"Grüne" Politik - Gut für Menschen und Umwelt?

Mother_Shabubu

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agentP schrieb:
Wovon reden wir nun eigentlich ? Der Hase auf dem Photo wurde unter einer UV-Lampe photographiert und nicht unter der natürlichen UV-Strahlung der Sonne. Dinge die zB unter einer Schwarzlichtlampe flouriszieren, flouriszieren deshalb noch lange nciht unter Sonnenlicht.
Jein. Wenn etwas unter einer Schwarzlichtlampe fluoresziert, die nur auf ganz bestimmten Wellenlängen strahlt, dann sollte es auch im Sonnenlicht fluoreszieren, das ein viel breiteres Spektrum hat, oder? Vielleicht sehen wir die Fluoreszenz nur deshalb nicht, weil sie zu schwach ist . Es wäre natürlich interessant, etwas ins Licht der Sonne zu stellen und zu untersuchen, ob es bei Beleuchtung mit Schwarzlicht fluoresziert. Ich weiß aber nicht, ob ein tierischer Jäger nicht das gleiche Problem hätte, denn dann würde er das Leuchtkaninchen auch nicht leichter fangen als ein anderes.
 

Aligatooo

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agentP schrieb:
Was meinst du mit obskuren Naturbild?
Ich meinte damit die Formulierung "natürlicher Jäger" im Gegensatz zum Menschen, die in der Form nahelegt, daß der Mensch etwas unnatürliches ist.

Demnach ist das fluoreszierende Kaninchen von der Natur erzeugt, und kann testweise in Massen in die Natur gelassen werden? Wäre ja ganz interesant, wie die natürlichen Jäger (auch der Mensch) daruf reagieren.

Darauf wollte ich hinaus. Der Mensch ist natürlich> aber sein Wissen nicht? :?
 

Ellinaelea

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Ein_Liberaler schrieb:
Wenn ein Mensch vor der Alternative steht, umzukommen, oder den letzten Dodo zu braten, dann brät er den letzten Dodo. Das ist menschlich. Ihn zum Hungertod zu verurteilen, um den Dodo zu retten, ist unmenschlich.
Wusst ich es doch, dass ich kein Mensch bin *ggg* Wo ein Dodo ist, da sind Früchte. Ich würde die Früchte mit dem Dodo teilen oder notfalls auf anderes Grünzeug ausweichen. Und wenns nix mehr davon gibt... na was solls? Dann sterben wir eh beide mangels Nahrung, also können wir gleich gemeinsam sterben. Zusammen ist jedenfalls lustiger als einsam.
Tja, ich bin ein Alien :)
 

Aligatooo

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Ellinaelea schrieb:
Ein_Liberaler schrieb:
Wenn ein Mensch vor der Alternative steht, umzukommen, oder den letzten Dodo zu braten, dann brät er den letzten Dodo. Das ist menschlich. Ihn zum Hungertod zu verurteilen, um den Dodo zu retten, ist unmenschlich.
Wusst ich es doch, dass ich kein Mensch bin *ggg* Wo ein Dodo ist, da sind Früchte. Ich würde die Früchte mit dem Dodo teilen oder notfalls auf anderes Grünzeug ausweichen. Und wenns nix mehr davon gibt... na was solls? Dann sterben wir eh beide mangels Nahrung, also können wir gleich gemeinsam sterben. Zusammen ist jedenfalls lustiger als einsam.
Tja, ich bin ein Alien :)


Zusammen ein neue Art von Dodo zu "Genieren" währe noch interesanter (Eins was z.B. mehr Fleisch liefert u.s.w).
Ist auch menschlich.
Als Alien tut man sowas "natürlich" nicht. :)
 

Angel of Seven

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Ein_Liberaler schrieb:
Es gibt die Vermutung, daß der Mensch "von Natur aus" Aasfresser ist, kein Jäger.

Das vermute ich auch, wenn ich deine Antworten lese :lol:
Spaß beiseite, wo steht das denn? Ich dachte immer der Urmensch wäre Jäger und Sammler..zumindestens ist das die übliche Lehrmeinung. In der Tat kommt dein hier geschildertes Menschenbild, das eines Aasfressers sehr nahe.


Wüstenfoto:

Das sollte ja offensichtlich die These belegen, daß nach Brandrodung und kurzer Weidenutzung Wüsten zurückbleiben. Da es mir auch eher nach einer frischen Brandrodung aussieht, verfehlt es diesen Zweck.

