Faschistenpack

Paran

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@ dark in doubt
So wie er sich entwickelt hat kann er ruhig stehen bleiben! Ich dachte mir am Anfang nur, dass dieser Beitrag in den altgewohnten Hetztiraden beiderseits der Mitte ausarten wird!
 

Zottelfritz

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Dark_in_Doubt schrieb:
naja, ich hoffe dir ist schon bewusst, dass so ungefähr 40% der angestellten in büros oder was weiß ich wo, anzüge tragen, schlicht und ergreifend deshalb, weil es die kleiderordnung so verlangt.
Jaa, die Kleiderordnung... ich musste auch schon in einigen Jobs Anzug tragen, sicherlich tragen viele Menschen nur während der Arbeit diese "Uniform des Kapitalismus", aber sicher gibt es viele, die die kühle, unnahbare, anonyme Ausstrahlung eines Anzug auch privat schätzen, und diese Eigenschaft ist mir eben unheimlich. Eben weil es Höherstellung, Kühle, Formalität und eine gewisse Unangreifbarkeit ausdrückt.
Dark_in_Doubt schrieb:
nach dieser äußerung nach nehme ich mal an, dass du so ein(e) zwangsalternativ(e) bist, so mit rebellischen che guevara button, palästinensertuch und parka.
Na, da ist aber einer schnell mit Vorurteilen bei der Hand. Ich schätze Hilda nicht so ein, fühle mich aber selbst einfach mal mitangesprochen. Was heisst denn für Dich "zwangsalternativ"? Ich kenn auch "Alternative", die auf Biegen und Brechen alte Che-Guevara- und Palituch-Klischees bemühen müssen um möglichst rebellisch und "anders" rüberzukommen. Sowas ist natürlich lächerlich wenn die Einstellung und Konsequenz dahinter hohl ist. Deswegen aber jetzt jeden Che-Tshirt- und Parka-Träger als zwangsalternativ abzustempeln zeugt von ziemlich undifferenziertem und vorurteilsbehaftetem Denken.

Dark_in_Doubt schrieb:
wenn du mal aus der schule draußen bist, und in dem vielkritiserten system angekommen bist, dann wirst auch du dich doch noch anpassen müssen, und deine jetztige aussage auch so einschätzen wie sie ist: lächerlich.
seehr aufschlussreiche, in meinen Augen traurige Einstellung. Man muss sich eben NICHT anpassen wenn man nicht will. Es wird einem bloß ständig suggeriert, unter anderem von Leuten wie Dir, dass man es nur zu etwas bringt wenn man sich anpasst, wenn man das Spiel mitspielt und sich Obrigkeiten widerstandslos unterwirft. Eine Mitläufergesellschaft, wie toll. Es geht aber auch anders. Allein schon über den Spruch "Wenn du erstmal aus der Schule raus bist..." kann ich nur lachen. Ich bin schon viele Jahre aus der Schule raus und habe auch schon genügend Erfahrungen mit "dem System" gemacht, alle möglichen Jobs gemacht, mich zeitweise angepasst, aber letztendlich habe ich (für mich) festgestellt, dass es wesentlich glücklicher macht, sich eben NICHT immer zu beugen und das zutun was die Gesellschaft von einem verlangt. Auch wenn solch ein Leben (ohne Anzug-Jobs und Buckelei) formell wesentlich schwieriger ist. Man eckt sehr oft an, man hat öfter mal mit Geldproblemen oder "Grauen" zu kämpfen, aber es geht. Ich bin nebenbei gesagt kein Aussteiger oder Schmarotzer, ich verdiene auch meine Brötchen mit meinen eigenen 2 Händen aber ich habe erst festgestellt was ein eigenbestimmtes Leben ist als ich aufhörte nach diesem "passe dich dem System an"-Denken zu leben. Es ist eher so, dass wenn man anfängt nach seinem eigenen Gefühl zu leben und auf Obrigkeiten zu scheissen, einem plötzlich Türen aufstehen die man vorher nie wahrgenommen hat.

