PUNK

struppo_gong

Erleuchteter
Mitglied seit
27. September 2002
Beiträge
1.166
ich denke das absurdität und normalität sich in keinster weise wiedersprechen.

der mainstream ist ja auch nur ein bündel an subkulturen.

Pluralismus in musik werden wir allein des historischen hintergrunds wegen immer haben.

kreativität wirds auch immer in der mode geben. mode aber als tendenziell faschistoides abgrenzungsmittel ist jetzt aber nur bedingt erhaltenswürdig.
Mit der identitätssuchenproblematik in der jugend hast du sicher recht.
allerdings werden die jugendlichen auch immer älter und machen jugendkultur, während die echten jugendlichen nur den trends hinterherlaufen, die irgendwelche berufsjugendliche machen, die immer mehr in die überzahl geraten und immer älter werden.
ob es wirklich überhaupt noch sowas jugendkultur gibt weis ich nicht.
tendenziell wird es das was du beschrieben hast immer geben, nur wie gesagt die auprägung und das exklusive schwindet. ich denke das ist positiv weil ich immer das faschistische daran sehen werde.
wie heisst es doch so schön bei schiller/beethovens neunter":Alle Menschen werden Brüder,. Wo dein sanfter Flügel weilt. Deine Zauber binden wieder,. Was die Mode streng geteilt"
 

struppo_gong

Erleuchteter
Mitglied seit
27. September 2002
Beiträge
1.166
PS: falls das falsch rüberkam , punk an sich nervt mich überhaupt nicht, teilweise find ichs richtig gut.
Mich nervt nur einerseits das exklusive, die damit verbundene selbstzufriedenheit und die statusbettler, die eh sozialhilfe beziehen mich aber jeden tag trotzdem anhauen, und das teilweise überzogene (alkoholbedingte) rumgepöbel, was nartürlich auch nur durch einen teil der punks vertreten wird.
letztendlich ist die diskussion an sich aber vermutlich etwas offtopic .
 

agentP

Forenlegende
Mitglied seit
10. April 2002
Beiträge
10.115
Also entschuldige, aber der Begriff "Faschismus" ist in diesem Zusammenhang schon nicht mehr übertrieben, sondern schlichtweg falsch angewendet.
Faschismus


[italienisch fascio, "Bund, Bündel", von lateinisch fascis, Fasces]


die von B. Mussolini 1919 gegründete politische Bewegung, die zunächst aus Kampfverbänden (fasci di combattimento) bestand, sich 1921 als Partei formierte und 1922-1945 Italien beherrschte. Der Name Faschismus wird schon seit den 1920er Jahren als Gattungsbezeichnung für ähnliche politische Bewegungen und Herrschaftssysteme außerhalb Italiens gebraucht, die sich selbst in der Regel nicht "faschistisch" nannten oder nennen. Die Frage, welche Merkmale für den Faschismus wesentlich sind, wird unterschiedlich beantwortet. Es gibt enger und weiter gefasste Begriffsbestimmungen, aber auch die Auffassung, dass die Bezeichnung Faschismus auf das historische italienische System beschränkt werden sollte.


Im weiteren Sinne kann der Faschismus definiert werden als ein politisches System, das gekennzeichnet ist durch antiparlamentarische, oft antisemitische, totalitäre Führerstaatstendenzen und sich vielfach einer sozialrevolutionären Ausdrucksweise bedient..
www.wissen.de
Antiparlamentarisch mag ja auf eine Punks die sich als Anarchisten sehen noch zutreffen, aber der Rest wohl kaum.
wie heisst es doch so schön bei schiller/beethovens neunter":Alle Menschen werden Brüder,. Wo dein sanfter Flügel weilt. Deine Zauber binden wieder,. Was die Mode streng geteilt"
...und wie dichtete der große Kurt Sowinetz seinerzeit so fein wienerisch grantelnd um:"Olle Mensch´n samma zwider, i mecht´s in de Gosch´n haun" :lol:
 

