Putin kritisiert U.S.A.

Mogges

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Hey, jetzt kriegt das mal nicht in den falschen Hals hier, ich bin weder ein Freund von Putin, noch einer von Bush.
Es sollten hier jetzt nicht amerikanische gegen russische Ambitionen aufgerechnet werden. Fakt ist aber nunmal, daß sich die USA aufführen wie die Axt im Walde und das mal endlich jemand deutlich zur Sprache gebracht hat.
Wäre das der Vertreter von Andorra gewesen, hät`s nun mal keinen interessiert, zumal die an einer Sicherheitskonferenz auch nicht teilnehmen könnten / würden / sollen / müßten.
Mir ging es lediglich darum, daß endlich mal einer sagt, was Sache ist.
Die Rede hätte auch von einem chinesischen Delegierten kommen können, hätte mich genauso gefreut.
 

luisz

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Mogges schrieb:
Hey, jetzt kriegt das mal nicht in den falschen Hals hier, ich bin weder ein Freund von Putin, noch einer von Bush.
Es sollten hier jetzt nicht amerikanische gegen russische Ambitionen aufgerechnet werden. Fakt ist aber nunmal, daß sich die USA aufführen wie die Axt im Walde und das mal endlich jemand deutlich zur Sprache gebracht hat.
Wäre das der Vertreter von Andorra gewesen, hät`s nun mal keinen interessiert, zumal die an einer Sicherheitskonferenz auch nicht teilnehmen könnten / würden / sollen / müßten.
Mir ging es lediglich darum, daß endlich mal einer sagt, was Sache ist.
Die Rede hätte auch von einem chinesischen Delegierten kommen können, hätte mich genauso gefreut.

Bin auch deiner Meinung und frage mich, warum das hier so in die Breite diskutiert werden muss.
Die USA, die Axt im Walde.

Es wird ja momentan der Kalte Krieg Vergleich herausgeholt.
Putin wird dabei als Verursacher dieser Aussage gesehen.
Da ich über das momentane Vorgehen der USA, Raketenabwehrsysteme in Osteuropa zu erbauen, keine Ahnung habe, kann man mich jetzt gerne korrigieren, aber ist die USA dadurch nicht der eigentliche Auslöser für diese Anzeichen des kalten Krieges
 

Mogges

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Da ich über das momentane Vorgehen der USA, Raketenabwehrsysteme in Osteuropa zu erbauen, keine Ahnung habe, kann man mich jetzt gerne korrigieren, aber ist die USA dadurch nicht der eigentliche Auslöser für diese Anzeichen des kalten Krieges

Ja, unter anderem ein Streitpunkt. Würde das jetzt nicht als den Anfang vom Kalten Krieg bezeichen wollen, verstehe aber auch Putin, der sich dadurch provoziert fühlt.

Aus der Berliner Morgenpost:

Er blickt oft vom Redemanuskript auf und schaut nach links vorn, dorthin, wo die US-Senatoren sitzen. Und greift deren Land scharf an. Die Osterweiterung der Nato bis an die Grenzen Russlands bewertet er als "provozierenden Faktor", Bestrebungen der USA, ein Raketenabwehrsystem in Osteuropa aufzubauen, seien für Russland nicht hinnehmbar, warnt Putin. "Die Erweiterung führt nicht zur Modernisierung der Nato und nicht zu mehr Sicherheit in Europa. Gegen wen also ist sie gerichtet?" fragte er.

Putin zitierte den ehemaligen Nato-Generalsekretär Manfred Wörner, der nach der deutschen Wiedervereinigung gesagt habe, es werde keine Natotruppen östlich der Bundesrepublik geben. Herausfordernd blickt Putin ins Publikum. Was also ist aus diesem Versprechen geworden? So ist sein Blick wohl zu verstehen.

Rest hier:

http://www.morgenpost.de/content/2007/02/11/politik/882421.html
 

luisz

Großmeister
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Mogges schrieb:
Da ich über das momentane Vorgehen der USA, Raketenabwehrsysteme in Osteuropa zu erbauen, keine Ahnung habe, kann man mich jetzt gerne korrigieren, aber ist die USA dadurch nicht der eigentliche Auslöser für diese Anzeichen des kalten Krieges

Ja, unter anderem ein Streitpunkt. Würde das jetzt nicht als den Anfang vom Kalten Krieg bezeichen wollen, verstehe aber auch Putin, der sich dadurch provoziert fühlt.

Aus der Berliner Morgenpost:

Er blickt oft vom Redemanuskript auf und schaut nach links vorn, dorthin, wo die US-Senatoren sitzen. Und greift deren Land scharf an. Die Osterweiterung der Nato bis an die Grenzen Russlands bewertet er als "provozierenden Faktor", Bestrebungen der USA, ein Raketenabwehrsystem in Osteuropa aufzubauen, seien für Russland nicht hinnehmbar, warnt Putin. "Die Erweiterung führt nicht zur Modernisierung der Nato und nicht zu mehr Sicherheit in Europa. Gegen wen also ist sie gerichtet?" fragte er.

