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Fidel Castro - was kommt nach ihm?

Dieses Thema im Forum "Politik, Sozialkritik, Zeitgeschehen & Geschichte" wurde erstellt von Shiraffa, 28. November 2005.

  1. Shiraffa

    Shiraffa Großmeister

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    Metzingen
    Ganz ohne aktuellen Anlass frage ich, was wohl mit Kuba passiert, wenn der "maximo lider" stirbt.

    August nächsten Jahres wird Dr. Fidel Alejandro Castro Ruz 80 Jahre alt, die durchschnittliche Lebenserwartung eines männlichen Kubaners liegt bei 74,94 Jahren.

    [​IMG]
    Source: Antônio Milena/ABr. 26/09/2003

    Wird also jemand nach Fidel Castro kommen oder ist Kuba zu sehr auf seine Persönlichkeit fixiert? Bricht der Kapitalismus gnadenlos oder in sanften Wogen auf die Insel in der Karibik herein oder bleibt Kuba eine letzte Bastion des Sozialismus?

    Was denkt ihr, wie geht es weiter auf einem post-fidelen Kuba?
     
  2. vonderOder

    vonderOder Ehrenmitglied

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    also ganz ehrlich, ich glaube nicht das es einen "Starken Mann" als nachfolger geben wird.
    Kuba wird wohl wieder das werden was es vor der Revolution mal war, Spielcasino und Bordell, also Vergnügungsmeile für Amerikaner.
    ja, bei dem Gedanken "werden Erinnerungen an das Havanna vor der Revolution wach, als die Stadt "die schmutzige Schöne" genannt wurde, als der "american way of life" Einzug gehalten hatte und Spielkasinos, Bordelle und Bars von der Mafia kontrolliert wurden."
     
  3. holo

    holo Ehrenmitglied

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  4. type_o_negative

    type_o_negative Meister

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    Ein guter "Führer" (argh) muss sich einen guten Nachfolger früh genung suchen. Ich denke, dass Castros Sohn es nicht weit bringen wird auf Cuba. Es ist an der Zeit, dass auch die letzte sozialistische Bastion auf unserer Welt fällt. (Nicht, dass ich Kapitalismus gut finde... wäh). Fidel wird es nicht mehr lange bringen. Er ist zu alt. Doch er wird bis zu letzt mächtig auf Cuba bleiben. Ich denke, dass es nach ihm eine Kriese geben wird. Vielleicht wird die World-Police eingreifen. Alles in allem wird es zu einer - von Amerika eingesetzten - Scheindemokratie führen.

    Ich hätte gerne Cuba mit Castro noch einmal erlebt. Wird aber wohl schwer noch dazu kommen. Viva la Revolucion

    http://www.siue.edu/ITDA/CUBA_2004/PHOTOS/CubaWebPhotos/Signs4.jpg

    http://www.siue.edu/ITDA/CUBA_2004/PHOTOS/CubaWebPhotos/LisePhotos/Viva-la-revolucion.jpg

    http://www.siue.edu/ITDA/CUBA_2004/PHOTOS/CubaWebPhotos/JimPhotos/Signs1.jpg

    http://www.siue.edu/ITDA/CUBA_2004/PHOTOS/CubaWebPhotos/Signs2.jpg
     
  5. dkR

    dkR Forenlegende

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    Welches Interesse sollten die USA an Kuba haben?
    Die halten die Wirtschaftsblockade doch nur aus Prinzip und Gewohnheit aufrecht.
     
  6. holo

    holo Ehrenmitglied

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    Die Amis finden schon Verwendung. Zum Beispiel könnten die Flüghäfen für den CIA interessant sein. :twisted:
     
  7. Lord Grendel

    Lord Grendel Meister

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    Interessant ja auch, dass selbst die UNO dieses Embargo für falsch hält.
    Aber als ob das Amerika jucken würde ^^


    Ich glaub der Castro macht aber noch einige Jahre, trotz seiner Zigarren.
    Danach soll ja sein Sohn die macht übernehmen, ob er aber in diese großen Fußstapfen gewachsen ist?
    Wie stark die Partei ist, muss sich dann auch noch zeigen.
    Der verlust Castros wird auf jedenfall ein harter Schlag werden, für Kuba wie es derzeit ist.
    Die USA(Bacardi*g) wartet ja schon Jahre darauf, dass Fidel endlich von der Bildfläche verschwindet.

    Es gibt auch ein paar Dinge in Kuba, die wir "guten" Kapitalisten übernehmen sollten.
    Bildung und das Gesundheitswesen sind in Kuba wirklich klasse.
    Es gibt so gut wie keine Analphabeten in Kuba, auch kostet die Schule für die Menschen nichts.
    Das sind dinge, wo so ein Land wie Deutschland doch hinter her hinken.
    Chancengleichheit gibt es nämlich bei uns kaum, dass hat ja erst letztens wieder die Pisa Studie gezeigt.
    Die Leute auf Kuba werden recht alt und es gibt keine mängel an Ärzten, die in Südamerikanischen Ländern magelware sind.
    Fidel wollte sogar für New Orleans seine besten Ärzte in die Krisenregion schicken.

    Castro ist auf jedenfall, einer der Männer in der Geschichte, die man nicht vergessen wird.
     