Übrigens, zu deinem Avatar: Solltest du ein Dalí-Freund sein, dann schau dir mal an wie dieser Mensch gelebt hat. Er hat seinen Weg nur deswegen gefunden weil er sich NICHT angepasst hat. Überhaupt lässt sich das bei auffällig vielen bedeutenden Menschen beobachten.
 

deffel

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Hehehe

Ob nu Deutscher NeoNazi, Altrechter, Linksradikaler, Türke, Mittelständler,
Firmenvorstand...jedermann eben

Pack bleibt Pack! Das kann man nicht an einer Gruppe festmachen,
das is individuell festgelegt.

Gruß der Deffel
 

NoToM

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Zottelfritz schrieb:
Jaa, die Kleiderordnung... ich musste auch schon in einigen Jobs Anzug tragen, sicherlich tragen viele Menschen nur während der Arbeit diese "Uniform des Kapitalismus", aber sicher gibt es viele, die die kühle, unnahbare, anonyme Ausstrahlung eines Anzug auch privat schätzen, und diese Eigenschaft ist mir eben unheimlich. Eben weil es Höherstellung, Kühle, Formalität und eine gewisse Unangreifbarkeit ausdrückt.

Naja, mir sind alle irgendwie unheimlich, welche sich durch ihren Kleiderstyle zu einer Gruppe bekennen, seien es nun Uniformen oder viel zu grosse Hosen oder Bomberjacken...es suggeriert einfach eine gewisse unselbstständigkeit/hörigkeit und ist weit vom vielgepriesenen Individualismus entfernt. Aber egal wie man sich kleidet, man wird ja eh in irgend einen Topf geschmissen.

Jedesmal wenn ich so über die straßen geh, frag ich mich aufs neue wie man dieses Faschistenpack los wird. Es gleicht langsam einer seuche! Es scheint "cool" geworden zu sein, bestimmte Marken, wie Lonsdale oder Alpha Industries zu tragen. Ich rede nicht nur von Glatzen mit Springern, sondern allen, die solche Statussymbole tragen,

UND DAS SIND ZU VIELE!!!

Wenn sich Punks und Nazis aufs maul haun bringt das leider auch nix...es werden trotzdem immer mehr. Besonders die minderbemittelten Jungs von Hilfsschule denken, dass sie sich so geltung verschaffen können! An jeder ecke seh ich mittlerweile solche Idioten!
Also, was kann man dagegen tun????

:don:
 

Zottelfritz

Großmeister
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NoToM schrieb:
Naja, mir sind alle irgendwie unheimlich, welche sich durch ihren Kleiderstyle zu einer Gruppe bekennen, seien es nun Uniformen oder viel zu grosse Hosen oder Bomberjacken...es suggeriert einfach eine gewisse unselbstständigkeit/hörigkeit und ist weit vom vielgepriesenen Individualismus entfernt.
Jup, dieser Meinung kann ich mich voll und ganz anschliessen. Ich denk mir auch oft dass Menschen, die eine Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe durch äußere Merkmale zur Schau stellen, damit bloß ein Gefühl der eigenen Unzulänglichkeit kompensieren. Die Eigenschaften, die mit der entsprechenden Gruppe assoziiert werden, sollen so auf sich selbst übertragen werden. (Bomberjacke --> stark und gefährlich, Anzug -->erfolgreich, Che guevara-Shirt --> rebellisch)
Erinnert mich irgendwie an die Mär von dem Skalp am Gürtel, der die Kraft des Vorbesitzers auf einen selbst übertragen soll. :)
 

agentP

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Ich trage Ben Sherman und Fred Perry seit meiner Jugend, als ich mich in Scooter Boy / Mod-Kreisen bewegte. Ich habe mir diese kleine Vorliebe erhalten und manchmal mach ich mir auch so meine Gedanken darüber, zudem ich ausserdem noch meine wenigen Haare notgedrungen sehr kurz trage. Aber nachdem sich bisher auch in Kreuzberg niemand daran stösst, sehe ich trotz allem nett genug aus um keine Probleme zu haben. Obwohl ... wenn ich morgens schlecht gelaunt in der U-Bahn stehe und auch noch mein Donkey-Jacket anhabe, dann ich meistens doch ein bisschen mehr Platz als andere. :)
 

geschmackloss

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@ havoc
Auf ganz normale Stadtfeste und ähnliches...auch in Discos ist es schlimm! Ein Kumpel wurde letztens grundlos von 3 "bösen Nazi Skins" krankenhausreif geschlagen, ohne grund!

