Rumsfeld vom jetzigen US-Botschafter Daniel Coats abgelöst?

samhain

Ehrenmitglied
Registriert
10. April 2002
Beiträge
2.976
wird rumsfeld durch den jetzigen US-botschafter in deutschland daniel coats ersetzt?

Die amerikanische Regierung hat offenbar bereits einen Nachfolger für den heftig umstrittenen Verteidigungsminister Donald Rumsfeld.

...Der US-Botschafter in Deutschland, Daniel Coats, soll im Fall einer Ablösung oder eines Rücktritts dessen Amtsnachfolger werden, wie FOCUS unter Berufung auf diplomatische Kreise berichtet. US- Sicherheitsberaterin Condoleezza Rice habe bei ihrem Berlin-Besuch am 16. Mai Botschafter Coats bereits ein entsprechendes Angebot unterbreitet.

Auf die Frage von Rice, ob er grundsätzlich für die Übernahme des Chefpostens im Pentagon bereit sei, antwortete Coats laut FOCUS, er stehe für das Ministeramt zur Verfügung.

http://aktuell.focus.msn.de/hps/fol/newsausgabe/newsausgabe.htm?id=2765

für eine neue linie wird dieser mann nicht stehen- ein hardliner wird gegen den anderen ausgetauscht.

zur erinnerung:

...Coats sagte: „An einem der kritischten Punkte des ganzen Verfahrens, wenige Tage vor dem Blix- Bericht Ende Januar, als der Druck auf Saddam zur Erfüllung der der UN- Resolutionen am höchsten war - genau an diesem Punkt hat die deutsch- französische Erklärung die Bemühungen unterminiert.“ Coats relativierte dann aber Rumsfelds Aussage, Deutschland stehe wegen seiner Haltung in der Irak- Frage auf einer Stufe mit Libyen und Kuba. Auf die Frage, ob Rumsfeld für die ganze Regierung spreche, sagte der Botschafter: „Nein, der Präsident spricht für die Regierung in den Vereinigten Staaten. Es ist das gute Recht von anderen wie dem Verteidigungsminister, Äußerungen von sich zu geben. Aber letztlich wird die Entscheidung vom Präsidenten getroffen.“ Rumsfeld habe darauf hinweisen wollen, „dass Europa nicht nur vertreten wird durch die Ansichten von Frankreich und Deutschland, sondern eine ganze Reihe von Ansichten von vielen verschiedenen Ländern“. Bisher unterstützten 18 europäische Länder den Kurs der Vereinigten Staaten, sagte Coats. „Und wir hoffen, dass es mehr werden. Wir hoffen, dass durch die Beweise, die gestern vorgelegt worden sind - die meiner Meinung nach sehr überzeugend sind - auch Frankreich und Deutschland ihre eigene Position überdenken werden.“

"Druck vom Irak genommen"

Der US-Botschafter sagte, ausgerechnet die zwei Staaten, die die USA ständig zu einem Gewaltverzicht drängten, hätten mit ihrer Haltung die Anwendung von Militärgewalt wahrscheinlicher gemacht. Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und Frankreichs Präsident Jacques Chirac hatten vor Vorlage des Berichts von UN- Waffeninspektor Hans Blix mehr Zeit für die UN- Waffenüberprüfungen gefordert. Damit wurde aus Sicht Coats der Druck vom Irak genommen.

http://www.faz.net/s/RubA24ECD630CA...78A36E4B8CFDC02548~ATpl~Ecommon~Scontent.html

seine biographie (US-botschaftsseite)

Daniel R. Coats

Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika
in der Bundesrepublik Deutschland

http://www.usembassy.de/ambassador/biod.htm

mit seiner meinung zu missbrauch/folter voll auf regierungslinie (wo sonst?) verharmlosung ist angesagt

...Der US-Botschafter in Deutschland, Daniel Coats, hat sich zwar entsetzt über die Misshandlung irakischer Gefangener geäußert, zugleich aber die Vorwürfe gegen die beteiligten US-Soldaten relativiert. „In Kriegssituationen werden bestimmte Methoden angewandt, um an Informationen zu gelangen, die möglicherweise andere Leben retten können“, sagte Coats der „Stuttgarter Zeitung“ (Samstagsausgabe) mit Blick auf harte Verhörpraktiken. Auch hätten die USA „immer weit weniger unangenehme Praktiken verwendet als die meisten anderen Länder“.

Die nun bekannt gewordenen Misshandlungen seien nicht repräsentativ für das Verhalten und die Normen der USA, betonte Coats aber weiter. „Wir sind über die jüngsten Vorgänge genauso enttäuscht und schockiert wie die Deutschen“, sagte der Botschafter. Die Geschehnisse würden gründlich untersucht und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen. Vorwürfe, die USA stellten sich durch die Folter auf eine Stufe mit Terroristen, wies der Botschafter zurück.

Coats verteidigte auch grundsätzlich das Engagement der USA im Irak. Die Misshandlungen bedeuteten nicht, „dass alles, was Amerika im Irak unternommen hat, eine einzige Schande und nur ein Fehlschlag ist“, sagte der Botschafter. Coats erinnerte auch daran, dass US-Soldaten viele Menschen aus den Gefängnissen Saddam Husseins befreit hätten.

http://www.vol.at/engine.aspx/page/...-vpircher-20040514-070324/dc/tp:vol:news-welt

wie immer versucht man den teufel mit dem beelzebub auszutreiben...obwohl, austreiben will ja wohl augenscheinlich keiner...
 

streicher

Ehrenmitglied
Registriert
15. April 2002
Beiträge
4.813
Irgendwie hält sich das Gemunkel um Rumsfelds Posten aufrecht. Mal hier, mal dort liest man, dass er noch während seiner Amtszeit gehen würde. Allerdings ist dies ja nun die zweite.
 
Oben