Einführung von E10 vorerst gestopp

vonderOder

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Branche stoppt Einführung von E10
Nach den massiven Absatzproblemen mit dem neuen Biosprit E10 wird die bundesweite Einführung vorläufig gestoppt. Bisher wurde E10 bei knapp der Hälfte der bundesweit 15.000 Tankstellen eingeführt – vor allem im Osten und Süden des Landes. Viele Autofahrer weigerten sich aber, den neuen Kraftstoff zu tanken. Ursache ist die Verunsicherung darüber, ob das eigene Fahrzeug den Biosprit überhaupt verträgt. Bereits am Mittwoch hatte sich die Mineralölwirtschaft mit einem eindringlichen Appell an die Autofahrer gewandt und sie zum Tanken von E10 aufgerufen. Picard zufolge will die Branche nun abwarten, ob die Verbraucher den Sprit in den kommenden Tagen annehmen.

"Das System platzt sonst"
aber letztlich hat der Autofahrer mit angeblich so tollen Biosprit nur eine Illusion im Tank.


E10-Verträglichkeit – PKW
 

Goatboy

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Mich freut es immer, wenn das marktwirtschaftliche Prinzip so eindrucksvoll funktioniert: der Kunde kauft ein Produkt nicht, also wird seine Verbreitung eingeschränkt. Ich gehöre zu denjenigen, die sich weigern, sich diesem Betrug zu unterwerfen und würde wahrscheinlich auch dann Super Plus tanken, wenn ich sicher wäre, dass mein Auto E10 verträgt. Wollen wir hoffen, dass "das System platzt".
 

dkR

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Ich tippe eher darauf, dass E5 durch Brüssel verboten wird, weil nicht ökologisch genug als dass sich der Markt durchsetzt.
 

wintrow

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@goatboy
Seh ich genauso wie du. Ich tanke lieber Super Plus, als den Schrott E10. Nachher zerfrisst es mir noch meine Zylinderkopfdichtung.

Find es lustig das die Mineralölwirtschaft den Autofahrer dazu aufruft doch bitte E10 zu tanken. Aber ne ordentliche Begründung warum man das tun soll bringen sie nicht.
 

Goatboy

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Hat denn das gute alte Super eigentlich schon immer fünf Prozent Alk enthalten oder auch erst seit neuerem?
 

phoenix

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Ja ja ...was der Bauer nicht kennt... echt peinlich..
würde man Flüssiggold anbieten, würden die leute es ablehnen – kennt man ja nicht...

In Anbetracht der Tatsache, dass das Öl irgendwann versiegt und echt Null Umweltbewußtsein vorhanden ist glaube ich nicht einmal, dass man den schwarzen Peter der Industrie zu schieben kann,
wenn Ottonormalverbraucher rumätzt:" Sowatt kommt mir nicht in den Tank ey!" :motz:
 

Simple Man

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Sehe ich das richtig? Ihr beschwert euch über die Einführung von E10-Benzin, weil dessen Einführung von der Regierung bzw. EU festgelegt wurde, damit ihr weiter Superbenzin tanken könnt, das eingeführt wurde ... *ähh* ... nun ja, weil die Regierung und die Europäische Kommission das festgelgt haben?

Oder regt ihr euch über die Unsicherheit bzgl. einer möglichen schädlichen Wirkung auf den Motor auf? Lustig - als euer ach so tolles Superbenzin eingefürt wurde, war das genauso ... da wollte das keiner tanken, weil die Kunden wegen der Bleifrei-Verträglichkeit ihrer Kraftfahrzeuge verunsichert waren ... wenn ich das schon lese:

Nachher zerfrisst es mir noch meine Zylinderkopfdichtung.
Himmel, muss man den Leuten alles mit nem bunten Schleifchen auf nem Silbertablet nachtragen? Frag doch einfach beim Hersteller deines Autos nach, was ist daran so schwer? :?!?:
 

Goatboy

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Simple, könntest du mir bitte die Stelle zeigen, an der sich hier jemand über E10 beschwert hat, "weil dessen Einführung von der Regierung bzw. EU festgelegt wurde"?

