Grundeinkommen für alle

antimagnet

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geld für nix tun - das ist doch großkapitalismus in reinform. wenn man denn genug hat, um von den zinsen leben zu können.
 

antimagnet

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also, ich verstehe nicht, was an geld für nix sozialistisch sein soll.
jeden monat kohle kriegen, ohne auch nur irgendetwas zu tun, klappt für erben reicher vorfahren ja auch im kapitalismus.


:gruebel:


aah, geld für alle - das ist sozialistisch (angehaucht). aber doch nicht geld für nix.
 

Winston_Smith

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jeden monat kohle kriegen, ohne auch nur irgendetwas zu tun, klappt für erben reicher vorfahren ja auch im kapitalismus.
Das Geld kommt aber nicht vom Staat, sondern von einer Bank die das Erbe auf ein Konto eingezahlt bekommt. Mit diesem Geld wird gewirtschaftet und der Erbe erhält einen Teil davon ab.

Um meine Aussage noch mal präziser zu formulieren: Geld für alle vom Staat fürs nix tun. Das ist für mich sozialistisch angehaucht.

ws
 

SentByGod

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Da guck ich mir das Video an und verstehe warum das nur Probleme gibt. 8)

Logisch betrachtet wäre Geld für "Nichtstun" doch genauso effektiv wie jedes andere Geld. Weil man damit schliesslich die Wirtschaft, durch Konsum, finanziert. Es geht ja nicht, das Harz4 Geld anzulegen um wie Simple Man gesagt hat, von den Zinsen zu leben. Richtig? Das funktioniert nur mit viel Geld was man durch kluges und ausbeuterisches Wirtschaften erlangt hat. :roll:


Also für die Wirtschaft ist es doch unerheblich woher das Geld kommt, solange es wieder in den Kreislauf zurückgeführt wird!

Klares Problem ist jedoch, wenn die Anteile derer die das Geld fürs "Nichtstun" bekommen drastisch zunimmt.
Denn wie schon gesagt, das Geld muss irgendwo herkommen.
Der Staat kann das Steuergeld hierfür verwenden oder das Bankgeld.

Bei erstem ist es ja quasi das über-erwirtschaftete Geld welches denen zukommt die nicht so wirtschaftlich sind.

Beim letzerem wäre es eine Fortsetzung des Kreislaufes das ins in den Fängen des Aliens gefangen hält. ^^


Aber aktuell geht es doch nicht mehr um die Einführung eines Grundeinkommens sondern leidlich um die Mindestlöhne oder irre ich mich?
 

antimagnet

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@winston:

geld fürs nixtun vom staat gibts jetzt schon und heißt arbeitslosengeld. wenn man nämlich was macht, kriegt mans nicht mehr. bürgergeld hingegen gibts für alle - ob sie was machen oder nicht. das ist ja das tolle dran - es ist bedingungslos. du bist nicht verpflichtet, nichts zu machen, um es zu bekommen...

:mrgreen:
 

Winston_Smith

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geld fürs nixtun vom staat gibts jetzt schon und heißt arbeitslosengeld.
Nicht ganz. Es wird ja nicht das nix tun belohnt sondern der Person geholfen, weil diese nicht arbeiten kann. Arbeitslosengeld für jemanden, der nicht arbeiten kann, ist in Ordnung. Wer nicht will, bekommt nichts. Ich persönlich kenne z.B. keine Arbeit, die für jemanden unwürdig sein könnte. Wer ein Angebot ablehnt, ist raus. Aber ich werde OT.

du bist nicht verpflichtet, nichts zu machen, um es zu bekommen...
Stimmt schon. Aber bei z.B. 800 EUR pro Monat denken bestimmt einige darüber nach, die Arbeit ganz sein zu lassen. Nebenbei vielleicht noch schwarz ein bißchen was dazu verdienen...

ws
 

dkR

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Dachte, es gibt keine Steuern, also keinen Markt für Schwarzarbeit.
Finanziert wird das über Mehrwertsteuer, oder?
 

antimagnet

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Winston_Smith schrieb:
Aber bei z.B. 800 EUR pro Monat denken bestimmt einige darüber nach, die Arbeit ganz sein zu lassen. Nebenbei vielleicht noch schwarz ein bißchen was dazu verdienen...
das ist jetzt der fall. als arbeitsloser ist man quasi gezwungen, schwarz zu arbeiten - sonst ist man ja kein arbeitsloser mehr. die jetzige regelung sorgt dafür, dass es sich unter umständen nicht lohnt zu arbeiten; nichtstun wird subventioniert. bei einem bedingungslosen bürgergeld hätte man von jedem euro, den man zusätzlich verdient, was übrig. grade dort wäre (speziell) nichtstun eben nicht subventioniert.
 

