TITELBLATT BILDZEITUNG!!!! WAHLMANIPULATION

Otto

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captainfuture schrieb:
bild ist nicht neutral, aber pauschalisierungen sind es auch nicht.

immerhin hat die fraktion, die die BILD als maipulative Zeitung sieht, den hinweis auf ein buch ("der aufamcher" von günter walraff) und den link von ntv.de geliefert. alles pauschalisierungen?
 

captainfuture

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Otto schrieb:
captainfuture schrieb:
bild ist nicht neutral, aber pauschalisierungen sind es auch nicht.

immerhin hat die fraktion, die die BILD als maipulative Zeitung sieht, den hinweis auf ein buch ("der aufamcher" von günter walraff) und den link von ntv.de geliefert. alles pauschalisierungen?

pauschalisierung : bild-leser haben keine eigene meinung, bild-leser sind cdu-wähler, bild-leser kommen aus der unterschicht.

es wird meiner meinung nach ursache und wirkung verdreht. bild veröffentlicht so, wie sie glaubt, am meisten leser zu erreichen und dazu ist (fast) jedes mittel recht. erst daraufhin bildet sich die leserschaft.
 

Bundeskanzler

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captainfuture schrieb:
Bundeskanzler schrieb:
captainfuture schrieb:
da kann ich eine tränendrüsenaktion a la "wir ziehen nicht in den krieg", "wir senken die arbeitslosigkeit" oder "alles geld für die flutopfer" ebenso als manipulation am wähler einstufen.

tränendrüsenaktion durch wen?

stoiber & schroeder

Das sind POLITIKER!!! Es ist deren JOB, Leute zu manipulieren und PARTEIISCH zu sein...

captainfuture schrieb:
Bundeskanzler schrieb:
Dummerweise sind viele intelligente Menschen, die im politischen Leben ihre Heimat haben GEZWUNGEN, dieses Drecksblatt zu lesen. Denn nur so erfahren sie, wie eine große Menge Menschen ihre Meinung ausrichten wird; denn eines stimmt wirklich: BILD bildet bei Millionen von Menschen eine Meinung!

woher willst du das wissen ? gehörst du dazu ?

Ja, ich gehöre zu den Menschen, die gelegentlich die BILD-Zeitung lesen. Aber ich weiß, wie sie zu lesen ist, und meine Meinung lasse ich durch die BILD-Zeitung nicht manipulieren. Ich kenne aber auch Menschen, die die Artikel genüsslich konsumieren und mir mit einem Lächeln auf den Lippen ein "Siehste, hier steht's..." entgegenschleudern.

Insbesondere so abgefuckte Kolumnen wie von diesem einen Spinner (hab den Namen vergessen - so ähnlich wie "Wagner schreibt..." oder so), der auf Seite 2 manchmal seine Lebensweisheiten zum Besten gibt und Leute mit seinen wahnsinnig überzogenen Moralvorstellungen fertig macht sind der Gipfel der Manipulation.
 

captainfuture

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Bundeskanzler schrieb:
captainfuture schrieb:
stoiber & schroeder

Das sind POLITIKER!!! Es ist deren JOB, Leute zu manipulieren und PARTEIISCH zu sein...

... es ist deren job, zum wohle ihres volkes das umzusetzen, was sie versprechen, weil sie danach gewählt werden. manipulation wird es dann, wenn sie ihre versprechnungen nicht einhalten .....

Bundeskanzler schrieb:
Insbesondere so abgefuckte Kolumnen wie von diesem einen Spinner (hab den Namen vergessen - so ähnlich wie "Wagner schreibt..." oder so), der auf Seite 2 manchmal seine Lebensweisheiten zum Besten gibt und Leute mit seinen wahnsinnig überzogenen Moralvorstellungen fertig macht sind der Gipfel der Manipulation.

jeder leser ist für sich selbst verantwortlich und muss für sich selbst entscheiden, ob er glaubt, was er liest oder nicht. somit liegt es bei jedem selbst, ob er sich "manipulieren" lässt.