war das in hoyerswerda in der nachtschicht?
da hat das nämlich von mir ein kumpel gesehen wie 3 nazis ein aufm klo verdroschen ham
 

Acik

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deffel schrieb:
Hehehe

Ob nu Deutscher NeoNazi, Altrechter, Linksradikaler, Türke, Mittelständler,
Firmenvorstand...jedermann eben

Pack bleibt Pack! Das kann man nicht an einer Gruppe festmachen,
das is individuell festgelegt.

Gruß der Deffel

hä?
 

Wodan

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geschmackloss schrieb:
@ haruc
Auf ganz normale Stadtfeste und ähnliches...auch in Discos ist es schlimm! Ein Kumpel wurde letztens grundlos von 3 "bösen Nazi Skins" krankenhausreif geschlagen, ohne grund!

war das in hoyerswerda in der nachtschicht?
da hat das nämlich von mir ein kumpel gesehen wie 3 nazis ein aufm klo verdroschen ham

Jaaa der "kumpel", vom "Kumpel" vom "Kumpel" hat mal von seinem Schwipschwager 3. Grades gehört, dass in einer Stadt hier in der Nähe .... aber er darf nicht sagen, wie die Beteiligten hießen...

:lol:
 

sdrulezagain

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ich kenne havoc persönlich und kann dies bestätigen (is mir klar das das wieder totgeredet werden wird)

es war in königsfeld (sachsen)

zu den stadtfesten muss ich sagen das das bei uns in der gegend(mittweida burgstädt (nähe chemnitz)) wirklich extem ist entweder du verziehst dich nach 23uhr oder du gehst zu den punks weil du sonst nicht sicher sein kannst ob du morgen nach hause kommst
die polizei ist nirgends präsent höchstens wenn ein kleiner kiffer irgendwo am anderen ende der stadt einen raucht

ist mir klar das nicht alle die diese marken tragen auch das sind was gesagt wurde aber kann ich nicht farbe bekennen un demonstrativ andere klamotten tragen?
muss ich unbedingt diese sachen anziehen wenn ich weiß das nazis sie auch tragen (ja igendwer wird mich belehren wer was ist)
und das von den marken etwas ausgeht merke ich nicht
bands wie die onkelz haben sich bekannt und dies auch propagiert :wink: mit erfolg wie ich finde sie werden nicht mehr der rechten zene zugeordnet aber das von den markefirmen anstalten gemacht werden davon merkt man nichts
für links zu solchen aktionen wär ich dankbar
ich meine damit aktionen die eine breite masse erreichen

prost
 

_Dark_

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zottelfritz schrieb:
Was heisst denn für Dich "zwangsalternativ"?
zwangsalternative sind für mich leute, vor allem pubertierende jugendliche, die links/alternativ vor allem deshalb sind, weil es ihre umgebung von ihnen erwartet oder weil sie schlicht und ergreifend rebellieren wollen, gegen wen auch immer.

Zottelfritz schrieb:
Deswegen aber jetzt jeden Che-Tshirt- und Parka-Träger als zwangsalternativ abzustempeln zeugt von ziemlich undifferenziertem und vorurteilsbehaftetem Denken
nein, das tut es nicht.
ich kenne einige linke, unter anderem meine freundin(??), die sich bei attac engagiert, und für die diese leute nichts als pseudos sind, die einfach mal den rebellen raushängen lassen. und von denen trägt keiner che guevara.
diese sehen solche "kinder" aber eher als nachteil an, weil ein schlechtes bild von denen auch auf sie übertragen wird.