Wie gesagt: selbst wenn ich wüsste, dass mein Auto E10 verträgt, würde ich es nicht tanken. Weil es eine Mogelpackung ist. Weil es der Umwelt nichts bringt. Weil es ein reines Projekt des blinden politischen Aktionismus ist.
 

vonderOder

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dkR schrieb:
Ich tippe eher darauf, dass E5 durch Brüssel verboten wird, weil nicht ökologisch genug als dass sich der Markt durchsetzt.
was ist daran ökologisch wenn ich mit dem E10 weniger Kilometer mit meinem Wagen schaffen. das ist weder Öko noch Logisch. aber egal, irgendwelche Spinner werden die Erde schon gutgemeint kaputt machen, genauso wie sie und Andere, Kulturen vernichten werden.
 

phoenix

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vonderOder schrieb:
aber egal, irgendwelche Spinner werden die Erde schon gutgemeint kaputt machen, genauso wie sie und Andere, Kulturen vernichten werden.
Ja klar irgendwelche Ökospinner werden im guten Glauben die Welt zugrunderichten... genauso wie die Spanier, die die Eingeborenen im guten Glauben niedermetzelten..

Die Welt wird an Engstirnigkeit und mangelnder Weitsicht zugrundegehen...

und nicht an E10...
 

cryp0r

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Goatboy schrieb:
Hat denn das gute alte Super eigentlich schon immer fünf Prozent Alk enthalten oder auch erst seit neuerem?
^Jupp, das gute alte Super müsste eigentlich schon seid längerem E5 heißen. :wink:
http://de.wikipedia.org/wiki/Bioethanol

Das sinnlose, in meinen Augen, ist ja das durch das E10 die Umwelt nicht wirklich geschont wird, und dann dazu diese Leistungseinbußen. Durchdacht war diese Einführung in keinster Weise. Ich für meinen Teil fahr weiter alle 2 Wochen nach Tschechien tanken für maximal 1.35€/l und brauch mich "vorerst" nicht mit dem Thema auseinander zu setzen. Zur Verträglichkeit mein ich mal irgendwo gelesen zu haben, das das nur ältere Fahrzeuge betreffen soll, worauf ich mich aber keinesfalls verlassen würde. Sollte es soweit kommen, das unser Nachbarland zu ähnlichem gezwungen wird, werde ich mich dann doch mal mit meinem Autohersteller in Verbindung setzen. Eher sehe ich keinen Sinn.

Und ganz nebenbei hier mal eine kleine Verträglichkeitsinfo: http://www.dat.de/e10liste/e10vertraeglichkeit.pdf

Da schein ich ja mit meinem Megane 2/Scenic nochmal Glück gehabt zu haben... :lach2:
 

wintrow

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@simple man und phoenix
Zu allererst wurde am Anfang gesagt jedes Auto was nicht älter als Zehn Jahre wäre würde E10 vertragen. Nun hieß es man muss beim Autohersteller nachfragen. Tja tolle Sache, die sagen, eigentlich müsste es das vertragen...und wenn es das nicht verträgt? Ohja Simple Man erkundige dich mal bitte...es kann die Zylinderkopfdichtung zerfressen, kostet dann mal rund 800Euro, wer bezahlt mir die?!
Gestern Abend kam im Radio die Nachricht das die Umweltschonung durch E10 nicht nachgewiesen ist...soviel zum ökologischen Ansatz. Und dann hab ich nicht mehr die Reichweite und Leistung wie beim Super. Wo soll da bitte der Vorteil von e10 liegen? Vor allen was heisst hier..
Himmel, muss man den Leuten alles mit nem bunten Schleifchen auf nem Silbertablet nachtragen?
DIE wollen doch das Zeug verkaufen, warum muss ich mich da drum kümmern? Ich tank Super und fertig, aus welchen grund sollte mich interessieren ob E10 abgesetzt wird oder nicht.

Aber lasst nur man wird sich ein Gesetz ausdenken das die Autofahrer dazu zwingt E10 zu tanken...freie Marktwirtschaft und so...lol
 

vonderOder

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E10 erhöht den Kraftstoffverbrauch aufgrund des geringeren Energiegehalts. was also heißt: weniger Leistung = weniger Kilometer und dadurch öfter an die Tanke. falls man wirklich durch den erhöten Verbrauch ein oder zwei €uro-Cent gegenüber dem anderen Sprit spart, hat man immernoch das Risiko eines unnötigen Motorschadens.

Eine Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs ist damit nicht zu erreichen, da der Energiegehalt von Ethanol unter dem von teilweise höhermolekularen Alkan-Gemischen bei gleichem Volumen liegt. Aufgrund der geringeren Energiedichte von Ethanol steigt der Kraftstoffverbrauch gegenüber ethanolfreiem Kraftstoff um etwa drei Prozent. Da das vom Bio-Ethanol stammende CO2 bei der Gewinnung aus der Atmosphäre genommen wurde, gilt das von der Ethanol-Komponente emittierte Kohlendioxid als klimaneutral und die verbrauchte Menge an fossilem Brennstoff sinkt insgesamt um 7,3 Prozent. Berücksichtigt man allerdings, dass E10 den Verbrauch der global gehandelten Energieträger nur verlagert, ist das Ausweisen einer CO2-Einsparung nicht seriös, stattdessen ist der Transport mit weiterem Energieverbrauch und CO2-Ausstoß verbunden.