Der Boden sieht selbst nach der Rodung schon wie Wüste aus, meinst du der wird jetzt immer besser? Es ist ja nichts mehr da was Wasser aufhalten könnte, Stichwort: -Erosion-.
-Die Abtragung lockerer Bodenteile der Erdoberfläche durch Wasser oder Wind wird als Erosion bezeichnet.-

Ein_Liberaler schrieb:
samhain schrieb:
warum tust du eigentlich so, als würde die mehrheit der menschen freiwillig in die megastädte ziehen, um dann in megaslums zu hausen?

Weil sie es tun. Sie ziehen es ihren vorherigen Lebensverhältnissen vor. Sie leben lieber im Smog, als zu sterben, während Angel behauptet, es wäre besser zu sterben.


Welchen Angel meinst du?

Ein[b schrieb:
_[/b]Liberaler]

Nur daß es den echten Ökos nicht mehr um die Menschen geht. Für die ist der Mensch eine Krankheit. Ein paar Millionen kann man vieleicht lebenlassen


Ansonsten frag die Menschen, ob sie lieber Hungersnot oder Smog wollen. Sind wohl nur die wirklich Alten, die lieber sterben wollen, wahrscheinlich, weil sie ihren Verwandten auf der Tasche zu liegen meinen.


Angel of Seven schrieb:
Das ist menschenverachend was du hier von dir gibst.

Ein[b schrieb:
_[/b]Liberaler]

Was ist daran menschenverachtend? Schau Dir die Megastädte in der Dritten Welt und in den Entwicklungsländern an. Die Menschen strömen vom Lande hinein. Die wollen leben, pfeifen auf die Unsauberkeit. Menschenverachtend ist, ihnen zu sagen, das Leben wäre nicht lebenswert, und sie sollten besser dreißig Jahre früher sterben.

Wenn ich das schon lese: "Sie wollen leben!", "Das Leben ist lebenswert!", als wenn sie ins Paradies einziehen. :k_schuettel: Natürlich sollen sie leben, mit genug zu essen, ein menschenwürdiges Dach über den Kopf ( kein Pappkarton, damit wir uns nicht mißvertehen!), und ausreichend medizinischer Versorgung. Die gnadenlose Ausrottung der Natur ist u.a für diese Zustände mitverantwortlich, auch wenn du das nicht sehen willst.

Wie kann man solche hanebüchenen Behauptungen aus meinen Text lesen? Ich glaube du hälst mich für so ein Ökoschreckgespenst welches weiter oben von dir erwähnt wurde. Ist es in deiner Phantasie zur Realität geworden? :?

LG


AoS
 

Ein_Liberaler

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Angel of Seven schrieb:
Das vermute ich auch, wenn ich deine Antworten lese :lol:
Spaß beiseite, wo steht das denn? Ich dachte immer der Urmensch wäre Jäger und Sammler..zumindestens ist das die übliche Lehrmeinung. In der Tat kommt dein hier geschildertes Menschenbild, das eines Aasfressers sehr nahe.

Du bist schon die Liebenswürdigkit in Person, das muß ich sagen.

http://www.wissenschaft-online.de/abo/ticker/614041

Der Boden sieht selbst nach der Rodung schon wie Wüste aus, meinst du der wird jetzt immer besser? Es ist ja nichts mehr da was Wasser aufhalten könnte,

Natürlich sieht der Boden nach einer Brandrodung so aus. Auch wenn Naturvölker sich einen kleinen Acker gerodet haben, sieht das nicht besser aus. Anschließend wird angepflanzt, die Asche dient als Dünger. Stellst Du Dich dumm, oder hältst Du mich für dumm?

Stichwort: -Erosion-.
-Die Abtragung lockerer Bodenteile der Erdoberfläche durch Wasser oder Wind wird als Erosion bezeichnet.-

Erdkunde, fünftes Schuljahr.

Wenn ich das schon lese: "Sie wollen leben!", "Das Leben ist lebenswert!", als wenn sie ins Paradies einziehen. :k_schuettel: Natürlich sollen sie leben, mit genug zu essen, ein menschenwürdiges Dach über den Kopf ( kein Pappkarton, damit wir uns nicht mißvertehen!), und ausreichend medizinischer Versorgung. Die gnadenlose Ausrottung der Natur ist u.a für diese Zustände mitverantwortlich, auch wenn du das nicht sehen willst.

