Ehrenamtliches Engagement - ja oder nein?

Java

Meister
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Hallo engagiert ihr euch ehrenamtlich bzw. würdet ihr es machen wenn nicht andere gründe dagegenstehen?

zu mir, hab mich bisher nicht großartig engagiert, wäre aber nciht abgeneigt, da jetzt gerade zur schöffenwahl aufgerufen wird. wobei ich mich frage ob das das richtige wäre.
 

haruc

Ehrenmitglied
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Hm also es gibt da ja so gewisse Organisationen, die bisweilen das Ehrenamt schon überstrapazieren in dem Sinne, dass sie lieber drei Ehrenamtler einstellen, als eine Vollzeitkraft. Ekelhaft finde ich es aber erst dann, wenn mit der Arbeit der Ehrenamtler richtig viel Kohle verdient wird.

Da das beim Amt des Schöffen jedoch nicht zutrifft, gibt es eigentlich keinen Grund, als Staatsbürger sich für dieses wirkliche Ehrenamt nicht zur Wahl zu stellen. Es wird jedenfalls nicht zu deinem Schaden sein!
Du brauchst eben einen gewissen Sinn für Gerechtigkeit, ein hohes Maß an Neutralität und eben auch manchmal etwas Geduld. Ich hab das zwar nie selber gemacht aber mein Opa und meine Tante haben das gemacht und meine Mutter bewirbt sich ebenfalls im Moment für das Amt.
 

InsularMind

Erleuchteter
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Habe es mal 1 Sommer lang als Vogelwart auf Sylt gemacht. Das wurde damals als "ehrenamtliche Mitarbeit" angeboten. Man bekam allerdings hinterher so etwas wie ein Taschengeld pro Tag, also ganz ehrenamtlich war es wohl nicht. Für den Naturschutz / Umweltschutz könnte ich's mir auch wieder vorstellen, zum Beispiel Bewachung von Greifvogelhorsten ect.

Wenn man die Zeit dazu hat oder das Interesse daran, warum sollte man sich dann nicht in der Art und Weise das Leben bereichern?
 

Sedge

Ehrenmitglied
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Ich hab mich lange Zeit in der Jugendarbeit engagiert.

War kein Fehler, muss ich sagen!
 

JimmyBond

Ehrenmitglied
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absofort befinde ich mich mit stimmenrecht in einem jugendfreizeitheim, in dem ich einst meine jungend verbra(u)cht habe und kann nun dabei mithelfen, dass der laden weiterhin erhalten bleibt und vor allem die jugend (13-18 jaehrige) angenehm ihren aufenthalt geniessen kann.
 

Ramses

Großmeister
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Hm, ich nenne mal meine Arbeit im Verein ehrenamtliche Arbeit. Wir sind Veranstalter von zwei großen Politik-LARPs (so definiere ich das mal für mich); wir simulieren die Vereinten Nationen (Model United Nations) und bringen so Schülern und Studenten ein bisschen Politik bei. Seit 2006 bin ich da aktiv dabei und habe Jahr um Jahr mehr Verantwortung übernommen. Mittlerweile ist das schon zeit- und arbeitsaufwändig aber es ist ein Riesenspaß! Wir bekommen keine Vergütung, einen Teil der Fahrt- und Unterkunftskosten wird aber glücklicherweise ersetzt.
 

Arabella

Meister
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20. August 2008
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Hallo,

Ja ich hab schon öfter ehrenamtlich gearbeitet, als Frauenbeauftragte, in Vereinen und derzeit bei der Erwerbsloseninitiative.

Ara
 

sillyLilly

Ehrenmitglied
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Ich finde, dass heutzutage manchmal vergessen wird, dass ein großer Teil unserer Demokratie auf ehrenamtlicher Tätigkeit fußt. Eigentlich würde ich sogar sagen .... das ganz wesentliche für die Demokratie ist, weil sie sonst mangels Beteiligung "für die Katz" ist.
Kommunale Politik (die Politik vor Ort wird nur ehrenamtlich gemacht), Arbeitskreise, Vereine, Jugendarbeit, soziale Projekte, sportvereine, Bürgerinitiativen .... und auch so ein nettes Board hier im Internet, würde es nicht geben, wenn nicht ein paar Menschen bereit wären, ihre Zeit einfach so dafür aufzubringen.

Namaste
Lilly
 

Mitmensch

Meister
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6. Juni 2006
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Habe vor meinem Studium Rettungssanitäter gelernt und fahre nach wie vor in den Ferien und an Wochenden beim Rettungsdienst ehrenamtlich. Die Schichten sind dann immer gleich 12 Stunden (Nacht- oder Tagdienst). Bekomme aber eine sog. Aufwandsentschädigung für EA-Mitarbeiter (41.-Eur).Nicht nur aus ideellen Gründen sehe ich das als sinnvoll an sondern auch weil es personell nicht anders geht (10% aller Schichten müssen EA-lich besetzt werden weil das Personal und die Kohle fehlt).
früher noch Jugendleiter in einem Verein gewesen und momentan nebenher noch Wasserwacht, kommt allerdings zu kurz und wird warscheinlich bald wieder aufgegeben.

Denke, dass in Zukunft mehr ehrenamtliches Engagement in D zu finden sein wird, da sich die Gesellschaft dahingehend entwickelt dass man sich mehr und mehr gegenseitig hilft. Leistungs-und Ellbogen- Praktikumszeitalter waren gestern bzw. sind auch heute noch; aber bei dem sinkenden Brutto-Inlandsprodukt wird sich das wohl "etwas" ändern.....

LG, Mitmensch
 
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