AD(H)S: Wer ist hier eigentlich krank?

NormaJean

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Wenn du keinen geregelten Tagesablauf erlernt hast, dann mußt du dir selbst einen schaffen und die Einnahme deiner Medi da fest einbauen.

Ich weiß nicht genau, wie das mit deinen Medikamenten ist, ob du die immer zu einem bestimmten Zeitpunkt einnehmen solltest oder bspw. vor/nach den Mahlzeiten, aber vielleicht könnte es dir helfen, einzelne Tabletten-Blättchen an Orten zu deponieren, wo du sie sicher entdeckst und dann auch gleich einnehmen kannst - z.B. auf/neben der Kaffeemaschine, beim Zahnputzbecher, neben dem Wecker...
 

Helika

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@Mini:

Antimagnets Idee mit dem Wecker ist doch gut? Die meisten tragen heute ihr Handy überall mit hin, nutz doch dort die Notiz-Funktion als Wecker.

Oder nutze NormaJeans geniale Idee :) *das gleich selbst ausprobiert für die Jodthyrox*
 

InsularMind

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Also ich kann soweit saschay2k sehr gut nachvollziehen, wie es ihm in etwa ergangen sein muss. Bei mir ist / war das seit ich einigermaßen denken konnte in Vielem ähnlich gelaufen. Ich kam mir vor wie eine Art ausgesetzter Alien, der mit all diesen wenig Interessierten und oberflächlich "Sinnenden" klar kommen soll, und ich schaffte es zeitlebens nie, mit Vielen in einer erfüllenden Weise 1:1 kommunizieren zu lernen. Solche Leute fand ich erst viel, viel später durch Zufallsbegegnungen über Internet. Ich kam von der Idee, selbst irgendwie "zu primitiv strukturiert" zu sein ( wurde mir eben eingetrichtert auch ) irgendwann und über viel Zuspruch von außen auch dazu, das wieder zu bezweifeln. So richtig klar darüber, ob ich nun der Behinderte bin und alle anderen mir um 25 Ebenen voraus sind, oder ob es theoretisch auch verdreht sein könnte, das wurde ich mir nie. Ist auch unbedeutend. Es interessierte die überwiegende Zahl der Menschen, die mir im Leben begegnet sind, schlicht und einfach nicht viel Tieferes. Interessen, die ich kultivierte -- und das wurden bis heute immer noch mehr Zusätzliche -- wurden abgelehnt oder als Unsinn bezeichnet, ebenso meine Kreativität in vielen Sparten. Ich verstand's nie, wieso. Einstein soll das mal in so einem Spruch beschrieben haben, er könne nicht verstehen, warum sich die Menschen für die Funktion oder Zusammensetzung der Dinge ihrer Welt nicht tiefer hinein interessieren, als eine Kuh für das Gras, welches sie fräße -- oder so ähnlich. Dem Eini ging das wohl ähnlich.
Inzwischen bezweifle ich den Sinn hinter Begriffen wie "Normalität" und deren Anwendbarkeit auf Menschen / Leben und Individuen um so mehr, kann nach eindringlichem Stöbern in dieser Ecke die Psychologie nicht mehr wirklich Ernst nehmen, und fürchte für die Zukunft einen Planeten mit mehr als 8 Milliarden multipel psychisch Kranken oder Störungsbehafteten, aber keinem einzigen sohin gesunden Menschen.
Wenn das mal nicht ein lukrativer Markt für allerlei Mediatoren, Profisabbeltanten, Therapeuten und Qacksalber ist ... :k_schuettel:

Wo die Verbindung speziell zu ADHS bzw. ADS ist, damit kenne ich mich sonderlich nicht aus. Müsste ich jetzt erst mal die Symptomatik / Verlauf ect. nachlesen . Ich find's nur sehr schade, dass man diesen Leuten sowas Ähnliches wie (provokant gesagt ) Nervengifte reinpumpt, obwohl noch nicht mal entschlüsselt ist, wie diese Transmittersysteme, auf die das anvisiert, genau arbeiten und zusammenspielen. Besonders einfach schaut das nämlich auch nicht aus, dass man nur mal hier was ersetzen und da was hemmen muss, damit da drin alles so funktioniert wie es psychoästhetisch erwünscht ist.
Andererseits beschäftige ich mich seit nem Buchprojekt intensiv mit der Frage, was der Begriff "Normal" im Bezug auf Menschen überhaupt bedeuten soll, bzw. wer das festlegen können soll, wo doch alle sich voneinander unterscheiden, und dies ein "Normal" eigentlich gar nicht möglich macht. Ich möchte das im Buch hinterfragen, bzw. den Sinn einer solchen Festlegung zweifle ich an, die eigentlich eine Worthülse darstellt, ein nicht greifbares Phantom oder eine vage, schwammige, dynamische Vorstellung beschreibt. Keiner kann mir sagen, was den "richtigen" Menschen ausmacht, oder etwa eine "gesunde" Psyche darstellt. Fachleute reden sich auf ein "bestimmtes Maß" hinaus, welches keiner bestimmt haben will, auf fiktive, abstrakte Modelle oder die Anwendung der gauß'schen Kurve ( Normalverteilung nach Häufigkeit des Vorkommens )
Darunter habe ich auch etliche psychologische Texte, Psychophilosophisches und Psychowissenschaften Kritisierendes gelesen. Es erscheint mir inzwischen so, als wäre für jede (! ) menschlich-natürliche Regung oder Eigenart irgend eine psychische Störung definiert, da auch niemand erklären kann, was eine "Verhältnismäßigkeit" oder eben den Normverlauf bezeichnet.
Andere Strömungen gehen dazu über, als "normal" das zu sehen, was spezifisch im Individuum das Natürliche ist, Mediziner und Psychiater legen es meist anhand der Bewältigungsfähigkeit der verschiedenen Lebensinhalte und -vorkommnisse fest. Das folgt wiederum dem westlichen Weltbild, welches in Gut / Böse bzw. Positiv / Negativ unterteilt, und sich mit Gleichzeitig- Zuständen schwer tut.

Versucht mal experimentell euch selbst nach den ganzen Kriterien in den psychologischen Diagnoseschlüsseln zu bewerten. Da ist jeder für irgendwas etwa 25 Mal anders "krank" oder "gestört".
Da kommt dann teilweise noch Asperg-Autismus in Frage, frühkindliche Bindungsstörung, Hochbegabungsprobleme und verschiedene Affektproblematiken.
Ich frage mich ob hinter all dem eine Art Hilfsobjektisierung oder Klientifizierung steckt, die nicht ganz aus dem Blauen der sich fortentwickelnden Welt gekommen ist, oder gar dem Profitstreben zugeschnitten optimiert wird ( Weltverschwörer -pro -gedacht )

Wer ist hier krank ? Das ist ne gute Frage. Die Psychologen haben für Leute, die ihre Krankheit angeblich nicht einsehen wollen, auch irgend eine Schublade im Register. Man sagt dann eben, die Wahrnehmung sei verschoben, oder das Denken habe sich verändert, die Wahrnehmungskompetenz wird den als betroffen Betrachteten teils abgesprochen. Legitimes Ignoranzsystem eben. Vielleicht sollten die sich öfter mal an der eigenen Nase nehmen -- vielleicht ist das Streben danach, überall Störungen und Krankheiten zu finden, ebenso eine Krankheit -- latentes bis zwanghaftes Helfersyndrom, bzw. "Die Geister die man ruft" - Krankheit. Mit etwas Geduld, Fantasie und Geschick findet man auch überall da die Störung, wo evtl. gar keine ist.

Wenn man mitkriegt, welche Schwierigkeiten allein die klare, einheitliche Definition von Gesundheit oder Krankheit bringt...
Anscheinend werden ja sogar Sachen als "krank" eingeordnet, die auf natürlichem Wege nicht zu umgehen sind.

Ein Bekannter, der Sozialtherapeut ist, meint inzwischen auch, dass die Betrachtungsweise von "Normal" eine Frage des Egoismus sei. Gruppen erheben sich über andere Gruppen und 'blahen' da wohl mehr oder weniger was klug Klingendes in die Welt.

Vielleicht liegt alles an einer Art von Betrachter & Bezugsmühle. Von den sogenannten "Normalen" werden solche Leute als "krank" aufgefasst, und für sie sind die Normalos die Kranken, bzw. Behinderten.

Ich fordere eine entstigmatisierende Begriffsreform in dem Bereich, in welchem Diagnosen mit einer Dynamik weiter auf das Leben von Menschen einwirken, die stigmatisierende Tendenzen zur Nachfolge hat
( Versicherungsdiskriminierung, Ausgrenzung, Integritätsbehinderungen, Abschottung von verschiedenen Ebenen der Teilnahme an der Gesellschaft bis hin zu Lebensqualitätsminderungen )
Da würde ich den Begriff "alternativ richtig" der Idee von Störung oder Krankheit in vielen Bereichen für menschdienlicher halten.