Auto Bild berichtete am 17. Februar 2011, dass es bei einem VW Golf einen durchschnittlichen Mehrverbrauch von 0,6 l/100 km gebe, was bei der Testfahrt einen Anstieg von 4,89 Prozent bedeute. Bei einer Preisdifferenz E5 zu E10 von 5 Cent und einem E10-Preis von 1,43 €/l ist E10 allerdings nur um 3,4 Prozent billiger als E5. Es ist daher möglich, dass es sich aus finanzieller Sicht kaum lohnt E10 zu tanken. Mit nachfolgender Formel berechnet sich der Mehrverbrauch, welches ein Kfz maximal mit E10 gegenüber E5 verbrauchen darf, ohne dass die Benzinkosten steigen:

Mehrverbrauch = Verbrauch mit E5 in l/100 km x Preisdifferenz von E5 zu E10 in Euro/l
.................................................. Preis von E10 in Euro/l

Entgegen den Aussagen der Auto Bild äußerte am 21. Februar 2011 Bernhard Geringer von der TU Wien, dass der maximale Mehrverbrauch 1,9% betragen würde.

Das ARD-Magazin „Fakt“ berichtete am 6. Dezember 2010, Wissenschaftler hätten als Folge der veränderten Beimischung giftige Verbindungen wie Blausäure und Ozon in den Abgasen gefunden.

Etwa 90 % aller benzinbetriebenen PKW in Deutschland sollen laut Umweltbundesamt E10 vertragen. Neufahrzeuge sind in der Regel E10-tauglich. Die E10-Verträglichkeit von Fahrzeugen kann beim jeweiligen Fahrzeughersteller erfragt werden. Bei den restlichen Fahrzeugen kann der enthaltene Alkohol, insbesondere bei hohem Druck und hohen Temperaturen, eine unaufhaltsame Korrosion bei Bauteilen aus Aluminium auslösen, die etwa im Motor oder bei Benzinpumpen Verwendung finden. Darüber hinaus kann der Alkohol bestimmte Kunststoffe angreifen, welche etwa in Schläuchen und Dichtungen verarbeitet sind. Das kann zu Motorschäden oder undichten Stellen führen, wobei bei Letzteren Kraftstoff auf heiße Bauteile gelangen und sich entzünden kann.
http://de.wikipedia.org/wiki/Ethanol-Kraftstoff
 
G

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DejaVue

Um im erdölarmen Deutschland in den 1930er Jahren die Abhängigkeit vom meist ausländischen Erdöl zu verringern und verstärkt inländische Rohstoffe zu verwenden, trat 1930 die Bezugsverordnung von Spiritus zu Treibstoffzwecken für alle Treibstofffirmen in Kraft. Jeweils 2,5 Gewichtsprozente der produzierten oder eingeführten Treibstoffmenge waren von der Reichsmonopolverwaltung zu beziehen. Diese Quote erhöhte sich bis Oktober 1932 schrittweise auf 10 %.

Da es nicht mehr genügend Kartoffelalkohol gab, wurde das Nordbenzin (oder Fahrbenzin N) mit einer Beimischung von 13 % dieses Alkohols und wenig Benzol hergestellt. Südlich der Linie „Elbe- Stade- Bremervörde- Soltau- Celle- Braunschweig- Berlin- Polen“ wurde das Südbenzin (oder Fahrbenzin S) zur Erhöhung der Klopffestigkeit statt mit Alkohol mit dem Additiv Bleitetraäthylen versehen.
Schon in den 20er Jahren gab es E25 Benzin mit Spiritus (Ethanol) Zusatz, der hieß damals Reichskraftsprit (Monopolin). Ursprünglich zur Stützung der Landwirte gedacht, hatten diese schon in den 30er Jahren Probleme die nötigen Mengen zu liefern.

