USA bald zahlungsunfähig?

Gilgamesh

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Die USA sollten endlich die FED enteignen, die Familien dahinter in Guantanao wegsperren und einen Restart des US-Systems durchführen. Alles andere führt zum Untergang des Westens.
 

wintrow

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Tja kommt davon wenn man jahrelang über Pump lebt, teure Kriege führt und den Bezug zur Realität verliert was Geld und reale Werte anbelangt, das ganze gewürzt mit ner menschenverachtenden Sozial und Wirtschaftspolitik und voila schon ist man da wo die USA jetzt ist.

Ich frage mich mit welcher Begründung die USA die Bestnote bei den Ratingagenturen hat, bei über 14 Billionen Dollar Schulden. Das ist doch ein Witz. Na gut wer den Ratingagenturen noch ernst nimmt ist selber schuld!
 

agentP

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Ich frage mich mit welcher Begründung die USA die Bestnote bei den Ratingagenturen hat, bei über 14 Billionen Dollar Schulden.
Ich frage mich immer wieder mit welcher Begründung jemand, der offensichtlich von der Sache keinen blassen Schimmer hat, seinen Senf dazu gibt.

Ratingagenturen gehen nicht nach der Höhe der Schulden, sondern sie bewerten die statistische Ausfallwarscheinlichkeit von Krediten bzw. die Zahlungsfähigkeit und Zahlungswilligkeit des Schuldners.
Solange die USA voraussichtlich in der Lage sind ihre Schulden zu tilgen, werden sie eine gute Einstufung haben, egal ob sie 1 oder 30 Billionen Schulden haben.

Bevor du das nächste mal etwas nicht ernst nimmst, besorg dir doch erstmal die grundlegendsten Informationen, sonst kann es sein, dass du vielleicht nicht mehr ernst genommen wirst.

An der Stelle juckt es dich sicher schon wieder irgendwas zu schreiben, in die Richtung, dass du das ja gemeint hast und ich das nur wieder nicht kapiert habe. Spar´s dir einfach!
 

tweety

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agentP schrieb:
Ratingagenturen gehen nicht nach der Höhe der Schulden, sondern sie bewerten die statistische Ausfallwarscheinlichkeit von Krediten bzw. die Zahlungsfähigkeit und Zahlungswilligkeit des Schuldners.
Solange die USA voraussichtlich in der Lage sind ihre Schulden zu tilgen, werden sie eine gute Einstufung haben, egal ob sie 1 oder 30 Billionen Schulden haben.

Stimmt zwar, trotzdem hat wintrow in gewisser Weise auch Recht. Ratingagenturen braucht man nur, wenn man Schulden hat und eigentlich wären die USA reich genug um diese nicht machen zu müssen. Zumindest nicht in dieser astronomischen Höhe. Wenn man aber natürlich überall den Weltpolizisten spielt und dann noch über Steuersenkungen nachdenkt und die auch durchführt, dann braucht man sich über diesen Schuldenstand nicht zu wundern. Die Zeiten wo die USA einen Haushaltsüberschuss hatten, sind ja noch gar nicht sooo lange her. Mittlerweile ist ein vollständiger Schuldenabbau aber nicht mehr möglich. Es geht jetzt nur noch um Schadensbegrenzung. Ähnlich wie im EURO-Raum.
 

agentP

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Es gibt meines Wissens exakt 2 Länder auf der Welt, die keine Schulden machen. Beide leben von der Erdölproduktion. (Eins war Norwegen, das andere habe ich vergessen)
Schulden zu machen und Ratingagenturen zu brauchen ist also der Normalfall und keine Ausnahme. Ich hoffe ich muss dir nicht auch noch erklären, warum Länder und auch Firmen Schulden machen OBWOHL sie eigentlich genug Kohle haben.

Und was heißt bitte astronomische Höhe? Wenn ich 2000€ im Monat Nettoeinkommen habe, sind 40000€ Schulden ziemlich viel. Wenn ich 40000€ im Monat netto habe dann sind 40000€ locker tragbar. Also nochmal, die absolute Höhe der Schulden sagt gar nix aus, wenn man nicht die Einkünfte als Bezugspunkt hat.
 

Ein_Liberaler

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Man könnte auch noch anmerken, daß auch Clinton - kaufmännisch gerechnet - natürlich keinen ausgeglichenen Haushalt hatte. Es gab einen positiven Cashflow, aber die Bilanz, wenn es eine gegeben hätte, hätte Rückstellungen ausweisen müssen, denn der Cashflow stammte aus Rentenbeiträgen und war nicht frei verfügbar, sondern längst verplant.
 

dkR

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agentP schrieb:
Und was heißt bitte astronomische Höhe? Wenn ich 2000€ im Monat Nettoeinkommen habe, sind 40000€ Schulden ziemlich viel. Wenn ich 40000€ im Monat netto habe dann sind 40000€ locker tragbar. Also nochmal, die absolute Höhe der Schulden sagt gar nix aus, wenn man nicht die Einkünfte als Bezugspunkt hat.
Hinzu kommt, dass die meisten Länder nicht nur Geld leihen, sondern auch Geld verleihen. Somit ist die Schuldenhöhe noch weniger ein Indiktor für irgendwas, man müsste geliehenes und verliehenes Kapital gegeneinander aufrechnen, aber dann kommt keine so böse Zahl raus. Ist ja langweilig.
 

erik

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Doch lieber agentp, erkläre mir bitte mal warum Länder Schulden machen, die eigentlich genug Geld haben.
Wenn du es schaffst, gibt es einen großen Orden am Bande.

