Willkommen bei Ask1.org

Hier diskutieren mehr als 10.000 User die verschiedensten Themen!
Register Now

Grundeinkommen für alle

Dieses Thema im Forum "Politik, Sozialkritik, Zeitgeschehen & Geschichte" wurde erstellt von DrJones, 24. Januar 2006.

  1. antimagnet

    antimagnet Forenlegende

    Beiträge:
    9.726
    Registriert seit:
    10. April 2002
    ich finde die vorstellung, dass beamte (oder sonst wer) darüber entscheiden, wer verantwortungslos war und wer unglücklich, noch unschöner...
     
  2. agentP

    agentP Forenlegende

    Beiträge:
    10.115
    Registriert seit:
    10. April 2002
    Ort:
    Kreuzkölln
    Ja, es sind beide Vorstellungen irgendwie unbefriedigend.
     
  3. antimagnet

    antimagnet Forenlegende

    Beiträge:
    9.726
    Registriert seit:
    10. April 2002
    ich persönlich finde es gar nicht so schlimm, wenn auch "faule" ein bürgergeld bekommen - gerade die bedingungslosigkeit finde ich ja sympathisch.

    woran ich mehr zu knabbern habe, ist, dass in meiner konzeption von einem bedingungslosem bürgergeld auch kinder dies bekommen würden. und das wiederum würde bedeuten, dass man mit kinderkriegen geld verdienen kann - wenn man für das kind weniger ausgibt, als man für es bekommt. geld verdienen durch vernachlässigung von kindern - unschön. dem müsste also irgendwie begegnet werden...
     
  4. Ein_Liberaler

    Ein_Liberaler Forenlegende

    Beiträge:
    9.777
    Registriert seit:
    14. September 2003
    Ein bedingungsloses Bürgergeld verträgt sich auch schlecht mit einem liberalen Einwanderungsrecht.
     
  5. antimagnet

    antimagnet Forenlegende

    Beiträge:
    9.726
    Registriert seit:
    10. April 2002
    eher einbürgerungrecht, oder? bürgergeld, gibts ja auch nur für deutsche.

    mit ariernachweis.




    nee, warn scherz.
     
  6. Telepathetic

    Telepathetic Großmeister

    Beiträge:
    743
    Registriert seit:
    16. Oktober 2010
    Es ist eine Notlösung, die schöngeredet wird. Notlösung, weil Geld nicht glücklich macht, schöngeredet, weil 'BGE für alle' besser klingt, als 'Hartz IV für die neue Unterklasse'. Es entspricht mehr dem weithin beliebten Ideal, dass alle gleich sein sollen.

    Sicherlich werden einige Leute das Beste daraus machen wollen, und vielleicht würde sogar kreatives Potential frei werden. Aber nicht jede/r ist Künstler. Andere würden vermutlich mit einem BGE erst recht abstürzen in Drogenkonsum, wozu ich in diesem Kontext auch den Medienkonsum zählen will. Eine Wohlfühl-Ersatzwelt ohne Ansprüche, ohne Sinn, mit einem kurzfristigen Reiz, der nicht mehr ist als eine oberflächliche Erfüllung. Depressionen und andere psychische Störungen, sowie körperliche Krankheiten wie Übergewicht würden weiter anwachsen. Vielleicht gibt es auch den einen oder anderen, der eine zündende Geschäftsidee hat, und sich eine eigene Firma aufbauen kann. Korrigiert mich bitte, aber mein Eindruck ist, dass die Menge der Leute, die vom Sozialstaat abhängig sind und dann groß rauskommen, ziemlich gering, so gegen Null laufend. Warum sollte ein BGE bessere Ergebnisse als ein H4 ergeben, nur weil der Leistungsdruck auf Null sinkt? Seit wann ist es gut, sämtliche Erwartungen auf Null zu senken? All das wird mMn zu tendenziell mehr Asozialität in Form von Desinteressse , Dummheit und Apathie zeigen. Und ebenso in mehr nicht zielgerichteter zufälliger Gewalt, die eine Entladung von Frust ist. Ich erinnere da an die Krawalle von Jugendlichen in den Pariser Vororten so ca. 2006.

    Die Wirtschaft ist bereits am Zusammenbrechen. Ich sehe das staatliche Vorhaben das Ehrenamt mehr zu fördern und zu würdigen als ein weiteres Indiz dafür, dass dieses System nicht im Sinne aller Leute funktioniert, denn sicherlich könnten viele ehrenamtliche Jobs, genauso wie viele Ein-Euro-Jobs, eine Vollzeitarbeitsstelle ergeben. Dazu kommt noch die Null-Zinspolitik, die erst recht zu nicht-nachhaltigen Ausgaben (Verschwendung von Ressourcen) führt.
     
  7. Rivale-von-Nogar

    Rivale-von-Nogar Meister

    Beiträge:
    491
    Registriert seit:
    26. April 2006
    Als Alternative zur Dauerarbeitslosigkeit habe ich mir bisher lauter Aushilfs- und Gelegenheitsjobs gesucht. Die habe ich mir alle selber aus der Zeitung oder aus dem Internet rausgesucht, ohne dass das Jobcenter damit was am Hut hatte.


    Hätte ich mich die ganze Zeit auf das Jobcenter verlassen, wäre ich seit Ende meiner Schulzeit arbeitslos. Deshalb kann das sogenannte „bedingungslose Grundeinkommen“ ruhig eingeführt werden, denn als Arbeitsvermittler taugt das Jobcenter sowieso schon mal überhaupt nix.
     
  8. Ronan44

    Ronan44 Neuling

    Beiträge:
    1
    Registriert seit:
    13. Oktober 2019
    Hallo allerseits. Vielen Dank für das Teilen mit uns, es ist interessant! Die Informationen sind nützlich, danke, dass Sie uns mitgeteilt haben. Ein kleines Detail trottet mir jedoch ein wenig. Vielen Dank für Ihre Rückkehr. Ich wünsche allen viel Glück. aufrichtig