Zottelfritz schrieb:
Ich schätze Hilda nicht so ein, fühle mich aber selbst einfach mal mitangesprochen.
das solltest du nicht, da du ja deine argumente wie man sieht fundiert und gut belegst.

Dark_in_Doubt schrieb:
wenn du mal aus der schule draußen bist, und in dem vielkritiserten system angekommen bist, dann wirst auch du dich doch noch anpassen müssen, und deine jetztige aussage auch so einschätzen wie sie ist: lächerlich
zottelfritz schrieb:
seehr aufschlussreiche, in meinen Augen traurige Einstellung. Man muss sich eben NICHT anpassen wenn man nicht will.

doch, das muss man, vor allem dann, wenn man im beruf (und ich rede jetzt von einem stinknormalen beruf, wie angestellter bei siemens oder was weiß ich wo) etwas erreichen will.
jeder muss das für sich entscheiden, ob ihm diese anpassung das wert ist.
wenn ich natürlich bongotrommler in der fußgängerzone werden will, dann muss ich mich nicht anpassen, ist schon klar.

außerdem muss ich noch anfügen, dass es in gewissen kreisen mode ist, auch zum beispiel in diskos oder bars einen anzug zu tragen, weil für diese menschen das gut aussieht, und es ihrer vorstellung von gepflegter atmosphäre entspricht.
da sollte man nicht differenzieren, ob nun einer spaß im anzug im p1 oder halt mit iro (was weiß ich was noch) aufm tiger army konzert hat.


zottelfritz schrieb:
Allein schon über den Spruch "Wenn du erstmal aus der Schule raus bist..." kann ich nur lachen
na, dann lach doch.

wenn es dir nicht zu privat ist, würde mich interessieren, was du beruflich machst.

zottelfritz schrieb:
(dali) Er hat seinen Weg nur deswegen gefunden weil er sich NICHT angepasst hat.

ja, das mag sein, niemand sagt, dass ich solche leute irgendwie als schlecht ansehe.
ich mag dalis bilder und werke in ihrer komplexheit und ihrer versteckt, meistens eh nicht zu deutenden aussage.
auch weil sie mir einfach so gefallen.
und das bild finde ich schlicht und ergreifend als photo sehr gut und treffend.
 

Gaara

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Was soll ich sagen...kann dich nicht unbedingt wirklich verstehen. Hier sind nicht wirklich viele Nazis, eigentlich gar keine bzw. selten welche, ich wurde nur 1x kurz von welchen gejagt. Hier gibt es aber auch 30 % Ausländer, viele Türken usw. und ich muss sagen : Ich werde nie angepöbelt, kann mich eigentlich nicht mehr erinnern, das letzte Mal angepöbelt worden zu sein. Ich pers. achte bei Menschen selten auf die Kleidung, da ich selber ja auch nicht wirklich auf meine eigene Kleidung achte (was ich kaufe, wer weiss vielleicht trage ich ja Nazisachen oder so :wink: ). Naja, OK, wenn irgendwelche Deppen DDR-Shirts tragen, regt mich das schon ein bisschen auf. Das lustige ist, dass mir die meisten Deutschen auf der Straße eher ängstlich ausweichen, da kann ich machen was ich will.
Aber ich kann dich (den Ersteller) auch verstehen, da ich oft gehört habe, dass es in Sachsen viele Skins gibt, und man hört auch so einiges aus der Schweiz. Eigentlich komisch, dass es hier so friedlich ist.
 

_Dark_

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@gaara
jaja, die ddr-shirts träger
ein eigenes volk
wenn ich eines mitm gröfaz tragen würde (gut, ist schon schlimmer, aber noch irgendwo zu vergleichen), dann würde sich alle welt zu recht aufregen, aber die ddr ist ja nostalgisch :evil:
 

Zottelfritz

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Dark_in_Doubt schrieb:
zottelfritz schrieb:
Was heisst denn für Dich "zwangsalternativ"?
zwangsalternative sind für mich leute, vor allem pubertierende jugendliche, die links/alternativ vor allem deshalb sind, weil es ihre umgebung von ihnen erwartet oder weil sie schlicht und ergreifend rebellieren wollen, gegen wen auch immer.
Ja, OK, hier stimme ich zumindest zum Großteil zu. Aber pubertierende sind doch in vielen Belangen ne Ausnahme. Ist ja kein Phänomen was nur in alternativen Kreisen auftritt.