Putin zitierte den ehemaligen Nato-Generalsekretär Manfred Wörner, der nach der deutschen Wiedervereinigung gesagt habe, es werde keine Natotruppen östlich der Bundesrepublik geben. Herausfordernd blickt Putin ins Publikum. Was also ist aus diesem Versprechen geworden? So ist sein Blick wohl zu verstehen.

Rest hier:

http://www.morgenpost.de/content/2007/02/11/politik/882421.html


Nein, einen neuen Kalten Krieg wollte ich nicht verkünden, lese momentan nur oft von Parallelen. Muss mich da mal weiter informieren.
 

phoenix

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Ich weiß nicht ob Putins aufmucken aus rein militärstrategischen Gesichtspunkten zu erklären ist.

Argumente aber dadurch zu versuchen zu beseitigen, indem man Putin einfach einen Spiegel vor die Nase hält und sagt:"was redest du denn da ,
kümmer dich um deinen Dreck, der da steckt..." ist recht und billig.....

......Putin war für mich bisher immer eine zwielichtige Gestalt, daß er
jetzt einmal öffentlich Position bezieht, finde ich gut.

Putin hatte mal einen "lichten Augenblick" ,wirft aber auch einen langen Schatten.

Wenn sich die U.S.A. mit lauter Oppurtunisten und "Ja"sagern umgibt,
ist es schon nötig, wenn jemand mal fundierte Kritik übt.

Wobei Ich willis Bildnis, ein Misthaufen kritisiert einen Scheißhaufen
vortrefflich finde! :wink:
 

agentP

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Fundierte und angemessene Kritik ist immer richtig und auch wichtig. Leider ist sie selten, weil wenn man die USA und Russland oder den vermaledeiten Patriot Act und das Ermächtigungsgesetz in einen Topf wirft, dann ist das imho wenig fundiert und schon gar nicht angemessen. Derartige polemischen Übertreibungen nützen nicht, sie schaden sogar, weil sie polarisieren wo Differenzierung eben wichtig wäre.
 

Mogges

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Was ist daran verkehrt zu polarisieren?

Ist zwar wieder off topic, irgendwie kommen wir nicht davon weg, von mir aus kann man auch woanders weiter diskutieren.

Wo liegen denn Deiner Meinung nach die ach so großen Unterschiede?
In einen Top geschmissen hab ich schon mal gar nix, ich habe Parallelen gezogen.


Auszug aus einem sehr interessanten Buch:

Kurzbeschreibung
Nach Homo sacer und Was von Auschwitz bleibt – Teil 1 und Teil 3 von Giorgio Agambens vieldiskutiertem Homo-sacer-Projekt – folgt nun mit Ausnahmezustand der in sich geschlossene erste Band des zweiten Teiles. Der Ausnahmezustand, d. h. jene Suspendierung des Rechtssystems, die wir als Provisorium zur Aufrechterhaltung der Ordnung in Krisensituationen zu betrachten gewohnt sind, wird vor unseren Augen zu einem gängigen Muster staatlicher Praxis, das in steigendem Maße die Politik bestimmt. Agambens neuestes Buch ist der erste Versuch einer bündigen Geschichte und zugleich Fundamentalanalyse des Ausnahmezustandes: Wo liegen seine historischen Wurzeln, und welche Rolle spielt er – in seiner Entwicklung von Hitler bis Guantanamo – in der Gegenwart? Wo der Ausnahmezustand zur Regel zu werden droht, sind die Institutionen des demokratischen Rechtsstaats und das verfassungsgemäße Gleichgewicht der Gewalten gefährdet, und die Grenze zwischen Demokratie und Diktatur verschwimmt. In Auseinandersetzung mit verschiedenen theoretischen Annäherungen an das Phänomen des Ausnahmezustands – zu nennen sind in erster Linie Walter Benjamin, Carl

Und auch der Vergleich USA / Rußland kam nicht von mir.
 

Ein_Liberaler

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Der Patriot Act überträgt der Regierung nicht die Gesetzgebeung. Ich finde diesen Unterschied bedeutend genug. Die Gewaltenteilung ist eines der Grundprinzipien unserer Gesellschaft.

Natürlich paßt sie auch Bush nicht. Wenn man darauf abzielt, sollte man aber besser seine Anmerkungen, die er Gesetzen bei der Verabschiedung hinzufügt, kritisieren, als den Patriot Act.
 