...es ist so, wie mit dem heissem kaffee, der einem die zunge verbrennt .... nicht der verkäufer des kaffees ist der schuldige ....
 

Angel of Seven

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@Bundeskanzler

Am besten war als dieser Peter Boenisch (Mega-Chefredakteur bei Bild) Regierungssprecher bei Kohl wurde!!!! Aber dann kams, Tiedge (oder Tiedje o.s.ä) der abgewichseste Schreiber und Redakteur der Bildzeitung überhaupt, wurde Wahlkampfmanager der CDU!!!!!! Da soll noch einer sagen Bild und Cdu hätten nichts gemeinsam!!!


lichtvolle GRüße


Angel of SEven
 

Dotzdoc-1

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jeder leser ist für sich selbst verantwortlich und muss für sich selbst entscheiden, ob er glaubt, was er liest oder nicht. somit liegt es bei jedem selbst, ob er sich "manipulieren" lässt.

...es ist so, wie mit dem heissem kaffee, der einem die zunge verbrennt .... nicht der verkäufer des kaffees ist der schuldige

Es gibt nur einen geringen Teil der die Bild ernst nimmt und danach handelt. Es gibt ja auch Leute die richten ihren Tagesablauf nach dem Bild-Horoskop aus.

Das Problem welches DU und die anderen hier noch nicht sehen ist, das die BILD dir VORGAUKELT die Stimme des Volkes zu sein. SIE KÖNNEN Gesetze ankurbeln in dem Sie dem Bürger glauben lassen es sei die breite Masse die es wirklich fordert. Wir denken alle BILD Leser sind minderbemittelte Sozis aber Pustekuchen! Du und ich lesen die Bild und alle denken..."Die sind alle nicht ganz dicht..."In Wahrheit sind nur die Journalisten nicht ganz frisch im Kopf.

Die meisten der Boulevard Narichten auf Pro7 RTL und SAT1 richten sich nach der BILD und rufen diese VOLKSANSICHT der mogentlichen BILD zum Abend wieder ins Gedächniss.

Und alle bleiben im glauben des Nachbarsjung von Nebenan.
 

Otto

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captainfuture schrieb:
es wird meiner meinung nach ursache und wirkung verdreht. bild veröffentlicht so, wie sie glaubt, am meisten leser zu erreichen und dazu ist (fast) jedes mittel recht. erst daraufhin bildet sich die leserschaft.

na bitte, da haben wir ja den knackpunkt. ich denke nicht, das alle leute prinzipiell doof sind und deshalb die BILD lesen, sondern das man (= Wirtschaftslobby etc.) mit Instrumenten wie eben dieser "Zeitung" versucht die Leute dumm zu halten. da haben wir wohl einfach unterschiedliche ansichten... :wink:
 

Gaara

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@Bundeskanzler : Ja, die "Post von Wagner" ist wirklich so ziemlich das Übelste, was ich je gesehen habe.
Heute mal ein sehr harmloser Text von Wagner, habe ich ma eingescannt, damit auch Bildjungfern das lesen können.
mistvonwagner.JPG
 

Otto

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Hey, immerhin hat die "Frontfrau der kritischen, jungen, aber keineswegs anti-amerikanischen Deutschen" mal einen gekifft. Das sowas in der BILD steht, die sonst lieber Geschichten über Leute bringt, die zum ersten Mal einen Joint rauchen und anschliessend sofort Selbstmord begehen, ist doch geradezu ein Quantensprung an Seriösität :wink: .

Es besteht doch noch Hoffnung :D .
Beste Wünsche,

Otto.
 

Lord Grendel

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Folgendes hat der Indische Schrifsteller Magdi Aboul-Kheir über die Bild geschrieben, kurz nachdem 11 September. (Der Wagner kommt auch nicht sehr gut dabei weg :lol: ).