Das ARD-Magazin „Fakt“ berichtete am 6. Dezember 2010, Wissenschaftler hätten als Folge des E10 Gemisches Blausäure und Ozon in den Abgasen gemessen.
 

vonderOder

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shechinah schrieb:
DejaVue
Um im erdölarmen Deutschland in den 1930er Jahren die Abhängigkeit vom meist ausländischen Erdöl zu verringern und verstärkt inländische Rohstoffe zu verwenden, trat 1930 die Bezugsverordnung von Spiritus zu Treibstoffzwecken für alle Treibstofffirmen in Kraft. Jeweils 2,5 Gewichtsprozente der produzierten oder eingeführten Treibstoffmenge waren von der Reichsmonopolverwaltung zu beziehen. Diese Quote erhöhte sich bis Oktober 1932 schrittweise auf 10 %.
Da es nicht mehr genügend Kartoffelalkohol gab, wurde das Nordbenzin (oder Fahrbenzin N) mit einer Beimischung von 13 % dieses Alkohols und wenig Benzol hergestellt. Südlich der Linie „Elbe- Stade- Bremervörde- Soltau- Celle- Braunschweig- Berlin- Polen“ wurde das Südbenzin (oder Fahrbenzin S) zur Erhöhung der Klopffestigkeit statt mit Alkohol mit dem Additiv Bleitetraäthylen versehen.
der link zu diesem Zitat: http://de.wikipedia.org/wiki/Fahrbenzin

auch dieses zu in dem Beitrag zu lesen:
Im Juni 1938 erließ der Reichsverkehrsminister eine Anordnung, nach der nur noch private Kraftfahrzeuge zugelassen werden durften, deren Motoren mit 74 ROZ auskämen.
 

haruc

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Die Süddeutsche Zeitung berichtet:
Klick

Stimmt das Argument mit der besseren Umweltbilanz?

Nur zum Teil. [...] Da der Anbau und insbesondere der Her­stellungspro­zess von Biokraftstoffen jedoch auch fossile Energien verbrauchen, ist der CO2-Kreislauf nicht vollstän­dig geschlossen.
Auch weltweit würden wertvolle Anbauflächen für Nahrungsmittel durch Energiepflanzen besetzt, was zu einem vermehrten Einsatz von Pestiziden und zur weiteren Rodung von Wäldern führe, so der BUND. Das erhöhe wiederum die CO2-Emissionen, werde aber in der Umweltbilanz von E10 nicht berücksichtigt.
E10 - eine Mogelpackung ähnlich wie Hybridautos?

Wer als Automobilist CO2 einsparen will, dem bietet sich bisher nur eine sinnvolle Alternative an: Die Anschaffung eines sparsamen konventionellen Kraftfahrzeuges mit Verbrennungsmotor und der Betrieb mit konventionellen Kraftstoffen. Klingt schrecklich anachronistisch, scheint aber leider wirklich so zu sein.

Eine Überlegung hierzu:

Hybridautos haben ihre Stärke im Stadtverkehr: Dort können momentan für eine Strecke von bis zu 60.000m (etwa 1,5 Stunden Fahrt im Stadtverkehr) komplett ohne Emissionen gefahren werden bzw die Emissionen entstehen an anderer Stelle.
Rechnet man also mit einer durchschnittlichen CO2 Emission von 200g/KWh, dann verursachten die 60 Kilometer des Prius (60KW Motor) 18 Kilo CO2. Zum vergleich: Der neue Golf V Variant mit 1,9L TDI emittiert auf einer vergleichbaren Strecke 7,9 Kilogramm CO2 (132g/Km)

Es zeigt sich: Elektroautos sind nur so Umweltfreundlich wie die Kraftwerke, aus denen Energie gewonnen wird. (und die 200gCo2/KWh sind schon seerh optimistisch gerechnet, mit einem Ökostromanteil von 30% (und den haben wir momentan nichtmal annähernd))

In allen anderen Disziplinen (Außerorts/Autobahn) sind jedoch herkömmliche Verbrenner dem Hybridauto um Längen überlegen. Der Toyota Prius frisst auf der Autobahn bei einer Reisegeschwindigkeit von 130 km/h knapp 10 Liter Benzin, der aktuelle Golf V Variant 1.9L TDI kommt mit 6 Litern Diesel bei zügiger Fahrweise aus.

Dazu kommt, dass Hybridautos bei vergleichbarer Leistung schwerer sind als herkömmliche Autos, also schon wegen dem Leistungsgewicht einen höheren durchschnittlichen Verbrauch haben, und dass bei der Herstellung deutlich mehr Aufwand betrieben muss (2 Motoren, Hochgiftige Akkumulatoren usw) als bei einem herkömmlichen Auto und allein daher schon der CO2 Footprint des Hybridwagens schlechter ist, ohne auch nur 1 Kilometer gefahren zu haben.

