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Hundehäufis

Dieses Thema im Forum "Philosophie und Grundsatzfragen" wurde erstellt von holo, 2. November 2005.

Sollten Hunde aus den Stadtgebieten verbannt werden?

  1. Ja (lieber raus aufs Land)

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  2. Nein (ich habe kein Problem mit Tretminen)

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  1. Giacomo_S

    Giacomo_S Ehrenmitglied

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    Du wirst lachen: Daran habe ich tatsächlich schon gedacht.
     
  2. holo

    holo Ehrenmitglied

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    Um mich kurz dem "Off-Topic"-Gestank des Bankomatbesetzers zu widmen: Es ist sicher anderen egal, ob er stirbt. Eine Traueranzeige in der Zeitung verdirbt mir auch nicht den Frühstücksappetit. Ich glaube, Giacomo redet hier vom Lauf der Dinge im Allgemeinen.
    Was den Gestank betrifft, so ist dieser Mensch jemand, der seinen Mief über die Interessen anderer stellt. Eine Zeit lang musste ich mit der ersten U-Bahn, die morgens fuhr, zur Arbeit. Mit der ersten U-Bahn lagen denn auch diese Leute in der U-Bahn. Keiner würde solche ekelerregenden Gestalten anfassen. Manchmal war der betreffende Waggon leer - die Menschen wichen allesamt aus. Und ich muss gestehen, dieser süßliche, beißende Mix aus Erbrochenem, Kot und modernder Kleidung bescherte nicht nur mir einen Brechreiz. Auch in dieser Stadt gibt es Unterkünfte für Obdachlose - mancher nutzt sie leider nicht.

    Es macht für mich allerdings keinen Sinn, so jemandem mit einer Initiative zu drohen. Effektiver fände ich es im Fall des Bankomaten, dem betreffenden mit einem Eimer kaltem Wasser zu drohen. Ansonsten hälfe zudem eine Spendenaktion für Schließfächer in Obdachlosenheimen. Obdachlose müssen das bisschen, dass ihnen blieb, vor Dieben schützen können.
    Reden macht da sicher auch keinen Sinn - diese Menschen haben schon vor langer Zeit aufgegeben.
     
  3. Guest

    Guest Guest

    Das problem bei diesen Menschen ist psychisch durch unsere Gesellschaft gemacht. Habe auch schon des öfteren Menschen gesehen die sich neben einem Restaurant aus der Mülltonne ein angebissenes Brot geholt haben und vor aller augen das verschmierte brot gegessen haben. Oder welche die im bus laut gepfurzt haben. Diese Menschen sind halt auch vorher von der Geselschaft als Asolzial abgestempelt worden, also benehmen sich sich jetzt halt auch anti sozial.

    Diese Menschen wurden vorher von der Gesellschaft ausgeschlossen. Also warum sollten Sie sich dann darum kümmern was Menschen aus unserer Gesellschaft über Sie denken wenn Sie eh nichts mehr mit dieser Gesellschaft zu tun haben ?
     
  4. holo

    holo Ehrenmitglied

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    Ich verstehe das. Dennoch gibt es jene - asozial abgestempelte - Menschen, denen die Neubaumiete finanziert wird.

    Diese obdachlosen Menschen haben keine Kraft mehr. Sie fügen sich in ihr Schicksal und nutzen nicht die Möglichkeiten. Es ist nicht alles auf die Gesellschaft zurück zu führen. So einfach mache ich mir das nicht. Es liegt auch am Menschen selbst.
     
  5. Guest

    Guest Guest

    Ich kenne diese Menschen nicht und ich denke das jeder sein eigenes Schicksal durchlebt hat. Als aussenstehender kann man nicht darüber urteilen ob Sie eine chance haben oder nicht.
    Auf jedenfall ist auch nicht alles Gold was glänzt. Ich meine auch unser Sozialesnetz ist nicht immer so dicht wie manche denken.
     
  6. holo

    holo Ehrenmitglied

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    Volle Zustimmung. :)
     
  7. Giacomo_S

    Giacomo_S Ehrenmitglied

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    Auch wenn das jetzt OT ist, ich finde es viel interessanter, über dieses Thema zu reden.

    Es gibt in jeder Gesellschaftsform Menschen, die durch alle Netze fallen, Das ist sicher traurige Realität.
    Aber ich glaube schon, dass man im Einzelfall etwas erreichen kann.
    Und obwohl man sicher über das Ziel hinausgeschossen ist: Mit der "Zero-Tolerance" - Politik ist New York (mit auch anderen Massnahmen) wieder eine deutlich sicherere Stadt geworden im Vergleich zu den 70ern.

    Was den Bankomaten-Penner betrifft: Der läuft auch bei Tag im Viertel rum und wenn die Leute ihn mal anmachen, er soll da nicht verschifft herumliegen, sondern in die Pilgersheimer fahren - dann macht er es vielleicht mal, weil er keine andere Chance mehr hat.
    Und außerdem: Es hätte bestimmt niemand was gegen seinen Schlafplatz, wenn er nicht so bestialisch stinken würde. Denn gerade die Münchner sind (jedenfalls in meinen Augen mehr als die Berliner und Kölner) tolerant gegüber den "Berbern" und machen auch, angeführt vom Oberbürgermeister Christian Ude, viel Sozial- und Öffentlichkeitsarbeit in Sachen Obdachlosigkeit.
     
  8. holo

    holo Ehrenmitglied

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    Na, ja, wenn man Bankomatstinker mit armen Häufchen vergleicht, die wie ein Hund leben ... ist´s nicht ganz so OT :D Immerhin sind wir noch bei den Grundsatzfragen.

