B. 1940-45) ...
     
  4. lowtide

    lowtide Großmeister

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    1. der avanti gegenvorschlag wurde verworfen.

    du sprichst es genau an 'sie wird sich beugen müssen', dies haben einige schlaue leute schon bei der ewr abstimmung erfasst. leider hat das schweizer volk den zeitpunkt verpasst um in einer guten verhandlungsposition in die eu eintreten zu können.

    mit jedem jahr das gewartet wird sinken die chancen auf einen eu beitritt der schweiz der den ansprüchen der schweiz gerecht wird. mit jedem jahr schwächt sich die verhandlungsposition der schweiz. aber vielleicht merken ja auch wir schweizer noch das die eu nicht wirklich auf uns angewiesen ist, es aber umgekehrt in naher zukunft dazu kommen wird dass das wirtschaftliche überleben der schweiz nur mit hilfe der eu gelingen kann.
     
  5. tsuribito

    tsuribito Erleuchteter

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    Naja kann man wirklich von entfernen sprechen? Waren sie denn jemals Europa nah?
    Seit dem Rüttli Schwur machen die Schweizer doch sowieso was sie wollen und das ist auch ihr gutes Recht. Klar ist ihre geographische Lage etwas schlecht, doch solange die Drogenbosse und Diktatoren dieser Welt ihr Geld in die Schweiz tragen, geht es denen doch gut.
     
  6. Dominic

    Dominic Lehrling

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    Das kommt zielmlich stark von der allgemeinen Schweizer Einbildung, etwas besseres als alle Anderen zu sein, d.h. die anderen nicht wirklich ernstzunehmen. Typischer Satz von einem meiner CH-Kollegen: "Wieso soll ich englisch lernen, ich meine, ich bin ja ein SCHWEIZER, ich habe das doch nicht nötig...

    Solange eine solche Grundstimmung herrscht, wird die Schweiz wohl kaum zur BEsinnung kommen... oder erst dann, wenn es schon reichlich spät ist...
     
  7. :wink:
    Ich hab in der Schweiz mal einen englischen Film
    im Original im TV gesehen (allerdings schon 82..)
    Zur Originalfassung kamen noch Untertitel in
    Deutsch
    Französisch
    Italienisch

    Ich denke, Fremdsprachen sind nicht deren Problem..
     
  8. Dominic

    Dominic Lehrling

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    War ja nur ein Beispiel, um die momentane Einstellung sprich Ansicht etwas zu beschreiben. 82... da wars hier wohl noch etwas anders (im positiven Sinne), obwohl ich davon nicht direkt betroffen bin/war.

    Wollte nur sagen, dass die schweizer langsam von ihrem hohen Pferd runtersteigen sollten.
     
  9. MrMister

    MrMister Erleuchteter

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    Oval Office, um Bush zu stoppen, wird ja langsam Z
    Ich meinte eher auf wirtschaftlicher denn auf militärischer Basis. Die Schweiz liegt halt nunmal mittendrin...

    Die "Grundhaltung" der Schweizer ist tatsächlich ziemlich eigen, allerdings sind auch nicht alle Schweizer so. Es gibt auch genug EU-Beführworter in der Bevölkerung...
     
  10. derTagwirdkommen

    derTagwirdkommen Geselle

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    ich bin schweizer und finde die EU die geilste organisation und das grösste experiment aller zeiten. dennoch bin ich dafür, das wir erst nach 2010 mitglied werden. es ist alles eine frage der zeit. wenn die bilateralen verträge sich profilieren und mit der osterweiterung alles klappt wird auch brüssel die schweiz willkommen heissen dürfen
     
  11. helsink

    helsink Neuling

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    Schweiz
    Aufgrund der vom Schweizer Stimmvolk verworfenen "Avanti" Initiative (zweite Gottahrdröhre) hat Österreich ziemlich heftige Kritik an der Schweiz geäussert.

    Weil wir den Schwerverkehr auf die Schienen bringen möchten,
    und werden(NEAT),brauchen wir auch keine 2 Autogtthardröhre durch die Schweiz.
     
  12. _Dark_

    _Dark_ Ehrenmitglied

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    ich denke die schweiz fährt extrem gut ohne eu und wird das auch immer so tun.
    die schweiz hat keine interesse an der eu, da sie ja keinen bedarf an einer erweiterung ihres marktes hat und auch keinen bedarf daran, "experimente" wie die angleichung von zinsen unsw mitzumachen
    der franken ist die seriöseste währung der welt, wieso sollte man die aufgeben
    noch dazu wäre sie ein geberland, und das nicht zu knapp
    ein beitritt wäre schlicht sinnlos
     
  13. Leviathan

    Leviathan Meister

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    Zum Glück machen wir diesen Europa-Blödsinn (noch) nicht mit.

