ROT/GRÜN plant Nationalfeiertag abzuschaffen.

Parzifal

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Es geht um den symbolischen Akt.

Der 1. Sonntag im Monat ist aber nicht der exakte Tag eines vergangenen Ereingisses.
Das man an diesem Tag frei hat, sprich nicht Arbeiten muß, sollte ein Selbstverständniss sein.
Wenn man sich nur einmal die Paraden in USA, Frankreich oder England ansieht welche an den jeweiligen Nationalfeiertagen stattfinden gibt das jemanden etwas.
Es ist irgendwo doch kein normaler freier Tag wo man sich vor dem Fernseher lümmelt. Zumindest, sollte es so sein.

Das hat symbolischen Wert. Man knüpft an die Taten der Ahnen an und erinnert sich an diese. Versucht sie im Geiste Lebendig zu halten und erinnert sich an die Motivation für diese Taten.

Auch schafft so ein Feiertag, wenn er vernünftig Zelebriert wird ein WIR Gefühl, ein Gefühl der Gemeinschaft.
Dieses Gefühl ist dem deutschen Volke abhanden gekommen, sogar sehr bewusst so gesteuert worden.
Und dann, wenn es kein WIR mehr gibt, sondern nur noch ICH wundert man sich über die sog. Ellenbogengesellschaft, wo sich jeder selbst der nächste ist.
 

antimagnet

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nochmal:


wir haben weiterhin unsren nationalfeiertag.



nur jetzt muss das wir-gefühl halt sonntags gefeiert werden.
 

Ehemaliger_User

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Gehe ich recht in der Annahme, dass die meisten derer, die jetzt rummotzen, sonst immer die ersten waren, die die Mauer wiederhaben wollten?
 

forcemagick

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als selbstständiger bring mir so ein feiertag zwar nicht mehr viel aber andererseits sind feiertage ein schöner brauch.... als arbeitnehmer hat man halt einfach seinen spaß dran wenn so ein tag auf einen wochentag fällt und es ist bedauerlich wenn man nun anfängt diese tage zu kappen...
 

_Dark_

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Evo schrieb:
Gehe ich recht in der Annahme, dass die meisten derer, die jetzt rummotzen, sonst immer die ersten waren, die die Mauer wiederhaben wollten?
ja, das tust du, wenn ich auch nie gesagt habe, dass ich die mauer wieder haben will..
aber ich finde, dass es hier ums prinzip geht. jetzt wo wir diesen feiertag haben, findet er nicht mehr am 3.10 statt, sondern an einem anderen, belibiegen tag, der nichts mehr mit dem ursprung zu tun hat..
darum gehts mir eigentlich nicht wirklich..
aber ich finde es pervers, wenn unsere deutschen politiker den mut haben, einen "offiziellen" freudigen anlass einfach so zu verlegen..
das ist wie wenn man heiligabend auf den 4. advent verlegen würde..
der tag der dt. einheit ist nun mal der 3.10 und nicht der x.10..
es geht ums prinzip..
 

forcemagick

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@dark

wir sind selten einer meinung ;)

aber ich gebe dir diesmal recht.

es geht tatsächlich ums prinzip...

und es ist halt nun mal unser nationalfeiertag...

ich bin kein sonderlich patriotisch veranlagter mensch, aber irgendwie geht das sogar mir gegen den strich...

warum schaffen wir nicht gleich noch die staatsflagge ab? ( kostet doch auch ein paar cent das ding ) ... ein paar wirtschaftsbegeisterte werden mir sicherlich gerne vorrechenen wie viel knete das theoretisch bringt...

aber wenn schon sparen dann richtig....

unsere politiker könnten z.b. auch jeweils eine niere verkaufen fürs vaterland... ja mancher sogar das hirn.. würde keiner merken... ;)

lasst uns sparen auf deibel komm raus...

die bundeswehr rüsten wir aus mit dem topmodernen und günstigen waffensystemen des typ S.T.E.I.N.S.C.H.L.E.U.D.E.R X2004 und anstatt panzer gibts tretroller....

lasst uns so richtig sparen...
 

forcemagick

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und wie könnte man nur aus der nationalhymne noch ein paar cent herausholen?

hmmm... und niht zu vergessen, dass wir vielleicht auch unser parlament verscheuer könnten.... an die saudis oder die japaner... reichstag in tokio wär doch was...

wie wäre es wenn wir auch alle anderen symbole der nationalität einfach verscherbeln ;)

ist doch eh alles wurst
 

Parzifal

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Ist dann immer der 3. Oktober Sonntags?
Nein, soweit mir bekannt.

Für mich ist der 3. Oktober sowieso nur der Tag, der Teileinheit.
Der 9. November ist der Tag an dem die Mauer fiel. Da hätte man diesen nehmen sollen, auch ist er im allgemein ein Historischer Tag.

Und diejenigen die immer Rufen, die Mauer muß wieder her, sind warscheinlich dieselben, die Dschungelshow sehen.
Trottel einfach.

