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Der innere Schweinehund

Dieses Thema im Forum "Philosophie und Grundsatzfragen" wurde erstellt von TheFreeman, 11. Mai 2007.

  1. dkR

    dkR Forenlegende

    Beiträge:
    6.538
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    10. April 2002
    Ich bin da ja nicht ganz Vorurteilsfrei. :lol:

    Nein. Das was du da erzählst, ist die klassische Biologie und die ist quasi ausgestorben.
    Ziel der Biologie ist es, zu verstehen WIESO das Leben so ist, wie es ist und wie es funktioniert. Angefangen von der Interaktion zweier Aminosäuren bis hin zu wieso blüht die Haselnuss im Frühjahr?. Das hängt alles zusammen.
    Ziel der Mediziner ist es, einem kranken Patienten zu helfen. Das sind zwei völlig verschiedene Ansätze.
    Die Übergänge sind natürlich fließend, aber in den ganzen Pharma- und Medizintechnikfirmen finden sich kaum Mediziner (vielleicht äußert sich da Mogges mal). Was jetzt nicht heißen soll, dass Mediziner keine Forschung betreiben und alle keine Ahnung haben.

    Auswendiglernen ist nicht gleich verstehen ;)
    Klar, im Auswendiglernen sind die große Klasse. Ich verstehe nur den tieferen Sinn dahinter nicht, wenn man jede Zelle im Körper mit Namen kennt.
    Die wenigsten Medizinstudenten die ich so kenne haben ne Ahnung, was sie da überhaupt machen. Das fängt an mit der Verkabelung der Messgeräte und endet mit "das Lehrbuch hat immer recht und ist allwissend". Davon abgesehen, dass das eh meist leicht vertusste Papa-Töchter mit Helferkomplex und Größenwahn sind.
     
  2. Shishachilla

    Shishachilla Ehrenmitglied

    Beiträge:
    4.308
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    10. April 2002
    Ort:
    Oh Discordia!!!!
    :k_schuettel: :motz:
    böser böser dkr. Nicht über Leute lästern wenn se nich dabei sind um sich zu rechtfertigen :!:
     
  3. Simple Man

    Simple Man Forenlegende

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    Momentan scheinbar Schilda ...
    Um hier auch mal ein bisschen was von Stress und so zu erzählen ... heute eine 7-stündige Klausur über BWL (Personalmanagement, Controlling, Unternehmensführung, Logistik, Investitionsrechnung etc.) geschrieben ... je Teilbereich so 2 Bücher und 50-200 Seiten-Skripte gehabt ... natürlich hätte ich nu schon vor ein paar Wochen anfangen können zu lernen, aber da war das Wetter so gut ... :wink: ... also habe ich das in zwei Wochen alles grob zu verstehen versucht, bis auf einen Teil, weil der Dozent nur wortwörtliche Antworten aus seinem Buch haben will ... hab die letzten 10 Minuten genutzt ihm zu schreiben, warum ich sein Fach nicht gelernt habe und ihn für nen Idioten halte ... :twisted: ... dachte mir, den Spaß gönne ich mir ... ansonsten lief das eigentlich ganz gut ...

    Nächste Woche VWL (Mikro, Makro, Konjunkturpolitik, Außen- und Weltwirtschaft, Monetäre Märkte/Wettbewerbspolitik) dürfte für mich das einfachste sein, was auch ganz gut ist, weil ich in der Woche ja jeden Tag mindestens 8 Stunden arbeiten muss und in meine neue Abteilung (in der ich dann ab August festangestellt bin) eingearbeitet werde ...

    Darauf die Woche noch ne Klausur in Marketing (zum Glück nur 5 Stunden und zudem das Laberfach schlechthin ... ), dann eine in handelsbetrieblicher Managementlehre, irgendwann noch meine Dipl.-Arbeit verteidigen und dann is die ganze Scheiße vorbei ... :spack:

    Und ja, mein innerer Schweinehund ist auch sehr stark, aber ich habe eh den Eindruck, dass es bei mir ohne Druck nicht geht ...


    Sehe ich ähnlich ... übertroffen nur durch Philosophie ... :p


    :-_-:
    Soso ...
     
  4. Aphorismus

    Aphorismus Ehrenmitglied

    Beiträge:
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    22. Dezember 2004
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    im moment in den neuronen deines kopfes
    Übebewertet? Dafür müsste ja irgendwer etwas von dem Studiengang halten... :rofl:

    Gott sei Dank macht eben sowieso jeder das, was er für richtig hält.
     