struppo_gong

Erleuchteter
Mitglied seit
27. September 2002
Beiträge
1.166
agentp schrieb:
Also entschuldige, aber der Begriff "Faschismus" ist in diesem Zusammenhang schon nicht mehr übertrieben, sondern schlichtweg falsch angewendet.
nevertheless; you'll get the idea.
Ausserdem aus fremdwörterduden:
....id :förmig zu eidos "form, gestalt", endung von adjektiven, ...,mit der bedeutung "die form von etwas habend, gemeinsame merkmale aufweisend.
also beschreibt faschistoid ganz gut das, was ich meinte, vor allem in anbetracht dessen, dass der begriff an sich auch weiter gefasst werden kann. also lassen wir die haarspalterei. mir ging es auch weniger exklusiv um punks als eher um jede form der sozialen abgrenzung an sich. das die beschreibende begrifflichkeit dabei wohl provokant gewählt war, liegt durchaus noch im bereich des mir bewussten. auch wenn das n bisschen krass ist, ich versuche hier nur tendenzen zu beschreiben.

ich will hier jetzt aber auch nicht denn punk thread mit offtopic smashen.
 

Wowbagger

Erleuchteter
Mitglied seit
12. April 2002
Beiträge
1.402
Moin...

antimagnet schrieb:
das wär ja noch schöner, wenn die alten die musik der jungen mögen würden...
Naja... ich war ja auch mal jung. *schnief*
Und zufällig zu der Zeit, als Punk gerade groß war. Einige Sachen mochte ich ja auch, aber meistens fand ich es zu plump.
Und obwohl ich mich auch immer noch über solche Refrains wie "Man kann auch ohne Beine die Sportschau sehen" (ich glaub, dass das von den Goldenen Zitronen ist) schlapplachen kann, finde ich viele der Punktexte echt bedenklich. Wenn es nicht Funpunk ist, dann rufen die Kollegen gerne zu Gewalt auf; oder machen lästerliche Texte über Staatsangelegenheiten, von denen sie offenkundlich (die Texte lassen gewisse Rückschlüsse zu) nicht den Furz einer Ahnung haben.
Das sind viel zu oft plakative Parolen zum Mitgröhlen, welche eeecht üble Folgen haben/auslösen können.
Da gibt es z.B. eine CD-Serie namens "Aggro Berlin".
Was soll denn bitte das "Aggro" dabei?
Das will ich von Leuten die Pazifismus, Anarchie und ähnliche Sachen predigen, eigentlich nicht hören!
Und wenn sich ne Gruppe Punks aus der AntiFa-Szene gemeinsam auf die Socken macht, um ein paar Glatzen zu klatschen, dann find ich das auch ziemlich erbärmlich (rein philosophisch).
Und genau solchen Schrott hab ich mitbekommen...
Deswegen bin ich bei Punktexten, die zur Gewalt auch ziemlich empfindlich.
Sowas macht die ganze Ideologie unglaubwürdig!

Beste Grüße.......

PS. Und rein musikalisch ist es meistens absoluter Bodensatz! Einfach nur ordentlich "Schrabbschrabb" zum Mitgröhlen. Rein funktionell auch nicht besser, als preussische Marschmusik.

SchleimKeim "Kriege machen Menschen - Menschen machen Krieg":
Code:
 deutschland hat den krieg verlorn
ja aus diesem grund wurde ich geborn
den bei beim deutschen superkrachen
konnt mein opa meine mutter machen
mein vater hat den rest gemacht
ich habe zuletzt gelacht - jaja

kaum aus diesem alptraum erwacht
wirst du wieder - zum kübeln gemacht
mit einem schiefen gewehr in der hand
kämpfst du
- für ein freies vaterland (4x)

kriege machen menschen - menschen machen krieg (4x)
- für ein freies vaterland (4x)