    Ich hab noch kein einziges vernünftiges Argument für einen Beitritt gehört. Ausser die üblichen Floskeln wie "Wir können doch nicht die Einzigen sein, die nicht mitmachen". :roll:


    Für Propheten: vergleiche die Geschichte der Europa aus der griechischen Mythologie mit der Geschichte von der schwangeren Frau und dem Drachen aus der Offenbarung, Kapitel 12!!! 8O
    http://www.sungaya.de/schwarz/griechen/europe.htm
     
  14. derTagwirdkommen

    derTagwirdkommen Geselle

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    dieser vergleich wird hier in der schweiz eigentlich nur in rechtsextremen kreisen gemacht. absolut geschmaklos :x
     
  15. Leviathan

    Leviathan Meister

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    26. Februar 2003
    :lol: :lol: :lol:

    schwafli!

    wo häsch den das ghört?
     
  16. Zubi

    Zubi Anwärter

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    Moment

    Ich bin für einen EU Beitritt. Ich bin auch der Meinung die Schweiz kann und ist nicht Neutral.

    Die Wirtschafts- und Transportlobby in der EU und der Schweiz sollen nicht nur machen können, was sie wollen. Wir Schweizer und hoffentlich auch die Bürger in der EU sollten nachhaltig denken. Es gibt alternative Transportmöglichkeiten nach Italien oder Deutschland.

    Die Schweiz will (und das ist auch gut so) den Schwerverkehr auf die Bahn laden. Das heisst aber noch lange nicht, dass wir unsere Verhandlungsposition vernichten. Ich hoffe sogar das auch die umliegenden Länder, z.B. Österreich, diese Idee übernehmen, anstatt zu protestieren, dass sie nun mehr Schwerverkehr haben.

    Da kann ich nur zustimmen!

    Also das kann ich so nicht stehen lassen: Es gibt nicht nur eine Sprache in dieser Welt! Weshalb sollten wir gerade Englisch in der 1. Klasse lernen? Ich wäre für ein Frühfranzösisch, dass ist eine Landessprache UND es ist eine Amtssprache in der EU und der UNO!
     
  17. Purple

    Purple Geselle

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    Frühfranzösisch statt Englisch, dem stimme ich zu.
    Tatsächlich höre ich auch selten positives von der EU in Foren. Ich könnte mich tatsächlich fragen, was an der Organisation so toll ist. Sie sollte doch allen Bürger etwas bringen, was sie aber anscheinend nicht tut. Alles sei teurer geworden, heisst es zum Beispiel...
    Mir gefällt die Schweizer Politik, direkte Demokratie und Konkordanzsystem. Darüber möchte ich eigentlich nicht verhandeln müssen.
    Was den Avanti-Gegenvorschlag betrifft: Mehr Tunnels und Autobahnen lösen meiner Meinung nach kein Verkehrsproblem. Und damit muss sich die schweiz rumschlagen, nicht Österreich.
     
  18. MrMister

    MrMister Erleuchteter

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    Oval Office, um Bush zu stoppen, wird ja langsam Z
    Sicher, aber das wird es schon seit 50 Jahren.... Die EU dafür verantwortlich zu machen ist vielleicht der einfachste Weg, aber sicher nicht fair. Alleine schon die Währungsunion mit dem Euro sollte ein Grund sein in die EU einzutreten...
     
  19. Dominic

    Dominic Lehrling

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    Klar stimme ich dir da zu, es ging mir nur ums Prinzip der Schweizer Grundhaltung, für welches das Englisch wohl nicht das richtige Beispiel war.
     
  20. MrMister

    MrMister Erleuchteter

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    Oval Office, um Bush zu stoppen, wird ja langsam Z
    Landesspreche hin oder her, die Schweizer müssen, obwohl sie gegen alles sind, irgendwie wettbewerbsfähig bleiben. Die Geschäftswelt spricht nun mal Englisch, ob den Schweizern das gefällt oder nicht. Auf irgendeine Sprache müssen wir uns halt einigen, und wenn die Schweizer jetzt anfangen ihr eigenes Süppchen zu kochen manövrieren sie sich auch ins wirtschaftliche Abseits.