Dark_in_Doubt schrieb:
Zottelfritz schrieb:
Deswegen aber jetzt jeden Che-Tshirt- und Parka-Träger als zwangsalternativ abzustempeln zeugt von ziemlich undifferenziertem und vorurteilsbehaftetem Denken
nein, das tut es nicht.
ich kenne einige linke, unter anderem meine freundin(??), die sich bei attac engagiert, und für die diese leute nichts als pseudos sind, die einfach mal den rebellen raushängen lassen. und von denen trägt keiner che guevara.
diese sehen solche "kinder" aber eher als nachteil an, weil ein schlechtes bild von denen auch auf sie übertragen wird.
Die meisten "ernsthaften" Linken die ich kenne rennen ebenfalls nicht in typisch alternativer Manier herum, ist richtig. Aber wie gesagt, trotzdem ist gegen den parka etc. als kleidungsstück doch prinzipiell nichts einzuwenden, oder? Auch kann man Che Guevara gut finden, ich finde zwar den Konsum-Hype um ihn ziemlich zum kotzen, aber leute die sich ernsthaft mit ihm auseinandergesetzt haben und ihn verehrungswürdig finden sollte man doch auch gestatten ihn auf ihrem Bauch spazierenzutragen... :)

Dark_in_Doubt schrieb:
Zottelfritz schrieb:
Ich schätze Hilda nicht so ein, fühle mich aber selbst einfach mal mitangesprochen.
das solltest du nicht, da du ja deine argumente wie man sieht fundiert und gut belegst.
Oh, danke.

Dark_in_Doubt schrieb:
Dark_in_Doubt schrieb:
wenn du mal aus der schule draußen bist, und in dem vielkritiserten system angekommen bist, dann wirst auch du dich doch noch anpassen müssen, und deine jetztige aussage auch so einschätzen wie sie ist: lächerlich
zottelfritz schrieb:
seehr aufschlussreiche, in meinen Augen traurige Einstellung. Man muss sich eben NICHT anpassen wenn man nicht will.

doch, das muss man, vor allem dann, wenn man im beruf (und ich rede jetzt von einem stinknormalen beruf, wie angestellter bei siemens oder was weiß ich wo) etwas erreichen will.
jeder muss das für sich entscheiden, ob ihm diese anpassung das wert ist.
wenn ich natürlich bongotrommler in der fußgängerzone werden will, dann muss ich mich nicht anpassen, ist schon klar.
Nope, Einspruch, nur weil man keinen Standard-Beruf mit Anzugpflicht (vereinfacht dargestellt) ausüben will, wird man nicht zwangsläufig zum verlausten Straßenmusiker. Diese Darstellung zeugt mal wieder von der seltsamen Denkweise dass man es nur auf dem Standardweg zu was bringen kann. Diese Überzeugung steckt komischerweise tief in unser Aller Köpfen, ich frage mich warum? Manchmal bin ich versucht zu glauben dass wir in diese Richtung manipuliert werden, damit auch bloß alle mit ihrem genormten Standard-Leben und der Brot-und-Spiele-Strategie der westlichen Konsumkultur zufrieden sind.