kriege machen menschen - menschen machen krieg (4x)
Die Worte mögen nicht ganz richtig sein, ist aus nem Texteforum - aber (!) was für ein bescheuerter Text ist das denn bitte???
Und so einen Schwachsinn brüllen manche Leute bei ihren Parties - Hirn ade... :-(
 

agentP

Forenlegende
Mitglied seit
10. April 2002
Beiträge
10.115
also lassen wir die haarspalterei. mir ging es auch weniger exklusiv um punks als eher um jede form der sozialen abgrenzung an sich. das die beschreibende begrifflichkeit dabei wohl provokant gewählt war, liegt durchaus noch im bereich des mir bewussten. auch wenn das n bisschen krass ist, ich versuche hier nur tendenzen zu beschreiben.
Das halte ich nicht für Haarspalterei, sondern das finde ich einen elementarern Unterschied. Nach deiner Definition, wäre ja jeder Mannschaftssport faschistoid, weil sich Spieler und Anhänger gegeneinander abgrenzen. Mit Verlaub, aber das ist doch Blödsinn. Du überträgst da Begrifflichkeiten aus der Politologie auf die Sozialwissenschaften und das ist Quatsch.
Ich war jahrelang Teil einer Jugendbewegung (schöne Grüsse an Tocotronic :)), aber ich kann mich nicht erinnern, daß ich jemals von Angehörigen einer anderen Subkultur deshalb ausgegrenzt worden wäre. Vielleicht hat man sich mal ein wenig aufgezogen oder verarscht, aber das war dann schon alles. In meiner Clique als ich so zwischen 16 und 20 war, waren (Sharp-)Skins, Punks, Psychobillies und ganz "normale", Grufties konnte offiziell keiner leiden, aber Konsequenzen hatte das im speziellen keine. Genauso wie ein Schalke-Fan immer meckern wird wenn sich jemand als Bayern-Fan outet, aber abgesehen von einer Minderheit Spinner, werden die beiden trotzdem bei einem Bier miteinander reden oder im gleichen Büro arbeiten können.
 

struppo_gong

Erleuchteter
Mitglied seit
27. September 2002
Beiträge
1.166
ok, bin noch etwas adorno geprägt von meinem letzten studium.
wollte nur tendenzen benennen, keine generellen aussagen treffen.

haben die ramones grad jubiläum oder warum sind die in letzter zeit medial so präsent?
vor kurzem kam ne interessante doku im zdf über new york punk in der anfangszeit.
angeblich wären ohne punk die simpsons oder beavis und butthead gar nicht möglich gewesen. naja war ganz interessant.
aber anscheinend war new york punk doch irgendwie etwas "realer"
die londoner szene schien ja eher etwas modegeprägt zu sein. so war glaub ich der manager von den sex pistols auch designer.
 

agentP

Forenlegende
Mitglied seit
10. April 2002
Beiträge
10.115
Naja, die New Yorker Szene war dafür "Art School" und stark geprägt von dem Dunstkreis um Andy Warhol. "Realer" war das auch nicht.

Den zugehörigen Artikel auf wikipedia finde ich übrigens gar nicht so schlecht: http://de.wikipedia.org/wiki/Punk
 

general

Erleuchteter
Mitglied seit
30. März 2004
Beiträge
1.163
Punk. Yeah
Ich hab viel gehört. Momentan steh ich eher auf Musik, zu der man tanzen kann. Trotzdem lass ich mich morgens noch von Punk wecken :wink: Doch wie schon erwähnt, einmal Punk, immer Punk. Mitgröhlen ist halt einfach geil (krächz)

Angefangen hats mit Blink182, Green Day und Konsorten. Doch inzwischen benenn ich das nicht mehr direkt mit Punk. Ist nette Musik, ist wohl Punkrock. Doch echt geil ist Anti Flag (davon kann ich mich nicht satthören), Pennywise. Auch die Ärzte mag ich sehr, auch wenn das wohl schon wieder Kommerz ist. Doch auch die Ärzte nehmen sich nicht ernst, und das mag ich. Die Texte sind meist geil. Die Hosen, ebenfalls ok, mag ich weniger, aber gehen ebenfalls ab, wenn man ein paar Leute zusammenkriegt.
Beatsteaks, NOFX, Sum41,
QL ist auch cool (so spricht mans aus) Ne Schweizer Band, die alte Volkslieder verpunkten. Funpunkt total. Genial.

