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Dieses Thema im Forum "Philosophie und Grundsatzfragen" wurde erstellt von Paladin, 18. August 2007.

  1. Ein_Liberaler

    Ein_Liberaler Forenlegende

    Beiträge:
    9.777
    Registriert seit:
    14. September 2003
    Ich dagegen habe echte Skrupel, in Civilization eine Stadt niederzubrennen, und ich habe noch nie (glaube ich) einen Worker umgebracht, um ein Bauprojekt voranzutreiben - es sei denn, ich spiele in historischen Szenarien die Römer oder die Azteken. Als Azteke opfere ich mit Wonne Kriegsgefangene. Aber wenn ich die Deutschen spiele, also "mich" - no way.

    Also - wenn Gott unser Leben als Marginalie ansieht, hätte Er uns nicht mit unveräußerlichen Rechten ausstatten sollen - jetzt hat Er den Salat. Spätestens mit Noah hat Er einen Vertrag geschlossen, auf den wir Ihn festnageln können. (Ein Ausdruck, den wir Ihm gegenüber vielleicht nicht gebrauchen sollten.)

    1. Mose 8, 21 und 22


    1. Mose 9, 9 - 11

    Nach meiner Rechtsauffassung darf Er nicht die Menschheit auslöschen und die Erde bestehen lassen. Erde und Menschen gemeinsam dürfte Er vielleicht vernichten, aber das steht nicht zur Debatte.
     
  2. Benkei

    Benkei Großmeister

    Beiträge:
    535
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    Ort:
    Platos Höhle
    Vom ökologischen Standpunkt her geht es mit der Natur wohl seit ein paar Jahrhunderten bergab - weg vom "leben mit der Natur als Teil der Natur", hin zum "Leben außerhalb der Natur und zum Raubbau an der Natur".
    Von dieser Warte aus ist der Status quo zumindest besser als ein weiterer Schritt in Richtung "völliger Ausverkauf".
     
  3. Ein_Liberaler

    Ein_Liberaler Forenlegende

    Beiträge:
    9.777
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    Von wessen Warte aus?

    Ich glaube, "der Natur" ist ein Steinbruch so egal wie ein Erdrutsch. Sie hat kein Bewußtsein. Sie wird andauernd umgestaltet. Lebewesen versuchen weiterzukommen, so gut sie eben können. Große Pflanzenfresser halten Wälder kurz, Biber legen Sümpfe an, Füchse graben Baue, die Pflanzen haben ursprünglich die Atmosphäre mit Sauerstoff vergiftet und hätten sich selbst ausgerottet, wenn nicht Tiere entstanden wären, die den Sauerstoff wegatmen und leckeres, nahrhaftes CO2 ausatmen.

    Wo fängt Natur an, wo hört sie auf? Inwiefern geht es mit ihr bergab?
     
  4. Simple Man

    Simple Man Forenlegende

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    Ort:
    Momentan scheinbar Schilda ...
    @ Benkei

    Aber der Begriff "Status quo beibehalten" ist doch da irgendwie schlecht gewählt, oder? Ich meine, ist die Natur nicht ein "lebendiges" System, das eh ständig im Wandel ist?

    Und wann beginnt respektive endet für dich ein "Leben mit der Natur als Teil der Natur"?
     
  5. Benkei

    Benkei Großmeister

    Beiträge:
    535
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    10. September 2004
    Ort:
    Platos Höhle
    @Simple Man und Ein_Liberaler:
    Um es kurz zu machen:
    Die ursprüngliche Frage lautete:
    Vom Blickfeld der übrigen Lebewesen sehe ich es so, dass die Welt ohne den Menschen besser dran wäre, da der Mensch mittlerweile derart in die Natur eingreift, dass sich andere Spezies kaum noch schnell genug anpassen können, sondern einfach verschwinden.

    Das dies alles Teil der Evolution und Fortentwicklung ist, kann schon sein; unabhängig davon ist die o. a. These das, was ich äußern wollte.
     