  5. Eistreter

    Eistreter Lehrling

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    Ort:
    Bologna
    @dkR: Es gibt ja auch Mediziner die betreiben Forschung. Damit sind sie fast soviel wert wie Biologen. :wink:
     
  6. dkR

    dkR Forenlegende

    Beiträge:
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    10. April 2002
    In meinen Augen sind das sowas wie "Biologen ehrenhalber" :lol:
     
  7. Simple Man

    Simple Man Forenlegende

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    4. November 2004
    Ort:
    Momentan scheinbar Schilda ...
    Oh, ich kenne genügend Leute, die das für einen besonders anspruchsvollen und besonders schwierigen Studiengang halten ... ich frage mich nur ab und zu nach dem "Nutzen" ... sprich: Was kann man damit später sinnvolles machen ... aber da spricht nur der BWLer in mir ... :wink:
    (Es gibt ja durchaus Möglichkeiten, sowas zu nutzen ... eine Freundin von mir hat auch Philosophie studiert und ist jetzt in die Unternehmens- und Personalberatung gegangen ... und verdient damit nicht schlecht ...)

    Den Eindruck habe ich nicht mal unbedingt ... viele suchen sich imo BWL oder Jura aus, weil sie nicht wissen, was sie eigentlich machen sollen ... oder weil Herr Papa und Frau Mama das so wollen ... :O_O:
     
  8. Ein_Liberaler

    Ein_Liberaler Forenlegende

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    14. September 2003
    Und sagt: Nutzen = wirtschaftlicher Nutzen, Sinnvolles = wirtschaftlich Verwertbares. Der Moralphilosoph Smith hätte besser eine kleine Stecknadelfabrik gegründet, als nur darüber zu schreibe.
     
  9. Simple Man

    Simple Man Forenlegende

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    8.472
    Registriert seit:
    4. November 2004
    Ort:
    Momentan scheinbar Schilda ...
    Na, aber sowieso ... :p

    Eben - wenn das alles so gut funktionieren soll, warum hat er das dann nicht praktisch angewendet? :wink:


    Aber Philosophiestudenten erfüllen ja sinnvolle Zwecke ... wer sonst bringt mir mein Essen im Schnellrestaurant oder wäscht das dreckige Geschirr ab? :twisted:
     
  10. Ein_Liberaler

    Ein_Liberaler Forenlegende

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    9.777
    Registriert seit:
    14. September 2003
    Schauspieler.
     
  11. Booth

    Booth Erleuchteter

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    1.951
    Registriert seit:
    19. Oktober 2003
    Ort:
    Deutschland
    Bist Du nicht - ich bin eindeutig fauler :D
    Das übliche Problem der Menschen. Man setzt sich Ziele, stellt fest, daß es ein großer Aufwand darstellt, das Ziel (oder die Ziele) zu erreichen, und das Trägheitsmoment in Dir hat darauf keinen Bock ;)
    Zuviel ist es dann, wenn Du das Ziel aufgegeben hast. Bis dahin scheint es nur zuviel, aber noch kannst Du Dich selber davon überzeugen, daß es das nicht ist.
    Und ich kenne Leute, die nichtmal ein Zehntel dieses Pensums in dem zenhfachen der Zeit schaffen würden.. zum Beispiel mich ;)

    Menschen sind nunmal unterschiedlich. Ein gesetztes Ziel nicht zu erreichen ist gar nicht sooo schlimm... viel schlimmer ist eigentlich, sich nicht einzugestehen, daß man es nicht erreichen wird.
    Das klingt nicht so als hättest Du ein Faulheitsproblem, sondern ein Prioritätsproblem. Du musst Prioritäten halt immer untereinander abwägen und die daraus resultierenden Konflikte irgendwie meistern. Letztlich ist es genau das, was es ausmacht, erwachsen zu sein. Dazu gehört auch gelegentlich ein Ziel an den Nagel zu hängen, oder für ein Ziel andere eigentlich wichtige Dinge im Leben zu vernachlässigen. Wenn diese wichtigen Dinge Menschen sind, kannst Du nur versuchen, mit viel Kommunikation um Verständnis oder gar Unterstützung zu werben, wenn Dein Ziel für Dich nunmal wirklich wichtig ist.
    Mut zur Lücke?! ;) ... es gibt kein Patenrezept für die Probleme eines "vollen", erwachsenen Lebens mit den Widrigkeiten, die es mit sich bringt - also den unterschiedlichen Dingen, die man als wichtig erachtet, teilweise aber in unterschiedliche Richtungen an einen zerren. Meine Empfehlung... rede mit genau den Menschen in Deinem Umfeld darüber, die es am stärksten betrifft. Gemeinsam wirken diverse Schwierigkeiten oft nur noch halb so schlimm - insbesondere, wenn man sich gegenseitig stärkt und unterstützt :)

    gruß
    Booth