@saschay2k : Wurde bei Dir je auf Foren der Hochbegabung gecheckt? Die bezeichnete Extrasensibilität ist unter anderem ein Anzeichen dafür, auch höhere empathische Fähigkeiten, sich in Sorgen, Nöte, Gedanken anderer hineinversetzen, oder aus Multi-Standpunkten zu betrachten.

-- wegen meiner Zeitbegrenzung im Web-Café muss ich auch vieles erst mal in Ruhe offline lesen / mitnehmen --
 

saschay2k

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@ Insular Mind:

Danke für deine sehr ausführliche Betrachtungsweise der Normalität.

Ich hatte letztens eine sehr interessante/deprimierende Diskussion mit einer langjährigen Freundin - die mich eigentlich kennen und so akzeptieren müßte wie ich nunmal bin. Es ging darum, dass ich mit meinem Sohn auf der Autobahn unterwegs war, als ich im Rückspiegel ein Auto sah, das es offensichtlich eilig hatte und sich in geradezu krimineller Art und Weise links und rechts am fließenden Verkehr vorbeimogelte. Da ich mich durch die Fahrweise des Dränglers sowohl genötigt, als auch gefährdet sah (besonders meinen Sohn auf dem Rücksitz) zückte ich mein Handy und machte von dem rechts an mir vorbeifahrende Firmenwagen (!) ein Photo mit gut lesbarer eMail-Adresse, Tel. und Faxnummer (Wie blöd kann man eigentlich sein???)

Diese Photo schickte ich dann an die Mailadresse und beglückwünschte die Firma zu den fahrtechnischen-Skills ihrer Mitarbeiter :mimpel:

Von diesem Event erzählte ich dann meiner Freundin, die gelinde gesagt entsetzt von meinem Verhalten war, da ich ja schließlich den Job des Fahrers des Firmenwagens gefährden würde und das mein Verhalten ja im Höchstmaße neurotisch sei. Mein Einwand, dass dieser Mensch durch seine Fahrweise andere Verkehrsteilnehmer (er hat nicht nur mich, sondern auch andere rechts überholt) in fahrlässiger Weise gefährdet hat, wurde als Ausrede abgetan ...

Seitdem ist sie der Meinung, dass ich einen Therapeuten bitter nötig hätte, weil ich im Allgemeinen zu einem neurotischen Verhalten tendiere, da ich mich ja ständig über das (rücksichtslose) Verhalten anderer Menschen ärgern würde ... ich sollte mich um meine eigenen Angelegenheiten kümmern und den anderen (Achtung: Metapher!) den Weg freimachen, damit sie nicht rechts überholen müssen.

:don:

Nun ja zu erwähnen sei, dass sie 33 ist, einen Z3 fährt (225PS), keine Kinder und keine feste Beziehung hat und so lebt, wie ich vor 10 Jahren: "frei", ungebunden und jedes Wochenende Party ... (macht mich natürlich auch manchmal ein wenig neidisch - aber nicht dauerhaft)

Ich bin 36, verheiratet, habe einen 6-jährigen Sohn und fahre einen VECTRA Caravan mit 125PS, jedes Wochenende Party war mal. :king:

Ich befürchte, wir leben uns auseinander. :)

Normal ist das alles nicht :-/
 

Shishachilla

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Ob jemand Recht hat sollte man imho nicht an Voruteilen über seinen Lebenswandel fest machen.
Du beziehst dich doch damit nur auf Äußerlichkeiten wie ihr Auto und ihre Beziehungen.
 

antimagnet

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die argumentation mit dem arbeitsplatz finde ich komisch, aber sollte man in so einer situation nicht besser beide hände am lenkrad haben statt ein foto mit dem handy zu machen?

also, zur polizei würd ich mit dem foto nicht gehen, das einzige, was du beweist, ist, dass du während der fahrt ein handy benutzt hast...
 

Shishachilla

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Eigentlich kann man auch nur rechts überholen, wenn der Vordermann stur links fährt, obwohl in D das Rechtsfahrgebot gilt! :roll:

Sei ehrlich, du hast gesehen wie er sich durchschlängelt und wolltest ihm ein wenig Kontra geben, dachtest dir du zwingst ihn jetzt mal zum Rechtsüberholen und knippst ihn dabei! :k_schuettel:
 

saschay2k

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Alter! Stur linksfahren - sicher!