  6. Ein_Liberaler

    Ein_Liberaler Forenlegende

    Beiträge:
    9.777
    Registriert seit:
    14. September 2003
    Es gibt auch Kulturfolger, die vom Menschen sehr profitieren.

    Übrigens werden heute kaum noch Spezies ausgerottet (das haben wir im wesentlichen hinter uns), es gibt ja sogar gezielte Versuche, bedrohte Arten zu retten.

    Abgesehen davon gibt es auch völlig natürliche Entwicklungen, die zu großen Veränderungen führen.
     
  7. pierremoose

    pierremoose Meister

    Beiträge:
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    naja abgesehen von der natur würde dieser gott, wenn es uns, die menschheit nicht mehr geben würde, auch keinen sinn mehr in sich tragen.. ich mein, wer hat denn gott erfunden?;-)
     
  8. Paladin

    Paladin Meister

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    aber ist es denn nicht so, dass überall wo der Mensch ist, Leid Qual und Tod seine Begleiter sind ?

    Nimmt er nicht aus seiner Umwelt wie ihm bedarf und paßt sie so an wie er sie gerne hätte ohne umsicht?

    Wie seht ihr die Zukunft, ist der Mensch selbst im Wandel oder gibt es einen konstanten Faktor der ihn einschränkt ? Was wird die Menschheit in Zukunft hervorbringen?
     
  9. Booth

    Booth Erleuchteter

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    Ort:
    Deutschland
    Ist es nicht so, daß "Leid" und "Qual" sowohl psychische als auch physische Informationen bzw sogar Interpretationen eines momentanen Zustands sind?!

    Physischer Schmerz ist eine relativ simple Information - ein Bereich des Körpers stellt eine schwerwiegende Fehlfunktion oder Einwirkung von Aussen fest, und diese Information wird via Nervenimpuls an das Gehirn übermittelt.

    Psychischer Schmerz ist die Wahrnehmung der jetzigen Situation als o "falsch", daß das Gehirn dies so wenig wahrhaben will, daß aus diesem Konflikt ein Schmerz entsteht. Wieso das Gehirn diesen Umstand nicht wahrhaben will, kann sehr unterschiedlich sein.

    Von dieser Warte aus, ist es kein Wunder, daß Schmerzen an höheren Lebewesen festgeknüpft sind... denn es Bedarf eines hoch entwickelten Gehirns um Schmerz und Leid als solches überhaupt wahrnehmen zu können. Dazu gehören aber auch Säugetiere... und wenn man einem Tier eine schwere Verletzung zufügt, hat man ziemlich deutlich den Eindruck, daß dieses Tier ebenfalls Schmerzen empfindet.
    Naja - achtet der Vogel etwa auf seine Umwelt, wenn er sein Nest baut - oder der Biber?! Wir Menschen haben halt nur sehr viel "grössere" Möglichkeiten. Was dann aber bedeutet, daß wir auch die "grössere" Möglichkeit besitzen, die Folgen hochzurechnen... da liegt bei uns Menschen in der Tat noch ne Menge Lernpotential brach.
    Für mich völlig "normal", daß sich die einzelnen Wesen einer Spezies generationsweise peu a pei entwickeln. Der Mensch hat zudem die Chance, sich nicht nur auf natürliche Weise zu entwickeln, sondern auch kulturell, da er es schafft, Informationen uf abstrakte Weise festzuhalten: Wort und Schrift.

    Die Menschen werden in Zukunft sicher ähnliches vervorbringen, wie auch in der Vergangenheit... ich persönlich halte es für möglich, daß sich sozial und kulturell noch stärker von der Natur abkoppeln und dem "Leid" weiter entgegenwirken. Auch wenn ein Teil unserer Kultur Zerstörung beinhaltet, insbesondere durch Kriege, so ist ein erheblicher Teil unserer Kultur dadurch geprägt, daß wir uns gegenseitig Freude und Spass vereiten wollen, oder Leid verringern oder überwinden wollen.