Dark_in_Doubt schrieb:
zottelfritz schrieb:
Allein schon über den Spruch "Wenn du erstmal aus der Schule raus bist..." kann ich nur lachen
na, dann lach doch.
:lol:

Dark_in_Doubt schrieb:
wenn es dir nicht zu privat ist, würde mich interessieren, was du beruflich machst.
ist mir ehrlich gesagt schon zu privat, aber soviel sei verraten dass ich derzeit Malerei studiere. Meine besagten Brötchen verdiene ich auf verschiedenartige Weise, auf die ich wie gesagt nicht näher eingehen möchte. Auch muss ich darauf hinweisen, dass es auch andere Wege als "den einen Beruf" gibt, Man muss nicht von einem festen Arbeitgeber leben (was ja auch in eine Abhängigkeit und somit in besagte Gefahr der Anpassung führt) sondern aus vielen kleinen Quellen.
Vorher habe ich eine klassische betriebliche Ausbildung im Medienbereich genossen (wo mir zum ersten Mal richtig klar wurde dass man nur durch konsequente Anpassung oder eben durch konsequente NICHT-Anpassung was wird...welcher Weg glücklicher macht kann ich nicht sagen, aber ich bemühe mich um letzteren)
Ich stelle aber meinen Werdegang ganz und gar nicht als exemplarisches Vorbild dar, ich will nur sagen dass man sich nicht Bange machen lassen soll, auf seine Gefühle zu hören und seinen individuellen Lebensweg zu suchen. Sprüche wie: "Du wirst auch noch sehen wie es läuft wenn du einmal im System angekommen bist" schüren aber die Angst, seine Träume nicht verwirklichen zu können und fördern Abhängigkeiten und Unterwürfigkeit. Angst war schon immer ein beliebtes Mittel Leute in Schach zu halten, deswegen wehre ich mich entschieden gegen solche "weisen und abgeklärten" Sprüche.


Und nebenbei zitiert weils so schön passt:
"Welcome my son, welcome to the machine.
What did you dream? it?s alright we told you what to dream."
Pink Floyd - Welcome to the machine
 

Gorgona

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Wodan schrieb:
geschmackloss schrieb:
@ haruc
Auf ganz normale Stadtfeste und ähnliches...auch in Discos ist es schlimm! Ein Kumpel wurde letztens grundlos von 3 "bösen Nazi Skins" krankenhausreif geschlagen, ohne grund!

war das in hoyerswerda in der nachtschicht?
da hat das nämlich von mir ein kumpel gesehen wie 3 nazis ein aufm klo verdroschen ham

Jaaa der "kumpel", vom "Kumpel" vom "Kumpel" hat mal von seinem Schwipschwager 3. Grades gehört, dass in einer Stadt hier in der Nähe .... aber er darf nicht sagen, wie die Beteiligten hießen...

:lol:

Das Beispiel das ich eingangs gegeben haben ist ja meiner Familie persönlich passiert und es war auch nicht der einzige Vorfall dieser Art. Als wir noch wo anders gewohnt haben (im EG) wurde die Balkonblende abmontiert und ein Hakenkreuz draufgeschmiert mit passender Parole. Auf dem Balkon selbst war der Abdruck von Springerstiefeln ca. Grösse 48.

Ich weiss auch nicht warum das hin und wieder mit uns passiert. Wir sind absolut assimiliert, fallen ausser unserer dunklen Haare und Augen auch nicht weiter negativ auf.

Aber was ich an unserer Familie gut finde ist, dass wir uns nicht sonderlich darüber aufregen. Idioten gibt es überall. :wink:
 

OTO

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Ich denke man kann sich auf folgende aussagen einigen:

Die Kleidung sagt nichts darüber aus wie ein Mensch wirklich denkt.

Viele überlegen nicht wirklich was sie anziehen. (Che, DDR Shirts aus Mode usw.)

Es gibt immer irgendwo schlechte Menschen, die anderen schaden zufügen aus lächerlichen Gründen.

Sehr viele mit "politischen" Outfit haben keine echte meinung dazu und ziehen es nur aus Provokation oder Abschrekung an.


So, wenn mir jemand mit Che Shirt begegnet spreche ich ihn oder sie bei gelegenheit darauf an warum der Komunistmus so toll war. Wenn oftmals keine Meinung oder wissen darüber vorhanden ist sage ich der Person das ich es respektlos ist sich mit Politischen Symbolen zu schmücken ohne das dadurch zugefügte Leid zu kennen. Es sei denn es werden mir Argumente genannt warum man für diese Politik ist, dann respektiere ich diese Meinung. Auch wenn ich sie nicht nachvollziehen kann.