Bild dir keine Meinung

Jeden Morgen kotzen.
Keiner zwingt mich, in dieses Blatt hineinzuschauen, ich weiß schon, danke für den Hinweis.
So einfach ist das aber nicht. Millionen im Prinzip denkender Wesen blickt täglich in diese entfaltete und bedruckte Spucktüte, am Frühstückstisch, am Kiosk, auf dem Klo, in der Kantine, im Großraumbüro - und nicht wenige bilden sich da ihre Meinung. Nicht ausschließlich, aber auch. Die meisten der Leser bestreiten das. Und doch prägt diese Zeitung. Schürt Stimmungen, lehrt die Stammtische. Die Macht der Quantität.
Über 5000 Menschen sind in den USA bei den Terror-Anschlägen ums Leben gekommen. Eine unfassbar schreckliche Tat. Zynisch, abscheulich. Ein Boulevardblatt darf an solchen Tagen in Gefühlen wühlen, gewiss. Doch was diese Hamburger Schundschreiber seit diesem furchtbaren Dienstag bieten, ist verachtenswert. Hysterie, völlig enthemmte Emotionalisierung, pure Polarisierung, Kriegstreiberei. Keine Analyse, kein Interesse an Hintergründen, an komplexen Zusammenhängen. Hier Gut, da Böse, aber bitte ohne Differenzierung, ohne Ursachenforschung.
"Großer Gott, steh uns bei", prangt am Tag nach dem Attentat auf dem Titel, und Der Große Gastschreiber F. J. W. sucht auch gleich mal "Zuflucht bei Gott". Doch der Rauch "ist zu groß, ich sehe ihn nicht mehr". Der Teufel lacht, doch "wir werden die apokalyptischen Reiter besiegen". Ja, das wollen wir lesen, das ist die richtige Gesinnung!
W. legt noch eins drauf: "Es ist wie bei Hitler. Die Weltmacht Terror überfiel uns im Schlaf." Dreiste Analogie, Geschichtsverfälschung. Sprachgewordene Hirnfäkalien. Doch W. marschiert voran: "Ich bin Amerikaner." Bestimmt auch stolz darauf. Und dank W. sind wir alle dabei alle, schreien den Satz in unser Universum hinaus: "Wir sind alle Amerikaner."
Tags drauf: Solidarität mit Amerika wird integraler Teil der Verlagsverfassung. Ein journalistischer Offenbarungseid. "Was auch geschieht, wir stehen unverbrüchlich an der Seite Amerikas." Auch wenn irgendwo maßlos Zivilbevölkerung bombardiert werden sollte? Auch bei aktionistischer Dumpfbackenpolitik aus dem Hause Bush? So verständlich der Zorn in den USA, so unzweifelhaft notwenig die kompromisslose Bekämpfung des Terrorismus ist: Dürfen wir keine Mittel mehr in Frage stellen? Dürfen wir nicht zumindest Methoden diskutieren, abwägen? Dürfen wir uns nicht für zielgerichtete, effektive, angemessene Maßnahmen einsetzen?
Bild dir deine Meinung? Von wegen. Bild dir keine Meinung, schrei einfach mit im großen Vergeltungs-Chor, schreite einfach mit im Regiment der Rächer.
Am Donnerstag hissen wir die Flaggen und lesen: "Fünf Minuten schlagen unsere Herzen im Gleichklang der Nation." Geschmackloser Trümmerkitsch. Blumiges auf den Leichenbergen New Yorks.
Am Freitag blickt die "Terror-Bestie" vom Titel. "Bild zeigt das Foto von Mohamed Atta (33). Er ist Araber." Das muss reichen. Wir sind Amerikaner. Er ist Araber. Der Teufel hat endlich ein Gesicht. Viel besser als diese langweiligen Sexualstraftäter.
Die Welt kann so einfach sein. Jeden Tag sechs, sieben, auch mal elf Seiten Terror und die Folgen. Seite auf Seite, Schlag auf Schlag. Ängste schüren, und vor allem vorauseilendes Strammstehen. Die Prominenz marschiert mit: "Ich bin Amerikaner, weil..."
Dieser Journalismus untermauert blinde Vergeltungsmentalität. Geht es nur um Auflage? Terror sells? Nein: Das ist Verlagspolitik. Das ist Massenmanipulation, publizistische Mobilisierung.
Dann als Krönung W.s "Requiem für New York". Die Stadt der drei Elemente, Wasser, Licht, Sehnsucht. Ergreifende Prosa angesichts des Abgrunds. Was für ein Autor. "Wer sich zu dir retten konnte, war gerettet." Ewige Wahrheiten, große Worte. Sinatras Augen, die sich im Anblick der Metropole blau gefärbt haben. New York. "Du hast jedem seine Chance gegeben." Die "großherzigste Stadt", jetzt die "ermordete Stadt."
Gottseidank gibt es ihn. Gottseidank gibt es W., der mutig den Weg weist. Denn "wir werden dich aufbauen", dich, New York. Ja, Wagner, bau es auf. Nehmt ihm das Schreibgerät weg, drückt ihm eine Maurerkelle in die Hand!
Sagen wir es auf Amerikanisch: "Bild is a four-letter-word."