    Für mich ist Leid ein natürliches Prinzip, welches höhere Lebewesen im Hirn entwickeln müssen, um einen Überlebensinstinkt beizubehalten. Wir menschen scheinen uns von dieser Entwicklung abkoppeln zu wollen...
     
  10. pierremoose

    pierremoose Meister

    Beiträge:
    161
    Registriert seit:
    5. Dezember 2005
    von der definition her geb ich booth aufjedenfall schonmal recht..
    wobei paladin denk ich mal eher auf die bildliche aussage von "leid, qual und tod" hinaus, wobei ich, - obwohl ich deiner meinung bin, dass menschen ihren mitmenschen und ihrer umwelt starke grausamkeiten zufügen können, eher denke, das diese konfliktsituationen in form von "leid qual und tod" im zeitalter des feuers einen natürlichen prozess darstellen.. im prinzip knüpf ich jetzt wieder an booths aussage an, wobei ich, um auf den zweiten punkt zu kommen, diesen prozess erweitern möchte und dies als art evolution zu sehen.
    Wenn man sich vorstellt (mal ganz plump kreationistisch), der mensch wird auf díe erde geworfen, nackt, ohne bett, ohne ein dach über dem kopf, ohne fernsehen :O_O: . Ich würde sagen, im laufe der zeit blieb ihn nichts anderes übrig, als mit der umweltzerstörung zu beginnen... ne lange zeit ist ja auch alles gut gegangen, wenn man das so ausdrücken darf.."die mutter natur wird das schon regeln" ok, jetzt tragen wir die konsequenzen, was aber nichts negatives heisst, da dies wieder ein teil dieser "evolution" darstellt. wir, also die menschheit, wie sie heute und in 50 jahren (vielleicht noch) existieren wird, muss den schritt vom feuer, also zum beispiel fossilen brennstoffen, aber auch jegliche anderen dingen, die nur dank des feuers existieren können, hin zu neuen möglichkeiten der unendlichen menschlichen entfaltung vollziehen. Im endeffekt ist es also wieder die natur, die uns formt, egal, was wir wir mit ihr machen. diese neuen menschlichen entfaltungen würden dann auch das ende des altem Paradigmas "der stärkere überlebt" bedeuten

    und zum letzten punkt:
    da kann ich nur auf meinen vorheriegen post verweisen.
    Quasi ist es "gott", die uns hindert, wir selbst zu sein.. "der mensch hat gott erschaffen, damit gott den menschen erschaffen konnte.."
    und auch, wenn viele einzelne menschen diese erkenntnis schon gemacht haben, so sind wir, als gesellschaft noch nicht in der lage dazu, dies zu erkennen...

    und um auf den thread zurück zu kommen würd ich davon ausgehen, das, wenn gott zu erde herrabsteigt, um die menschen zu fragen, welche gründe es gäbe, warum die menschheit weiter existieren sollte, wir schon lange einen weg gefunden hätten, um gott zu "töten" :twisted:
     
  11. SentByGod

    SentByGod Ehrenmitglied

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    Soll die Diskussion hier soweit Ausufern, das man sich nur mit dem "Warum diese Frage gestellt wurde" beschäftig, anstatt eine einigermaßen akzeptable Antwort zu finden?

    Ergo:

    Kein Wesen sollte über die Existenzberechtigung bzw. den Fortbestand eines anderen Wesens richten dürfen.

    @ Liberaler

    Warum sollte die Bibel den Worten des Herrn entsprechen? Wurd' sie nicht von Menschen verfasst?
    Das einzige was vielleicht vom Herrn persönlich "diktiert" wurde sind die 10 Gebote.
    Und auch diese Geschichte enspringt nur einer/ oder mehrer Feder/n.
     
  12. Ein_Liberaler

    Ein_Liberaler Forenlegende

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    9.777
    Registriert seit:
    14. September 2003
    Das ganze Posting war ein wenig, nun, unernst. Es kam so richtig nichts mehr, da hatte ich gedacht, der Thread wäre zum Versaubeuteln freigegeben.