Ska-P ist zwar kein Punk, doch die Texte sind nicht weniger kritisch und die Musik geht voll ab.

Die Definition und Verhunzung des Punks hat halt auch viel mit der Berichterstattung zu tun. Wenn Avril Lavigne als Punk bezeichnet wird, na sorry. Das ist netter Gitarrenpop von ner pubertierenden Rockgöre. Ganz ehrlich, ich mag die Musik, aber das ist niemals Punk.

So, grüsse
general
 

agentP

Forenlegende
Mitglied seit
10. April 2002
Beiträge
10.115
Ich lese gerade "Lipstick Traces - Von DADA bis Punk" von Greil Marcus. Eines der besten Bücher zum Thema Subkulturen im 20. Jahrhundert und zum Thema Punk im speziellen. Leider etwas schwer zu bekommen, aber sehr lohnenswert.

Auch die Ärzte mag ich sehr, auch wenn das wohl schon wieder Kommerz ist.
Ich finde die Ärzte sind sehr Punk, zumindest, wenn man die Sex Pistols und Malcolm McLaren als Bezugspunkt nimmt. Vieles was die treiben ist seit jeher reichlich anarchisch und es steht nirgends geschrieben, daß Punk immer aggressiv und nie lustig sein darf.
Schlimmer finde ich da schon diesen angestrengten Betroffenheitspunkrock von Bands wie den Hosen oder Bad Religion.
 

general

Erleuchteter
Mitglied seit
30. März 2004
Beiträge
1.163
agentP schrieb:
Ich lese gerade "Lipstick Traces - Von DADA bis Punk" von Greil Marcus. Eines der besten Bücher zum Thema Subkulturen im 20. Jahrhundert und zum Thema Punk im speziellen. Leider etwas schwer zu bekommen, aber sehr lohnenswert.

Auch die Ärzte mag ich sehr, auch wenn das wohl schon wieder Kommerz ist.
Ich finde die Ärzte sind sehr Punk, zumindest, wenn man die Sex Pistols und Malcolm McLaren als Bezugspunkt nimmt. Vieles was die treiben ist seit jeher reichlich anarchisch und es steht nirgends geschrieben, daß Punk immer aggressiv und nie lustig sein darf.
Schlimmer finde ich da schon diesen angestrengten Betroffenheitspunkrock von Bands wie den Hosen oder Bad Religion.
Ja, ich find dei Ärzte auch sehr Punk (geile Aussage :wink: ), denk es nicht (nur) Funpunk, s ist mehr. DÄ werden viel als Kommerz bezeichnet, und singen auch selbst "...sind die Ärzte schon Kommerz, ich wills nicht wissen...". Genau die Art von Selbstverarsche die ich mag :wink:

Bad Religion mag ich auch nicht so sehr, die Hosen sind einfach gute Festlieder, oder anders gesagt Sauf- und Gröhllieder (kein Alkohoool ist auch keine Lösung... :wink: )

Woher hast Du das Buch gekriegt, wenn ich mal fragen darf?

Beste Grüsse
general
 

agentP

Forenlegende
Mitglied seit
10. April 2002
Beiträge
10.115
Ich hab´s vor 2 Monaten bei Amazon als gebrauchtes vorbestellt. Und nun kam´s.
 

Asuka

Meister
Mitglied seit
19. November 2003
Beiträge
190
Punk... yeehaaa :D

also meine favs:

ärzte
blink 182
sum 41
spitalfield
all american rejects
green day
over it

(skindred, armor for sleep, simple plan)
 
Ähnliche Beiträge


Oben