... schön wäre es! Das war auf der A1/A75 kurz vor den Elbbrücken. Da ist Tempo 100/120 angesagt und selbst da lag ich geringfügig drüber.

... wie auch immer: selbst stures Linksfahren rechtsfertigt eine solche Fahrweise keineswegs, oder?

Aber darum gehts hier gar nicht! Es geht um Verhältnismäßigkeit und die Sichtweise auf unsere Gesellschaft aus verschiedenen Perspektiven - je nach persönlicher und sozialer Prädisposition. Was ist Normal/Richtig und was nicht? ... und wer legt es fest.

Titel des Threats beachten!

:-%:
 

Ein_Liberaler

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Nö, gerechtfertigt ist Rechtsüberholen nur im zähfließenden Verkehr, mit höchstens 80, wenn der links nicht mehr als 20 km langsamer ist.

Anderswo darf auch rechts überholt werden, und es klappt. (In den USA, meine ich.) Hier, wo niemand damit rechnet, ist es in der Regel unverantwortlich. Nur die Gegenmaßnahme eben auch, zumindest kann man das so sehen.
 

Sensoe

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saschay2k schrieb:
Alter! Stur linksfahren - sicher! ... schön wäre es! Das war auf der A1/A75 kurz vor den Elbbrücken. Das ist Tempo 100/120 angesagt und selbst da lag ich geringfügig drüber

... wie auch immer: selbst stures Linksfahren rechtsfertigt eine solche Fahrweise keineswegs, oder?

Aber darum gehts hier gar nicht!
Absolut nichts rechtfertigt solch eine Fahrweise!

Jedoch sollte es einem im Straßenverkehr auf die Sicherheit ankommen, und nicht um Recht oder Unrecht.

Da ich nicht davon ausgehe dass du an jeder Kreuzung auf dein Vorfahrtsrecht pochst, und gegebenenfalls einen Unfall in Kauf nimmst, versteh ich nicht warum du nicht einfach auf die Linke Fahrspur wechselst und den Drängler vorbei lässt?Was genau stand dem denn im Wege?

Sorry wenn ich nen bissl pampig klinge, aber mich nerven "auf ihr Recht Pocher" im Straßenverkehr dermaßen...

grüßle
 

saschay2k

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Sensoe schrieb:
Da ich nicht davon ausgehe dass du an jeder Kreuzung auf dein Vorfahrtsrecht pochst, und gegebenenfalls einen Unfall in Kauf nimmst, versteh ich nicht warum du nicht einfach auf die Linke Fahrspur wechselst und den Drängler vorbei lässt?Was genau stand dem denn im Wege?
Erstmal andere Verkehrsteilnehmer, die ich gerade selbst überholte und dann der Drängler ...

Ich sags aber gerne nochmal:

HIER GEHTS UM PERSPEKTIVEN UND NICHT UM AUTOBAHNRASER!

Da habt ihr euch ja wieder schön an was festgebissen was nix mit dem ursprünglichen Thema des Threats zu tun hat, ihr NASEN!

:don:
 

InsularMind

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Ja, so viel zum Unterschied in der Betrachter-zum-Zusammenhang-Vision und dem Unterstellen von "Störungssymptomen".

Da machen auch die sogenannten Fachmenschen genug Fehler, die Menschen so gern verstehen können wollen. Die einzige Möglichkeit, einen Menschen halbwegs zu verstehen, wäre es, einige Zeit, möglichst lange der Mensch zu sein.
Wo Psychoberufler auch gern von der Deutungsbahn abkommen, das ist etwa, wenn man sich metaphorisch ausdrückt, oder bestimmte Begriffe verwendet, die sie mit Hinweisen auf Symptomatiken in Zusammenhang setzen. Da bleiben sie praktisch am eigenen Schleim kleben, den sie sich durch ihre Ausbildung angereichert haben. Soll aber keine Hatz gegen solche Berufler werden. :mimpel:

Finde ich schade mit der Bekannten, aber wenn sie offen für Gespräche ist, müsste es eigentlich auch möglich sein, ihr anhand von Beispielen mit fiktiven Szenen oder fremden Leuten vorzuführen, dass so ein Fremd-Einschätzen gewisse Interpretierungshimmelstüren öffnet.