In Sachen Klimaschutz hilft es wirklich nicht, nur die Hälfte des Weges zu denken und den Rest, der die Idee ad absurdum führen würde, auszublenden.
 

Telepathetic

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Ich hab' 'ne Lesermeinung gefunden:
(...)
Mit diesen 2,8481 Cent pro Liter Kraftstoff subventioniert jeder E10 Konsument die Vernichtung von Ackerland und Wäldern. Und er macht sich schuldig am Hungertod von Menschen, die ihre Lebensmittel in Form von Getreide nicht mehr bezahlen können, da die Biospritproduktion die Getreidemengen im Welthandel verknappt und damit die Preise in ungeahnte Höhen treibt.
(...)
E10-Mehrverbrauch verteuert den Sprit um 2,848 Cent pro Liter und tötet Menschen
 

Goatboy

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haruc schrieb:
Rechnet man also mit einer durchschnittlichen CO2 Emission von 200g/KWh, dann verursachten die 60 Kilometer des Prius (60KW Motor) 18 Kilo CO2. Zum vergleich: Der neue Golf V Variant mit 1,9L TDI emittiert auf einer vergleichbaren Strecke 7,9 Kilogramm CO2 (132g/Km)
Ich verstehe nicht, wie du auf die 200g/KWh kommst. Der Prius emittiert durchschnittlich 89g CO2 pro km. Das ist weniger als der Golf, bei 136 vs 105 PS.
 

haruc

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Ich verstehe nicht, wie du auf die 200g/KWh kommst. Der Prius emittiert durchschnittlich 89g CO2 pro km. Das ist weniger als der Golf, bei 136 vs 105 PS.
Ich habe hierbei angenommen, dass der Prius diese Strecke komplett mit Elektrischer Energie zurücklegt.

Ja die 86gCO2 Angabe berechnet aber nicht die CO2 emissionen ein die bei der Erzeugung der elektrischen Energie andernorts entstehen. Denn nur dadurch, dass man so schummelt kommt man überhaupt erst auf diese traumhaften Werte.

Ich hab mal überschlagen dass der Prius mit seinem 60KW Elektromotor in der Stadt 60Kilometer weit kommt (Durchschnittstempo 40 km/h, Daten vom ADAC, die den Vergleichstest gefahren haben). Das heißt er muss wohl etwa 90 Kilowattstunden an Energie verbreauchen um diese Fahrleistung zu erbringen. Habe auf die Schnelle keine Herstellerinformationen zur Speicherkapazität des Akkumulators gefunden, musste daher mit der Hand-Zu-Fuß-Schätzung leben. Wird er daheim an der Steckdose aufgeladen, geschiet des mit Strom aus einem Energiemix.

Erneuerbare Energien haben pro KWh eine CO2 Bilanz von etwa 30-40g CO2/KWh, konventionelle Energiequellen zwischen 400 und 1000g Co2/KWh.
Äußerst optimistisch gerechnet kommt man (selbst wenn man sich den gewissenberuhigungs-Öko-Mogelstrom kauft) auf eine CO2 Bilanz von etwa 200 g CO2 pro Kilowattstunde. In der Realität dürfts etwas mehr sein.
Verbrät der Prius also seine elektrischen Reserven, mussten dafür 18 Kilo Co2 Emittiert werden. Zwar nicht am Auspuff, aber halt irgendwo in nem Kraftwerk.

Das ist halt das was ich mit halb-gedachten Ideen meinte. In der Gesamtbilanz is der Prius schon von Start an schlechter als jedes andere vergleichbare Auto. Und in der Gesamtrechnung macht jeder gefahrene Kilometer die BIlanz schlimmer.

Ein Test beim ADAC hat bewiesen, dass die Angaben des Herstellers nur für dne Prüfstand gelten, nicht aber für den praktischen Einsatz. Dort lag der Prius bei einem Durchschnittsverbrauch von 6,5 Litern während die KOnkurrenten des Vergleichs, der BMW1 und der Golf V im durchschnitt etwa 1-1,5 Liter draunter lagen.
Seine Stärke konnte der Prius nur in der Stadt ausspielen - und dort wurden die Emissionen, die an anderer Stelle (->Kraftwerk) anfallen, nicht berücksichtigt. Daher schafft der Prius dann auch die tollen Werte von 2 Litern Benzin pro 100 Km in der Stadt.

So erklären sich die Werte. Ja sie sind nicht genau, aber die Größenordnungen müssten in etwa passen.
 
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