UCP

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struppo_gong schrieb:
hast ja nur allgemeine ladidadi floskeln und einwegmilchmädchenrechnungen im kopf.
...
oder bistdu so ein honkiger troll der möglichst viele floskeln aus den medien übernimmt, um eine möglichst breite reaktion zu provozieren ...
deine schwarz weiß polemik nervt.
Ignoriere ich, da ich mich auf diesem Niveau nicht unterhalte. Wie ich schon öfter gesagt habe "sachlich und fair". Naja, keine Ahnung, warum der Mod hier so schlampig arbeitet und so Anfeindungen durchgehen lässt... :evil:

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@ Simple Man:

Ich erlebe täglich Arbeitslose mit geringem Bildungsstand. Das sind Menschen, die vielleicht noch zum Steine-Kloppen ins Bergwerk geschickt werden können, aber für mehr kann man diese Menschen nicht gebrauchen. Vielleicht sehe ich auch vermehrt "Extremfälle", ein Nachbar ist eine AWO Einrichtung zur Integration ins Berufsleben.

Dann gibts wiederum Arbeitsstellen, die man einfach nicht besetzen kann, weil die Arbeitslosen sich dafür zu fein sind. Reaktion eines Unternehmens, welches keine Mitarbeiter findet: Das Unternehmen stellt seinen Betrieb im Westen ein und zieht nun in den Osten. Wie kann es sein, dass ein Unternehmen keine Mitarbeiter findet? Im Falle dieses Unternehmens hat es nichts mit Geld zu tun, das Unternehmen zahlt mehr als die Konkurrenz, ABER: Es ruft nichtmal einer auf die Stellenanzeigen an.

Komische Welt... aber meine Meinung ist dennoch: Mind. 15% der Arbeitslosen wollen einfach nicht arbeiten, oder wenn, dann nur zu ihren Bedingungen und Vorstellungen.

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Themenwechsel:

Ich habe mal gelesen, dass ein gesunder Patriotismus der Wirtschaft wieder helfen würde. Was haltet Ihr davon?
 

the_midget

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UCP schrieb:
Reaktion eines Unternehmens, welches keine Mitarbeiter findet: Das Unternehmen stellt seinen Betrieb im Westen ein und zieht nun in den Osten. Wie kann es sein, dass ein Unternehmen keine Mitarbeiter findet? Im Falle dieses Unternehmens hat es nichts mit Geld zu tun, das Unternehmen zahlt mehr als die Konkurrenz, ABER: Es ruft nichtmal einer auf die Stellenanzeigen an.
Welches Unternehmen soll das denn gewesen sein? Und die Konkurrenz findet Mitarbeiter obwohl sie weniger zahlt oder wie?

gruß

midget
 

UCP

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Ja, richtig.

Die Konkurrenz findet Mitarbeiter, weil mehr Budget und darum riesige Stellenanzeigen, während das von mir genannte Unternehmen begrenzte Mittel hat.

Über die Arbeitsamt Anzeigen meldet sich wohl niemand...
 

the_midget

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UCP schrieb:
Ja, richtig.

Die Konkurrenz findet Mitarbeiter, weil mehr Budget und darum riesige Stellenanzeigen, während das von mir genannte Unternehmen begrenzte Mittel hat.

Über die Arbeitsamt Anzeigen meldet sich wohl niemand...
Na das liegt dann wohl an der katastrophalen Organisation der Ämter und der grottenschlechten Internetjobbörse der Arbeitsagentur.