Gemäß einem Satz der in einem der originalgefassten Bücher Schweigen der Lämmer oder Roter Drache mal vorkam :

"If you assume something, you make an ass out of u and me."

Der Konformitätsdrall, der die Menschen dazu anhält, sich anpassen zu wollen, löst sich wahrscheinlich aus der Systemvorlage. Diese Twillight-Zone-Serie hatte da auch mal eine interessante Übertreibung möglicher zukünftiger Verläufe gebracht. In diesem Setting war es verboten, eine bestimmte Begabungsschwelle zu überschreiten. Jugendliche wurden in einem bestimmten Alter getestet, und wer zu intelligent / zu begabt war, um eventuell der Staatsobrigkeit zu nahe zu kommen, zu weit zu hinterfragen, wurde den Eltern nach der Testserie in einem Sarg übergeben.

Da kann man in unserer Wirklichkeit fast froh sein, als "nicht Üblicher" am Leben gelassen zu werden, oder nur Versuche des Gradeverbiegens erdulden zu müssen. Manche Bäume wachsen krumm auch nur besser und zufriedener als grade. Hoffentlich gibt es eine Entwicklung da hin, wo nicht mehr nur die Wuchsform begutachtet wird, oder der Holzwert, sondern die Pflanze als einzigartiges Sein.
 

BigIgnazion

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ich würd hier gern mal was anmerken:

In dieser Diskussion entsteht ja schon fasst der Eindruck als würden Menschen gezwungen Medikamente zu nehmen... Jeder Adhs'ler hat zunächst einmal selber die Wahl ob und wie er sich "therapieren" lässt. Bei Kleinkindern wird diese Wahl von Erziehungsberechtigten getroffen. Niemand muss Concerta, Medikinet und Konsorten nehmen und kein Adhs'ler muss sich selber als "Krank" einstufen... warum auch?

Es geht bei Adhs auch nicht darum das ein Mensch bestimmte Verhaltensmuster zeigt, sondern im Kern geht es darum das er nicht anders kann. Das ist wichtig, es ist nicht so das ein Adhs'ler im Klassenzimmer die Wahl hätte sich dem Unterricht zu widmen oder sich Ablenken zu lassen, er WIRD einfach abgelenkt... Sicher gibt es Situationen in denen es auch einem Adhs'ler möglich ist zu fokusieren doch diese sind idr eher die Ausnahme als die Regel.

Da sind es dann ganz schnell die "lieblosen" Lehrer die ja achsooo schlecht waren und es nicht geschafft haben das man (der Adhsler(schlimmes Wort ich werd es nachfolgend nicht mehr benutzen)) sich auf Ihren Stoff konzentriert. Man könnte jetzt auch sagen das der Berg nicht zum Propheten kommt und damit den gleichen Sachverhalt beschreiben... alles eine Frage der Deutung. Wenn man keine Adhs hat, dann kann beides zutreffen, wenn man Adhs hat, dann auch allerdings ist zu vermuten das die Sache mit dem Berg eher zutrifft und das es dabei nicht wirklich daran liegt das der Betroffene nicht laufen will... er KANN einfach nicht.


ich bin jetzt nur auf ein Bsp. eingegangen weil mir zu mehr die Zeit und vielleicht auch die Lust fehlt, daher will ich hier noch anmerken das dass Krankheitsbild der Adhs wirklich relativ komplex ist und man nicht ein einzelnes Symptom nehmen kann, es feststellt und dann daraus eine Diagnose herleitet. Es ist eine Komplexe Angelegenheit und wenn jemand sich die mühe macht, dem Begriff mal nachzugoogeln, dann wird er höhstwahrscheinlich in jeder Beschreibung das eine oder andere Symptom finden das auf ihn zutrifft, deswegen ist er allerdings noch lange nicht Betroffener es geht um die häufung der Symptome;hat man 30 Symptome (als Bsp.) und jeder Leser kann sich selber in 3-5 wiederfinden, so ist dieses wohl auch ein Teil der Normalität, findet man nun bei einem einzelnen 28 wieder, dann kann man sich schonmal mehr Gedanken machen.

Wichtig ist Letzlich auf jedenfall das ein Mensch der der Meinung ist das er dadrunter leidet (aus welchen Gründen auch immer) ein Anrecht auf Behandlung hat.

mfg christian
 

ILLUsiOnline

Geselle
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Hab nixht den ganzen thread durch...
medikinet hilft mir .durch die gesellschaft..
dazu noch benzodiazepine ...kontraindiziert...


thats life
 
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