Gentechnologie - Rettung oder Verderben?

tsuribito

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Es gibt viele nützliche Anwendungen für Gentechnologie.
Nicht nur auf dem medizinischen Sektor. Wir könnten unsere Sinne mal wieder verbessern. Ständiges Bilden von Nervenzellen wäre auch gesund.
Impfungen wären überflussig. Man bekommt ja die Immunität teilw von den Eltern.
Eine Spritze und dir wächst nen neues Bein. Brillen, Hörgeräte würden überflüssig obwohl ich das lieber mit Nanos machen würde.

Gefahren sind natürlich:
Man könnte alle Araber mit Viren töten und Europäer wären gesichert.
Oder man mischt den Deutschen was ins Wasser, dass sie immun gegen eine richtig fiese Biowaffe macht.
Man könnte auf diese Weise ganze Länder vernichten ohne einen Soldaten im Einsatz zu haben.

Ich freue mich auf Genetische Manipulation!
Darwin ist halt always right. Wenn die Supermenschen nicht richtig angepasst sind, sterben sie halt. Zweiklassengesellschaft sehe ich nur in den ersten 50-100 Jahren. Danach gibts doch keine Normalos (in den Industrienationen) mehr. Wer es sich leisten kann, spielt Mensch 2.0 drauf und wer nicht.. der wird verdrängt.
 

I3leach

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@ tsuribito

Wenn du dich da mal nicht irrst, im übrigen erscheint es mir als würdest du dich viel zu sehr mit SciFi-Literatur beschäftigen. Ein bisschen SciFi kann nicht schaden, aber darauf seine gesamten Ansichten zu stützen finde ich nicht gerade ideal. Den begriff Mensch 2.0 finde ich übrigens interessant, irgend wann werden sich diese "Menschen" wohl wöchentlich mit den neusten "Patchs" eindecken müssen.

An alle die sich ihrer Sache sicher sind, lest das und staunt, die menschliche Natur kann ich nur noch als "seltsam" bezeichnen...

http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/lis/13374/1.html

tsuribito wrote:

Wenn die Supermenschen nicht richtig angepasst sind, sterben sie halt.

Die Genetik kann die Menscheit also "super" machen. Was du darunter zu verstehen scheinst ist eine Art russisch Roulet. Die Genetik ist die Waffe die wir uns in den Mund schieben und uns denken "wenn wir das überleben kann uns nichts mehr aufhalten"

PS: Was mir Angst macht ist übrigens nicht die Genmanipulation an sich, sondern die Argumentationsweise von einigen von euch, den sollten die Wissenschaftler die in dieser richtung forschen genau so "denken" wie ihr, ist dieser Planet schon so gut wie verbrannte Erde!
 

Traenenreiter

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ich geb dir vollkommen recht, 13leach.
ich zitiere aus dem buch dino-park:
ihr geht damit um (gentechnik), wie ein junge, der die pistole seine vaters gefunden hat.
darf ich erinnern, was ian malcom sagte: eine kontrolle, wie sie sie anstreben, ist nicht möglich. wenn die evolution uns eines gelehrt hat, dann, daß das leben einen weg findet.
in diesem zusammenhang kann ich euch wärmstens das buch "wenzels pilz" ans herz legen zu lesen. das öffnet einem auch so ziemlich die augen.

sicher, die möglichkeiten der gentechnik sind verlockend. menschliche entwicklung funktioniert immer learning by doing. nur kommen wir leider langsam an grenzbereiche, wo dieses system nicht mehr zur anwendung kommen darf. ihr könnt mich ja fortschrittfeindlich nennen. aber wenn ich eine a bombe nur testen kann, wenn ich sie einsetze, ist das gefährlich für die ganze menschheit und ethisch in keinster weise zu vertreten.
an alle, die die gentechnik euphorisch feiern: habt ihr nichts gegen atom bomben? wenn ihr aber etwas dagegen habt, müßt ihr einsehen, daß die gentechnik eben so ein grenzbereich ist, der ethisch zumindest bedenklich ist.
 

I3leach

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Ich finde es paradox, dass scheinbar ausgerechnet die deren Erbgut wohl als erstes aus dem Genpool verschwinden würde (mögliche Begründung: Kognitiv suboptimiert) am kritiklosesten und euphoristen mit diesem Thema umgehen. :wink:
 

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