Mogges

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Nochmal: ich habe nie behauptet Patriot Act = Ermächtigungsgesetz

Patriot Act // Ermächtigungsgesetz

Es gibt einige Parallelen, hat aber nix mit Putin zu tun. :D

Gibt`s hier schon einen Thread dazu?
Bin gerne bereit, das woanders aus - oder weiter zu diskutieren.
Vielleicht machen ja auch ein paar andere mit, fühl mich etwas alleine im Moment. :wink:
 

phoenix

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Mogges schrieb:
Vielleicht machen ja auch ein paar andere mit, fühl mich etwas alleine im Moment. :wink:

Apropo alleine, wo sind denn die ganzen NWO-Kritiker abgeblieben?

Wundert mich ein wenig, hätte ein paar bekannte Gesichter erwartet....
 

Sentinel

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Die Parallele zwischen Patriot Act und Ermächtigungsgesetz besteht darin, daß sowohl Befürworter als auch Gegner zwangsläufig verstummen werden, wenn es erst einmal richtig angewandt werden wird.
Eines Morgens werden die Parlamentarier vor einem geschlossenen Parlament stehen, auf dem geschrieben steht: "Wegen Sicherheitsmängeln geschlossen!"


Und Putin? Wer im Glashaus sitzt ....
 
G

Guest

Guest
Winston_Smith schrieb:
wo sind denn die ganzen NWO-Kritiker abgeblieben?

Vielleicht haben die ja dazugelernt. :D

Wenn dann aufgegeben. Zum NWO-Kritiker wird doch erst, wer dazugelernt hat. :roll:

Zum Thema:

Was Putin da kritisiert, ist schon richtig. Er tut es aber auch, um von seinen eigenen "kleinen Fehlern" abzulenken, denn auch er und seine Mitstreiter haben Dreck am Stecken.
Auch ein wichtiges Zeichen ist aber, dass er Bush mal ein wenig (wenn auch nur verbal) in die Schranken weist. Was man von EU-Repräsentanten bisher ja nicht sagen kann.

Z
 

Mogges

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Z schrieb:
Wenn dann aufgegeben. Zum NWO-Kritiker wird doch erst, wer dazugelernt hat. :roll:

Hehe, der war gut, unterschreib ich ohne Probleme. :D

Ich find´s nur schade, daß das ganze Thema so schnell wieder aus den Medien verschwunden ist, will sagen, daß man das Thema, das Putin angerissen hat, nicht vertieft wurde.
Warum nur?

- Wir glauben Putin eh nix, weil selber Dreck am Stecken?
- Er hat Unrecht
- Er hat Recht, aber was sollen wir dagegen tun?
- Lieber die Amis als die Chinesen?
 

Winston_Smith

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Ich find´s nur schade, daß das ganze Thema so schnell wieder aus den Medien verschwunden ist, will sagen, daß man das Thema, das Putin angerissen hat, nicht vertieft wurde.

Was soll man da groß vertiefen? Das ganze war doch wohl eher ein verzweifelter Versuch Putins sich irgendwie auf der Weltbühne bemerkbar zu machen. Sonst taucht Russland lediglich wegen Erdölerpressung, Journalistenmorde, Tscheschenienkrieg in den Medien auf.

Es ist nun mal so, dass man heute (leider) mit dumpfen antiamerikanismus schnell mal in die Presse kommt. Schau dir Chavez an...

ws
 

Mogges

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Ich meinte nicht, Putin als Person zu vertiefen, sondern das, was er den USA vorgeworfen hat. :wink:

Btw: das hat jetzt nix mit dumpfen Antiamerikanismus zu tun.
 

Mogges

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Was darf man denn Negatives über die USA schreiben ohne gleich kritisiert zu werden?
War jetzt ne ernst gemeinte Frage.
Ich habe kein Problem damit über die BRD, Brasilien oder Andorra etwas Negatives, oder in meinen Augen Negatives, zu schreiben.

Ich habe kein Problem mit den USA, war da öfters in Urlaub, nur etwas gegen die Regierung.
Ich bashe hier nicht, das soll mir wirklich keiner unterstellen. Lese hier schon ziemlich lange und unter bashen verstehe ich etwas anderes, es gibt hier im Forum unter unzähligen Threads genug Beispiele, die das belegen würden. vielleicht bist Du in diesem Punkt etwas sensibilisiert.
Jemandem der schreibt, "Hartz IV ist scheiße" kann man auch unterstellen, er wäre BRD Basher und damit ist die Diskussion erledigt, toll.
 

Winston_Smith

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Was darf man denn Negatives über die USA schreiben ohne gleich kritisiert zu werden?

Alles, wenn es denn der Wahrheit entspricht.

Ich habe kein Problem damit über die BRD, Brasilien oder Andorra etwas Negatives

Damit würde Putin (oder Du) aber nicht so ein Presseecho erreichen.

Jemandem der schreibt, "Hartz IV ist scheiße" kann man auch unterstellen, er wäre BRD Basher und damit ist die Diskussion erledigt, toll.

Wenn derjenige seine Aussage nicht glaubhaft belegen kann, wäre es wirklich so. Stimmt.

ws
 

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