  8. Winston_Smith

    Winston_Smith Forenlegende

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    Ganz bestimmt wird er nicht vergessen werden. :roll:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Kuba
     
  9. Shorty

    Shorty Meister

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    Außerdem gibt es einige Firmen, die gerne wieder nach Kuba zurück kommen würden, z.B. Bacardi. Ich habe da mal eine Reportage darüber gesehen, dass die Familie Bacardi seit der Machtergreifung Fidels versucht ihn zu stürzen. Sie sollen auch an der Einführung von Embargos gegen Kuba beteiligt gewesen sein.
     
  10. vonderOder

    vonderOder Ehrenmitglied

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    und das ist alles in unseren sogenannten Demokratien gewährleistet?
    nehmen wir mal an ja. was nützt mir aber z.B. "Ausbildungs- und Berufsfreiheit", wenn ich keinen Ausbildungsplatz bekomme oder meinen Beruf nicht ausüben kann, weil ich in diesem Bereich keine Arbeit bekomme?
    nur ein Beispiel, auch andere Dinge die da aufgeführt wurden können angezweifelt werden.
     
  11. Ein_Liberaler

    Ein_Liberaler Forenlegende

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    Wenn das denn die Alternative wäre... Aber auf Kuba hast Du keine Menschen- und Bürgerrechte und so gut wie keine Karrierechancen.

    Übrigens ist die Kindersterblichkeit seit der Revolution gestiegen, die Lebenserwartung gesunken, etc. pp. Kuba war nämlich schon vor der Revolution mit Süd- und Mittelamerika nicht zu vergleichen, was Bildung und Lebensstandard angeht. Damals immigrierten wesentlich mehr Menschen, als emigrieren wollten, auch z.B. aus Europa, heute riskieren sie bei der Flucht ihr Leben. Auf keinem der Gebite, wo die Insel vorn liegt, ist das der Verdienst Castros.

    Man lese nach bei Humberto Fontova, Fidel. Hollywoods Favourite Tyrant.
     
  12. Phant0m

    Phant0m Anwärter

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    hallo allerseits....

    der fidel hat, aus gesundheitlichen gründen, schon länger aufgehört zu rauchen.
    seine nachfolge soll sein bruder ramon castro übernehmen :!:
     
  13. Ein_Liberaler

    Ein_Liberaler Forenlegende

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    Der Bruder heißt Raul. Ramon Castro ist ein Baseballspieler.
     
  14. Blake

    Blake Meister

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    Die USA besitzt bereits einen Flughafen auf Kuba.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Guantanamo_Bay

    Zur Frage: nach Castros Tod wird eine wahrscheinlich eine Annäherung an die USA stattfinden. Als Nachfolger tippe ich auf jemanden, der sich im Hintergrund hält, niemand aus der Familie.
     
  15. agentP

    agentP Forenlegende

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    Allerdings ist schwer einzuschätzen was das jahrzehntelange Embargo da auch noch für eine Rolle spielt. Was natürlich nichts an der Geschichte mit den Bürgerrechten ändert.
     
  16. Phant0m

    Phant0m Anwärter

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    nö:

    aus:
    http://en.wikipedia.org/wiki/Fidel_Castro

    zitat:
    Castro has two brothers: Ramón, who has a position in the agriculture department and is said to run the family estates; and half-brother Raúl, the Cuban defense minister.

    na, alles klar!?
     
  17. vonderOder

    vonderOder Ehrenmitglied

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    auch mal wikipedia in deutsch
    oder mal hier geschaut:
    na, alles klar!?
     
  18. Ein_Liberaler

    Ein_Liberaler Forenlegende

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    Ich schätze mal, das spielt so gut wie keine Rolle. Niemand hindert Kuba schließlich am Handel mit Mexiko - oder sonstwem. Nur konkurrenzfähig ist die Inselwirtschaft eben nicht.

    Und selbst wenn die allfälligen Verschlechterungen die Schuld der Amis wären - wo Kuba vorn liegt, tat es das schon vor der Revolution. Das ist nicht Fidels Verdienst.

    Und der Bruder, der als Nachfolger gehandelt wird, ist Raul...
     
  19. agentP

    agentP Forenlegende

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    Kreuzkölln
    Das stimmt so ja nun nicht. Wenn ich mich erinnere drohten die USA phasenweise Embargobrechern mit Handessanktionen ihrerseits. Ausserdem nehme ich mal an, daß ein karibisches Land einem anderen karibischen Land weniger zu bieten hat als meinetwegen der EU. Die klassischen Exportprodukte lateinamerikanischer Länder wie Kaffee, Rohrzucker, Südfrüchte, etc. werden sich in der Region eher schlecht verkaufen.

    Nicht ganz:
    z.B. dürften die USA selbst kaum erreichen und ich bezweifle auch ganz ehrlich, daß das vor der Revolution auch schon so war, zumindest nicht in diesem Maß.
     
  20. Ein_Liberaler

    Ein_Liberaler Forenlegende

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    Drohen können die USA viel, wenn der Tag lang ist. Helms-Burton hieß das Gesetz, wenn mich nicht alles täuscht, und man sieht und hört nichts mehr davon... Mexiko wäre meines Erachtens die erste Adresse für Schleichhandel mit den USA, nicht mit mexikanischen Produkten. (Hat Mexiko eigentlich Zucker?)

    Was die Bildung angeht, macht der von Dir zitierte Text leider keine Angaben über die Steigerung der Alphabetisierungsrate... Ich würde sogar sagen, daß er wie die Katze um den heißen Brei herumschleicht. Vermuten kann man viel, mit ein bißchen bösem Willen auch, daß die 98 % sich wohl kaum überprüfen lassen. Die haben wir wahrscheinlich nicht einmal in Deutschland.