Und zu den DDR Shirt. Ganz ehrlich, da respektiere ich nichts. Die meinen doch DDR war ein Witz nur lustig, die hatten da alle Spass, Mauertoten sind selber schuld war ja so toll da. Warum wollten die da alle blos raus?
Keine ahnung von wann bis wann die DDR existierte, welche heutigen Bundesländer dazugehören und welche Politik die DDR hatte. Für eine Zerstückelung Deutschlands sind die. Gott die letzen, ganz ehrlich wenn mir jemand mit so einem Scheiß ding begegnet den Putze ich runter da es das Respektloseste ist was es gibt. Echt. Alles nur Mitläufer einer verdammten Komerz idee.

Wer sich mit einer Politischen Thematik auseinandersezt kann von mir aus jedes Politische Symbol auf dem Shirt tragen was er will nur bitte keinen DDR Shirts. Da bin ich intollerent.

Wenn man aber einer Modemarke eine Politischen richtung zugeordnet ist das für mich kein grund die sachen nicht zu Tragen.

Ich will ja keine wissenschaftliche abhandlung. Nur soll man mir vermitteln können das man sich mit der Thematik auseinandergesetzt hat.
 

haruc

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Gorgona schrieb:
Ich weiss auch nicht warum das hin und wieder mit uns passiert. Wir sind absolut assimiliert, fallen ausser unserer dunklen Haare und Augen auch nicht weiter negativ auf.

Öhm... also wegen der Haar/Augen/Hautfarbe "negativ" auffallen?? was is denn da dran?? vielleicht sehen es einige Zeitgenossen so, dass die Haar/Augen/Hautfarbe etwas über den "Wert" eines Menschen aussagt...
Aber im Grunde sagt nur der Grad der Menschlichkeit etwas darüber aus...

Ich hab meinen Stammbaum bis zum dreißigjährigen Krieg zurückverfolgen können, und es waren fast nur Menschen aus Mitteldeutschland, Westdeutschland und einmal aus Südtirol (*g*) dabei.
Und trotzdem bin ich kein "arischer Germane..." :ironie: weil ich dunkelbraune Haare und braune Augen hab.. und ne raltiv dunkle Haut. (Für jemanden, der unterm Stein wohnt)

Aber dies kann kein Grund sein, terrorisiert zu werden...

naja.. aber in unsrer Gegen isses genau umgekehrt, wie in der beschriebenen Region.. Bei uns isses "Cool" wenn man mit Arafat-Schal, Springerstiefeln mit ROTEN Schnürsenkeln, nem Pulli mit rotem Stern und ner AK47 drauf rumläuft, und jeden zusammenschlägt, der ein "Fascho" sein könnte... diese verf!**te Antifa ist ja wohl der grösste Sauhaufen und Kriminellenverein nach der NPD und der Taliban. Leider meinen sie, sie seinen objektiv,tolerant und hätten die richtige Meinung, und alle anderen Meinungen sind faschistisch und gehören ausgerottet.
Ausserdem ist die Antifa häßlich und stinkt.


sorry für offtopic, aber einmal in der woche muss ich mir mal den frust von der Seele schreiben.
 

_Dark_

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zottelfritz schrieb:
Nope, Einspruch, nur weil man keinen Standard-Beruf mit Anzugpflicht (vereinfacht dargestellt) ausüben will, wird man nicht zwangsläufig zum verlausten Straßenmusiker. Diese Darstellung zeugt mal wieder von der seltsamen Denkweise dass man es nur auf dem Standardweg zu was bringen kann.

ja sicher, ich wollte das auch nicht mit meinem zugegebenermaßen sarkastischen vergleich vom bongospieler zum ausdruck bringen.