So, inwiefern ist die "Ausrottung" der Natur für die Armut in Lateinamerika denn verantwortlich? Erklär das doch mal genauer. Schritt für Schritt. Sollen die Menschen alle von Jagd und Wanderhackbau im Dschungel leben, oder wie stellst Du Dir das vor?
 

Angel of Seven

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Zwischen 1975 und 1986 erfolgte die erste große Kolonisierung.
Erschließungsstraßen wurden im Abstand von 5 km angelegt.
Zur N-S-Straße am Fluss gibt es eine zweite geradlinig verlaufende N-S-Straße. Die Stadt Ariqueme ist an der Straßenabzweigung entstanden.
Unterschiedliche Rottöne zeigen die unterschiedliche Nutzung:
Regenwald dunkelrot, Nutzung auf den Rodungsflächen leuchtendes Rot.
Kleinflächen bestimmen das Bild.

1992 haben sich die Rodungsflächen auf den 2,5 km breiten Streifen beidseits der Erschließungsstraßen stark ausgeweitet.
Im Westen ist ein großes Bergbaugebiet entstanden. Viele Großflächen zeigen die Entstehung von Großgrundbesitz durch Aufkauf von Flächen der ersten Kolonisten.
Die Stadt Ariqueme und eine große Siedlung in der oberen Mitte des Bildes haben sich stark entwickelt.

Im Jahr 2001 ist der eigentliche Regenwald auf kleine Flächen zurückgedrängt. Die Siedlungen sind weiter gewachsen, der Bergbau hat sich ausgeweitet, die Großgrundbesitztümer haben an Zahl und Größe zugenommen.
In der Grünfassung (Originalauflösung) lassen sich auch die Schäden durch Bodenerosion erkennen.
Neue Brandrodungen wurden 2001 nur noch wenige vorgenommen. Vielleicht hat man eingesehen, dass sich der Boden nur kurzfristig nutzen lässt, dass also der hohe Einsatz von Arbeit sinnlos ist.


deforest_anim.gif


http://satgeo.zum.de/satgeo/methoden/anwendungen/s506.htm


LG


AoS
 

Ein_Liberaler

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Mich würden die sozialen Zusammenhänge interessieren. Wer waren die Kolonisten, die je 50 ha bekamen? Was würden Deiner Ansicht nach landlose Bauern und Landbesetzer mit aufgeteilten Latifundien machen? Was würden die Bewohner der städtischen Slums mit einer Landzuteilung machen?

- Viele kleine Bäche durchziehen das Land. In der Regenzeit müssen sie das viele Wasser abtransportieren. Oft wird das Wasser für die Trockenzeit aufgestaut. Wenn die Felder nicht bestellt sind, dann führt das rasch zur Bodenerosion. Die Böden sind bald nicht mehr nutzbar. So sind an Flüssen und Stauseen häufig Spuren der Bodenerosion zu sehen.

Mangelndes Know-how. Zwischenfruchtanbau ist die Lösung, nicht nur für die Minderung der Erosion, sondern auch zur Gründüngung.
 

Angel of Seven

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Ein_Liberaler schrieb:
Mich würden die sozialen Zusammenhänge interessieren. Wer waren die Kolonisten, die je 50 ha bekamen? Was würden Deiner Ansicht nach landlose Bauern und Landbesetzer mit aufgeteilten Latifundien machen? Was würden die Bewohner der städtischen Slums mit einer Landzuteilung machen?

Nun... es sieht wohl so aus das sich Großgrundbesitzer das ganze Land unter dem Nagel reißen. Ob die Leute ihr Land für schnelles Geld versilbern, oder ob bezahlte Söldnertruppen den entsprechenden Nachdruck verleihen ist mir bis jetzt unbekannt. Beides ist vorstellbar.
Eine Landzuteilung mit fruchtbaren Boden ist meines erachtens unrealistisch (den der ist sehr selten, der Boden müßte durch bepflanzung erhalten bleiben, und diese Investition für die Slumbevölkerung?), eine Landzuteilung mit unfruchbaren Boden würde sicher gleich verscherbelt werden.