Aber da zeigt sich wiedereinmal wie sehr sich die "Ideale" des grenzenlosen Individualismusse auf kosten das Volksgefühles durchgesetzt haben.
 

addelinsky

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Wie bereits Parzifal auf der vorherigen Seite richtig erwähnt hatte, sollte der Tag der dt. Einheit rechtens gesehen eigentlich am 09. November gefeiert werden (Datum des Mauerfalls!).
Aber dazu war die damalige Bundesregierung wohl zu feige. Könnte man doch im Ausland vermuten, daß wir Deutschen damit die Reichskristallnacht von 1938 feierlich begehen wollten :twisted:.
Also hat man halt - und ich bin der Meinung der Tag kann nichts dafür - den 03. Oktober dazu bestimmt, als Feiertag her zu halten. Also egal ob nun 09. November oder 03. Oktober, wichtig ist doch daß wir dann an diesem einen speziellen Tag daran denken, ... ja an was eigentlich? Jeder begeht diesen Tag eben anders.
Muttertag hat auch kein bestimmtes Datum, sondern wird - wie jeder weiß - am 2. Sonntag im Mai gefeiert. Und so kann man den hier heiß diskutierten Nationalfeiertag m. E. auch an einem noch zu bestimmenden Sonntag feiern.
 

forcemagick

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ja aber nachdem es ja eh wurst ist ob nun 9ter oder 3ter des einen oder des anderen monats ... lassen wir es doch einfach ...

ich meine wo anders hat so ein nationalfeiertag ja doch was an bedeutung.. bei uns nicht...

scheißen wir drauf ;)
 

Gurke

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Ironie der Geschichte, fall der Feiertag auf den ersten Sonntag des Monats verlegt wird, fällt er ja auch hin und wieder auf den 7. Oktober.
Für Nichteingeweihte, das war ein Nationalfeiertag der DDR, besser gesagt Gründungstag selbiger.
 

Rupert

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Nein, es ist eben nicht wurscht, wann wir unseren Nationalfeiertag begehen ! An diesem Tag ist etwas Historisches geschehen - die deutschen Brüder, getrennt durch eine Besatzungsmacht, deren absolutistisches und unterdrückerisches System jeden rechtschaffenen deutschen Bürger davon abgehalten hat, in seiner Reichweite zu bleiben, und die eine Mauer errichtete, um diese zu ebem dem zu bringen, wurden durch gemeinsame, internationale Intentionen, sowohl von Seiten der Sowjetunion als auch aus den USA und - nicht zu vergessen - aus unserem eigenen Deutschland, wurden wieder vereinigt. Zwei Staaten mit völlig unterschiedlichen Grundprinzipien, mit teilweise völlig veränderten Moralvorstellungen, finden ohne Krieg, ohne Gewalt zueinander - wo, wenn mir das jemand sagen kann, gab es das schon einmal? Wo finden wir ähnliche Werdegänge der landeseigenen Geschichte?

Wir Deutschen können stolz darauf sein, mit unseren Freunden in Ost und West eine derartige Leistung vollbracht zu haben, stolz darauf, brüderlich Finanzmittel geteilt zu haben, gemeinsam eine Regierung wählen zu können - und vor allem, ganz gut miteinander auszukommen. Wo gibt es nicht Konflikte zwischen den Bevölkerungsgruppen? Ich nenne als Schlagwörter Kurden, Basken, Uiguren, Tibeter, Tschetschenen. Bekriegen wir uns gegenseitig? Nein. Obwohl die Einigung Schlag auf Schlag kam, wir keine Gelegenheit hatten, uns vorzubereiten. Deutsche Familien konnten sich nach Jahren, ja Jahrzehnten der Trennung, wieder in die Arme schließen. Großväter konnten ihre Enkel sehen - die Insassen, die unrechtmäßig in den DDR-Foltergefängnissen saßen, jubelten wahrscheinlich, als sie hörten, dass diese Diktatur endlich ein Ende finden sollte !

Wir, die Deutschen, haben einen Staat der Unterdrückung und der Folter ablösen können; ist das nicht etwas, auf das man stolz sein kann? Sollte man das nicht jedes Jahr feierlich begehen, mit Paraden, mit Zügen durch Städte, mit schwingenden Flaggen? Ich meine: ja. Und ich meine auch, dass es dasselbe Datum sein sollte, an dem wir diesen Festakt zelebrieren. Schließlich ist der Tag der deutschen Einheit nicht irgendein Tag - es ist EIN Tag. Und es muss nicht immer ein Sonntag sein. Es sollte nicht immer nur so gehen, dass wir Mahntage haben, an denen wir büßen sollen - sicherlich ist das notwendig, und der neunte November wäre als solcher Tag bestens geeignet. Aber auch als Festtag. Zumindest einen Feiertag sollte man uns lassen, an dem wir unsere patriotischen Gefühle herauslassen und uns ermuntern können, unser Deutschland nach vorne zu bringen. Ein Politiker, der genau dies aus fraglichen finanziellen Gründen verhindern will, gehört weggeschlossen.
 

forcemagick

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ja rupert mein "ist doch wurst" war ironisch gemeint... ich denke schon auch es macht einen unterschied ob man dieses oder jenes datum nimmt..
 