wie gesagt, und damit hast du völlig recht:
jeder muss sich selbst dafür entscheiden, wie er seinen weg gehen will.
wo ich dir allerdings widersprechen will, ist die behauptung, man könne kein mittelmaß gehen.
ich weiß schon, dass man auch ohne schleimen oder totale anpassung weiterkommen kann, ja auch vor allem deshalb weil man eine meinung hat und diese auch äußert.
leute, die in unserer welt etwas werden wollen, und nicht in der mittelmäßigkeit versinken wollen, müssen zwangsläufig über ihre eigene meinung verfügen, und sie auch gegenüber vorgesetzten und ähnlichen leuten äußern.

zottelfritz schrieb:
Aber wie gesagt, trotzdem ist gegen den parka etc. als kleidungsstück doch prinzipiell nichts einzuwenden, oder?
auch hier gebe ich dir recht, das wollte ich auch nicht sagen.
ein parka ist nicht zwangsläufig ein politisches statement, und wenn es derjenige begründen kann (obwohl er ja weder mir noch sonstwem darüber rechenschaft schuldig ist) warum er ihn trägt, dann freue ich mich über einen intelligenten menschen.
wenn ich aber merke, dass da nichts kommt, dann höre ich auf zu diskutieren, weil man da nichts erreichen kann, oder soll.

ich denke mir in solche fragen meistens: "Jeder soll nach seiner Facon selig werden"
aber diskutieren kann man ja immer noch.+

zottelfritz schrieb:
Sprüche wie: "Du wirst auch noch sehen wie es läuft wenn du einmal im System angekommen bist" schüren aber die Angst, seine Träume nicht verwirklichen zu können und fördern Abhängigkeiten und Unterwürfigkeit
das mag sein, aber ich denke jeder muss sich seiner entscheidung bewusst sein, was für ein leben er will.
ich könnte deines zum beispiel nicht haben.
aber das ist ansichtssache.
und ich denke auch, dass man einen gesunden realismus und rationalismus braucht, um es zu etwas zu bringen (oder eben gerade nicht, je nach dem was man will), und auch einen gewissen abstand zu seinen träumen.
 

Wodan

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Gorgona schrieb:
Wodan schrieb:
geschmackloss schrieb:
@ haruc
Auf ganz normale Stadtfeste und ähnliches...auch in Discos ist es schlimm! Ein Kumpel wurde letztens grundlos von 3 "bösen Nazi Skins" krankenhausreif geschlagen, ohne grund!

war das in hoyerswerda in der nachtschicht?
da hat das nämlich von mir ein kumpel gesehen wie 3 nazis ein aufm klo verdroschen ham

Jaaa der "kumpel", vom "Kumpel" vom "Kumpel" hat mal von seinem Schwipschwager 3. Grades gehört, dass in einer Stadt hier in der Nähe .... aber er darf nicht sagen, wie die Beteiligten hießen...

:lol:

Das Beispiel das ich eingangs gegeben haben ist ja meiner Familie persönlich passiert und es war auch nicht der einzige Vorfall dieser Art. Als wir noch wo anders gewohnt haben (im EG) wurde die Balkonblende abmontiert und ein Hakenkreuz draufgeschmiert mit passender Parole. Auf dem Balkon selbst war der Abdruck von Springerstiefeln ca. Grösse 48.

Ich weiss auch nicht warum das hin und wieder mit uns passiert. Wir sind absolut assimiliert, fallen ausser unserer dunklen Haare und Augen auch nicht weiter negativ auf.

Aber was ich an unserer Familie gut finde ist, dass wir uns nicht sonderlich darüber aufregen. Idioten gibt es überall. :wink:

Mal ehlrich, du willst doch nicht ein paar misserzogene Schwachköpfe, die erstmal ein paar jahre Umerziehung nötig hätten, mit Rechten vergleichen? Solche Leute werden weder von Parteien wie der CDU/CSU noch den Republikanern toleriert!

Das sind ja nichtmal richtige Rechte, genau so wenig, wie Punks, Anarchos und Antifas echte Linke sind, das sind beides nur genau solche Volltrottel, wie die Hooligans, die einen suchen sich eben eine politische Richtung, die anderen einen Fußballverein...
 
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