Jedenfalls, hat es wohl nur wenig damit zu tun, daß irgendwer die Stellen ablehnt...


gruß

midget
 

Eistreter

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Ich finde die Idee gut ein Grundeinkommen für alle einzuführen. Die Finanzierung halte ich für realistisch, da das bestehende Sozialsystem dadurch überflüssig würde. Man spart sich die burokratischen Strukturen zur Aufrechterhaltung desselben, ein Missbrauch ist ebenfalls nicht mehr möglich und muss auch nicht mehr bekämpft werden. Plötzlich lohnt sich jede Arbeit, das Phänomen dass man mit einer schlecht bezahlten Arbeitsstelle schlechter dasteht als mit den staatlichen armutsvermeidenden Maßnahmen würde nicht mehr existieren. Das Risiko, dass sich auf einmal alle auf die faule Haut legen sehe ich nicht. Fast alle werden arbeiten, um sich ein noch besseres Leben leisten zu können. Man könnte die Arbeit auch stärker besteuern, ohne dass die Lohnstückkosten im Vergleich zum gegenwärtigen System steigen, denn man käme ja auch mit einem prozentual geringeren Nettoeinkommen aus. Das Rentensystem könnte man auch komplett in die Tonne treten. Wer einen luxeriösen Lebesabend will kann ja arbeiten und selbst darauf sparen. Verhungern wird keiner.
 

Ein_Liberaler

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Es werden sich sicher nicht alle von jetzt auf gleich auf die faule Haut legen, aber was meinst Du? Wird unterm Strich etwas mehr, etwas weniger oder genauso viel gearbeitet?

Weniger Arbeit bedeutet sinkendes BIP, weniger Waren und Dienstleistungen. Nicht nur, daß deswegen höhere Steuersätze fällig werden, um das Bürgergeld auszahlen zu können, es verliert auch noch an Kaufkraft. Gleichzeitig steigen die Löhne, was nochmal zu teureren (und weniger) Waren und Dienstleistungen führt.

Welches Ausmaß das annimmt, läßt sich kaum vorhersagen.
 

Eistreter

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Etwas mehr denke ich. Jeder möchte doch seinen Lebensstandard verbessern, oder nicht? Klar gibts auch ein paar Leute die zufrieden sind wenn sie gerade so über die Runden kommen. Aber wer's geschickt anstellt kann das schon jetzt haben - ohne Arbeit.
 

SentByGod

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@ eistreter

Interessante Vorstellung, das gesamte Sozialsystem abzuschaffen und dafür lediglich Bar- und Buchgeld auszuschütten.

Wie soll denn das funktionieren? :?
 

Ein_Liberaler

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Soweit ich weiß, gibt es Untersuchungen über Lottogewinner, die demnach eher dazu tendieren, mit der Arbeit ein wenig kürzer zu treten. Ich denke, daß sich das mt einem plötzlichen Zusatzeinkommen in dieser doch recht erheblichen Höhe vergleichen ließe, daß die Bürgergeldempfänger also alles in allem eher weniger arbeiten würden.

Möglicherweise wären die negativen Auswirkungen natürlich weniger gravierend als die unseres jetzigen Systems, daß in bestimmten Fällen die Arbeitsaufnahme bestraft.
 

SentByGod

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Wenn der Staat jedem Bürger in der Höhe Geld ausschüttet, wie er mit normaler, angemessenen Arbeit erlangen würde, wäre dies überhaupt nicht Sinnvoll.

Im Endeffekt mag der Vergleich zwischen Lotteriegewinnern und staatlich Geförderten in die richtige Richtung gehen.
(Wenn man ohne Investition, siehe unten, den Pott abräumt.)

Aber Fakt ist, dass man ohne Investition in die staatliche Lotterie, über einen langen Zeitraum Lotterielose konsumieren, nicht einfach so an den Gewinn herran kommt.



Ich zitiere dich mal aus einem anderen Thread:

Wir sollten auf ein Minimum an Gesetzen und Einmischungen runter, und dieses Niveau dann halten.

Wie gesagt gehen unsere Meinungen hier auseinander, aber für mich ist dies:

Die Einmischung des Staates wäre hier, dass er den Konsum des wirtschaftlich schwachen Bürgers finanziert.
 
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