Mangelndes Know-how. Zwischenfruchtanbau ist die Lösung, nicht nur für die Minderung der Erosion, sondern auch zur Gründüngung.

Das sehe ich auch so, nur so wie es jetzt läuft kann es nicht weitergehen, ohne jegliche Bepflanzung ist irgendwann auch der üppige Regen weg, ich sagte ja schon, Wüste. Ich erinnere an den Raubbau der Wälder in Spanien, Portugal, Kanaren usw. um die riesigen Schiffsflotten zu bauen. Wie siehsts heute da aus? Vielleicht lassen sich die klimatischen Bedingungen nicht unmittelbar vergleichen, auch wurden die Wälder dort nur abgeholzt und nicht abgebrannt (d.h nicht das in den Regenwäldern nur Brandrodung betrieben wird), aber kann man aus begangenen unklugen Entscheidungen nicht endlich mal lernen und neue positive Wege beschreiten?



LG


AoS
 

Ein_Liberaler

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Eine Landzuteilung mit fruchtbaren Boden ist meines erachtens unrealistisch (den der ist sehr selten, der Boden müßte durch bepflanzung erhalten bleiben, und diese Investition für die Slumbevölkerung?), eine Landzuteilung mit unfruchbaren Boden würde sicher gleich verscherbelt werden.

Da siehst Du die wirtschaftlichen Zusammenhänge mal richtig, würde ich sagen.

Ich erinnere an den Raubbau der Wälder in Spanien, Portugal, Kanaren usw. um die riesigen Schiffsflotten zu bauen. Wie siehsts heute da aus? Vielleicht lassen sich die klimatischen Bedingungen nicht unmittelbar vergleichen,

Und England nicht zu vergessen, insbesondere auch Schottland. In Deutschland sah es einmal ähnlich trübe aus.

aber kann man aus begangenen unklugen Entscheidungen nicht endlich mal lernen und neue positive Wege beschreiten?

Dafür braucht Südamerika finanzkräftige Investoren, die am Erhalt ihres Grund und Bodens interessiert sind.
 

Angel of Seven

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bstaron schrieb:
Zum Thema Flüsse und Überschwemmungen: Auch hier in München und Umgebung gab es früher Überschwemmungen die von der Isar ausgingen. Sogar hier stand das Wasser früher wo heute der Ortsmittelpunkt ist. Das sind bestimmt 4-5 km von der Isar weg. Wie hat man das in den Griff bekommen? Indem der Isarkanal gebaut wurde! Man hat neben der Isar "einfach" einen zweiten Fluß gegraben. Bei Hochwasser wird jetzt das Wasser in den Kanal geleitet, es kommt zu keiner Überschwemmung. Außerdem gibts im Gebirge Staustufen.

Hätte man das wegen "Naturschutz" nicht gemacht, hier könnte niemand wohnen.

Nun,...aus aktuellen Anlaß möchte ich ich noch mal darauf zurückkommen. Wie siehts denn jetzt aus, ich meine überschwemmungstechnisch? Waren diese Maßnahmen ausreichend? Oder gingen sie gar auf kosten anderer Landstriche die jetzt überschwemmt sind. Wer wohnt da und kennt sich aus? :roll:


LG


AoS
 

arius

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Angel of Seven schrieb:
Nun,...aus aktuellen Anlaß möchte ich ich noch mal darauf zurückkommen. Wie siehts denn jetzt aus, ich meine überschwemmungstechnisch? Waren diese Maßnahmen ausreichend?

Sehr gut, der neue ISAR-Verlauf läßt Fische stromaufwärts wandern über Seitenkanäle und auch die Badegäste können ein weitgehend koli-freies Wasser genießen, während vor der Isarbett-Sanierung noch oft Badeverbot herrschte, besonders am Flaucher.
 

Ellinaelea

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Angel nimmt mir mein Post schon vorneweg :)

Hier wurden nur die Orte überschwemmt, die alles kanalisiert hatten. Ich lebe mitten im Reusstal, im Kanton der drei Flüsse (Aare, Reuss, Limmat).
Überall wo seit Jahrzehnten die Reuss unter Naturschutz steht und sich selbst überlassen wurde, wo sich die ursprünglichen Auen wiederbilden konnten... überall da gibts KEINE Überschwemmungen.

Grüsse aus einem der Überschwemmungskantone (Aargau Schweiz)
Elli
 

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