(das mit den Firmen, die Schulden machen, kannst du auslassen, die verfolgen ja andere Interessen als Länder)
 

agentP

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Wenn ich es nicht schaffe, dann höchstens, weil die Art wie du fragst nahelegt, dass du eine vorgefasste Meinung hast, die ohnehin nicht zu ändern ist.
Daher entschuldige bitte, wenn ich mich kurz und knapp fasse und stark vereinfache: Auch bei Staaten kommt es vor, dass sie kurzfristig Geld für Investitionen brauchen, das gerade nicht flüssig ist. Nun kann man schlecht mal eben von heute auf morgen, den Reichstag verkaufen oder die Steuern erhöhen. Rate mal was dann der einfachste Weg ist?
Alternativ kannst du mir natürlich gerne erklären, wie man zum Beispiel die Wiedervereinigung ohne Schuldenaufnahme in mit so einem straffen Zeitplan hätte finanzieren können. Wenn du das schaffst, dann bekommst du vermutlich keinen Orden, sondern den Wirtschaftsnobelpreis.

Wenn du eine ausführlichere Erklärung willst, dann signalisiere z.B. durch weglassen von Sarkasmus ein mindestmaß an ehrlichem Interesse oder bemühe google oder kauf dir eine beliebige Einführung in die VWL. Mankiw z.B. erklärt das in einem eigenen Kapitel knackig, schlüssig und kurz. Alternativ kannst du natürlich auch hier im Forum einen netten WiWi nach einer Erklärung fragen. Es laufen ja ein paar rum.
 

erik

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Sry, aber das ist nonsense.

Du hast großspurig geschrieben, zu wissen, warum Länder Schulden machen, OBWOHl sie eigentlich genug Kohle haben.

Dann kommst du mit einem Beispiele, wo ein Land offenbar nicht genug Kole hat.
Außerdem argumentierst du über kurzfristige Investitionen.
Wenn es sich tatsächlich um kurzfristige Investitionen handelt, würde man diese Schulden ja zurückzhalen können/müssen.

Die meisten Länder machen aber Schulden um LANGFRISTIGE Lücken in der finanziellen Versorgung der sozialen Netze zu stopfen.
 

agentP

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Lerne lesen oder lies' wenigstens alles und picke nicht nur einzelne Aspekte raus. Warum ich nicht detaillierter Antworten wollte hatte ich bereits geschrieben und mein Verdacht war offensichtlich richtig.
 

jones

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Neben den kurzfristigen Investitionen spielen auch bei Staaten Gedanken an Inflation und Zinsarbitrage eine Rolle, aber wahrscheinlich ist auch das Nonsens...

Ansonsten stimme ich dem Agenten zu
 

Proff-Stick

Neuling
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US-amerikanische Waffenunternehmen stoßen Europa auf den neuen Krieg. Nicht die letzte Rolle spielt die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie, die bestimmt die Außenpolitik der USA. Nehmen wir als Beispiel das US-amerikanische Unternehmen Boeing, den größten Hersteller von strategischen Raketensystemen, GPS und opto-elektronischen Systemen, die im Syrien-Krieg verwendet werden könnten. Der andere wichtige Teilnehmer auf dem Waffenmarkt ist die Lockheed Corporation, die Aktien derer in Folge der Kampagne in Syrien hoch gestiegen sind. Na, alles klar, wer davon profitiert. Und die Muslimen sind auch nicht dumm. Bei dieser herrschenden Willkür verhökern die Rebellen das Rohöl zu Dumping-Preisen teils an Abnehmer in der syrischen Nachbarprovinz Aleppo, teils an Geschäftsmacher in der Türkei. Na, man soll uns allen Unglücks der muslimischen Asylanten nicht beschuldigen, klar?
 

Zerch

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Vor drei Wochen sollte noch Krieg gegen Syrien geführt werden , jetzt ist die USA offiziell Pleite.

Soldaten sollen mit rationierter Nahrung eine Kriegsmaschine aufrechterhalten , welche zuvor jährlich 400-700 Mrd. verschlang.

-Der Krieg für Frieden und Freiheit nimmt jedenfalls immer sonderbarere , widersprüchlich kontraproduktive Formen an.
 

haruc

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Die USA sind gar nicht zahlungsunfähig. Der Senat konnte sich nur nicht auf einen neuen Haushalt einigen. Die Verfassung schreibt vor, dass zu Beginn des neuen Haushaltsjahres, das am 01.10. jeden Jahres beginnt, der Haushalt für's nächste Jahr vorliegen muss, andernfalls wird der Regierungsapparat auf Sparflamme 'runtergefahren bis ein neuer Haushaltsentwurf genehmigt wurde. Das ist jetzt geschehen. Allerdings ist das nicht mit der Zahlungsunfähigkeit wie im Falle Griechenlands vergleichbar. Denn in der Staatenwelt bedeutet das Wort "Zahlungsunfähigkeit" in etwa, dass man keine Anleihen mehr zeichnen kann (was vor 100 Jahren noch eine extreme Ausnahmemaßnahme war, wie etwa die sog. Kriegsanleihen), weil einem niemand mehr Geld zu annehmbaren Konditionen leihen möchte. Davon sind die USA noch meilenweit entfernt. Daher sind die USA nicht offiziell Pleite - die Regierung hat nur von den gewählten Volksvertretern nicht die gewünschten Finanzmittel genehmigt bekommen. Vorwiegend deshalb, weil sich die Republikaner mal wieder doof anstellen. Andererseits nicht ganz unverständlich: Unter der Regierung Obama I und Obama II hat sich der Schuldenstand der USA binnen weniger Jahre von ~40% auf ~80% des GDP verdoppelt, ohne dass Obama neue Kriege angezettelt hätte (mal von der "Marineübung" in der Cyrenaika abgesehen). Das ist natürlich ein absoluter Negativrekord für einen amerikanischen Präsidenten.
 
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