Magdi Aboul-Kheir
 

Bundeskanzler

Erleuchteter
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captainfuture schrieb:
jeder leser ist für sich selbst verantwortlich und muss für sich selbst entscheiden, ob er glaubt, was er liest oder nicht. somit liegt es bei jedem selbst, ob er sich "manipulieren" lässt.

...es ist so, wie mit dem heissem kaffee, der einem die zunge verbrennt .... nicht der verkäufer des kaffees ist der schuldige ....

Nur dass es hier um mehr geht als um heißen Kaffee! Nicht viele Menschen sind sich ihrer uneingeschränkten Verantwortung für ihr eigenes Leben bewusst! Das erfahre ich tagtäglich beim Umgang mit irgendwelchen Menschen, die ständig ANDERE für ihr Unglück verantwortlich machen wollen. Es gibt eine ganze Menge Menschen auf der Welt und eben auch in Deutschland, denen nicht klar ist wie sie manipuliert werden. Ich habe Angst vor solchen unaufgeklärten Leuten; denn sie sind die Menge, die mit ihren Wählerstimmen unsere Regierung wählen.

Bestes Beipiel ist der folgende Bericht. DUMME Menschen werfen dem SCHWÄBISCHEN Tageblatt vor, dass sie das getan haben, was man von ihnen erwarten kann - nämlich die WAHRHEIT zu berichten. Hinzu kommt, dass dieses Blatt eine linksliberale Ausrichtung hat, also auch noch die WAHRHEIT über eine Politikerin aus dem "eigenen" Lager berichtet hat.

DÄUBLER-GMELIN-AFFÄRE

Leser greifen "Schwäbisches Tagblatt" an

Das "Schwäbische Tagblatt" hat bundesweit und international Schlagzeilen gemacht. Artikel über einen umstrittenen Hitler-Bush-Vergleich von Herta Däubler-Gmelin kosteten der Bundesjustizministerin den Job. Doch die journalistische Arbeit wird von vielen Lesern der Tübinger Lokalzeitung massiv kritisiert.

DPA

Angefeindet: Tagblattchef Christoph Müller

Tübingen - Hunderte von Leserbriefen und E-Mails sind bereits eingegangen. In den meisten wird das linksliberale Blatt heftig kritisiert. Für den stellvertretenden Redaktionsleiter Eckhard Ströbel ist es "ein erstaunlicher Rückfall in die Voraufklärung", wenn ein Leser beanstandet: "Es wäre besser, wir wären unwissend geblieben."
In einem Brief an die Redaktion heißt es: "Offenbar hatten Sie ja vor, Frau Däubler-Gmelin ins politische Aus zu bringen." In einem anderen Schreiben beschwert sich die Däubler-Fangemeinde: "Vor allem habt Ihr die Republik um eine der fähigeren Minister der Nachkriegszeit gebracht." Eine Art Dolchstoßlegende macht die Runde: Die Zeitung sei der Politikerin in den Rücken gefallen, "Dass Sie sich nicht schämen!" [...]
Quelle: SPIEGEL vom 27.09.2002
 

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