Flood

Neuling
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Wenn es denn schn seil soll, daß ein weiterer Feiertag abgeschafft, bzw. verlegt wird, dann wäre der Nationalfeiertag eine gute Wahl, denke ich. Wirklich festliche Stimmung wollte da nie so recht aufkommen, bei mir.
Ostermontag ginge auch noch. Ostern ist ein dermaßen depressives Fest, das haut mich jedesmal aufs Neue auf den Schuhen.
Weihnachten ist allerdings Tabu, denn ohne Weihnachten keine Marzipankartoffeln, und ohne Marzipankartoffeln würde ich am Ende noch Amoklaufen, oder so was.

Im Prinzip bin ich aber dagegen, einen Feiertag wegfallen zu lassen. Wenn die Kasse leer sollte man erstmal andere Einnahmequellen auftun. Man könnte beispielsweise die Steuervergünstigungen für Flugbenzin wegfallen lassen. Und danach kann man dann weitersehen.

~F~
 

kaka

Großmeister
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na, also ein datum ist doch symbolisch. sonst plädiere ich dafür, dass wir weihnachten am 24.juli feiern, das würde ich spassiger finden^^
 

Winston_Smith

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@addelinsky

Sicherlich ist der 9.November ein historischer Tag. Keine Frage. Allerdings ist es nicht der Tag der deutschen Einheit.

Denn die DDR hatte auch am 10.November noch bestand. Und erst mit der wirklichen Vereinigung wurde die DDR endgültig aufgelöst und es gab wieder eine einziges Deutschland.

Warum nun gerade der 3.Oktober gewählt wurde, ist dabei eher zweitrangig. Es ist nun mal der Tag, seit dem es die DDR nicht mehr gibt.


Es ist doch vielmehr eine Frage des Prinzips. Für mich grenzt es schon an Landesverrat, wenn jemand den einzigen Nationalfeiertag abschaffen will!

Zumindest zeigt es sehr deutlich, wie diese Herren zu der Bundesrepublik stehen.

EINE SCHANDE!!!!


WS
 

Innana

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Telcontarion schrieb:
Da sollten sie lieber nen christlichen Feiertag abschaffen.

Jedes Land hat und brauch weil es eben Brauch ist einen Nationalfeiertag.

@Telecontarion :wink:
1. Sie haben doch bereits den Buß und Bettag abgeschafft
2. Keine Angst, Sie werden in der Zukunft auch noch weitere christliche Feiertage abschaffen, nur eine Frage der Zeit.

3. Warum brauchen "sklaven" einen Nationalfeiertag ? (denken die).
 

Trasher

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Innana schrieb:
1. Sie haben doch bereits den Buß und Bettag abgeschafft
Nicht für alle. In Sachsen zahlen wir dafür, daß wir diesen Feiertag behalten dürfen, einen zusätzlichen Betrag in die Pflegekasse ein (zu deren Gunsten er abgeschafft wurde).
Die Anrainer freuts, denn viele gehen an diesem Tag jenseits der Landes- bzw. Staatsgrenzen einkaufen.

Für die Tourismusbranche ist der Ausfall eines Feiertages, der bei günstiger Konstellation als Brückentag genutzt wird, sicherlich auch schmerzvoll.
 

agentP

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Es ist doch vielmehr eine Frage des Prinzips. Für mich grenzt es schon an Landesverrat, wenn jemand den einzigen Nationalfeiertag abschaffen will!
Würde er auf den 1. Sonntag im Oktober gelegt, dann wäre er ja keineswegs abgeschafft, sondern lediglich ein gleitender Feiertag. Das ist keine Schande, denn immerhin ist mit Ostern auch der allerhöchste christliche Feiertag "nur" ein gleitender, der ebenfalls immer auf einen Sonntag fällt.
 

Parzifal

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Die Ereignisse, welche sich zu Ostern zugetragen haben sind auch schon etwas älter, ich weiß jetzt auch nicht ob der genaue Tag bekannt ist.
Da hat man das ganze vermutlich auf einen bestimmten Sonntag verlegt.

Mit Nationalfeiertagen ist das wiederum etwas anderes, da ist in der Regel das genaue Datum bekannt an dem etwas besonderes Passiert ist.

Und das er ungenügent gefeiert wird, liegt wohl an der allgemeinen Gesellschaflichen veranlagung die geziehlt darauf hingesteuert wurde sich selbst zu hassen bzw. neutral zu verhalten weil man Deutscher ist.

Wenn ein Volk keine Nationalenfeiertage hat, und auch sonst die Identifikation mit der Nation sehr gering ist äussert sich das eben auf andere Art und Weiße.
Man denke nur einmal, wieviele Deutschlandfahnen man sieht wenn ein Fußballspiel ist.
Dort wird dann das WIR gefühl gefeiert, da es größtenteils kein WIR Gefühl mehr als deutsches Volk gibt was sich in solchen Feiertagen bekunntet.
 

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