    Zur Zero-tolerance: Ich glaube, die haben die Obdachlosen erfolgreich von der Straße vertrieben. Schön und gut, aber wo sind sie hin?
     
  9. struppo_gong

    struppo_gong Erleuchteter

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    jo Off Topic ist das nicht. Schließlich ist es ja ne Analogie und Dialektik nicht die dümmste Form der Gesprächsführung.

    Hmm, ich denke das kann man gar nicht unabhängig voneinander betrachten.
    Deswegen hoffe ich auch das du den Wassereimervorschlag ( 8O ) nicht ernst meinst.
    Ansonsten stimme ich mit psst überein.

    Ich musste gerade an den Film "Demolition Man" mit Silvester Stallone und Wesley Snipes denken. :p (apropos menschen in den Underground verbannen) Ach wie schön wäre es jetzt so etwas wie Sly in der Endszene zu sagen; "Ihr werdet etwas sauberer und ihr etwas dreckiger" und alle rufen YEAH!!!
    Aber so einfach ist das vielleicht nicht. (Obwohl der Film durchaus auch ne Analogie ist)

    Aber wie schon gesagt, ich finde diese "aus den Augen aus dem Sinn" - philosophie sehr gefährlich.
    Es gibt einfach Menschen, die krass am Ende sind. Und wir leben in einer dreckigen Welt. Obwohl ich bis jetzt eigentlich eher selten angewiedert von einem Ort war.

    Aber jetzt mal n' anderer Ansatz: Mehr und größere Grünanlagen! und bessere Stadtplanung. Ok ist jetzt eher längerfristig.
    Ist dann auch schöner für die Kinder. Das Problem ist doch auch, dass Städtentwicklung sich pragmatisch an wirtschaflichen Entwicklungen ausgerichtet abläuft. Vorbei an den persönlichen individuellen Bedürfnissen.
    Und solange das so ist finde ich 's sogar sympathisch wenns etwas dreckig ist. (obwohl ich jetzt Tags auch nicht ästhetisch finde - aber dafür gibts ja ab und zu mal n paar schöne Grafittis))
     
  10. morgenroth

    morgenroth Großmeister

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    Ich bin weder Hundehalter noch Autofahrer. Und wenns dunkel ist mache ich das Licht an meinem Fahrrad an - so es denn funktioniert.

    Den Blick für das Gesamte haben hier scheinbar ein paar andere verloren. Ihnen geht es nur um den eigenen, spießigen und geregelten Weg. Alles andere sollte irgendwie verdammt werden.

    Ich finde es wirklich interessant, wie schnell man von Hundescheiße auf Menschen kommt, die mit diesem immer schneller drehenden System nicht klarkommen. Das finde ich viel ekelerregender.

    Alles was nicht unter die Augen der führenden Menschen gehört, sollte doch bitte vor die Stadttore geschickt werden. Was dort mit ihnen passiert, ist ja egal. Effektiver wäre es vielleicht sie zu vergasen. Wahrscheinlich sind es eh nur alles Schmarotzer und unsere elitären Städte wären doch viel schöner ohne sie.

    Ich muss jetzt aufhören. Mir kommt die Kotze.........
     
  11. holo

    holo Ehrenmitglied

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    Eine Wohngesellschaft in Berlin hat spezielle Hundekotbehälter mit Tütenspender vor einiger Zeit in Wohnhöfen in der Landsberger Allee und in Alt-Hohenschönhausen in Berlin aufstellen lassen. Derzeit wird dort beobachtet, ob die Hundehalter dieses Angebot annehmen und ob der Missbrauch der Tüten im erträglichen Rahmen bleibt. Ähnliches habe ich vom Märkischen Viertel in Berlin gehört.
     
  12. Aphorismus

    Aphorismus Ehrenmitglied

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    im moment in den neuronen deines kopfes
    @ holo:

    Nur weil das evtl. in Alt-Hohenschönhausen funktioniert heißt das dann aber auch noch lange nicht, dass sich da dann irgendein Friedrichshainer dran hält. F'hain heisst bei mir übrigens nur noch "Dog Shit Central, Berlin". :wink:

    Berlin besteht nunmal aus verschiedenen Kiezen, was hier gilt ist dort falsch. Ich weiß z.B. noch, wie verwirrt Jay-Ti als B-Spandauer hier durch Neukölln gelaufen ist - völlig neue Welt! :lol:

    (@ Jay-Ti: Nich sauer sein, dass du jetzt als Beispiel herhalten musstest, okay? Das sollte ja nur etwas aufzeigen, was scheinbar für die allermeisten Berliner normal ist. Nämlich diese Einstellung: "Ausser für mal nach Mitte verlasse ich doch nicht meinen Stadtteil!")
     
  13. holo

    holo Ehrenmitglied

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    27. August 2005
    Jo, stimmt schon. Nur der Spandauer ist ein schlechtes Beispiel. Spandauer sind ein Völkchen für sich, so wie Spandau ein Vorort von Berlin ist ;-). Bezirke wie F´hain, Kreuzberg, oder der deine sind da schon eher verkotet. Der Spruch mit dem Verlassen des Stadtteils ist traurige Wahrheit. Dazu fällt mir das hier ein.
     
  14. struppo_gong

    struppo_gong Erleuchteter

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    Pepperland
    Naja aber eigentlich sollte man sich auch echt keinen Hund zulegen, wenn man nicht halbwegs in der Nähe vom Grünen wohnt.